„(Sachsen-)Meisterlich“

Post by Phillipp

SSV St. Egidien – SV Bad Düben 0:3 (-22, -14, -24) 68 min.

Glauchau. Die Sachsenliga-Holzbuben des SV Bad Düben haben sich mit einem 3:0-Auswärtssieg bei der bereits vorher als Absteiger feststehenden SSV St. Egidien zum zweiten Mal nach 2015 zum Sachsenmeister gekrönt. Nach zwei vergebenen Matchbällen holte sich das Team von Spielertrainer und Kapitän Thomas Haack damit den verdienten Lohn für zwei außerordentlich erfolgreiche Spielzeiten mit 26 Siegen in 32 Partien. Und das sind die „Holz Kings":

#1 Sachsenmeister Tim Bomsdorf

Kam vor der Saison aus der eigenen Reserve als Verstärkung für den Außenangriff, reifte in der Vergangenheit als Führungsspieler auf Bezirksebene und war in dieser Spielzeit vor allem als Ergänzungsspieler ein verlässlicher Joker von Coach Haack. Aus echtem Dübener Holz geschnitzt, chronisch verschnupft und mit den besten Ausreden ausgestattet. Weiß nie, wo er steht und war dennoch eine Bank in der Annahme.

#3 Sachsenmeister Constantin Schneider

Liebevoll die „Walz aus der Pfalz" genannt, kommt eigentlich aus dem Taunus, gibt den Quotenwessi. Kassenwart, Getränkewart, lieber kein Torwart. Die wohl größte Nettoabtropfmasse der Liga könnte Karriere als Wrestler machen, ist nun aber Sachsenmeister im Volleyball. Stimmungsgarant, Steakkenner, Angsteinflößer, Blockmaschine. Consti.

#4 Sachsenmeister Jens Andrä

Man mag es kaum glauben: Der allseits bekannte „Heideflummi" ist zum ersten Mal Sachsenmeister. Wechselte mit 18 an den Lober, spielte über ein Jahrzehnt 2. Bundesliga, ein Abenteuerjahr sogar noch eine Etage höher, versuchte in Friedrichshafen vergeblich an die Decke zu baggern und wurde von Georg Grozer überschlagen. Seit drei Jahren wieder im Trikot des Heimatvereins. DER Leader auf dem Feld. Kennt folgendes Geräusch aus Sporthallen im kompletten süddeutschen Raum: „Ooooaaaaarrrrr!"

#5 Sachsenmeister Lukas Ohrisch

Macht es seinem HSV vor, wie das mit dem Aufstieg geht. Quasselstrippe, Modellathlet, weißer Brasilianer, Marathonmann, Pferdenarr. Spielt gefühlt seit zwei Monaten Volleyball, letztes Jahr von der Kreisklasse in den Stamm-Sechser einer Sachsenliga-Top-Mannschaft. Krasse Geschichte, die von Luki-Oh.

#6 Sachsenmeister-Trainer und -Kapitän Thomas Haack

Kehrte vor vier Jahren dem Westen den Rücken, kehrte zurück zum Heimatverein, wurde Spieltrainer, absolvierte kürzlich erfolgreich die Fortbildung zum B-Trainer, führte des SVBD zurück in die Regionalliga. Als Jungvater, als Trainingspendler. Mit Worten. Mit Ausdruck. Mit Leidenschaft. Mit dünnen Beinen.

#7 Sachsenmeister Sascha Baumgart

Würde Hulk rosa T-Shirts tragen, hätte er es sich von diesem Jungen aus Colditz abgeschaut. Ist nebenberuflich als Kleiderschrank tätig, kann zudem ein Go-Kart auf einer Gitarre wenden. Gefährlicher Ergänzungsspieler, da unberechenbar. Verlässlicher Joker, Meistertitel dieses Mal nicht auf Krücken. Sein Freund, der Baum, ist dennoch tot.

#8 Sachsenmeister Florian Schreiber

Ist so wie kein anderer, da er alles mit links macht. Drittes und letztes Nicht-Eigengewächs, nimmermüdes Ausdauerphänomen. Ruhepol auf dem Feld, Stimmungsgranate daneben. Musste immer wieder notgedrungen in den Regiestuhl. Der Film ließ sich dennoch sehen. In den Sonntagsblättern wird stehen: Gut gemacht, mei Gecko!

