„Hornissen stechen ins Herz“

by Phillipp

Rote Jahne/Belgern/Delitzsch. Ein ganz bitteres Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Mit zwei ordentlichen Auftritten sichern sich die Bezirksliga-Männer zumindest den ersten Punkt, verlieren jedoch beide machbaren Heimspiele. Noch schlimmer lief es bei den drei Kreisklasse-Teams, die all ihre Partien verloren. Zudem verletzte sich mit Katja Andrä eine der Top-Spielerinnen der dritten Mannschaft schwer.

SV Bad Düben II – SV Hohenprießnitz             2:3 (-22, 21, 9, -24, -12) 116 min,

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                 0:3 (-21, -24, -14) 72 min.

Vierter Satz im stimmungsvollen Muldederby, 24:24, das junge Bad Dübener Team benötigt noch zwei Zählerchen, um gegen die längst etablierten Hohenprießnitzer einen eindrucksvollen Drei-Punkt-Sieg einzufahren. Langer Ballwechsel mit einer zu weit geratenen Hornets-Annahme. Tim Bomsdorf, Hauptangreifer der Gastgeber kommt frei am Netz zum Schuss, trifft nicht richtig und versenkt die Murmel einen Meter im hinteren Aus. Die Szene war wohl der Knackpunkt des Tages. „Hopri“ schnappt sich noch den Satz und nach starkem Dübener Start in den Tiebreak auch relativ ungefährdet den Sieg.

Ärgerlich, denn die Hausherren boten im Ausweichquartier Rote Jahne phasenweise eine berauschende Leistung, spielten die langgewachsenen Kerle von der anderen Seite der Mulde im dritten Akt vollkommen an die Wand. Clevere Aufschläge, bombensichere Annahme und gute Feldverteidigung setzten dem Vorjahres-Dritten gehörig zu. Beim Stand von 12:6 im vierten Durchgang ließ die Konzentration langsam nach, der SVH witterte Morgenluft, wurde am Ende für den harten Kampf belohnt.

Im Anschluss warteten die stählernen Titelverteidiger aus Brandis. Den Kurstädtern war das kräfte- und moralzehrende ersten Spiel deutlich anzumerken. Mit den Jugendspielern Daniil Gorr und Vinzenz Rummel kamen frische Kräfte für Stefan Dieter Deinert und Kapitän Stefan Tiesies. Zwei Sätze lang bestand ständiger Kontakt. Das Dübener Spiel war weiterhin gut, jedoch völlig frei von Selbstbewusstsein und Ehrgeiz – schade! Brandis holte die ersten beiden Abschnitte, die donnernde Quittung folgte im dritten. Schluss, aus, Mickey Maus!

Der gut aufgelegte (Neu-)Libero Alexander Becker verletzte sich im Hohenprießnitz-Spiel bei einer Rettungstat am Ellenbogen und wird wohl die eine oder andere Woche ausfallen. Da kommt die vierwöchige Pause vor dem heißen Herbst ganz gelegen. Schließlich geht es am 21. Oktober im Pokal nach Neukieritzsch, bevor am 28. Oktober der nächste Punktspiel-Weg in die „grüne Hölle“ nach Dommitzsch führt.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Alexander Becker, Martin Zeidler, Daniil Gorr, Martin Hönemann, Tobias Stadler und Vinzenz Rummel

FSV 02 Thallwitz – SV Bad Düben II                 2:0 (27, 15)

SSV 1952 Torgau – SV Bad Düben II                2:0 (9, 10)

Da wäre es beinahe gleich zu Beginn der neuen Spielzeit zu einem Paukenschlag gekommen: Lange Zeit roch es nach einem Satzgewinn im ersten Durchgang gegen den Vorjahres-Vierten FSV 02 Thallwitz. Am Ende musste sich das ohne ihre verletzte Kapitänin Laura Rösiger auskommende Team jedoch den erfahreneren Kontrahentinnen beugen. Erst recht ärgerlich, da das junge Dübener Team bei 24:21 allein drei Satzbälle hintereinander verspielte. Den zweiten Durchgang gestalteten die Gegnerinnen souveräner. Gegen Vizemeister SSV 1952 Torgau war nichts zu holen.

Weiter geht es am 22. Oktober ein EIlenburg gegen Pristäblich und die eigene dritte Garde.

Für den SV Bad Düben II spielten: Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Katharina Sagmeister, Lea Drechsler, Vanessa Wutzke, Johanna Witzke, Helena Hofmann und Luisa Beutelrock

SV Roland Belgern – SV Bad Düben III            2:1 (-18, 12, 0)

FSV Eilenburg – SV Bad Düben III                     2:0 (0, 0)

Nur zu sechst angereist, alles läuft nach Plan und dann ist in einer Schrecksekunde alles vorbei. Die dritte Bad Dübener Damenmannschaft gewinnt Satz Nummer eins gegen Gastgeber Belgern deutlich und liegt auch im zweiten Akt vorn. Plötzlich krümmt sich Außenangreiferin Katja Andrä am Boden – das Knie! Spielende, da es nicht weiter geht. Für das Match gegen Eilenburg soll eine Spielerin aus der zweiten Mannschaft aushelfen, das lehnte der Eilenburger Staffelleiter Andreas Schmidt ab – 2:0 für die Papierstädterinnen mit 50:0 Punkten. Das Ergebnis wird ohnehin zur Nebensache. Erste Diagnose: Innenbandriss! Da dürfte so schnell kein Ball mehr angefasst werden... Genesungswünsche trudelten bei Facebook bereits aus allen Himmelsrichtungen ein. Auch der SV wünscht: Gute und schnelle Genesung, Katja!

Ach ja, weiter geht es für das Team logischerweise auch am 22. Oktober gegen Pristäblich und die zweite Garde aus dem eigenen Verein.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Katja Andrä, Simone Piatyschek, Kati Poschmann, Marion Lange und Jana Schlaak

SG Pristäblich – SV Bad Düben III     2:0

SV Arzberg – SV Bad Düben III         2:0

„Ergebnistechnisch lief es wie erwartet nicht so gut, aber wir hatten durchaus gute Ansätze dabei“, sagte Trainer Lukas Ohrisch nach dem ersten Punktspiel-Einsatz der stark verjüngten dritten Jungs-Mannschaft. Gegen die erfahrenen Männer aus Pristäblich, die zuletzt den Titel holten, und die Neulinge aus Arzberg war nichts zu holen außer reichlich Erfahrung und teils erste Spielpraxis im Erwachsenenbereich.

Nächste Chance zum Punktesammeln: am 22. Oktober gegen die LSG Löbnitz.

Für den SV Bad Düben III spielten: Paul Barthel, Felix Lausmann, Tim Hellwig, Sebastian Wolf, Franz Hielscher, Hannes Oldenburg und John Janetzki