„Im Pokal jubeln die anderen“

Post by Phillipp

Bad Düben. Auch wenn es für die letzten drei im Pokalwettbewerb verbliebenen Volleyball-Teams des SV Bad Düben am letzten Hallen-Wochenende nicht zum einem Sieg oder Weiterkommen reichte, kann der Abschluss dennoch als gelungen verbucht werden. Als Ausrichter wurde sich teuer verkauft und mit etwas Glück wäre gerade bei den Herren auch mehr drin gewesen.

SV Bad Düben II – SSV 1952 Torgau                0:3 (-12, -20, -21)

Bereits am Freitagabend waren die Mädels der zweiten Mannschaft an der Reihe, um dem Titelverteidiger unter Umständen ein überraschendes Bein zu stellen. Zwei Sätze lang schnupperten sie an der Sensation im Kreispokal-Halbfinale. Am Ende war den Schützlingen vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs jedoch kein gewonnener Satz vergönnt.

Die Saison ist nun beendet, erste Punktspielsiege wurden eingefahren und nun folgt ein kleiner Cut. Das Gesicht des Teams wird sich über den Sommer leicht verändern. Das eine oder andere Talent findet sich dann in der frisch aufgestiegenen ersten Mannschaft in der 1. Bezirksklasse wieder.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Luisa Beutelrock, Helena Hofmann, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann, Johanna Witzke, Anna Vogelweider und Katharina Sagmeister

SV Bad Düben – TSV 1862 Schildau  0:3 (-14, -12, -15) 62 min.

Keine Gnade hatten am Samstag die hoch favorisierten Schildauerinnen mit ihrer Gegnerschaft im Final-Four-Turnier in Bad Düben. Erst mussten die Gastgeberinnen im Bezirkspokal-Halbfinale leiden, im Endspiel erging es dem SV Stahl Brandis auch nicht besser.

Der Zwei-Liegen-Unterschied zwischen Bad Düben und Schildau war nicht wegzudiskutieren. Zudem fehlten Trainerin Susanne Windisch mit Sina Franke, Sara Vogelweider und Juliane Heßler gleich drei Leistungsträger. Dafür half zum zweiten Mal in dieser Spielzeit Kati Poschmann vom Kreismeister-Team aus. Der TSV 1862 um seine bärenstarke Tina Seifert hatte jedoch kein Erbarmen und sammelte fleißig Punkt und Punkt. Was soll‘s, als Vertreter der 2. Bezirksklasse bereits zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren beim Final-Four – auch das ist eine herausragende Leistung und krönte die Meistersaison noch mit einem Highlight.

Für den SV Bad Düben spielten: Sandra Grundmann, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Barbara Geißler, Julia Tröbs, Maria Krafczyk, Carmen Drefs, Johanna Witzke und Kati Poschmann

SV Bad Düben II – SV Reudnitz II     2:3 (-19, 16, -21, 14, -13) 119 min.

Sich über Schiedsrichterleistungen zu ärgern, ist mehr als müßig und sicher auch vertane Zeit. Wenn in einem Tiebreak um den Einzug ins Finale zwei klare Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Heimmannschaft den Ausschlag geben, ist das mehr als bitter. Kein Vorwurf an den kurzfristig und neutral eingesetzten Unparteiischen, aber das hatte am Ende ein gewissen Geschmäckle.

Gesundheitlich angeschlagene Kurstädter schleppten sich gegen ersatzgeschwächte Bezirksmeister in den entscheidenden fünften Durchgang, hatten dort die Sympathien in der Halle für sich und unterlagen am Ende denkbar knapp. Für die beiden besten Angreifer Tim Bomsdorf und Lukas Händler war es das letzte Spiel überhaupt. Beide wechseln zur neuen Saison in die Sachsenliga-Mannschaft. Ein Titel sollte zum Abschluss noch her. Draus wurde leider nichts – trotz ausgezeichneten Kampfs.