#10 Sachsenmeister David Wächter

Der Mann für die Drecksarbeit. Hält das Feld hinten sauber, bringt Bälle verlässlich nach vorn, macht am Netz den Deckel drauf. Nach Kreuzbandriss eindrucksvoll zurückgekämpft und nun doppelter Sachsenmeister. Goldwert als Partymaus. Vergisst man ihn, feiert der noch stundenlang weiter. Sorry nochmal...

#11 Sachsenmeister Frank Baumgarten

Glänzte berufsbedingt mehr mit Ab- statt mit Anwesenheit. Musste letztes Spiel vom Krankenbett verfolgen. Strippenzieher, Denker, Garant, Kind der beiden treusten Fans, Rotschopf. Trägt gern krankheitserregende Farbkombinationen und stürzt sich in waghalsige Battles mit #14.

#14 Sachsenmeister Henry Ungelenk

Nimmt die Battles gern an. Gewinnt halt immer. Mittlerweile sogar Haarmodel (kein Scherz), Bollwerk in der Verteidigung und froh, künftig keine zwei Spiele mehr zu haben. Trägt als einziger Birke. Kann alles tragen... Körper eines 71-Jährigen mit der Kraft eines 25-Jährigen. Ergo: Arnold Schwarzenegger mit Fleischmütze.

#17 Sachsenmeister Daniel Lange

Konstanz in Person. Schwer zu stoppen. Tuckernder Traktor. Volles Haar. Muss sich zweimal täglich rasieren. Sympathischster Gegenspieler. Entschuldigt sich immer prompt. Glauchaer Spundwand. Maschine

#19 Sachsenmeister Lukas Händler

2015 als junger Jungspund dabei, 2019 nur noch als Jungspund. Keulenwurf-Vizeweltmeister. Elberadler. Doppel-Sachsenmeister („Tripple is funny, but Double makes the money"). Muss beim Blocken die Arme einziehen, um nicht die Decke zu streicheln. Braucht keine Tattoos, hat ja Kinesio-Tape. A apple a day, keeps the doctor away.

„Wochenende wie geschmiert“

Post by Phillipp

Delitzsch/Markkleeberg/Eilenburg. Das vergangene Wochenende lief für die Bad Dübener Volleyball-Teams wie am Schnürchen. Nachdem die erste Herrenmannschaft ihren zweiten Sachsenmeistertitel feiern konnte, mimten die Bezirksliga-Männer in Delitzsch den Partycrasher. Die Bezirksklasse-Damen stehen ganz kurz vorm Aufstieg und die Kreisklasse-Damen feierten die Vizemeisterschaft. Einen ordentlichen Saisonabschluss konnten die die Kreisklasse-Mädels verbuchen.

GSVE Delitzsch – SV Bad Düben II    2:3 (16, -22, 25, -14, -12)

Der dritte Platz in der zweiten Saison nach dem Aufstieg in die Bezirksliga stand bereits vor dem letzten Spiel fest. Unbekümmert und ohne Druck wollten die Männer um Spielertrainer dennoch einen würdigen Abschluss der erfolgreichen Saison feiern. Der aufstiegswillige Meisterschaftsfavorit GSVE Delitzsch III brauchte in eigener Halle noch mindestens drei Punkte aus den beiden Partien gegen die L.E. Volleys III (SSR) und den SV Bad Düben. Da die erste Partie gegen starke Messestädter bereits zum 0:3-Fiasko geriet, musste gegen die ohne Stammzuspieler Stefan Nordt angereisten Kurstädter ein deutlicher Sieg her.

Die Gäste kamen nicht sonderlich in Tritt und Delitzsch marschierte locker voraus. Phillipp wechselte vor dem zweiten Satz kräftig durch, stellte das System völlig auf den Kopf und zog fortan selber die Pfäden im Zuspiel, während André Reichenbach und Martin Zeidler vorzüglich über außen punkteten. Der SVBD witterte seine Chance, kämpfte sich zurück in die Partie. Der lange verloren geglaubte zweite Durchgang wurde dank beherztem Schlussspurt noch gedreht. Die äußerst müde wirkenden Hausherren waren nun unter Zugzwang und stemmten sich gegen die drohende Enttäuschung. Bad Düben zeigte Moral und hielt gut dagegen. Zwei Satzbälle konnten jedoch nicht genutzt werden. Akt Nummer vier mutierte zum reinen Schaulaufen. Der Mulde-Spundwand war kaum zu überwinden. Die GSVE-Angreifer Stefan Küster, Christian Troitzsch und Christian Dorn fraßen sich immer wieder fest. Delitzsch tauschte komplett sein Team – es half nichts. Bad Düben spielte wie im Rausch, stimmungsvoll und auch für Brandis. Denn mit dem 2:2 stand auch fest: Der SV Stahl wurde doch noch unerwartet Meister. Tiebreak: Der SVBD hatte nun Blut geleckt und spielte es unbeirrt zu Ende. „Wir kommen aus Sachsen, wir kommen aus Düben, wie sind die allergeilsten Typen“ schallte es durch Delitzsch-Ost.

