„Sonne scheint, Siege regnen“

by Phillipp

Dresden/Bad Düben/Frohburg/Eilenburg/Delitzsch. Ein außerordentlich erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Alle Teams waren im Einsatz. Am Ende der neun Partien jubelten siebenmal die Kurstädter. Beide Teams im Bezirk zogen ins Viertelfinale des Bezirkspokals ein. Das Highlight spielte sich jedoch am Sonntag ab, als die jungen Mädels der zweiten Mannschaft ihren ersten Punktspielsieg überhaupt sicherten.

SV Kreuzschule Dresden – SV Bad Düben       2:3 (23, -17, 16, -22, -8) 115 min.

Die Glückssträhne der Sachsenliga-Holzbuben reißt auch im dritten Saisonspiel nicht ab. Spielzeitübergreifend nun seit sechs Partien ungeschlagen, konnte Spielertrainer Thomas Haack und Co. auch bei den Dresdner Kreuzschülern triumphieren. Mit dem erneuten Gewinn parkt der SVBD aktuell auf dem Bronzerang, hat jedoch – genauso wie der ebenfalls noch ungeschlagene Krostitzer SV – Begegnungen in der Hinterhand.

Das Spiel stellte sich wie eine Achterbahnfahrt dar. Die ohne Mittelblocker René Hellwig und Außenangreifer André Reichenbach angereisten Gäste aus Nordsachsen führten vom Start weg, ließen dann aber die Hausherren ins Spiel kommen, die sich den ersten Durchgang noch schnappten. Durch schnelles Spiel und platzierte Aufschläge wurde Satz zwei deutlich eingesackt. Kreuzschule agierte wiederum im dritten Akt wie aus einem Guss und zwang die Haack-Kombo zum ersten Punktverlust in dieser Saison. Mit einem beherzten Schlussspurt gegen stark verteidigende Elbstädter retteten sich die Dübener in den Tiebreak, wo sie ungefährdet den erneuten Sieg einfuhren.

Erfreulich bleibt zu erwähnen, dass der 17-jährige Jugendspieler Daniil Gorr, letzte Saison noch in der Kreisklasse aktiv, ein ordentliches Debüt im sächsischen Oberhaus gab. Der Einstand von Lukas Ohrisch muss dagegen warten. Der 19-Jährige blieb fünf Sätze lang auf der Bank, auch weil Constantin Schneider einen Sahnetag erwischte.

Weiter geht es nach einer zweiwöchigen Pause mit dem ersten Heimspieltag am 4. November. Im Ausweichquartier Rote Jahne geht es dann gegen Regionalliga-Absteiger TSV Leipzig 76 sowie Spitzenreiter SV Chemnitz-Harthau.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Constantin Schneider, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Daniil Gorr, Sascha Baumgart und Lukas Ohrisch

SV Bad Düben – SV Stahl Brandis     2:3 (-19, 19, 23, -22, -13) 114 min.

SV Bad Düben – SV Reudnitz III        3:2 (-18, 24, -21, 16, 14) 118 min.

Wahrlich: Pokal können sie, die Damen von Trainerin Susanne Windisch! Im letzten Jahr musste der Krostitzer SV in der ersten Runde dran glauben, vor drei Spielzeiten erst Bezirksligist SV Lok Engelsdorf III und später mit VSG Leipzig Nord und Reudnitz II weitere höherklassige Teams. Und nun? Hat es den SV Reudnitz III aus der 1. Bezirksklasse erwischt. 15 Sätze lang kämpften sich der SVR, der SV Stahl Brandis und eben die Kurstädterinnen durch die Bad Dübener Sporthalle der Oberschule. Da die ersten beiden Teams dieses Dreier-Turniers ins Viertelfinale zogen, blieb es tatsächlich bis zum allerletzten Punkt hochspannend.

Dass es die stark ersatzgeschwächten Dübenerinnen überhaupt geschafft haben, ist sehr hoch anzurechnen. Mit Juliane Heßler, Sara Vogelweider und Barbara Geißler fehlten gleich drei Akteure, was die Kaderstärke auf sieben sinken ließ. Die Auftaktpartie der beiden Liga-Konkurrenten entschied der SV Stahl mit 3:2 und 15:3 im Tiebreak für sich. Im Anschluss waren die Gastgeberinnen gefragt, hatten laut Plan den Sieger aus Spiel eins gegen sich. Es entwickelte sich ein hart umkämpftes Match, dass die Außenseiterinnen durchaus im vierten Satz schon hätten gewinnen können. Es ging zum zweiten Mal an diesem Tag in den Tiebreak – 13:15 zugusten Brandiser Gunsten, die damit endgültig in der nächsten Runde waren. Spannender hätte die Ausgangslage vor dem abschließenden Duell nicht sein können. Beide Teams verloren ihre erste Begegnung im fünften Durchgang, Rechenspiele erübrigten sich: Wer gewinnt, ist weiter. Weitere fünf Sätze später war die Erleichterung groß. Mit 16:14 im Entscheidungssatz buchten die Muldestädterinnen abermals das Pokal-Viertelfinale. Dort geht es am 6. Januar – vermutlich in Leipzig – gegen Stadtliga-Spitzenreiter L.E. Volleys IV (setzten sich gegen Lobstädt und Kreispokalsieger SSV 1952 Torgau durch) sowie den letztjährigen Finalisten SV Reudnitz II. Im Ligaalltag geht es bereits am kommenden Samstag (28.10.) weiter – erneut in heimischer Halle die VSG Nord II und den GSVE Delitzsch.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Sandra Grundmann, Caroline Monien, Carmen Drefs, Sophia Schaffernicht, Julia Tröbs und Maria Krafczyk

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II                               0:3 (-18, -15, -16) 60 min.