Im Endspiel triumphierte Vizebezirksmeister SV Sachsen Delitzsch 1994 hochverdient mit 3:1 über Bezirksmeister SV Reudnitz II. Glückwunsch an den Lober!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Tobias Stadler, Martin Zeidler, Vinzenz Rummel, Daniil Gorr, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Stefan Dieter Deinert, Stefan Nordt und Sirko Lange

„Meisterlich – allgemeines Aufatmen“

Post by Phillipp

Liebertwolkwitz/Leipzig/Eilenburg. Das letzte Punktspiel-Wochenende der nun angeschlossenen Saison hatte es für die Bad Dübener Volleyballer noch einmal in sich. Sowohl die Bezirksklasse- als auch die Kreisklasse-Damen krönten sich mit Siegen zum Meister ihrer Klassen. Die Bezirksliga-Männer schlichen erst bedöppelt aus der Halle, um dann doch noch einen großen Stein plumpsen hören zu können. Auch die Kreisklasse-Mädels ließen zum Abschluss noch einmal aufhorchen.

SV Liebertwolkwitz – SV Bad Düben               2:3 (-21, 7, 13, -22, -11) 127 min.

Ich trink ‘nen Sekt vielleicht! Der Aufstieg stand plötzlich und recht unerwartet bereits vor der Begegnung beim SV Liebertwolkwitz fest. Die Gastgeberinnen besiegten den mit Bad Düben punktgleichen SV Lok Engelsdorf III glatt und knapp zugleich mit 3:0 (23, 22, 23). Damit war zumindest Platz zwei gesichert. Um den Meistertitel fest zu machen, mussten jedoch noch zwei gewonnene Sätze her. Nach dem ersten erfolgreichen Durchgang sah alles gut aus, dann folgte ein Totaleinbruch. Lediglich 20 Pünktchen in zwei Sätzen wanderten auf das Dübener Konto. Dank eines beherzten Schlussspurts konnte nicht nur der eine wichtige Punkt, sondern sogar noch der Sieg im Tiebreak errungen werden. Sekt, Jubel und noch mehr Sekt!

Nächstes Jahr geht es also erstmals in der 1. Bezirksklasse um die Wurst. Der Krostitzer SV wird als Zweitplatzierter folgen. Dort kommt es durchaus zu zahlreichen Wiedersehen mit Teams, die in der letzten Saison aufsteigen konnten.

Am kommenden Wochenende ist Kür angesagt. Im Bezirkspokal-FinalFour vor der eigenen Haustür (bzw. hinterm Bundespolizei-Kasernentor) ist man im Halbfinale gegen Vizebezirksmeister TSV 1862 Schildau krasser Außenseiter.

Für den SV Bad Düben wurden Meister der 2. Bezirksklasse: Kapitänin Sara Vogelweider, Julia Tröbs, Juliane Heßler, Barbara Geißler, Sophia Schaffernicht, Sina Franke, Sandra Grundmann, Caroline Monien, Carmen Drefs, Maria Krafczyk, Vanessa Wutzke, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann und Luisa Beutelrock

SV Reudnitz II – SV Bad Düben II     3:1 (23, -18, 16, 19) 79 min.

Erst zu Tode betrübt, dann himmelhochjauchzend. Die Bezirksliga-Holzbuben um Spielertrainer Kevin Phillipp gruben sich mit einer anfangs ordentlichen, aber zu keiner Zeit entschlossenen Leistung gegen stark servierende Bezirksmeister vom SV Reudnitz II fast ihr eigenes Grab. Schiedsrichter Aaron Fischer beschrieb es nach dem Spiel ziemlich treffend: „Ihr wart gut zwei Sätze lang das bessere Team und hört dann einfach auf mit spielen.“ Wohl wahr. Zahlreiche Ausfälle begrenzten die Wechseloptionen. Die frisch, fromm, fröhlich und frei aufspielenden Gastgeber schöpften dagegen aus vollem Spielertrog. Das Duell der beiden besten Rückrunden-Teams ging hochverdient an den Meister – doppelter Glückwunsch.

Und nun? Die Muldestädter hatten den Klassenverbleib nicht mehr in der eigenen Hand. Parallel musste der Dommitzscher SV mindestens ein Heimspiel deutlich abgeben. Fünf Minuten nach Bad Dübener Spielende war klar: Der Krostitzer SV II kam diesem Wunsch mit einem 3:0-Sieg in der „grünen Hölle“ entgegen. Puuh! Weitere drei Tage später wurde bekannt, dass sich der SV Hohenprießnitz – mit Rang sechs direkt vor den Dübenern im Ziel – für die nächste Saison in die Bezirksklasse zurückziehen wird. Somit wäre eigentlich bereits viel eher alles geritzt und liegen gelassene Nerven hätten gespart werden können.

