„Bis die Ärzte kommen“

by Phillipp

 

VF Blau-Weiß Hoyerswerda – SV Bad Düben               1:3 (-19, -20, 22, -14) 110 min.

Hoyerswerda. Die Bad Dübener Sachsenliga-Schmetterer behalten auch an ihrem zweiten Spieltag eine weiße Weste. Mit sechs Punkten aus zwei Partien lauert das Team von Spielertrainer Thomas Haack hinter Chemnitz-Harthau und Aufsteiger St. Egidien, die bereits vier Begegnungen in den Knochen haben. Neuestes Erfolgserlebnis ereignete sich im Sorbenland. Bei den stets sympathischen blau-weißen Volleyballfreunden aus Hoyerswerda strichen die Kurstädter einen nie gefährdeten 3:1-Sieg ein.

Die Gastgeber kämpften sich im Vorfeld bereits fünf Sätze lang durch die Partie gegen St. Egidien (2:3). Die nur zu acht angereisten Nordsachsen (René Hellwig, Sascha Baumgart, Lukas Ohrisch und David Wächter fehlten) gaben vom ersten Baumgarten-Aufschlag das Tempo vor. Über eine konzentrierte Annahme, sehr variables Zuspiel und druckvollen Offensivaktionen waren die ersten beiden Durchgänge relativ schnell gewonnen. Das von 70 Zuschauern lautstark angefeuerte „Hoywoy“ hatte große Probleme zu folgen, scheiterte zudem immer wieder von der Grundlinie und am eigenen Stellungsspiel. Im dritten Akt ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen, der Aufsteiger spielte mit dem Rücken zur Wand und verbundenen Augen alles oder nichts in der Offensive. Zudem stabilisierte sich Hauptangreifer Silvio Panoscha, trumpfte im Aufschlag und im Angriff mächtig auf. Bad Düben blieb dran, die Volleyballfreunde machten jedoch verdient den Sack zu. Das Publikum bekam nun immer mehr Songs von „Die Ärzte“ zu hören. Hallen-DJ Rüdiger Nobel spielte gut eineinhalb Stunden ausschließlich Klassiker der Berliner Punk-Oldies. Von „Teenagerliebe“ über „Mädchen“ bis „Grace Kelly“ war alles vertreten.

Nicht gerührt, nur kurz geschüttelt: André Reichenbach ging vom Feld. Für ihn machte der überragende Florian Schreiber auf der Diagonalen für Daniel Lange Platz, der bis dato auf der Bank die Knieschoner schonte. Nun gab es für die Hausherren Aufschlag- und Angriffsdruck bis der Arzt kam. Gnadenlos spulten die Kurstädter ihr Programm runter, ließen nichts mehr anbrennen. Der zweite Saisonerfolg wurde beim ein oder anderen Kaltgetränk sowie leckeren Lava-Stein-Spezialitäten im Hoyerswerdaer Ratskeller gefeiert.

Weiter geht es in drei Wochen beim SV Kreuzschule Dresden, der nach verkorkstem Saisonstart parellel überraschend Meister USV TU Dresden II mit 3:0 in die Knie zwang.

Für den SV Bad Düben spielten: Frank Baumgarten, Thomas Haack, André Reichenbach, Constantin Schneider, Florian Schreiber, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk