„Bezirks-Teams rodeln auf Rang drei“

by Phillipp

Bad Düben/Torgau. Das letzte Punktspiel-Wochenende des Jahres hatte es noch einmal so richtig in sich. Sowohl die Bad Dübener Bezirksklasse-Damen als auch Bezirksliga-Männer schraubten sich mit zwei Heimerfolgen auf Tabellenplatz drei. In der Kreisklasse am Sonntag lief es dagegen nicht sonderlich rund. Die Mädels verloren beide Spiele deutlich und die Damen der dritten Mannschaft mussten ihre zweite Saisonniederlage einstecken.

SV Bad Düben – BBV 1950 Wurzen                      3:1 (-16, 22, 8, 22) 88 min.

SV Bad Düben – TSG Markkleeberg 1903 V       3:1 (-23, 23, 14, 20) 106 min.

Die erfolgreichen letzten Wochen hätten durchaus eine kleine Ergebnisdelle bekommen können. Schließlich warteten beim zweiten Heimspieltag zwei waschechte Top-Teams auf die Aufsteiger aus der Kurstadt. Zudem musste Mittelblockerin Sara Vogelweider krankheitsbedingt passen. Aber nix da...

Im ersten Spiel gegen den BBV 1950 Wurzen deutete anfangs vieles auf einen schnellen Sieg der Favoritinnen hin. Die hochgewachsenen und teils sprungkräftigen Keksstädterinnen nahmen die Windisch-Damen im ersten Durchgang nach allen Regeln der Kunst auseinander. Schlechte Absprachen und wackligen Annahmen ließen selten eigene Erfolge zu. Den Rest bewerkstelligten die Leuchttürme vom Basketballverein (BBV). Knackpunkt zweiter Satz: Bad Düben spielte plötzlich mit, wehrte sich mit starkem Stellungsspiel wie schon gegen Reudnitz mit allen Kräften. Hinten wurde clever verteidigt, vorne kaltschnäuzig verwandelt. Juliane Heßler ersetzte inzwischen Mannschaftküken Luisa Beutelrock. Haarscharf ging es ins Ziel – wohl das Erweckungserlebnis des Tages. Fortan wurde Wurzen förmlich überrannt. Das 25:8 im dritten Akt spricht eine deutliche Sprache. Satz vier war wieder knapper. Die besseren Nerven behielten jedoch die Gastgeberinnen.

Mit einem identischen Spielverlauf hamsterten die Nordsächsinnen auch Partie Nummer zwei. Markkleeberg hatte im ersten Durchgang hauchdünn die Nase vorn, Bad Düben im zweiten. Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht und Co. hatten Mut gefasst, beschleunigten rasant in Satz drei und tüteten dann souverän den Drei-Punkte-Sieg ein.

15 Punkte nach sieben Spielen, als Aufsteiger – erstaunlich! Platz drei liegt unterm Weihnachtsbaum. Sechs Punkte beträgt der Abstand zu Spitzenreiter SV Tresenwald Machern, bei zwei Partien weniger – nicht schlecht. Aber Vorsicht, der Schein trügt. Zum einen ist erst die Hälfte gespielt, zum anderen geht es im Mittelfeld passend zur Jahreszeit kuschlig zur Sache. Schnelle Verschiebungen sind da immer möglich. Also schön dran bleiben: Weiter geht‘s bereits am 5. Januar beim SV Reudnitz III in der Dunkelkammer von Anger-Crottendorf. Wird hier das Hinspielergebnis (3:0) bestätigt, darf wohl endgültig nach oben geillert werden.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sophia Schaffernicht, Sina Franke, Maria Krafczyk, Julia Tröbs, Caroline Monien, Juliane Heßler, Luisa Beutelrock, Carmen Drefs und Sandra Grundmann

SV Bad Düben II – Turbine Leipzig                    3:0 (15, 19, 19) 63 min.

SV Bad Düben II – SV Tresenwald Machern   3:1 (18, -19, 23, 16) 95 min.

„Wir komm‘ aus Sachsen, wir komm‘ aus Düben, wir sind die allergeilsten Typen!“, schallte es gleich zweimal beim (jahres-)abschließenden Heimspieltag durch die Sporthalle des Bundespolizei. Die Bezirksliga-Männer haben sich zum Abschluss der Hinrunde eindrucksvoll Rang drei gesichert. Mit einem vollkommen überzeugenden 3:0-Ausrufezeichen gegen Sachsenklasse-Absteiger Turbine Leipzig und einem hart erkämpften 3:1-Erfolg gegen Aufsteiger SV Tresenwald Machern konnten die Punkte 13 bis 18 eingefahren werden. Ligafavorit GSVE Delitzsch eilt ungeschlagen (23 Punkte vornweg). Der SV Stahl Brandis (19) und Bad Düben (18) eilen mühevoll hinterher.