Das Happy End könnte am kommenden Samstag in heimischer Halle noch vergoldet werden – beim FinalFour um den Bezirkspokal. Halbfinal-Gegner? SV Reudnitz II...

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Martin Zeidler und Tobias Stadler

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz                2:1 (-17, 4, 9)

SV Bad Düben III – FSV Eilenburg II                 2:0 (17, 15)

Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht. Am ersten Spieltag nur zu sechst nach Belgern angereist, verletzte sich Top-Spielerin Katja Andrä schwer am Knie. Neben der andrä‘schen Gesundheit gingen so auch gleich zwei Spiele in die Binsen. Am Ende der zweiten Spielzeit nach dem Comeback ist lediglich eine weitere Pleite hinzugekommen und die erfahrenen Damen um Kapitänin Andrea Schulz sind Kreismeister.

Nach verpatztem Start gegen den direkten Konkurrenten aus Thallwitz drehten die Kurstädterinnen mächtig auf und fegten den FSV regelrecht von der Platte. Der Sieg gegen den Tabellenletzten vom FSV Eilenburg II war dann nur noch Formsache. Der tolle Erfolg wird jedoch nicht mit dem Aufstieg veredelt. Das Zeug dazu hätte das Team sicher, man entschied sich jedoch dagegen.

Für den SV Bad Düben III wurden Kreismeister: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Katja Andrä, Simone Voigt, Simone Piatyschek, Jana Schlaak, Marika Göllner, Daniela Sieg, Annett Stänicke, Victoria Glaser, Susanne Petersohn und Marion Lange

SV Bad Düben II – SV Roland Belgern              1:2 (-20, 16, -10)

SV Bad Düben II – FSV Eilenburg                      0:2 (-14, -9)

Zum Abschluss des dritten Punktspiel-Jahres gab es noch einmal einen Satzgewinn. Äußerst knapp reicht es gegen den SV Roland Belgern jedoch nicht zum Spielgewinn. Darauf lässt sich aufbauen! Vizekreismeister FSV Eilenburg war dann doch eine Nummer zu groß.

Die Saison ist jedoch noch nicht beendet. Im Freitagabend (18 Uhr) steht in heimischer Oberschul-Sporthalle das Kreispokal-Halbfinale gegen den Titelverteidiger SSV 1952 Torgau an.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura Rösiger, Luisa Beutelrock, Helena Hoffmann, Johanna Witzke, Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann und Katharina Sagmeister

„Ergebnisse passend zum Wetter“

Post by Phillipp

Bad Düben. Die Sonne lachte über Bad Düben. Das machte sich auch auf dem Punktekonto bemerkbar. Die Bezirksklasse-Damen springen mit zwei Heimsiegen auf Aufstiegsrang zwei, die Kreisklasse-Mädels erkämpfen sich ebenfalls daheim eine verdienten Sieg gegen die Verfolger aus Eilenburg.

SV Bad Düben – SV Lok Engelsdorf IV (SSR)  3:0 (11, 15, 17) 57 min.

SV Bad Düben – VV Nordstern-Leipzig          3:0 (13, 20, 19) 67 min.

Der Endspurt der Damen von Trainerin Susanne Windisch hat es in sich. Mit dem abschließenden Bezirkspokal-Final-Four in Bad Düben am 5. Mai müssen die Kurstädterinnen an vier Wochenenden am Stück auf die Platte. Auf die Zielgerade sind Kapitänin Sara Vogelweider und Co. schon einmal stolperfrei eingebogen. Gegen die mit Sonderspielrecht ausgestatteten Nachwuchstalente des SV Lok Engelsdorf IV sowie gegen den VV Nordstern-Leipzig gab es am Samstag bei sommerlichen Temperaturen in und außerhalb der Halle zwei ungefährdete Siege.

Nach vier überaus deutlichen Durchgängen ließen die Gastgeberinnen etwas die Zügel locker. Jugendspielerin Luisa Beutelrock bekam Einsatzzeit und wusste mit zahlreichen guten Angriffen zu überzeugen. Leider ließ die Konzentration in der Feldabwehr spürbar nach, was die Nordsterne zurück ins Spiel brachte. Die spielerische Überlegenheit und viele unglückliche Aktionen des Gegners ließen aber nichts anbrennen.

