„Rückkehr und Spieljahr versüßen“

by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch/Belgern. Bis auf die Bad Dübener Bezirksklasse-Volleyballerinnen sind am kommenden Wochenende alle Schmetter-Teams am hohen Netz gefragt. Die Sachsenliga-Holzbuben kehren mit den Heimspielen gegen Zschopau und Hoyerswerda in die Bundespolizei-Sporthalle zurück, die Bezirksliga-Männer wollen mit einem Sieg im Klassiker endgültig zum Mittelfeld aufschließen und die Kreisklasse-Damen müssen am Sonntagmorgen nach Belgern reisen.

SV Bad Düben – VC Zschopau II                                      Sa., 09.12., 14 Uhr, SH Bundespolizei

SV Bad Düben – VF Blau-Weiß Hoyerswerda               Sa., 09.12., 16 Uhr, SH Bundespolizei

Die Sachsenliga-Holzbuben können ein hocherfolgreiches Sportjahr 2017 mit zwei abschließenden Heimsiegen vollenden. Nach der bitteren Doppel-Pleite zu Saisonbeginn, als man stark ersatzgeschwächt die beiden damaligen Kellerkinder SV Chemnitz-Harthau (1:3) und Post SV Dresden (0:3) daheim ziehen lassen und kurzzeitig eher Richtung Sachsenklasse schielen musste, legten die Kurstädter einen beeindruckenden Lauf hin. Einzig der spätere Meister USV TU Dresden II (2:3) konnte Ende Februar noch triumphieren. Seitdem gingen Kapitän Thomas Haack und Gefolge neunmal am Stück als Sieger vom Feld. Diese Serie soll ausgebaut werden. Dazu kommen mit dem VC Zschopau II und den VF Blau-Weiß Hoyerswerda zwei der Lieblingsgegner zum rechten Zeitpunkt. Schließlich verloren die Nordsachsen gegen keines der beiden Teams in den letzten fünf Jahren auch nur eine Ligapartie.

Mit der Rückkehr in die gewohnte Sporthalle der Bundespolizei (Schmiedeberger Straße 60) wird zudem die Rückrunde eingeläutet. Ab 14 Uhr fliegt der erste Ball gegen die Motorradstädter aus dem Erzgebirge. Zschopaus zweite Garde firmierte bis zum Vorjahr noch unter SV Schneeberg. Die jahrelang eingespielte Truppe um 2,12-Meter-Leuchtturm Andreas Riedel wurde von talentierten Perspektivspielern für Drittliga-Team aufgepeppt. Das Hinspiel ging mit 3:0 deutlich an den SVBD. Die Saison stand noch in Kinderschuhen, der neu formierte Gegner war noch nicht eingespielt. Das hat sich mittlerweile geändert, der VCZ rangiert auf Platz vier. Vorsicht ist geboten, auch wenn es sich um gern gesehene Gäste handelt.

Die blau-weißen Volleyballfreunde aus dem Sorbenland haben es in ihrer ersten Saison nach dem viel umjubelten Aufstieg offensichtlich schwer. Null Siege und nur ein mageres Pünktchen zieren die Haben-Seite von VF-Spielertrainer Alexander Philipp und Co. Auch die Rückkehr des starken Hauptangreifers Silvio Panoscha vom brandenburgischen Regionalligisten KSC ASAHI Spremberg brachte nicht den erhofften Erfolg. In der Hinrunde dominierten die Kurstädter unübersehbar, ließen dennoch einen Satz liegen. Den sympathischen Hoyerswerdaern ist der Klassenerhalt zu wünschen. Dennoch sollten sie die nötigen Zähler möglichst woanders holen.

Mit sechs Punkten würde die Haack-Kombo (16 Punkte, 18:6 Sätze) an Spitzenreiter Krostitzer SV (19 Punkte, 21:9 Sätze) vorbeirobben. Die Rüpel aus dem Bierdorf sind beim Regionalliga-Absteiger TSV Leipzig 76 gefragt. Es stellt sich also folgende Frage: Wer erlebt die Feiertage auf dem Thron?

