„Back in business“

by Phillipp

Bad Düben/Lindenthal. Die aktuellen Temperaturen sind auch einfach zu hoch, als dass man ins neue Jahr schlittern könnte. Die Bad Dübener Volleyball-Teams auf Bezirks-Ebene haben ein lupenreines Wochenende hinter sich. Während sich die Bezirksliga-Männer mit zwei eindrucksvollen Heimsiegen zurückmelden, lösen die Bezirksklasse-Damen ihre Pflichtaufgabe beim Vorletzten mit Bravour.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                                  3:0 (19, 25, 25) 82 min.

SV Bad Düben II – Dommitzscher SV Grün-Weiß          3:0 (23, 15, 19) 71 min.

Was war da denn los? Die komplette Liga und auch der eine oder andere Zuschauer in der Halle dürfte sich die Augen gerieben haben. Im Stile einer Spitzenmannschaft fuhren die jungen Männer vom blendend aufgelegten Spielertrainer Kevin Phillipp mit beeindruckender Konstanz zwei lupenreine Heimsiege ein. Dabei standen die Kurstädter eigentlich mit dem Rücken zur Wand, waren zum Siegen verdammt, um nicht vollends den Anschluss zu verlieren. Nun sind sie wieder ans Mittelfeld rangerobbt. Der Weg ist jedoch noch ein langer.

Trotz einiger Ausfälle (Martin Hönemann, Sirko Lange, Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Alexander Becker und Pierre Renner) konnte Phillipp seinen besten Sechser aufstellen – leider erst zum zweiten Mal in dieser Saison. Zuspieler Stefan Nordt kehrte nach mehrmonatiger Erkrankung wieder zurück auf die Platte und dirigierte das Dübener Spiel mit reichlich Übersicht. Wie bereits in der Vorwoche beim Bezirkspokal präsentierte sich das Heim-Team vor allem in der Defensive auf Top-Niveau. Block und Feldabwehr arbeiteten vorzüglich und machten die gegnerischen Kanoniere spürbar mürbe. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sowohl die Titelverteidiger aus Brandis als auch die mit hohen Ambitionen in die Saison gestarteten Dommitzscher ohne ihren Zuspieler antraten. Nach einer mit ausreichend Pech begleiteten Hinrunde hatte man sich im Dübener Lager wohl etwas Glück verdient.

Das soll jedoch nicht die eigene Leistung schmälern. Wie in der Vorwoche gingen Kapitän Stefan Tiesies und Gefolge selbst in engen Situationen stets konzentriert und kampfwillig in die Ballwechsel. Ein in Eins-gegen-Eins-Situationen unbezwingbarer Stefan Dieter Deinert, ein clever agierender Tim Bomsdorf und der angesprochene Coach, der aus allen Lagen am Netz und krachend von der Grundlinie punktete, sorgten regelmäßig für geordnete Verhältnisse.

Mit den Saisonsiegen drei und vier schiebt sich die Dübener Sachsenliga-Reserve (11 Spiele, 13 Punkte) an den Nachwuchstalenten der L.E. Volleys IV SSR (9 Sp., 11 Pkt.) vorbei auf Rang acht. Kontakt zum rettenden Ufer besteht wieder. Vor dem SVBD parken Brandis (9 Sp. 14 Pkt.), Dommitzsch (11 Sp., 16 Pkt.) sowie Hohenprießnitz und Krostitz II (jeweils 9 Sp., 16 Pkt.). Bereits am kommenden Samstag kann nachgelegt werden. Wo sonst als beim Klassiker schlechthin beim SV Sachsen Delitzsch – die dritte Begegnung innerhalb von sechs Wochen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Tobias Stadler und Martin Zeidler

VSG Leipzig Nord II – SV Bad Düben                0:3 (-16, -6, -8) 57 min.

Nach langer Zeit endlich mal wieder mit voller zehnköpfiger Kapelle traten die Bezirksklasse-Damen um Kapitänin Sara Vogelweider zum einem Punktspiel an. Und sie ließen rein gar nichts anbrennen beim Tabellenvorletzten. In unter einer Stunde wurden die Nordsächsinnen ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Saisonsieg Nummer sieben nach sieben Partien ändert nichts an Tabellenrang vier. Schließlich hat der Rest der Liga deutlich mehr (Liga-)Begegnungen auf dem Buckel und konnte zudem auch parallel punkten. Interessant ist jedoch, dass Mitkonkurrent SV Lok Engelsdorf III in Delitzsch einen überraschenden Punkt liegen ließ.

In der nächsten Woche (27.01.) geht es weiter im Ligabetrieb. Dann laden die Leipziger Nordsterne in die Sporthalle des Heisenberg-Gymnasiums.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Caroline Monien, Sandra Grundmann, Barbara Geißler, Maria Krafczyk und Julia Tröbs