„Erfolgreiche Insektenbekämpfung und ein erster Riss“

by Phillipp

Hohenprießnitz/Bad Düben/Delitzsch. Ein alles in allem sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyball-Teams. Die Bezirksliga-Männer landen einen immens wichtigen Dreier im Mulde-Derby, die Bezirksklasse-Damen sind nicht mehr ungeschlagen und die Kreisklasse-Damen siegen ohne große Probleme.

SV Hohenprießnitz – SV Bad Düben II             1:3 (-20, 25, -22, -19) 93 min.

Das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp kommt so langsam aber sicher in Fahrt. Mit einem beherzten und völlig verdienten 3:1-Erfolg bei den „Hornets“ aus Hohenprießnitz revanchierten sich die Kurstädter für die bittere 2:3-Hinspielpleite. Das junge Team blendete sämtliche Rahmenbedingungen in starker Manier aus. Schließlich fehlten mit Sirko Lange, Martin Zeidler, Tobias Stadler, Daniil Gorr, Alexander Becker sowie Martin Hönemann gleich sechs Akteure und die ungewohnten beengten Platzverhältnisse hätten durchaus mehr Probleme bereiten können.

Als Schiedsrichter im ersten Spiel der Hornissen gegen die zweite Krostitzer Garde bekamen Phillipps Männer Anschauungsunterricht, wie man im kleinen Muldeort keinesfalls auftreten sollte. Beide Teams ließen Bewegung und Kampfbereitschaft vermissen. „Wir müssen es schaffen, stets wach zu bleiben und uns nicht anzupassen“, forderte der Coach daher im Voraus. Und das klappte. Die Burschen von der anderen Seite der Mulde waren von Beginn an deutlich spiel- und tonangebend im kleinen Hornissennest. Mit gutem Block-Feldabwehr-Verhalten wurde den Hausherren ein ums andere Mal der Zahn gezogen. Vorn sorgten die stark aufgelegten Tim Bomsdorf, Stefan Dieter Deinert und Phillipp selbst für klare Verhältnisse. Ein Sonderlob verdiente sich zudem Mittelblocker Vinzenz Rummel, der drei Tage vor seinem 18. Geburtstag vor allem von der Grundlinie aus ordentlich Druck erzeugte.

Einziger weißer Fleck im Spielprotokoll bleibt jedoch das Finale des zweiten Durchgangs, als Bad Düben trotz Überlegenheit zu oft die falschen Entscheidungen traf. Diese Schockstarre zog bis in die Anfangsphase des dritten Abschnitts hinein, wurde dann jedoch umso eindrucksvoller ausgemerzt.

Mit dem fünften Drei-Punkte-Sieg in dieser Saison ist die Sachsenliga-Reserve endgültig ans Mittelfeld rangerückt (5. Krostitz II 19 Punkte aus 12 Spielen/6. Hohenprießnitz 19 Pkt., 12 Sp.; 7. Dommitzsch 19 Pkt., 14 Sp.; 8. Bad Düben II 16 Pkt., 13 Sp.). Mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen in diesem Jahr ist nicht nur die geheime Marschroute des Trainers erfüllt, sondern man ist tatsächlich das (erfolgreichste) Team der Stunde. Kommt da die anstehende fünfwöchige Pause zum falschen Zeitpunkt? Wohl eher nicht. Verletztes und durch Studium eingeschränktes Personal wird zurückkommen, andere „körperliche Gebrechen“ können auskuriert werden. Das nächste wichtige Match steigt am 10. März in Leipzig bei den Nachwuchstalenten der L.E. Volleys IV (SSR).

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Vinzenz Rummel, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler und Pierre Renner

SV Bad Düben – SV Lok Engelsdorf III             2:3 (19, 21, -17, -19, -5)

SV Bad Düben – TSG Markkleeberg 1903 V   3:0 (7, 11, 10)

Im neunten Ligaspiel ist es also passiert. Trotz 2:0-Führung reichte es im Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Lok Engelsdorf III nicht zu einem weiteren Sieg, wodurch die Damen von Trainerin Susanne Windisch den Status „ungeschlagen“ ablegen mussten. Mit dem deutlichen und gleichzeitig mehr als richtungsweisenden Erfolg vor Augen schwand zunehmend die Konzentration. Die „Loksche“, nun mit dem Rücken zur Wand, spielte sich in einen Rausch, konnte vor allem über ihren hochgewachsenen Angreiferinnen immer wieder verlässlich punkten. Der letzte Abschnitt wurde dann zum gänzlichen Debakel und die erfahrenen Gäste sprangen erfreut im Kreis.

Den Frust bekam im Anschluss das Tabellenschlusslicht der TSG Markkleeberg 1903 V zu spüren. In Windeseile fegten die Kurstädterinnen, die ohne Juliane Heßler auskommen mussten, über die Aufsteigerinnen hinweg, starteten mit einem ungefährdeten Dreier unter Umständen die nächste Serie.

Im Großen und Ganzen ist trotz des ersten Spielverlusts nicht viel passiert. Das ist das Positive. Der SVBD springt mit den vier Zählern auf Position drei. Engelsdorf bleibt logischerweise Primus, hat nun 32 Punkte nach 13 Partien, drei Zähler dahinter lauert der Krostitzer SV. Die Dübenerinnen haben nun 25 Punkte gesammelt, allerdings auch noch drei (!!!) Begegnungen weniger absolviert. Also noch alles im grünen Bereich, nur nicht verunsichern lassen!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Julia Tröbs, Sina Franke, Sandra Grundmann, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Carmen Drefs, Maria Krafczyk und Barbara Geißler

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch II               2:0 (15, 16)

Da hat sich das frühe Aufstehen am Sonntag gelohnt, auch wenn es nur für eine Partie war. Die SG Pristäblich lässt das Match am 15. März nachholen, wodurch es für das Team von Kapitänin Andrea Schulz nur gegen Gastgeber GSVE Delitzsch II ging. Kurz und knackig ging es dann zur Sache. 15 sowie 16 Pünktchen gewährten Kati Poschmann und Co. den Loberstädterinnen, dann war Schicht im Schacht.

Die SVBD-Damen schmiegen sich damit weiter ans Podium heran. Im Zwei-Punkte-Abstand folgen hinter Spitzenreiter Thallwitz (22) die Teams aus Torgau (20), Eilenburg (18), Bad Düben (16) und Belgern (14). Erst am 18. März steigt der nächste Spieltag in Eilenburg mit den Partien gegen den hauseigene zweite Vertretung und den Thallwitzer Primus.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Marion Lange, Jana Schlaak, Simone Voigt, Susanne Petersohn, Simone Piatyschek, Daniela Sieg, Kati Poschmann und Annett Stänicke