SV Sachsen Delitzsch 1994 – SV Bad Düben II             Sa., 09.12., 16 Uhr, SH Grundschule Ost

Ein Klassiker zum Jahresabschluss! Die Begegnung des SV Sachsen Delitzsch (vormals ESV Delitzsch) gegen den SV Bad Düben II gab es in der jüngeren Vergangenheit sicherlich im zweistelligen Bereich und das geht im Kalenderjahr 2018 auch in Pokal und Meisterschaft so weiter. Daher wird es höchste Zeit, eine Regel zu brechen: Während im Pokal bislang immer die Bad Dübener die Nase vorn hatten, mussten sie sich in der Liga immer dem erfahrenen Team von Trainerfuchs Heinz Bressel geschlagen geben.

Für die Kurstadt-Reserve von Spielertrainer Kevin Phillipp geht es langsam aber sicher darum, mit Schwung in den Punktetopf zu fallen. Der Rest der stets engen Bezirksliga hamstert sich Spieltag für Spieltag in munterer Abwechslung die Siege hinein in die dicken Backen. Mit zwei Siegen aus den letzten drei Partien begann die Saison leider etwas verspätet. „Wir haben den Saisonstart teilweise sehr unglücklich total verpennt und sind jetzt in der Pflicht, wollen wir den Anschluss nicht verlieren“, weiß der Coach. Phillipp muss am Samstag mit Hauptangreifer Tim Bomsdorf (privat), Martin Hönemann (Armbruch) und Zuspieler Stefan Nordt (Erkrankung) auf drei Spieler verzichten. Dennoch sollen möglichst drei Punkte her. „Beide Teams kennen sich in- und auswendig. Da entscheiden kleinere Sachen“, sagt Kapitän Stefan Tiesies.

Die Delitzscher Sachsen verloren in der Vorwoche überraschend deutlich gegen den neuen Tabellenführer SV Reunditz II mit 0:3 (-16, -16, -17). Zur Erinnerung: Gegen Reudnitz feierten die Dübener vor vier Wochen mit 3:1 ihren ersten Sieg – so viel zum Thema Tagesform. Fest steht: Gespielt wird gegen 16 Uhr in der Sporthalle der Delitzscher Grundschule Ost in der Beerendorfer Straße 47 im Anschluss an das SVS-Heimspiel gegen Schlusslicht TSV Leipzig 76 II.

SV Roland Belgern – SV Bad Düben II            So., 10.12., 10 Uhr, Stadthalle Belgern

SG Pristäblich – SV Bad Düben II                     So., 10.12., 11 Uhr, Stadthalle Belgern

Die Kreisklasse-Mädels vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs treffen am kommenden Sonntag (10.12.) auf zwei Teams, mit denen sie durchaus gute Erinnerungen verbinden. In der Vorsaison holten die Muldestädterinnen gegen den gastgebenden SV Roland Belgern ihren ersten Satzgewinn. In dieser Spielzeit klappte es gegen die SG Pristäblich dann auch mit dem ersten Sieg im Punktspielbetrieb. Seitdem wird gewartet – auf Nummer zwei. Die SGP bildet punktgleich mit den Bad Dübenern das Tabellenende, die Rolandstädterinnen sind mit drei Siegen Fünfter. Klingt nach einer guten Chance für Nummer zwei.

Gespielt wird ab ca. 10 Uhr in der Stadthalle Belgern (Mühlberger Straße).

FSV Eilenburg II – SV Bad Düben III               So., 10.12., 9 Uhr, Stadthalle Belgern

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch II              So., 10.12., 11 Uhr, Stadthalle Belgern

Ebenfalls am Sonntag sind die viertplatzierten Kreisklasse-Damen in der Stadthalle Belgern gefragt. Bereits um 9 Uhr startet das Match gegen den siebtplatzierten FSV Eilenburg II. Als drittes Spiel der Dreier-Runde steht dann noch die Begegnung gegen den GSVE Delitzsch II auf dem Programm. Auch gegen Tabellenplatz acht sollten die Damen aus der Heide als Favorit ins Rennen gehen. Mit zwei Siegen könnten Kapitänin Andrea Schulz und Co. durchaus zum Spitzentrio Eilenburg/Torgau/Thallwitz aufschließen.