„Ein qualvoller November-Tag“

by Phillipp

Zschopau/Delitzsch/Krostitz/Belgern. Das letzte Wochenende hielt keine Glanzstücke für die Bad Dübener Volleyballer bereit. Die Sachsenliga-Holzbuben mussten im Erzgebirge ein empfindliche Klatsche einstecken, die Bezirksliga-Reserve zittert sich bei den Delitzscher Grünschnäbeln zum Pflichtsieg und die Bezirksklasse-Damen kamen beim SV Sachsen Delitzsch unter die Räder.

VC Zschopau II – SV Bad Düben        3:0 (19, 19, 18) 70 min.

Wochenlang schwamm das Team von Spielertrainer Thomas Haack von einer Erfolgswelle zur nächsten. Am letzten Samstag kassierten die Sachsenliga-Holzbuben aus der Dübener Heide ihre erste Breitseite – und was für eine. Land unter im Zschopau. Sang- und klanglos sowie hochverdient hisste die zweite Garde des örtlichen VC ihre Segel. Nach drei kräftigen Zügen sprang der Spitzenreiter mit erhobenen Händen von der Planke ins kalte Nass der Erzgebirges.

Bei aller Eingespieltheit und Erfahrung kommt irgendwann der Punkt, wo der angespannten Personalsituation Tribut gezollt werden muss. Zuspieler Frank Baumgarten ist quasi seit Jahresbeginn berufsbedingt zu sehr eingespannt, absolvierte in dieser Saison gar erst einen Kurzeinsatz. Dazu fehlten Sascha Baumgart und der verlässliche Abwehrchef Henry Ungelenk urlaubsbedingt. Tim Bomsdorf, Constantin Schneider und Lukas Händler schleppten sich angeschlagen in die Motorradstadt. Ausreden über Ausreden? Nix da, Zschopau war einfach deutlich besser an diesem Tag. Der eigentliche Lieblingsgegner hatte immer Lösungen parat, war griffig, nutzte geschickt den Rückenwind gegen sichtbar angeknackste Gäste. Hinzu kam, dass die sonst so überragenden Hauptangreifer Jens Andrä und Daniel Lange nicht ihre besten Tage erwischten. Lange, der beim jüngsten Heimspieltag noch alles in Grund und Boden schoss, vermochte es gefühlt nicht einen Ball auf eben jenen Boden zu bugsieren. Die Annahme wackelte darüber hinaus in beträchtlichem Ausmaß. Ungelenk fehlte spürbar auf den eigenen 81 Quadratmetern. Haack feierte nach fast einjähriger Verletzungspause sein Comeback. Trotz heiterem Birkentrikot des Liberos wohnte er jedoch eher einer Trauerfeier bei.

Schuss vor den Bug zur rechten Zeit? Man wird sehen. Am 8. Dezember steht das letzte Spiel des Jahres an. Dann geht es zum SV Kreuzschule Dresden. Ein versöhnlicher Jahresabschluss würde der Laune beim anschließenden Partytrip durch die Landeshauptstadt sicherlich gut tun. Die Tabellenspitze bleibt weiterhin in Bad Dübener Hand. Der Vorsprung auf den neuen Zweitplatzierten aus Zschopau beträgt stattliche acht Zähler. Der VCZ hat jedoch noch drei Begegnungen in der Hinterhand.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Florian Schreiber, David Wächter, Lukas Händler, Daniel Lange, Tim Bomsdorf, Lukas Ohrisch, Constantin Schneider und Thomas Haack

GSVE Delitzsch IV (SSR) – SV Bad Düben II                     1:3 (23, -12, -16, -21) 89 min.

Es ist ja aktuell närrische Zeit in den Karnevalshochburgen. In diesem Zusammenhang passt wohl der typisch rheinländische Ausspruch „Et is noch immer jot jejange!“ perfekt zum Gastspiel der Bezirksliga-Männer bei den Nachwuchstalenten des GSVE Delitzsch IV (SSR). Mit der mit Abstand schlechtesten Saisonleistung sicherte sich das Team von Spieltrainer Kevin Phillipp einen zittrigen Dreier in der Loberstadt.

Im Vergleich zum 3:1-Auswärtssieg beim SV Tresenwald Machern in der Vorwoche wurde ordentlich rotiert. Für den privat verhinderten Zuspieler Stefan Nordt rückte dessen Ersatzmann Tobias Stadler in den Startsechser. Andreas Güttner ersetzte René Hellwig, der gemeinsam mit Phillipp erst einmal auf der Bank Platz nahm. Für den Coach durfte André Reichenbach ran. Vom Start weg funktionierte jedoch rein gar nichts! Aufschläge landeten lustlos im Netz, Angriffe verfehlten das Ziel und die Sonne bereitete der Defensive reichlich Probleme. Kleine Korrektur: Phillipp für Stadler, um etwas Präsenz am Netz zu zeigen. Aus einem über zehn Punkte großen Rückstand wurde plötzlich nur noch einer. Den Delitzschern schlotterten spürbar die Knie. Jedoch passte es zum Dübener Auftritt, dass man den ersten Durchgang nicht mehr umbiegen konnte.

