„Hop oder top – eins geht nur“

by Phillipp

SV Bad Düben – SV Chemnitz-Harthau        3:1 (18, 23, -22, 16) 95 min.

SV Bad Düben – USV TU Dresden II             0:3 (-21, -21, -21) 72 min.

Bad Düben. Hop oder top! Für die Sachsenliga-Holzbuben des SV Bad Düben ist es eine Saison der klaren Angelegenheiten. Nach nunmehr elf Auftritten in dieser Spielzeit sind Fünf-Satz-Entscheidungen absolute Mangelware. Neun Drei-Punkte-Erfolge stehen seit vergangenem Samstag zwei 0:3-Pleiten gegenüber. Der ewige Rivale vom USV TU Dresden II sorgte dafür, dass die weiße Weste der Kurstädter einen zweiten fetten Fleck bekam. Die erste Partie gegen den SV Chemnitz-Harthau gewannen die Männer von Spielertrainer Thomas Haack wiederum souverän mit 3:1. Dadurch festigte der SVBD auch seine Spitzenposition, hat nun fünf Punkte Vorsprung auf den VC Zschopau II und sieben Zähler auf den TSV Leipzig 76, der jedoch noch eine Partie weniger absolviert hat.

Haack konnte nahezu auf den vollständigen Kader zurückgreifen. Lediglich ein nicht ganz unwichtiger Akteur fehlte wegen familiären Feierlichkeiten: Diagonal-Waffe Daniel Lange. Dieses Loch konnte Linkshänder Florian Schreiber stopfen, da Zuspieler Frank Baumgarten nach berufsbedingter Pause wieder in die Dübener Reihen zurückkehrte. Die Muldestädter brachten ihre Annahme sicher zum Regisseur und standen felsenfest (oder eben wieselflink) in der Feldabwehr. Das ermöglichte ein variables Spiel, dem die Chemnitzer nur schwer folgen konnten. Harthau, stets athletisch top unterwegs, verzweifelte zudem (zu) oft am eigenen Unvermögen im Angriff. In der Mitte von Durchgang zwei machte auch Hauptangreifer Jens Andrä Platz für Tim Bomsdorf – ein Testlauf für später. Chemnitz kämpfte sich zurück ins Match, wurde erst knapp nicht und dann knapp doch belohnt. Andrä kehrte im vierten Durchgang zurück aufs Feld (für David Wächter) und sorgte mit dafür, dass die Gäste ohne Punkte die Heide wieder verlassen konnten.

Nun zum Testlauf: Andrä stand – ebenfalls wegen familiären Feierlichkeiten – für den Klassiker gegen den USV TU Dresden II nicht zur Verfügung. Erstmals seit 2010 musste das Dübener Team somit ohne Jens Andrä UND Daniel Lange auskommen. Die Universitätssportler zeigten sich mit fast komplett neuem Personal im Vergleich zu den Vorjahren. Lediglich Hauptangreifer Jens Kalisch und Karsten Zander waren aus der „alten Garde" noch übrig. Ansonsten sind die Landeshauptstädter stark verjüngt und haben mit Benjamin Hoffmann, kam von Drittliga-Absteiger VSV Oelsnitz, einen variablen und schnellen Ballverteiler in ihren Reihen. Der USV spielte vom ersten Punkt an erfrischenden Volleyball, griffig, entschlossen, kampfstark sowie – das ist wohl Naturgesetz – emotional. Die Gastgeber spielten gut mit, trugen ihren Teil zu einem attraktiven Spiel bei. Es fehlte letztendlich schlichtweg an einem konstant verlässlichen Angreifer, einem Brecher. Die Niederlage geht also in Ordnung – vielleicht etwas zu deutlich. Dresden war schlichtweg besser, kann in dieser Verfassung jeden schlagen, was ab sofort ja auch ganz dufte wäre...

Für Haacks Holzbuben geht es am 16. Februar beim Aufsteiger und Tabellenachten SV Motor Mickten weiter. Bleibt noch gute Besserung zu wünschen: Zum einen an den Chemnitzer Tom Gäbler, der sich bei einem Block am Sprunggelenk verletzte, zum anderen an Bad Dübens Lukas Ohrisch. Der 20-Jährige wurde beim Blocken unglücklich am Daumen getroffen, musste mit Verdacht auf Kapselriss ausgewechselt werden. Mittlerweile gab es leichte Entwarnung: Es handelt sich wohl „nur" um eine Stauchung des Daumengelenks.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Lukas Händler, Florian Schreiber, Jens Andrä, Constantin Schneider, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart, Tim Bomsdorf und Lukas Ohrisch