Mit sechs Punkten schließt der SVBD auf Lok Engelsdorf III auf und rückt durch das bessere Satzverhältnis sogar vorbei. Am kommenden Samstag laden die Windisch-Schützlinge bereits zum nächsten und letzten Heimspieltag ein. Im Rahmen der 25-Jahr-Feier des SV Bad Düben auf dem kompletten benachbarten Schulgelände sind der GSVE Delitzsch und die Volksbank-Devils Lobstädt zu Gast.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Maria Krafczyk, Sandra Grundmann, Carmen Drefs, Luisa Beutelrock und Katja Vogelweider

FSV Eilenburg II – SV Bad Düben II 1:2

Fast ein halbes Jahr lag der letzte erspielte Sieg zurück. Dementsprechend groß war die Freude ob des neuerlichen Erfolgs gegen den Tabellenvorletzten vom FSV Eilenburg II. Beide Teams schenkten sich nichts, wollten unbedingt eines der eher rar gesäten Erfolgserlebnisse einfahren. Das entschlossenere Ende hatte das Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs für sich.

Mit nunmehr 10 Punkten – darunter drei Nichtantritte des Gegners – schieben sich die jungen Damen vorbei an der SG Pristäblich auf Rang sieben. Auch am letzten Spieltag ist durchaus etwas drin. Am 29. April geht es in Eilenburg gegen den SV Roland Belgern und die erste Mannschaft des Gastgebers.

Für den SV Bad Düben II spielten: Johanna Witzke, Helena Hofmann, Anna Vogelweider, Katharina Sagmeister, Vanessa Wutzke, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann und Luisa Beutelrock

„Zum Jubiläum selbst beschenkt“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch. Die Sonne lachte über Bad Düben, der hiesige Sportverein feierte sein 25. Jubiläum mit einem großen Mitmach-Sportfest und auf den Volleyballfeldern schmetterten sich die Teams in eine gute Ausgangslage vor dem entscheidenden letzten Spieltag. Die Bezirksklasse-Damen übernahmen mit zwei ungefährdeten Erfolgen die Tabellenspitze, die Bezirksliga-Männer zitterten sich dagegen zum neunten Saisonsieg in Delitzsch.

SV Bad Düben – GSVE Delitzsch                                        3:0 (16, 12, 12) 55 min.

SV Bad Düben – Volksbank-Devils Lobstädt                  3:0 (7, 11, 15) 54 min.

Überhaupt keine Zweifel ließen am Festtag die Damen um Kapitänin Sara Vogelweider aufkommen. Bei tropischen Temperaturen und vor knapp 60 Zuschauern wurden sowohl der GSVE Delitzsch als auch die Volksbank-Devils Lobstädt in einer Spielzeit von unter einer Stunde abgewatscht. Bis auf Barbara Geißler konnte Trainerin Susanne Windisch auf den vollen Kader zurückgreifen.

Trotz der engen Ausgangslage im Meisterschaftskampf zeigten die Kurstädterinnen keinerlei Nervosität und konnten äußerst souverän die Punkte 38 bis 43 einfahren. Damit ging es seit November erstmals wieder an die Tabellenspitze. Am letzten Spieltag kommt es nun zum absoluten Showdown. Der viertplatzierte SV Liebertwolkwitz hat 37 Zähler und empfängt erst den SV Lok Engelsdorf III (43 Punkte), der zweitplatziert und punktgleich mit den Bad Dübenern ist, die im Anschluss gefragt sind. Die „Wolkser“ könnten mit zwei deutlichen Siegen zwar gleichziehen, sind mit weniger Spielgewinnen jedoch bereits raus aus dem Rennen. Dennoch könnte der SVL zum Zünglein an der Aufstiegswaage werden. Parallel geht der Dritte im Bunde, der Krostitzer SV (41), bei den Leipziger Nordsternen ans Netz und wird sich da wohl keine Blöße geben. Fakt ist: Für Bad Düben genügen zwei Satzgewinne zu Aufstiegsrang zwei. Ein deutlicher Sieg beseitigt jegliche Restfragen...