SVBD-Spielertrainer Kevin Phillipp konnte erstmals auf den nahezu kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Martin Hönemann und der langzeitverletzte Libero Alexander Becker fehlten auf dem Feld, unterstützten ihr Team allerdings trommelnderweise auf der Tribüne bzw. im Foyer am Verpflegungsstand. Turbine dagegen klagte im Vorfeld über erheblichen Personalmangel. In der Halle war davon mit leichten Abstrichen nicht viel zu sehen. Phillipp schickte gegen die Leipziger Haudegen seine erfahrenste Truppe auf die Platte. Mit starken Aufschlägen, guter Blockarbeit, einem stabilen Zuspieler und einer phänomenalen Offensive ließen die Gastgeber den Turbinen nicht den Hauch einer Chance. André Reichenbach und Andreas Güttner spielten groß auf. Phillipp gelang als Hauptangreifer gar das Kunststück der 100-Prozent-Quote im Angriff. Da konnten die beiden ehemaligen Bundesliga-Routiniers Sven Heimpold und Daniel Lang nicht mehr sonderlich viel ausrichten.

Gegen Tresenwald wurde ein engeres Match erwartet, das so auch eintrat. Mittelblocker René Hellwig verließ familiär bedingt den Ort des Geschehens. Der angeschlagene Kapitän Stefan Tiesies ersetzte diesen. Der SVBD sicherte sich deutlich Satz eins, da die Gäste im Aufschlag selten das Feld trafen. Diesen Mangel konnte das Team von Kapitän André Hoffmann in der Folge abstellen und Bad Düben kam erstmals an diesem Tag in Bedrängnis. Eineinhalb Sätze lang diktierte die Männer aus Machern die Partie, ehe die Bad Dübener ihren Kampfgeist wieder entdeckten – und wie. Ähnlich wie beim Hinspiel vor fünf Wochen drehte die Holzbuben-Reserve auf, ließ keinerlei einfache Punkte mehr zu.  „Wenn jetzt ein sinnloser Ball runterfällt, gibt derjenige nen Kasten“, drohte Güttner in der Auszeit. Mit Erfolg: Bei 20:23 ging der Coach zum Aufschlag. Vorne und hinten blieb alles dicht – 25:23. Aus die Maus!

Der Tresenwald war abgeholzt, die SVT-Spieler gebrochen. 15:4 stand es zwischenzeitlich im vierten Satz. Dann wurde munter durchgewechselt. Zuspieler Tobias Stadler kam für den starken Stefan Nordt, Sirko Lange für Tiesies. Außerdem absolvierte auch Michael Bock nach über sechs Jahren sein Comeback – inklusive Sprungaufschlag und Hinterfeld-Torpedo, versteht sich. Läuft!

So und jetzt Füße hoch, am 29. Dezember beim vereinsinternen Jahresabschlussturnier mitgepäppelt und dann geht‘s hoffentlich erfolgreich weiter. Am 19. Januar ist Verfolger TSG Markkleeberg 1903 III auf Revanche aus.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, André Reichenbach, René Hellwig, Stefan Dieter Deinert, Kevin Phillipp, Andreas Güttner, Martin Zeidler, Sirko Lange, Michael Bock und Tobias Stadler

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               2:0 (7, 6)

SV Roland Belgern – SV Bad Düben II              2:0

Für die Kreisklasse-Mädels gab es am Sonntag nicht viel zu holen. Sowohl gegen den GSVE Delitzsch III als auch gegen die SV Roland Belgern standen am Ende zwei 0:2-Pleiten zu Buche. Damit beenden die Nachwuchsspielerinnen vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs das Jahr auf dem vorletzten Rang neun. Mit Schwung könnte das neue Jahr allerdings vielversprechend starten. Am 20. Januar geht es in Delitzsch gegen den Tabellenachten LSG Löbnitz und gegen das Schlusslicht vom FSV Eilenburg II.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Helena Hofmann, Fina Kähmke, Jessica Lenz, Katharina Sagmeister, Kim Schönberger, Lisa Seidel, Josephine Sieg, Wilhelmine Stollberg, Katja Vogelweider, Jaqueline Volkmann und Johanna Witzke

FSV 02 Thallwitz – SV Bad Düben III                2:1 (-18, 19, 12)

SV Bad Düben III – LSG Löbnitz                        2:0 (19, 16)

Die zweite Saisonniederlage mussten am Sonntag die Kreisklasse-Damen der dritte Garde einstecken. Der FSV 02 Thallwitz zeigte sich am Ende entschlossener und siegte im Tiebreak. Durch den anschließenden 2:0-Erfolg gegen die LSG Löbnitz bleibt zumindest Rang zwei erhalten.

Aktuell ist der FSV Eilenburg mit vier Punkten, aber auch vier Spielen voraus. Die Chance zum Gleichziehen besteht also noch. Zum 2019er Auftakt am 20. Januar warten die nicht unterschätzenden Nachwuchstalente des GSVE Delitzsch III sowie der viertplatzierte SSV 1952 Torgau.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Annett Stänicke, Kati Poschmann, Daniela Sieg, Susanne Petersohn, Simone Voigt und Simone Piatyschek