„Furioser Jahresstart – doppelt ins Final Four“

by Phillipp

Leipzig. Die Bad Dübener Volleyballer hatten im Vorfeld bereits geliebäugelt. Am Ende ist es eingetreten: Beide Teams auf Bezirksebene schnappten sich ein Ticket für das Final Four des Pokalwettbewerbs. Während es die Damen äußerst nervenaufreibend gestalteten, wuppten die ersatzgeschwächten jungen Männer sehr entschlossen die kniffligen Aufgaben.

L.E. Volleys IV – SV Bad Düben         2:3 (-23, -21, 17, 17, -10) 127 min.

SV Bad Düben – SV Reudnitz II         1:3 (-7, -11, 22, -21) 91 min.

Die Damen von Trainerin Susanne Windisch mussten lange zittern. Am Ende hatten sich die Strapazen gelohnt. Der 3:2-Sieg über den couragierten Stadtliga-Spitzenreiter L.E. Volleys IV reichte, um den zweiten Platz zu belegen – auch weil sich die zweite Reudnitzer Garde im abschließenden Spiel gegen die Volleys als faire Sportler präsentierten und trotz bereits feststehendem Weiterkommen das Match nicht aus der Hand gaben. Weiterhin darf man sich freuen, dass Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht nach ihrem Bänderriss im Sprunggelenk wieder mit auf der Platte steht. Mit Katja Vogelweider, Vanessa Wutzke und Jacqueline Volkmann vervollständigten auch drei Jugendspielerinnen aus der Kreisklasse das Team.

Im Halbfinale wartet mit Bezirksligist TSV 1862 Schildau ein wahrer Brocken auf die Muldestädterinnen. Parallel spielen dann der SV Stahl Brandis und Titelverteidiger SV Reudnitz II (beide 1. Bezirksklasse) um den Einzug ins Endspiel. Im Ligabetrieb geht es am kommenden Samstag (13.01.) weiter, wenn es in den Leipziger Stadtteil Lindenthal zum Tabellenvorletzten VSG Leipzig Nord II geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Julia Tröbs, Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Maria Krafczyk, Katja Vogelweider, Vanessa Wutzke und Jacqueline Volkmann

Turbine Leipzig II – SV Bad Düben II                                0:3 (-14, -15, -18) 58 min.

SV Bad Düben II – SV Sachsen Delitzsch 1994               3:0 (27, 24, 20) 70 min.

Balsam für die geschundenen Seelen: Während die Truppe von Spielertrainer Kevin Phillipp in der Liga zumindest punktetechnisch noch hinterherläuft, sorgt zum zweiten Mal in dieser Spielzeit der Pokal für willkommene Abwechslung. Auch wenn mit Kapitän Stefan Tiesies, Zuspieler Stefan Nordt, Mittelblocker Vinzenz Rummel, Libero Alexander Becker sowie die Außenangreifer Sirko Lange und Martin Hönemann gleich sechs Spieler fehlten, lief die Maschinerie auf Hochtouren – besonders gegen Dauerrivale Sachsen Delitzsch.

Bei Stadtligist und Gastgeber Turbine Leipzig II fehlten wohl ein paar Akteure. Der Außenseiter präsentierte sich völlig überfordert – leider auch in Sachen Spieltags-Catering – und kam folgerichtig in den beiden ersten Partien unter die Räder. Somit stand das Weiterkommen der Bezirksligisten aus Nordsachsen bereits vor der abschließenden Partie fest. Dennoch wurde sich im Prestigeduell nichts geschenkt. Den Kurstädtern gelang die viel umjubelte Revanche für die herbe Klatsche zuletzt in der Liga. Den Delitzscher Sachsen – bis auf den fehlenden Libero Tobias Knappe in Bestbesetzung – wurde taktisch clever der Zahn gezogen. Tobias Stadler bekleidete dabei komplett die Position des Regisseurs, sodass sich Phillipp – an diesem Tag Stammesältester – im Angriff austoben konnte. Stefan Dieter Deinert rückte auf die vakante Mittelblock-Position und machte dies mehr als ordentlich. Auf Diagonal konnte zudem Pierre Renner und Daniil Gorr überzeugen. Das Gesamtpaket stimmte, die Feldabwehr arbeitete nach Plan, Bälle wurden im „Sachsen-Style“ vom Boden gekratzt und der Block verdient ein ums andere Mal seinen Namen.

Als Viertelfinal-Turniersieger geht es am 5. Mai im Halbfinale gegen Ligakonkurrent SV Reudnitz II. Das andere Entscheidungsspiel ums Finale bestreiten Sachsen Delitzsch und Vorjahresfinalist SV Stahl Brandis. In der Liga geht es bereits am kommenden Samstag (13.01.) in heimischer Halle weiter. Ab 13 Uhr werden die Gäste aus Brandis und Dommitzsch erwartet. Der Rückenwind aus dem Pokal soll möglichst genutzt werden.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Tobias Stadler, Stefan Dieter Deinert, Pierre Renner, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Martin Zeidler und Daniil Gorr