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Sandra Grundmann, Julia Tröbs, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Caroline Monien und Carmen Drefs

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               2:3 (-19, 21, 24, -18, -6) 112 min.

Zähes Ringen in Delitzsch-Ost: Die Bezirksliga-Männer aus Bad Düben sahen bei der dritten Garde der Gymnasialen lange Zeit wie der sichere Verlierer aus, kamen mit dem Rücken zur Wand und hängenden Köpfen jedoch wieder überfallartig zurück. Beide Mannschaften konnten nahezu aus dem Vollen schöpfen. Beim GSVE fehlte lediglich der Ex-Dübener Peter Lüddecke, beim SVBD waren Sirko Lange, Pierre Renner und Martin Hönemann nicht mit an Bord.

Bad Düben legte einen ersten Sahnesatz hin, bekam in der Folge jedoch zunehmend schlottrige Knie, als der Gastgeber Erfahrung und Blockhöhe einwechselte. Mitte des zweiten Durchgangs kämpften sich die jungen Holzbuben wieder ran, verpassten aber das Zielfinish. Im dritten Durchgang scheiterten die Gäste an der eigenen Konzentration. Delitzsch war stimmungstechnisch längst obenauf, obwohl das Spiel hin und her schwankte. Ohne Mumm im Angriff und mit katastrophaler Feldverteidigung wurde es den Herren in schwarz zu einfach gemacht. Mit Wut im Bauch wurde im „Vierten“ ein ordentlicher Vorsprung rausgespielt. Nach einer eigenartigen Schiedsrichterentscheidung verließen die beiden wichtigsten Delitzscher Akteure Christian Wolff und Ronny Künzel wutentbrannt die Halle. Von da an war Einbahnstraßen-Volleyball in der Ost-Sauna angesagt. Bad Düben wuppte die Begegnung der beiden besten Rückrunden-Teams noch, gewann erstmal gegen diese Truppe und fuhr somit den wichtigen siebten Sieg in den letzten acht Spielen ein.

Im Anschluss kam der Dommitzscher SV gegen Delitzsch, das nun zum Großteil ihre Reservisten spielen ließ, nicht über eine 2:3-Niederlage hinaus. Beim Blick auf die Tabelle vor dem letzten Spieltag kann einem durchaus schwindlig werden. Vierter ist der SV Stahl Brandis mit 29 Punkten, gefolgt vom Krostitzer SV (28), dem SV Hohenprießnitz (27), dem SV Bad Düben II (26) und schließlich dem Dommitzscher SV (23) auf Abstiegsrang acht. Brandis und Krostitz können nicht mehr absteigen. Dahinter wird es interessant: Dommitzsch empfängt am kommenden Samstag den KSV sowie Hohenprießnitz. Bad Düben muss hingegen beim Zweitplatzierten SV Reudnitz II, der aus eigener Kraft Bezirksmeister werden kann, antreten. Die schwierigste Aufgabe liegt also vor den Bad Dübenern, die aktuell jedoch einen wahren Lauf haben und – auch das ist im Hinterkopf – bereits das Hinspiel gewinnen konnten. Was wäre, wenn? Um es kurz zu machen: Siegt Bad Düben, spielen sie nächste Saison erneut Bezirksliga. Verlieren sie deutlich, müsste Dommitzsch mindestens eine Partie ebenso deutlich abgeben. Die erste Variante wäre dem Team von Spielertrainer Kevin Phillipp etwas lieber.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Daniil Gorr, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Stefan Dieter Deinert, Vinzenz Rummel, Tobias Stadler und Martin Zeidler

„Sieg trotz zweier Gastgeschenke“

Post by Phillipp

SV Chemnitz-Harthau – SV Bad Düben           1:3 (26, -22, -18, -18) 102 min.

Einsiedel. Der Krostitzer SV ist zum dritten Mal Sachsenmeister geworden! Auch der souveräne 3:1-Erfolg der Bad Dübener Holzbuben beim Tabellenvierten SV Chemnitz-Harthau konnte daran nichts ändern. Das Team von Spielertrainer Thomas Haack muss sich nach 14 Siegen aus 16 Partien und somit der besten Saison der Vereinsgeschichte mit dem Silberrang begnügen. Ein aufgrund dieser Zahlen völlig verdientes Happy End kann es dennoch geben. Wie der Verband mitteilte, hänge der zweite Regionalliga-Aufstieg vom Ausgang der Drittliga-Relegation zwischen den Neuseenland-Volleys Markkleeberg und dem TSV Eibelstadt (20. und 22.04.) ab.