Die restlichen drei Sätze sind schnell erzählt. Bad Düben profitierte von Delitzscher Fehlern und stolperte so von Punktgewinn zu Punktgewinn. Ohne wirklich zu überzeugen, wurde der Pflichtsieg eingetütet. Mehr war auch nicht erwartet. Also schnell abhaken und weiter. Der Rest der Liga holt an den kommenden beiden Wochenenden mal ein paar Spiele auf und wird der Tabelle erstmals etwas Kontur verleihen. Noch stehen Phillipp und Co. mit zwölf Zählern auf Rang zwei, haben allerdings auch die meisten Matches absolviert. Tendenz: Könnte, muss sich aber nicht ändern. Weitere wichtige Punkte für eine ruhige Saison werden am 15. Dezember vergeben. Daheim geht es gegen Sachsenklasse-Absteiger Turbine Leipzig um Altmeister Sven Heimpold und den SV Tresenwald Machern.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Tobias Stadler, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, André Reichenbach, Andreas Güttner, Kevin Phillipp und René Hellwig

SV Sachsen Delitzsch 1994 – SV Bad Düben                   3:0 (23, 15, 17) 70 min.

Krostitzer SV – SV Bad Düben                                           Sa., 24.11., 14 Uhr, Sporthalle Krostitz

Die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch haben im dritten Saisonspiel ihre zweite Niederlage eingesteckt. Nach dem überraschend deutlich 3:0-Auftaktsieg gegen Bezirksliga-Absteiger VSG Leipzig Nord war sowohl bei Spitzenreiter SV Tresenwald Machern als auch gegen den SV Sachsen Delitzsch kein Kraut gewachsen.

Im ersten Satz hielten die Kurstädterinnen lang mit und den Ausgang offen. Das glücklichere Ende hatten die Gastgeberinnen jedoch für sich verbucht. In der Folge rannte das Windisch-Team ständig Rückständen hinterher, die es jedoch nicht mehr aufholen konnten. Somit stand die erste deutliche Pleite nach einer guten Stunde fest – schade, da vorher die VSG Nord klar mit 3:0 gewann. Es wäre also durchaus mehr drin gewesen.

Weiter geht es am kommenden Samstag (24.11.) beim Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger. Sowohl der Tabellenletzte vom Krostitzer SV als auch der Achtplatzierte vom SV Bad Düben stehen mit einem Sieg und drei Partien im unteren Teil der Tabelle. Der Verlierer dürfte sich früh in der Saison mit dem Rücken an die Wand gedrängt fühlen. Das Spiel beginnt um 14 Uhr in der Krostitzer Schulsporthalle (Parkstraße).

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Sara Vogelweider, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Luisa Beutelrock, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Maria Krafczyk

SSV 1952 Torgau – SV Bad Düben III               So., 25.11., 10 Uhr, Stadthalle Belgern

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben III               So., 25.11., 11 Uhr, Stadthalle Belgern

Als einziges Team in der Kreisklasse haben die Damen der dritten Dübener Garde erst zwei Spiele absolviert. Der Großteil der Liga hat sogar bereits sechs Duelle hinter sich. So verwundert es auch nicht, dass das Team von Kapitänin Andrea Schulz mit 4:0 Sätzen auf dem drittletzten Rang liegt. Es ist also an der Zeit, wieder etwas aufzuholen. Mit dem Tabellenzweiten vom SSV 1952 Torgau (4 Spiele, 3 Siege, 7:4 Sätze) und dem Fünften GSVE Delitzsch II (6 Spiele, 3 Siege, 8:7 Sätze) warten am kommenden Sonntag (25.11.) gleich zwei herausfordernde Aufgaben auf die erfahrenen Kurstädterinnen. Gespielt wird in der fernen Stadthalle Belgern (Mühlberger Straße). Erst beweisen sich die Dübener als Schiedsgericht, ab ca. 10 Uhr dann auch auf dem Feld.

FSV Eilenburg II – SV Bad Düben II                  So., 25.11., 10 Uhr, Stadthalle Belgern

FSV 02 Thallwitz – SV Bad Düben II                So., 25.11., 11 Uhr, Stadthalle Belgern

Auch die Mädels der zweiten Dübener Mannschaft mussten bisher noch nicht so oft ran – dreimal, um genau zu sein. In Belgern steht unter anderem das Duell der beiden noch sieglosen Teams an. Gelangen dem FSV Eilenburg II in sechs Spielen zumindest drei Satzerfolge, warten die Schützlinge von Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs noch auf ihren ersten. Eins steht fest: Eines der beiden Teams wird am Sonntag mehr als nur einen Satzerfolg verbuchen können. Im Anschluss sind die Mädels um Kapitänin Helena Hofmann noch gegen den Tabellendritten des FSV 02 Thallwitz gefragt.