Eine – trotz kleiner Frühjahrsdelle – tolle Saison liegt hinter dem Team um Kapitän Stefan Tiesies. 16 Spiele, 11 Siege, 31 Punkte. Das konnte sich im Großen und Ganzen sehen lassen. Am 18. Mai soll sogar noch ein Titel her. Dann will man im Final Four den Bezirkspokal in die Höhe stemmen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Tobias Stadler, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, André Reichenbach, Andreas Güttner, Martin Zeidler, Martin Hönemann und René Hellwig

TSG Markkleeberg 1903 V – SV Bad Düben   1:3 (-22, 15, -11, -21)

Die Bezirksklasse-Damen stießen am vergangenen Samstag das Tor zum Durchmarsch in die Bezirksliga meilenweit auf. Mit dem 3:1-Auswärtssieg bei Mitkonkurrent TSG Markkleeberg 1903 V zementierte das Team von Trainerin Susanne Windisch (16 Spiele, 32 Punkte) Platz zwei und hielt sich gleich mehrere Mitstreiter vom Leib. Sowohl der drittplatzierte BBV Wurzen und die viertplatzierten Markkleeberger (beide 17 Spiele, 28 Punkte) als auch die VSG Leipzig Nord (17 Sp., 26 Pkt.) auf Rang fünf können am letzten Spieltag nicht mehr zu den Nordsächsinnen aufschließen, geschweige denn am SVBD vorbeiziehen. Einzig Mitaufsteiger Krostitzer SV könnte noch punktgleich stellen. Da die KSV-Puppen bis vor wenigen Wochen noch mitten im Abstiegskampf steckten, ist es jedoch mindestens zweifelhaft, dass beim Verband ein Aufstiegsantrag vorliegt.

Endgültig den Deckel drauf machen können die Kurstädterinnen um Kapitänin Sophia Schaffernicht am 4. Mai beim Heimspieltag gegen den SV Sachsen Delitzsch 1994 und die VSG Nord.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sophia Schaffernicht, Caroline Monien-Lange, Helena Hoffmann, Juliane Heßler, Sina Franke, Julia Tröbs, Maria Krafczyk, Sara Vogelweider, Luisa Beutelrock und Katharina Sagmeister

SV Roland Belgern – SV Bad Düben III            0:2 (-8, -16)

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch III              2:0 (18, 18)

Um ein Haar: Die dritte Damenmannschaft des SV Bad Düben ist Vizekreismeister geworden. Ein kleiner Satz fehlte letztendlich zur erfolgreichen Titelverteidigung. Das Satzverhältnis ist im Vergleich zum neuen Kreismeister FSV Eilenburg zwar knapp besser, der Satzquotient gab jedoch ordnungsgemäß den Ausschlag. Glückwunsch an den FSV.

Die erfahrenen Damen um Kapitänin Andrea Schulz taten alles, um im Rennen zu bleiben. Mit zwei 2:0-Erfolgen gegen Belgern und Delitzsch III war die eigene Kraft aufgebraucht. Da sich Eilenburg parallel mit den gleichen Ergebnissen gegen Eilenburg II und Delitzsch II jedoch nicht lumpen ließ, blieb es bei der Silbermedaille.

Nichtsdestotrotz: Eine tolle Saison der Truppe und wer weiß, vielleicht wird dem Ganzen am 6. Mai noch die Krone aufgesetzt. Dann steigt das Kreispokalfinale. Gegen wen? FSV Eilenburg, wen sonst...

