„Erste Delle und Alter schlägt Jugend“

by Phillipp

Bad Düben/Leipzig. Ein insgesamt sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Die Teams im Bezirk gaben sich bei den Landesstützpunkten keine Blöße. Zudem siegten die Sachsenliga-Holzbuben gegen Aufsteiger St. Egidien. Allerdings mussten die Männer im Anschluss die erste Saisonniederlage hinnehmen, was die Spannung im Meisterschaftskampf und am kommenden Samstag in unermessliche Höhen treibt.

SV Bad Düben – SSV St. Egidien                        3:0 (20, 18, 23)

SV Bad Düben – SV Kreuzschule Dresden       1:3 (19, -22, -23, -22)

378 Tage lang hat kein Gegner vermocht, den Bad Dübener Sachsenliga-Schmetterern ein Bein zu stellen. Am Samstag ist es dann passiert. Der bärenstark auftretende SV Kreuzschule Dresden setzte mit dem 3:1-Sieg in der Kurstadt ein großes Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Gesundheitlich sichtlich angeschlagenen Hausherren gingen in Spiel zwei spürbar Konzentration und Luft aus. Die sonst verlässlichen Außenangreifer Jens Andrä und Florian Schreiber schleppten sich mit hartnäckigen Männerschnupfen aufs Linoleum, zahlten dem im Laufe des Tages Tribut.

Vier Sätze lang lief der Motor noch recht stotterfrei. Gegen Aufsteiger SSV St. Egidien konnte sogar Diagonalangreifer Daniel Lange ab Mitte des zweiten Durchgangs geschont werden. Die Partie tuckerte vor sich hin. Die Kurstädter gaben souverän das Tempo vor, zeigten in den entscheidenden Phasen ihre Entschlossenheit.

In der zweiten Partie lief auch zum Start noch alles wie am Schnürchen. Dann begann es zu holpern. „Wir waren einfach nicht mehr so bei der Sache. Immer wieder leichte Fehler sorgten auch für eine gewisse Unsicherheit“, resümierte Spielertrainer Thomas Haack, der mit verletztem Knie und Handgelenk wohl bis zum Saisonende zum Zuschauen verdammt ist. Die Kreuzschüler spielten obendrein in beeindruckender Manier auf. „Keine Ahnung, warum die da unten stehen“, befand Haack. In Aufschlag, Block und Angriff zeigten sich die Männer von Trainerin Svenja Haupt spielbestimmend. Auf Dübener Seite hingen zunehmend die Köpfe. Drei Sätze am Stück und somit auch die Begegnung gingen hauchdünn verloren.

Die drei Punkte reichten für eine kurze Tabellenführung bei gleicher Spielanzahl. Einen Tag später nutzte der Krostitzer SV den Ausrutscher und legte in starker Manier nach: Zwei 3:0-Heimsiege gegen die Top-Teams aus Chemnitz-Harthau und vom USV TU Dresden II. Der KSV hat nun fünf Zähler Vorsprung bei zwei mehr absolvierten Partien. Gegenüber Titelverteidiger USV II sind die Kurstädter mittlerweile vier Punkte in Front. Somit ist der Thriller vor dem letzten Heimspieltag am kommenden Samstag (17.03.) angerichtet. Bad Düben gegen USV TU und Krostitz. Mehr ist eigentlich nicht zu schreiben!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Constantin Schneider, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart und David Wächter

L.E. Volleys IV (SSR) – SV Bad Düben II           1:3 (-16, 16, -16, -19) 86 min.

Die zweite Garde ist weiterhin das Team der Stunde in der Bezirksliga. Vier der letzten fünf Partien gingen auf das kurstädtische Konto. So auch die jüngste Partie im Leipziger Sportgymnasium gegen die Hausknaben der L.E. Volleys IV (SSR). Mit dem nächsten Dreier schoben sich die in Holztarn agierenden Nordsachsen endgültig an die Nicht-Abstiegsplätze ran. Wie Hohenprießnitz und Dommitzsch haben sie nun 19 Zähler auf der Uhr.

Spielertrainer Kevin Phillipp musste erneut mit einer ellenlangen Fehlendenliste (Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Martin Zeidler, Sirko Lange, Alexander Becker, Martin Hönemann) und hatte dennoch ein schlagkräftiges Team zur Verfügung. Der SVBD begann äußerst druckvoll mit krachenden Aufschlägen und guter Blockarbeit. Die hoch talentierten Jungs von der Pleiße hatten große Schwierigkeiten, dem angeschlagenen Tempo Schritt zu halten. Nach furiosem ersten Durchgang ging der zweite völlig in die Binsen. Vom Start weg flatterte die Annahme. Zuspieler Tobias Stadler musste weite Wege gehen und die Angreifer wählten zunehmend die falschen Optionen. In der Satzpause kurz geschüttelt und dann wieder Vollgas. Stefan Nordt übernahm inzwischen die Position des Regisseurs, Daniil Gorr ersetzte Stefan Dieter Deinert. Die Leipziger Volleys kamen nicht hinterher, die Gäste banden den Sack sehr souverän zu.

Weiter geht es in der nächsten Woche mit einem immens wichtigen Heimspieltag. Am Sonntag (!), den 25. März empfängt das Phillipp-Team den Krostitzer SV, der drei Zähler in Front liegt, sowie das bereits als Absteiger feststehende Schlusslicht vom TSV Leipzig 76 II.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Tobias Stadler, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Stefan Nordt und Daniil Gorr

SV Lok Engelsdorf IV (SSR) – SV Bad Düben   0:3 (-13, -9, -12) 55 min.

Pflichtaufgabe erfüllt! Die Bezirksklasse-Damen siegten am Samstag mit einem blitzschnellen 3:0-Auswärtssieg beim SV Lok Engelsdorf IV (SSR). 55 Minuten genügten dem Team von Trainerin Susanne Windisch, um den elften Saisonsieg im zwölften Spiel klar zu machen. Da bereite auch das Fehlen von Sara Vogelweider und Juliane Heßler keinerlei größeren Probleme.

Parellel siegte der bisherige Spitzenreiter SV Lok Engelsdorf III (jetzt 34 Punkte aus 14 Spielen) etwas holprig mit 3:2 bei den Volksbank-Devils Lobstädt. Zudem sicherte sich der Krostitzer SV (35 Pkt., 15 Sp.) bei den Teufeln einen Dreier. Bad Düben hockt in Lauerstellung (31 Pkt., 12 Sp.) auf dem Bronzerang und weiterhin alle Chancen. Die Saison findet am 24. März mit dem Spitzenspiel in Krostitz ihre Fortsetzung.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Julia Tröbs, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sandra Grundmann und Carmen Drefs