Sportfreunde Neukieritzsch – SV Bad Düben II            2:3 (22, -18, -20, 28, -8) 107 min.

Die Bad Dübener Bezirksliga-Männer zogen letztendlich ziemlich ungefährdet ins Viertelfinale ein. Erst wurde der ohne Zuspieler Ronny Künzel auskommende Liga-Konkurrent GSVE Delitzsch III regelrecht an die Wand gespielt, im Anschluss reichte gegen Gastgeber Sportfreunde Neukieritzsch ein Pünktchen. Am Ende wurde der Sieg in fünf Sätzen eingetütet – relativ unnötig einen Satz zu lang.

Eigentlich war die Dreier-Runde in der Neukieritzscher Park-Arena angesetzt. Da dort aber Martin Dulig und seine Genossen der sächsischen SPD tagten, erreichte den Kurstädtern am Vortag gegen 17.30 Uhr die Verlege-Info in die Sporthalle Frohburg. So ging es am Samstagmorgen um 9.50 Uhr auf die 81 Kilometer lange Reise gefühlt an den Rand des Erzgebirges – weiter geht es im Bezirk nicht. Vor Ort konnte sich Spiel trotz eiskalter Temperatur und fehlenden Catering durchaus sehen lassen. Das Fehlen von Zuspieler Stefan Nordt, Libero Alexander Becker, den Außenangreifern Daniil Gorr und Sirko Lange sowie von Diagonalangreifer Pierre Renner war nicht zu spüren. Dafür zeigte Regisseur Tobias Stadler ein ordentliches Debüt im Holzdress. Auch Martin Hönemann und Martin Zeidler konnten erste zusammenhängende Spielminuten in dieser Saison sammeln.

Alles in allem ein gelungener Testlauf vor den heißen Wochen, die nun in der Liga anstehen. Am kommenden Samstag (28.10.) geht es zum Spitzenreiter Dommitzscher SV, dann am 5. November sonntags zum Krostitzer SV II, am 11. November ist Heimspieltag und am 18. November sollen gegen Tabellennachbarn und -schlusslicht TSV Leipzig 76 II Punkte her. Das Pokal-Viertelfinale ist für den 6. Januar angesetzt. Dort wartet zum einen das ewige Duell mit dem SV Sachsen Delitzsch 1994 und zum anderen die Partie gegen Stadtligist und vermutlichem Gastgeber Turbine Leipzig II um das Volleyball-Urgestein Jan Zangrando, die überraschend Dommitzsch aus dem Wettbewerb kegelten.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Martin Hönemann, Tobias Stadler und Vinzenz Rummel

SG Pristäblich – SV Bad Düben II                     0:2 (-18, -13)

SG Pristäblich – SV Bad Düben III                    0:2 (-22, -15)

SV Bad Düben II – SV Bad Düben III                0:2 (-10, -9)

Gefühlsexplosion in der Eilenburger Belian-Halle! Nach 38 Niederlagen am Stück erkämpften sich die Kreisklasse-Mädels der zweiten Dübener Garde ihren ersten Punktspielsieg. Die SG Pristäblich konnte überaus deutlich in die Knie gezwungen werden. Das bescherte dem Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs sogar gleich den vorläufigen Sprung auf Rang sieben. Auch die dritte Mannschaft ließ gegen die SGP keinen Satz liegen. Das abschließende vereinsinterne Duell entschieden dann die erfahreneren Damen sehr deutlich für sich. Die Truppe um Kapitänin Andrea Schulz nimmt nach den mehr als unglücklichen Auftaktniederlagen vorerst auf Rang fünf Platz.

Weiter geht es in der Kreisklasse am 12. November. Die dritte Mannschaft muss dann gegen die LSG Löbnitz und Kreispokalsieger SSV 1952 Torgau ran, das zweite Team erhofft sich gegen die erste und zweite Mannschaft des FSV Eilenburg weitere Erfolgserlebnisse. Gespielt wird erneut in Eilenburg – vielleicht ein perfektes Omen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Luisa Beutelrock, Katja Vogelweider, Johanna Witzke, Anna Vogelweider, Helena Hoffmann, Jacqueline Volkmann, Lea Drechsler, Katharina Sagmeister und Vanessa Wutzke

Für den SV Bad Düben III spielten: Jana Schlaak, Marika Göllner, Andrea Schulz, Simone Piatyschek, Marion Lange, Annett Stänicke, Kati Poschmann, Susanne Petersohn und Daniela Sieg

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III        2:0 (6, 3)

Das Ergebnis liest sich äußerst bitter. Nur neun Punkte in zwei Sätzen zu holen, klingt katastrophal. Die Einschätzung von Trainer Lukas Ohrisch klingt da schon wohliger: „Das Ergebnis täuscht etwas über die Leistung hinweg. Die Jungs haben das ordentlich gemacht, einiges aus dem Training ganz gut umgesetzt.“ Lediglich im Angriff werde sich im Erwachsenenbereich einfach noch zu wenig belohnt. Man merke zudem, dass die jüngste Truppe der Kreisklasse nach Verbesserungen giert. Aller Anfang ist schwer. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, das zeigt auch der Werdegang der Kreisklasse-Mädels, die nun im dritten Jahr ihren ersten Sieg einfuhren!

Für den SV Bad Düben III spielten: Paul Barthel, Dimitri Gorr, John Janetzki, Tim Hellwig, Sebastian Wolf und Franz Hielscher