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Anja Börner, Marion Lange, Jana Schlaak, Daniela Sieg, Susanne Petersohn, Victoria Wieland, Simone Piatyschek, Kati Poschmann und Annett Stänicke

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz 0:2 (-19, -23)

FSV Eilenburg – SV Bad Düben II                      3:0 (19, 16, 13)

Zwar ohne eigenen Satzgewinn, aber mit erhobenem Haupt verabschiedeten sich die Mädels der zweiten Mannschaft in die Sommerpause. Gegen den Dritten der Kreisklasse, dem FSV 02 Thallwitz, hielt das Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs lange mit. Sogar ein Satz war in der Luft. Durch den kampflosen Sieg gegen den SSV 1952 Torgau konnten sich die Mädels sogar noch um einen Platz nach oben schieben, vorbei am FSV Eilenburg II auf den drittletzten Rang acht.

Im Kreispokal war für das Team auch im Halbfinale Schluss. Der frisch gebackene Kreismeister vom FSV Eilenburg war am Montagabend dann doch eine Nummer zu groß. Es bleibt jedoch die Erinnerung an das starke Viertelfinale, als man die LSG Löbnitz mit 3:2 überraschend aus dem Wettbewerb warf.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Helena Hoffmann, Katharina Sagmeister, Fina Kähmke, Jaqueline Volkmann, Jessica Lenz, Johanna Witzke, Kim Schönberger, Josephine Sieg, Wilhelmine Stollberg und Katja Vogelweider

„Der letzte Punkt ist wohl der schwerste“

Post by Phillipp

Leipzig/Delitzsch. Die Sachsenliga-Holzbuben des SV Bad Düben mussten sich im Spitzenspiel beim Verfolger deutlich geschlagen geben. Die Entscheidung in der Meisterschaft wurde damit auf den letzten Spieltag am 13. April vertagt. Die Kreisklasse-Damen sind dagegen plötzlich wieder mitten im Titelrennen.

TSV Leipzig 76 – SV Bad Düben         3:0 (20, 16, 19) 75 min.

Spielertrainer Thomas Haack konnte beim Showdown in Grünau aus dem Vollen schöpfen. Zum ersten Mal in dieser Saison waren alle Kräfte an Bord. Eigentlich gute Voraussetzungen also, um den Sack endgültig zuzumachen. Es sollte jedoch völlig anders kommen. Wer die letzte Saison noch im Kopf hat, dürfte von einem schrecklichen Deja-vu heimgesucht worden sein. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr verspielten die Kurstädter schließlich mit einem desaströsen Auftritt beim TSV Leipzig 76 die Meisterschaft. Ganz so dramatisch war es diesmal nicht. Man hat schließlich weiterhin alles in der eigenen Hand, die beiden Leistungen allerdings glichen einander frappierend.

Von den ersten Ballwechseln des Spiels an war zu spüren, dass die Einstellung an diesem Tag nicht reichen sollte. Zu vorsichtig, zu unentschlossen, zu fest im Kopf präsentierte sich der Tabellenführer. Vielleicht hat der eine oder andere im Vorfeld auch zu sehr auf Schützenhilfe der Kreuzschüler gehofft. Bereits im ersten Spiel des Tages war jedoch deutlich, dass die Gastgeber noch einmal alles reinhauen wollen. Das Team von Trainer Thomas Patze war willig, hoch motiviert und spielte einen ganz starken Ball. Das setzte sich in der zweiten Partie fort. Bad Düben agierte vogelwild im Block-Abwehr-Verhalten, hüftsteif im Stellungsspiel und glücklos im Angriff. Hauptangreifer Jens Andrä, der sich seit Wochen mit Sprunggelenksbeschwerden durchschleppt, erlebte einen rabenschwarzen Tag und auch Zuspieler Frank Baumgarten bekam keinen Fuß auf die Platte. Auf der Gegenseite setzte Goldhändchen Florian Rappl seine Angreifer Benjamin Rost und Philipp Saß immer wieder gewinnbringend ein. Glückwunsch an den TSV. Das war richtig stark.

