„Gastspiel mit Gefahrenpotential“

by Phillipp

TSV Leipzig – SV Bad Düben             Sa., 10.02., 14 Uhr, SH 84. Oberschule

Leipzig. Am kommenden Samstag (10.02.) steht für die Bad Dübener Sachsenliga-Holzbuben das elfte Saisonspiel an. Die zweitkürzeste Auswärtsreise führt in den Leipziger Stadtteil Grünau, wo Regionalliga-Absteiger TSV 76 seine Heimspiele seit Anbeginn der Zeit in der Sporthalle der 84. Oberschule (Stuttgarter Allee 5) austrägt.

Es ist das Duell des abstiegsbedrohten Tabellensiebten – nur ein Punkt vor Kreuzschule Dresden – und dem ungeschlagenen Spitzenreiter aus der Dübener Heide. Das Hinspiel in der bewaldeten Roten Jahne entschieden die Kurstädter um Hauptangreifer Jens Andrä mit 3:0 eindrucksvoll für sich. Klingt also nach einer klaren Geschichte und genau das ist die große Gefahr. Das TSV-Team um Trainer Thomas Patze erlebt Licht und Schatten, stolpert seit dem Abstieg aus der vierten Liga von einer Pfütze in die andere. Für die lichten Momente sorgte vor allem der Doppelerfolg gegen die Spitzenteams vom USV TU Dresden II (3:2) und vom Krostitzer SV (3:1) kurz vorm Weihnachtsfest. Und auch bei der auf den ersten Blick recht deutlichen Hinspielpleite machten die 76er eine gute Figur mit zahlreichen unkonventionellen, aber effizienten Offensivaktionen. Dass die Patze-Truppe auch im Kopf im Überlebenskampf der Sachsenliga angekommen ist, beweist das Ende des jüngsten Gastspiels beim direkten Dresdner Konkurrenten, als es nach Schlusspfiff zu kleineren Handgreiflichkeiten mit dem Unparteiischen kam. Dem Vernehmen nach scheint das disqualifizierte Zauberhändchen Florian Rappl aber keine weitere Strafe zu befürchten und ist am Samstag wohl mit von der Partie.

Nicht mit dabei sein wird dagegen Henry Ungelenk. Bad Dübens Libero muss wie zuletzt beim USV die Arbeit vorziehen. Für ihn soll David Wächter ins Birken-Trikot schlüpfen. Nach einem Jahr Punktspiel-Abstinenz und einem eher kläglichen Aufschlag vor zwei Wochen dürfte es der erste längere Einsatz des 30-Jährigen nach seinem Kreuzbandriss werden. Weiterhin fraglich ist Spielertrainer, Kapitän und Mittelblocker in Personalunion Thomas Haack, der sich Anfang Januar das Knie verdrehte und sich seitdem schont. Tendenz: Nichts überstürzen und für den Heimspiel-Doppelschlag am 10. und 17. März fit werden.

Die Begegnung wird um 14 Uhr vom Schiedsrichter-Gespann Matthias Lohse (Sermuth) und dem Rico Müller  (Dommitzsch) freigegeben. Der letzte Auftritt des ersten Männer-Teams in dieser Spielstätte datiert aus der Sachsenmeister-Saison 2014/2015. Mit 3:1 fügte der TSV dem SVBD eine von drei Niederlagen zu. Allein der erste Durchgang endete damals nach 42 Minuten (!) mit 41:39 (!!!) für die Hausherren. Der Autor dieser Zeilen versenkte damals den entscheidenden Angriff im Block und hört an dieser Stelle auf zu schreiben.