„Kontrollierte Ruhe“

by Phillipp

SV Bad Düben – SSV St. Egidien    3:0 (19, 22, 15) 69 min.

SV Bad Düben – TSV Leipzig 76     3:0 (20, 23, 18) 75 min.

Bad Düben. Die Sachsenliga-Holzbuben des SV Bad Düben haben sich in beeindruckender Manier an der Spitze abgesetzt. Mit zwei 3:0-Siegen gegen die SSV St. Egidien und den TSV Leipzig 76 bleibt die Weste auch nach fünf absolvierten Partien blütenweiß. Der Vorsprung zum neuen Tabellenzweiten SV Chemnitz-Harthau beträgt sechs Zähler, jedoch bei einem Spiel mehr auf der Uhr.

Dabei waren die Vorzeichen nicht unbedingt die besten. Mit Tim Bomsdorf, Constantin Schneider, Frank Baumgarten und Sascha Baumgart standen gleich vier Kräfte krankheits-, urlaubs- oder berufsbedingt nicht zur Verfügung. Zudem ist Spielertrainer Thomas Haack noch nicht vollends fit und nur im Notfall zu gebrauchen. Das Team stellte sich zu sechst plus Abwehrchef Henry Ungelenk also von selbst auf.

Die Begegnung ähnelten einander sehr. Beide Gegner spielten und hielten zwei Sätze lang gut mit. Die Gastgeber bestimmten jedoch das Tempo, verloren nie Ruhe und Kontrolle, machten über alle Positionen ordentlich Druck. Während Spielkapitän Jens Andrä verlässlich punktete, brachte einem die Klasse von Daniel Lange – das mittlerweile 31-Jährige immerhin nahezu ohne Training – durchaus ins Grübeln. Seine Angriffe, die nicht zum direkten Punktgewinn führten, waren an diesem Tag wohl an einer Hand abzuzählen. Hinzu kommt, dass sich „Aushilfs-Zuspieler" Florian Schreiber immer besser in seine Rolle hineinfuchst. Der junge Familienvater kann also doch nicht nur gut kicken... Die Mittelblocker werden spürbar häufiger bedient als zuletzt. Das bringt Variabilität, macht das Spiel undurchsichtiger und stärkt das Selbstvertrauen des jungen Lukas-Doppels. Nicht zu vergessen: David Wächter. Nicht (mehr) der auffälligste Angreifer, übernimmt er mittlerweile die Drecksarbeit, stabilisiert die Annahme, steht richtig, kämpft.

Hut ab vor dieser Leistung. Hält man das Niveau bis zum Frühjahr, wird es schwer für die Konkurrenz. Bereits am kommenden Samstag (10.11.) sollen die nächsten Punkte folgen. In der Landeshauptstadt steht ein kleiner Sachsenliga-Klassiker an. Die sonst so verlässlich starke zweite Garde des USV TU Dresden ist aktuell noch sieglos und Tabellenschlusslicht. Einem heißen Match sollte dennoch nichts im Wege stehen.

Für den SV Bad Düben spielten: Florian Schreiber, David Wächter, Lukas Händler, Daniel Lange, Jens Andrä, Lukas Ohrisch und Henry Ungelenk