Zwei Wochen bleiben nun Zeit zum Abhaken, Durchschnaufen und Motivation tanken. Ins Mannschaftsgefüge wurde am selbigen Abend noch kräftig investiert: Gesellige Runde durch Leipzig. Die Letzten haben teilweise gegen 8 Uhr die tagesaktuellen Zeitungen mitgebracht. Am 13. April kommt der Deckel auf die Saison. Der SVBD hat trotz der vierten Saisonniederlage noch drei Zähler Vorsprung auf Leipzig, das beim Tabellenvorletzten Motor Mickten gastiert. Bad Düben ist zu Besuch beim Schlusslicht SSV St. Egidien. Leipzig braucht drei Punkte und wäre bei einer weiteren Dübener Nullnummer Sachsenmeister. Das gilt es zu verhindern. Egal wie.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Jens Andrä, Lukas Händler, Henry Ungelenk, Constantin Schneider, Florian Schreiber, Sascha Baumgart und Tim Bomsdorf

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch II               2:0 (22, 25)

SV Bad Düben III – SV Bad Düben II                2:0 (19, 15)

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben II                2:0 (19, 11)

Die Kreisklasse-Damen der dritten Mannschaft sind mit den jüngsten 2:0-Siegen gegen den GSVE Delitzsch II und die eigene zweite Garde plötzlich wieder mitten im Titelrennen. Da der SSV 1952 Torgau zum zweiten Mal in dieser Saison nicht antreten konnte, wurden die Elbstädterinnen aus dem Spielbetrieb disqualifiziert. Sämtliche Begegnungen wurden also annulliert und mit 2:0 für den jeweiligen Gegner gewertet. Unverhofft sind die Kurstädterinnen damit vor dem letzten Spieltag punktgleich mit Spitzenreiter FSV Eilenburg auf Rang zwei.

Am 14. April geht es in Eilenburg gegen den SV Roland Belgern und die starken Talente des GSVE Delitzsch III. Eilenburg muss gegen die vereinseigene Reserve und den GSVE Delitzsch II antreten. Aufgrund des engen Satzverhältnisses könnten sogar noch die kleinen Punkte entscheiden.

Die Dübener Mädels vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs spielten phasenweise stark mit, belohnten sich jedoch abermals nicht mit einem Satzgewinn. Für sie geht es am letzten Spieltag nur gegen den FSV 02 Thallwitz. Die Partie gegen Torgau fällt aus erwähnten Gründen flach.

Außerdem stehen noch die Kreispokal-Halbfinals an: Am kommenden Donnerstag (04.04.) empfängt der SV Bad Düben III ab 20 Uhr Thallwitz in der Oberschulhalle. Einen Tag nach Saisonende, also am 15. April gastiert die zweite Mannschaft beim Ligaprimus in Eilenburg.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Maria Burkhardt, Anja Börner, Kati Poschmann, Simone Piatyschek, Susanne Petersohn, Annett Stänicke, Daniela Sieg und Marion Lange

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Helena Hoffmann, Jaqueline Volkmann, Anna Vogelweider, Wilhelmine Stollberg, Fina Kähmke, Jessica Lenz, Katharina Sagmeister, Josephine Sieg, Anh Thu Fechner, Johanna Witzke und Kim Schönberger

„Herren zurück in der Spur, Damen im Finale“

Post by Phillipp

Bad Düben/Leipzig/Delitzsch. Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Die Bezirksliga-Männer zementieren mit einem 6-Punkte-Spieltag den Bronzerang, die Bezirksklasse-Damen stolpern ihren Pflichtsieg ins Ziel und die Kreisklasse-Damen ziehen eindrucksvoll ins Pokalfinale ein. Am Sonntag waren zudem die U18-Jungs im Einsatz.

SV Bad Düben II – Turbine Leipzig                    3:1 (18, 13, -22, 25) 87 min.

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch IV (SSR)    3:0 (19, 12, 16) 64 min.

Sie können es ja doch noch – und wie! Die Bezirksliga-Männer von Spielertrainer Kevin Phillipp wachen zum richtigen Zeitpunkt aus dem Zwischentief auf und machen mit zwei deutlichen Heimerfolgen den dritten Tabellenplatz endgültig fest. Saisonziel erreicht! Um nach der nervenden Durststrecke rechtzeitig vor dem Saisonfinale am kommenden Wochenende beim Meisterschaftskandidaten GSVE Delitzsch III wieder in die Spur zu finden, kamen beide Gastmannschaften jedoch auch wie gerufen.