Bereits vor dem Anpfiff, bei der Seitenwahl, wurden unbestechende Gastgeschenke verteilt. Bad Dübens Kapitän Jens Andrä händigte die Original-Antennen-Konstruktionen aus dem Hinspiel aus. Zur Erinnerung: Die Harthauer ließen im Ausweichquartier Rote Jahne beim Einspielen/-schlagen ihre Muskeln spielen, sodass beide Antennen brachen. Weitere Taschen waren nicht zugegen, woraufhin beide Teams samt Schiedsrichtergespann mit reichlich Ingenieurskunst und Tapeverband ein Provisorium bastelten. Seitdem gehören die sperrigen Exemplare praktisch in den Restmüll. Aber wie man schnell erkennen konnte, sind sie bei den Karl-Marx-Städtern besser aufgehoben. Die Freude war ausgesprochen groß. Gern geschehen!

Zur Begegnung an sich ist eigentlich nicht viel zu sagen. Für beide Teams ging es um nicht mehr viel, vor allem da man mit einem Krostitzer Sieg in Hoyerswerda rechnen musste. Das Niveau hielt sich weitestgehend in Grenzen und riss die spärlich angereisten Zuschauer zurecht auch nicht von den Sitzen. Bad Düben agierte ohne die Verletzten Haack und Libero Henry Ungelenk sowie den Fehlenden André Reichenbach. Ohne Abwehrspezialist galt es, sich in der Verteidigung erst einmal zu finden. Im Laufe der Zeit fanden die Kurstädter besser zu ihrem Spiel und den Hausherren waren die Fünf-Satz-Strapazen aus Spiel Nummer eins anzumerken. Über eine gute Feldabwehr und eine – im Gegensatz zum Leipzig-Spiel vor zwei Wochen – ausgezeichnete Blockarbeit wurde den Chemnitzern der Zahn gezogen.

Im Anschluss folgte ein kurzer Blick auf den Live-Ticker, ein ebenso kurzes Haschen der letzten Sonnenstrahlen und die Abfahrt gen Turm-Brauhaus. Auch hier wurde zu späterer Stunde der richtige Garpunkt des argentinischen Zuchtbullen gefunden und die Tischplatte hielt dem HSV-Siegtreffer stand. Das Leipziger Nachtleben hatte zwar einiges zu bieten, der magere Haufen allerdings auch mit vielen Unfähigkeiten zu kämpfen. Nützt ja nichts, kurz vor 8 Uhr schien auch in Bad Düben wieder die Sonne.

Vizemeister SVBD gratuliert Titelträger Krostitzer SV, der aufgrund der noch recht frischen Drei-Punkte-Regel jubeln durften. Aber um keinen falschen Zungenschlag aufkommen zu lassen: Wer mehr Punkte holt, ist verdient Meister! Bronze holten sich die „reifen Studenten" des USV TU Dresden II vor dem SV Chemnitz-Harthau, dem VC Zschopau II und dem TSV Leipzig 76. Ein absolutes Drama spielte sich dagegen im Kampf um den Klassenerhalt ab. Der SV Kreuzschule Dresden siegte in den Sätzen knapp mit 3:0 beim erfolglosen Tabellenletzten der VF Blau-Weiß Hoyerswerda. Die SSV St. Egidien hätte einen Sieg – wie auch immer – gebraucht, um sicher zu sein. Die „Tillinger" verlieren jedoch trotz Matchball im vierten Satz noch 2:3 gegen Zschopau und anschließend sang- und klanglos 0:3 gegen den USV TU. Sehr bitter für diese sympathische Truppe. Aber wer weiß, welche Auswirkungen das Markkleeberger Abschneiden in der Relegation noch so hat... Wir wünschen natürlich nur das Beste für alle Beteiligten!

Für den SV Bad Düben wurden Vizesachsenmeister: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Sascha Baumgart, Constantin Schneider, David Wächter, Daniil Gorr, Henry Ungelenk und Thomas Haack

sowie im Laufe der Saison auch eingesetzt: René Hellwig, André Reichenbach, Lukas Händler und Kevin Phillipp