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Volleyball Herren I: "15 Punkte im Tiebreak reichen nicht immer"

by Kevin Phillipp

Dresdner SC 1898 – SV Bad Düben 3:2 (18,19,-15,-20,15) 120 min.

Dresden. In einem verrückten Spiel mit drei komplett verschiedenen Phasen unterliegen wir denkbar knapp beim ambitionierten Team des Dresdner SC 1898 mit 17:15 im entscheidenden fünften Satz. Vor dem nächsten Heimspieltag am 24. November (ab 14 Uhr gegen MSV Bautzen 04 und SV Schneeberg) belegen wir nun punktgleich mit dem Vorletzten Rang sechs.

Nach dem ersten Staunen beim Betreten der gigantischen DSC-eigenen Halle folgte folgende Begrüßung: „Hallo, mein Name ist Torsten Reitz. Ich bin der Manager dieser Mannschaft!“ Ok! Spätestens ab diesem Moment wussten wir, dass wir nicht mehr auf Bezirksebene spielen. Schließlich waren wir bei der einzigen Mannschaft der Liga zu Gast, die es sich als Ziel gesetzt hat, aufzusteigen. Mit eigenem Caterer sowie ausgiebiger Spielervorstellung plus DJ wurde der Sachsenliga-Spieltag in ein bundesligawürdiges Spektakel verwandelt. Leider verirrten sich nur wenige Zuschauer in die Halle – immerhin 41 wurden im Protokoll vermerkt. Das ist Rekord für unsere kleine Drei-Stationen-Dresden-Tour.

Aber kommen wir zum eigentlich Wichtigen, dem Spiel. Ohne René Hellwig, André Reichenbach, René Bischoff und einen Henry Ungelenk, der noch nicht fit war und als Trainer agierte, mussten wir um den Sieg kämpfen. Dafür gab Libero Felix Winkler nach fast sieben Monate langer Verletzungspause sein Comeback im andersfarbigen Trikot. Á propos Trikot, dem sonst so zuverlässigen Kevin Phillipp passierte ein Malheur: Es ließ sein Trikot im 138 Kilometer entfernten Schrank liegen. Dafür brauchen wir uns zum Heimspiel keine Gedanken machen, wer Bier besorgt. Zum Glück hatte Ungelenk seine Ausrüstung mit.

Das Spiel begann (wie schon gegen Reudnitz) ohne uns. Die Mannschaft zeigte sich sehr beeindruckt von den äußeren Umständen, hatte spürbare Probleme in der Annahmenjustierung und traute sich am Netz nichts zu. Den Hausherren wurde es einfach gemacht. Sowohl über die Mitte als auch über die Außenpositionen setzte Zuspieler Alexander Meixner seine Angreifer das ein oder andere Mal eindrucksvoll in Szene.

Für den zweiten Durchgang kam Phillipp für Christian Rabe ins Spiel. Es änderte sich vorerst nichts. Die 98er dominierten die Ballwechsel, führten deutlich. Mitte des Satzes – ab dem Stand von 9:15 aus unserer Sicht – pirschten wir uns langsam ran. Mit einem beherzten Zwischenspurt erspielten wir uns bei 18:17 sogar die erste Führung des Spiels. Leider reichte die Konzentration in diesem Satz nur noch für einen Punkt. Aber wir zeigten, dass wir die Gastgeber gut unter Druck setzen können, wenn wir die Schrauben anziehen.

Die ersten Spieler des USV machten sich bereits für das zweite Spiel warm. Nun ging es aber erst einmal in die zweite Phase des Spiels. Die Phase, in der wir das Spiel dominierten. Schließlich waren ja wieder sechs Fans aus der Kurstadt mitgereist. Angeführt durch Mittelblock-Zwerg Mario Alt, Zuspieler Frank Baumgarten und Trikotvergesser Phillipp übten wir nun mehr Druck im Aufschlag aus, sodass die Mitte der Dresdner größtenteils aus dem Spiel genommen wurde. Dazu kam, dass wir uns nun sowohl im Block als auch in der Feldabwehr mehr und mehr auf die Offensive der Elbflorenzer einstellten. In 19 Minuten holten wir Satz drei. Ähnlich und vielleicht sogar noch deutlicher gestaltete sich Akt Nummer vier. Durch eine Neun-Punkte-Serie bauten wir unseren Vorsprung auf 22:10 aus. Beiden Teams war klar, dass die Entscheidung um die zwei Punkte im Tiebreak fällt. Leider brachten wir die Hausherren ins Spiel. Punkt für Punkt hamsterten sie sich in ihr Zählerkörbchen und tankten Selbstbewusstsein für den Fünften.

Dieser stellte dann die dritte Phase des Spiels dar. Zum ersten Mal spielten beiden Mannschaften auf einem sehr hohen Niveau. Nun wurde es zu einem wahren Spitzenspiel mit Krimi-Charakter. Die ersten Akzente konnten wir setzen – 4:2, 7:4, dann aber leider nur 8:7 beim Wechsel. Es lief weiterhin nach unseren Vorstellungen. Mit 9:7 und 10:8 hielten wir den Gegner auf Distanz. Es folgte ein kleiner Knacks im Spiel, bei dem der DSC mit 13:11 davon zog. Bei 12:14 galt es nun, zwei Matchbälle des Favoriten abzuwehren. Ein entschlossener Angriff sowie ein Aufschlagpunkt von Phillipp glichen den Punktestand tatsächlich aus. Der nächste Aufschlag landete kraftlos im Netz, der darauffolgende vom spielenden DSC-Co-Trainer Helge Rupprich weit im Aus – knisternde Spannung in der Halle. Selbst die sonst so ruhige Zuschauerschar fieberte nun gebannt mit. Entschieden wurde die Begegnung durch einen erfolgreichen Angriff des DSC und ein zu flaches Zuspiel auf Diagonalangreifer Daniel Lange – Punkt, Satz und Sieg für die anderen!

Nun sind wir gefragt. Langsam wissen wir ziemlich genau, dass wir in der Liga locker mithalten können. Das gilt es nun, etwas konstanter in Zählbares umzusetzen. Wir werden in zwei Wochen damit anfangen. Gegen Bautzen (7.) und Schneeberg (4.) brauchen wir dafür jede Menge Unterstützung vom gewohnt lautstarken Publikum in der heimischen Sporthalle der Bundespolizei.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Daniel Lange, André Kanitz, Christian Rabe, Kevin Phillipp, Frank Baumgarten, David Wächter, Mario Alt, Felix Winkler sowie Aushilfs-Trainer Henry Ungelenk

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