Turbine Leipzig, die den Bronzerang aus eigener Kraft hätten festigen können, reiste ohne Zuspieler Daniel Lang, Außenangreifer Erik Pätz und Routinier Sven Heimpold an, präsentierte sich in den ersten beiden Sätzen völlig überfordert mit dem Spiel. Die Hausherren spielten ihren Stiefel seelenruhig runter und lauerten auf die vielen Fehler der Messestädter. Mittelblocker Andreas Güttner und Diagonal-Holfäller Stefan „Igel" Dieter Deinert zeigten dem Gegner eindrucksvoll die Grenzen auf. Im dritten Durchgang witterten die Turbinen ihre Chance, gaben mit dem Rücken der Wand keinen Ball mehr verloren. Es entwickelte sich ein durchaus sehenswertes Spiel auf Augenhöhe – auch, weil es zunehmend spannender wurde. Ende des vierten Akts wackelte das Saisonziel gewaltig. Die Dübener spielten in der Crunchtime jedoch nervenstark und clever. André Reichenbach machte mit einem gefühlvollen Leger über die gegnerischen Köpfe ins hintere Eck den Deckel drauf.

Das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht ist schnell erzählt. Gegen die Nachwuchstalente des GSVE Delitzsch IV erlaubte sich Phillipp, kräftig durchzuwechseln. Zuspieler Stefan Nordt verabschiedete sich bereits in den Familienurlaub. Zudem blieben Reichenbach und Phillipp selber als Backup auf der Bank. Vor allem die im Saisonverlauf etwas zu kurz gekommenen Tobias Stadler und Martin Hönemann sollten ihre wohl verdiente Chance erhalten – und diese auch nutzen. Drei Sätze lang wurde es nicht kritisch. Der SVBD ließ nichts anbrennen, siegte in einer guten Stunde.

Platz drei – übrigens das beste Resultat einer zweiten Bad Dübener Mannschaft seit genau zehn Jahren – ist sicher. Weder nach oben noch nach unten geht noch was. Aber man kann unter gewissen Umständen noch zum Zünglein an der Waage mutieren. Am Samstag geht es zum GSVE Delitzsch III, der nicht nur aufsteigen, sondern dies sicher auch als Meister erledigen will. Mit vier Punkten aus den Heimduellen mit den L.E. Volleys IV (SSR) und den Muldestädtern gehen Christian Wolff und Co. auf Nummer sicher. Bei drei Punkten werden die Rechenschieber gezückt.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, André Reichenbach, Andreas Güttner, Martin Hönemann, Tobias Stadler und Martin Zeidler

L.E. Volleys V (SSR) – SV Bad Düben                2:3 (-18, 24, 18, -21, -8) 125 min.

Erstmals überhaupt ohne Trainerin Susanne Windisch mussten die Bezirksklasse-Damen am Samstag auskommen. Beim Tabellenletzten der L.E. Volleys V (SSR) sollte dennoch ein Erfolgserlebnis her. Mit dem 3:2-Sieg reichte es nicht für die Maximalausbeute, für den Sprung auf Aufstiegsplatz zwei reichten die beiden Zähler dennoch. Neben Windisch fehlten zudem Juliane Heßler, Luisa Beutelrock und Barbara Schneider. Aus diesem Grund wurde Katharina Sagmeister aus dem Kreisklasse-Team nachnominiert, die somit erstmals Bezirksklasse-Luft schnuppern durfte.

Die Kurstädterinnen gaben gegen die Nachwuchs-Asse von der Pleiße anfangs den Ton. Das Bild wandelte sich im zweiten Durchgang, als die Volleys das glücklichere Ende erwischten. In der Folge präsentierten sich die Nordsächsinnen spürbar verunsichert. Beim 1:2-Satzrückstand bewiesen die Damen um Kapitänin Sophia Schaffernicht jedoch Moral, kämpften sich stark zurück in die Partie und drehten den Spieß noch um.

Die Lage an der Spitze ist unverändert: Der SV Tresenwald Machern (16 Spiele, 36 Punkte) zielt weiter einsam seine Runden, braucht noch drei Punkte aus den letzten beiden Spielen zur Meisterschaft. Gefährlich werden kann dem SVTM lediglich noch der SVBD (15 Sp., 29 Pkt.), der schließlich noch ein Spiel weniger absolviert hat. Ein Punkt beträgt aktuell der Vorsprung auf den drittplatzierten BBV Wurzen (16 Sp., 28 Pkt.), der wie die Verfolger der TSG Markkleeberg 1903 V (15 Sp., 25 Pkt.) und des SV Sachsen Delitzsch 1994 (15 Sp., 25 Pkt.) noch maximal auf 34 Punkte kommen kann. Und das Restprogramm hat es durchaus in sich. Am kommenden Samstag geht es nach Markkleeberg, bevor es am 4. Mai in Bad Düben zum großen Finale gegen Bezirksliga-Absteiger VSG Leipzig Nord und den SV Sachsen kommt. Sechs Punkte sollen mindestens noch her – diese würden zum sensationellen Aufstieg berechtigen.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sophia Schaffernicht, Sina Franke, Maria Krafczyk, Sandra Grundmann, Julia Tröbs, Sara Vogelweider, Carmen Drefs, Caroline Monien-Lange und Katharina Sagmeister

