„Mit Schwung in die Liga“

by Phillipp

Bad Düben/Lindenthal. Während sich die restlichen Volleyball-Teams des SV Bad Düben noch bis zur nächsten Woche mit dem sportlichen Jahresstart gedulden müssen, sind die Mannschaften auf Bezirksebene bereits zum zweiten Mal gefragt. Nach dem erfolgreichen Pokal-Viertelfinale in der Vorwoche soll es schwungvoll ins Ligageschehen gehen – für die Männer daheim gegen zwei Großkaliber, für die Damen auswärts beim Tabellenvorletzten.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                                Sa., 13.01., 13 Uhr, SH Bundespolizei

SV Bad Düben II – Dommitzscher SV Grün-Weiß        Sa., 13.01., 15 Uhr, SH Bundespolizei

Warum nicht immer so? Das hatten sich sicher einige vor einer Woche gedacht. Im Pokal fegen die jungen Kurstädter durch den Wettbewerb, fuhren dort ihre souveränsten Erfolge ein. Im Ligabetrieb hinkt der Heide-Biber noch hinterher, konnte bislang selten das mögliche Niveau abrufen und steht mit sieben Pünktchen auf dem vorletzten Rang. Sechs Zähler Rückstand bei einem mehr absolvierten Match auf den Krostitzer SV II, der am rettenden Ufer parkt, lautet die gegenwärtige Situation. Im Pokal ist freies Aufspielen möglich, Ehrgeiz und Disziplin harmonieren plötzlich, wie es sich Spielertrainer Kevin Phillipp vorstellt. Das gilt es jetzt, in die Liga zu transportieren.

Am besten gleich am kommenden Samstag beim Heimspieltag. Gegen Titelverteidiger SV Stahl Brandis und den ambitioniert in die Saison gegangenen Dommitzscher SV Grün-Weiß sollen und müssen Punkte her. Stahl steht mit fünf Siegen aus acht Partien (14 Punkte) auf Rang sechs, die grün-weißen Gänsebrunnenstädter mit fünf Erfolgen aus zehn Begegnungen (16) auf Holzplatz vier. Während Brandis mit einem dünn besetzten, aber dennoch starken Kader durch die Saison gleitet, fehlt bei Dommitzsch seit Oktober Zuspieler Marcel Negro nach seinem Kreuzbandriss. Nach furiosen fünf Siegen zu Spielzeitbeginn mussten die Männer um das Trainer-Duo Ronald Jäkel und Thomas Enge zuletzt fünf Fahrkarten in Serie schlucken.

Bei der SVBD-Reserve hatte sich die Personalsituation so langsam wieder entspannt. Hauptangreifer Tim Bomsdorf ist fit, Zuspieler Stefan Nordt wird nach langwieriger Erkrankung wieder ins Geschehen eingreifen können und Coach Phillipps Ellenbogen ermöglicht wieder Offensivaktionen. Dennoch werden drei Akteure fehlen: Neben Martin Hönemann (wird nach Armbruch erst im März/April wieder erwartet) und Vinzenz Rummel (Ausbildung) wird auch Diagonal-Knaller Pierre Renner (Urlaub) passen. Zudem ereilte der Sachsenliga-Reserve am Mittwochabend eine Hiobsbotschaft: Jugendspieler Daniil Gorr, der in den letzten Wochen langsam Fahrt aufnahm, verletzte sich schwer am Sprunggelenk und wird in den nächsten Wochen pausieren müssen.

Die Mannschaft hofft auf zahlreiches Kommen der heimischen Volleyball-Fanatiker und lautstarke Unterstützung von den Rängen. Für gute Verpflegung ist gesorgt, der Eintritt bleibt dennoch frei. Gespielt wird bereits ab 13 Uhr in der Sporthalle der Bundespolizei (Schmiedeberger Straße 60).

VSG Leipzig Nord II – SV Bad Düben              Sa., 13.01., 16 Uhr, SH Paul-Robeson-Schule

Die Bezirksklasse-Damen sind im Leipziger Stadtteil Lindenthal gefragt. In der Sporthalle der Paul-Robeson-Schule (Jungmannstraße 5) gastieren sie beim Tabellenvorletzten VSG Leipzig Nord II im Anschluss an die Partie der Gastgeberinnen gegen den VV Nordstern-Leipzig.

Ein Blick auf die Tabelle lohnt im Grunde nicht. Die Nordsächsinnen haben erst sechs und damit mit Abstand die wenigsten Spiele absolviert. Als einzige noch ungeschlagene Truppe rangieren Trainerin Susanne Windisch und Co. auf dem vierten Platz. Neuer Tabellenführer ist der SV Liebertwolkwitz, hat sieben Punkte, aber auch vier Matches mehr auf der Uhr. Also nicht groß ablenken lassen, sondern gewissenhaft punkten. Die VSG um Trainr Raimund „Woody“ Maruschke konnte bislang nur gegen Schlusslicht TSG Markkleeberg 1903 V gewinnen. Das Hinspiel entschieden die Bad Dübenerinnen nach glattem Start am Ende noch recht zitternd für sich (25:5, 25:7, 23:25, 29:27).