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz                  3:0

 

FINALE OHOOOO! Die Kreisklasse-Damen haben es geschafft: Mit einem deutlichen 3:0-Sieg im Halbfinale gegen den FSV 02 Thallwitz sichern sie sich das Ticket zum Kreispokal-Finale. Dort wartet nun der Sieger aus der Partie zwischen Kreisklasse-Spitzenreiter FSV Eilenburg und den Mädels der zweiten Bad Dübener Mannschaft.

Vorher wird am kommenden Sonntag jedoch noch die diesjährige Kreisklasse-Saison abgeschlossen – mit den Matches gegen den SV Roland Belgern und den GSVE Delitzsch III in der Eilenburger Belian-Halle.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Marion Lange, Anja Börner, Susanne Petersohn, Simone Piatyschek, Jana Schlaak, Daniela Sieg und Victoria Wieland

SV Bad Düben – GSVE Delitzsch                    0:2

SV Bad Düben – SV Reudnitz                         0:2

SV Bad Düben – TSG Markkleeberg 1903    0:2

Beim Bezirkspokal der männlichen U18 gab es für die Jungs aus Bad Düben erneut nicht viel zu holen. Leider reichte es in Delitzsch gegen den gastgebenden GSVE, den SV Reudnitz und die TSG Markkleeberg nicht zu einem Satzerfolg. Vor allem im Spiel gegen Reudnitz waren die Jungs um Hauptangreifer Hannes Oldenburg jedoch haarscharf dran, kämpften gut, hielten lange mit und hatten schließlich lediglich etwas Pech am Ende. Das komplette Gegenteil war gegen Delitzsch zu sehen. Die „Gymnasialen", die mit Tim Planer einen frisch gebackenen Drittligameister in ihren Reihen hatten, ließen den Kurstädtern nicht den Hauch einer Chance – vielleicht auch eine kleine Revanche zum Vortag, als große Teile des Teams bei den Dübener Bezirksliga-Herren deutlich verloren.

Das Team von Trainer Lukas Ohrisch ist also empfänglich für talentierten und interessierten Nachwuchs. Trainiert wird donnerstags (17 bis 18.30 Uhr, SH Oberschule) und freitags (16 bis 18 Uhr, SH Bundespolizei). Kommt einfach vorbei!

Für den SV Bad Düben spielten: Hannes Oldenburg, Dimitri Gorr, Franz Hielscher, John Rosengrün, Paul Albrecht, Elias Dittrich und Leon Rau

„Herren raus aus dem Titelrennen“

Post by Phillipp

Brandis/Eilenburg. Am vergangenen Wochenende waren drei Bad Dübener Volleyball-Teams im Einsatz. Während die Ausbeute sowohl bei den Bezirksliga-Männern als auch bei den Kreisklasse-Mädels sehr überschaubar ausfiel, punkteten die Kreisklasse-Damen in vollem Maße und blieben damit oben dran.

SV Stahl Brandis – SV Bad Düben II                3:0 (16, 18, 22) 65 min.

Rückblick zur Vorsaison: Die Bad Dübener Bezirksliga-Reserve kämpft nach dem Aufstieg in der Hinrunde vor allem mit sich selbst und der fehlenden Erfahrung. Das junge Team hat beim 3:1-Heimsieg gegen den späteren Bezirksmeister ein Erweckungserlebnis, spielt daraufhin die zweitbeste Rückrunde aller Teams und landet mit einigen erfolgreichen Kraftakten gegen Saisonende doch noch in der sicheren Zone.

In der aktuellen Spielzeit verläuft alles irgendwie andersherum. Mit Tim Bomsdorf, Lukas Händler (beide zur Sachsenliga-Mannschaft), Pierre Renner (endgültige Transformation zur Maschine) und Daniil Gorr (GSVE Delitzsch II) verließen vier Talente das Team, welches mit erfahrenen Haudegen wie André Reichenbach, René Hellwig, Michael Bock und später noch Andreas Güttner aufgemotzt wurde. Heraus sprang eine nahezu tadellose Hinrunde ohne jegliche Saisonvorbereitung. Lediglich gegen Ligafavorit GSVE Delitzsch III (0:3) und den aktuellen Tabellenführer aus Brandis (2:3) reichte es nicht für einen Sieg. Das Jahr 2019 ist bislang ein einziger Griff in die Tonne. Dies deutete sich beim schläfrigen Auftritt in Markkleeberg (3:2) an. Die knappe 2:3-Pleite gegen die L.E. Volleys IV (SSR) konnte sich noch sehen lassen. Es folgten eine 3:2-Qual gegen den Krostitzer SV II, eine Woche später eine blamable 0:3-Klatsche bei selbigem Gegner und nun ein chancenloses Unterfangen in Brandis.

Wobei chancenlos? Nicht ganz. Nachdem der SV Stahl die Kurstädter zwei Durchgänge lang an die Wand spielte, stellte der SVBD um. Für die unglücklich agierenden Martins Zeidler und Hönemann rückte Güttner auf Außen und Hellwig kam auf die Mitte. Es entwickelte sich nun ein sehenswertes, weil auch spannendes Bezirksligaduell. Das bessere Ende hatten dann die entschlosseneren Hausherren, die damit nun ordentlich Druck auf Delitzsch ausübten.

Bad Düben verabschiedet sich damit endgültig aus dem Titelrennen. Direkt nach dem Match gab es eine kurze, konstruktive Aussprache. Das inoffizielle Saisonziel von Spielertrainer Kevin Phillipp – Platz drei – soll nun mit aller Macht erreicht werden. Schließlich sitzt Turbine Leipzig mittlerweile direkt im Nacken. Am 6. April kommt es dazu zum direkten Duell in der Kurstadt. Außerdem sind dann die Knaben des GSVE Delitzsch IV (SSR) zu Gast, bevor es zum Saisonfinale am 13. April zum GSVE III geht.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, Kevin Phillipp, Andreas Güttner, Martin Hönemann, Tobias Stadler und René Hellwig

FSV Eilenburg – SV Bad Düben II                     2:0 (16, 13)

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch III              0:2 (-20, -18)

Nichts zu holen gab es am Sonntag auch für die Kreisklasse-Mädels der Trainierinnen Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs. In Eilenburg ging es erst gegen den gastgebenden Tabellenführer vom FSV Eilenburg. Nach ordentlichem erstem Durchgang, ging Satz zwei dann doch zu deutlich weg. Gegen das junge Team vom GSVE Delitzsch III sah es schon spannenden aus. Zu einem Satzerfolg reichte es jedoch auch hier nicht.

Die Muldestädterinnen bleiben mit zwei Siegen aus 14 Partien weiter Tabellenvorletzter. Am 31. März steht der vorletzte Spieltag an. Dann geht es gegen den GSVE Delitzsch II und die eigene dritte Mannschaft.

Für den SV Bad Düben II spielten: ....

 

FSV Eilenburg II – SV Bad Düben III               0:2 (-18, -10)

SV Roland Belgern – SV Bad Düben III           1:2 (-14, 22, -13)

Die dritte Garde um Hauptangreiferin Kati Poschmann ist wieder zurück in der Spur. Mit zwei Siegen gegen die jungen Eilenburgerinnen und die Rolandstädterinnen aus Belgern halten sie den Abstand auf Spitzenreiter FSV Eilenburg gleich bei vier Punkten. Auch ohne Kapitänin Andrea Schulz hatte der SVBD keinerlei Probleme in der ersten Partie. Gegner Belgern wurde es da schon weitaus umkämpfter. Im Tiebreak zeigten die Bad Dübenerinnen jedoch die stärkeren Nerven.

Auch wenn der Klassenprimus wohl nicht mehr einzuholen ist: Es läuft alles auf eine tolle Saison hinaus. Die Kreismeisterschaft aus dem vergangenen Jahr könnte diesmal durchaus versilbert werden. Am 31. März geht es weiter – logischerweise gegen die eigene zweite Mannschaft und den GSVE Delitzsch II.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kati Poschmann, Jana Schlaak, Victoria Wieland, Maria Burkhardt, Simone Piatyschek, Anja Börner, Susanne Petersohn und Daniela Sieg