„Volldampf mit Hackepeter“

by Phillipp

Colditz/Torgau. Die Bezirksliga-Männer der Bad Dübener Volleyballer haben sich im zweiten Jahr hintereinander sowie zum dritten Mal in den letzten vier Saisons für das Final Four des Bezirkspokals qualifiziert. Das Glück verließ dann am Sonntag jedoch die Kreisklasse-Damen, die sich geschlagen geben mussten.

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               1:3 (18, -16, -24, -18) 91 min.

VV DJK Colditz II – SV Bad Düben II                0:3 (-14, -12, -12) 55 min.

Die einstündige Reise ins verschneite Colditz am Samstagmorgen hat sich für die Bezirksliga-Männer um Spielertrainer Kevin Phillipp gelohnt. Trotz einigen Ausfällen, darunter die beiden Zuspieler Stefan Nordt und Tobias Stadler sowie Außenangreifer Martin Zeidler, sollte das Ticket zum Bezirkspokal-Final-Four gelöst werden. Das haben die verbliebenen Kurstädter mit Bravour geschafft.

Im ersten Spiel des Tages flogen die ebenfalls ersatzgeschwächten Bezirksliga-Spitzenreiter vom GSVE Delitzsch III in 50 Minuten über den gastgebenden Kreisligisten VV DJK Colditz II (25:12, 25:13, 25:15). Gestärkt mit leckeren Hackepeter-Brötchen stand im Anschluss das Duell der beiden Favoriten an. Delitzsch ohne Zuspieler Ronny Künzel, Mittelblocker Tim Zscheyge und Außenangreifer Stefan Küster, dafür immer noch mit einer beachtlichen Truppe auf der Platte, gegen die wohl älteste Bad Dübener Mannschaft seit vielen Jahren. Phillipp, mit 28 Lenzen zeitweise der jüngste auf dem Feld, übernahm den Part des Regisseurs. Herauskam ein Spiel auf starkem Bezirks-Niveau. Krachende Angriffe, dunkle Blöcke und eine gummiwandartige Feldabwehr waren die Zutaten für den attraktiven Anschauungsunterricht. Nach dem ersten gewonnenen Durchgang waren Christian Wolffs Männer vom Lober sicher im Final Four, wollten das prestigeträchtige Kreisduell jedoch trotzdem für sich verbuchen – das war deutlich zu spüren. Beide Teams schaukelten sich emotional hoch und schenkten sich nichts. Bad Düben lief jeweils bis zur Mitte des Satzes knapp hinterher, um dann eindrucksvoll zum Endspurt anzusetzen. Großer Sport mit einem Altersdurchschnitt von 36,7 am Ende!

Das abschließende Match gegen Colditz wurde lediglich Formsache. Die wacker kämpfenden Hausherren waren vollkommen überfordert und meilenweit entfernt von einem Satzgewinn. Eine Überraschung blieb aus, der Zwei-Klassen-Unterschied war einfach zu deutlich. Glücklicherweise sind alle gesund geblieben, trotz mutwilligem Übertreten des gegnerischen Hauptangreifers. So nicht, Freundchen!

Das Final Four wird am 18. Mai (!) ausgetragen. Gegner im Halbfinale ist Ligakonkurrent Krostitzer SV II, der sich parallel überraschend klar dem Stadtligisten Turbine Leipzig II geschlagen geben musste. Die erfahrenen „Turbinen“ bekommen es dann mit dem GSVE III zu tun. Nächster Gegner in der Liga? Richtig, zweimal die Krostitzer, die am 2. und 9. März jeweils Heimrecht genießen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, André Reichenbach, René Hellwig, Stefan Dieter Deinert, Martin Hönemann, Andreas Güttner und Michael Bock

SV Roland Belgern – SV Bad Düben II              2:0

SV Bad Düben II – SSV 1952 Torgau                0:2

Es hat erneut nicht sollen sein. Die Kreisklasse-Mädels der zweiten Mannschaft verlieren ihre beiden Spiele gegen den SV Roland Belgern sowie den SSV 1952 Torgau mit 0:2. Dabei war durchaus mehr drin für das Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs. Wilhelmine Stollberg übernahm den Part der abwesenden Jaqueline Volkmann als Zuspielerin. Die Aufregung war aus diesem Grund deutlich zu spüren.

Am 17. März geht es in Eilenburg weiter mit den Spielen gegen den FSV Eilenburg und den GSVE Delitzsch III.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Helena Hofmann, Anna Vogelweider, Katharina Sagmeister, Johanna Witzke, Fina Kähmke, Wilhelmine Stollberg, Kim Schönberger und Josephine Sieg

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III        1:2

SV Bad Düben III – FSV Eilenburg     0:2

Auch beim amtierenden Kreismeister war an diesem Tag irgendwie der Wurm drin. Gegen die LSG Löbnitz reichte es für die erfahrenen Damen der dritten Riege noch zu einem Tiebreakerfolg. Im Spitzenspiel gegen den FSV Eilenburg setzte es dann jedoch eine deutlich 0:2-Pleite. Die Möglichkeit, gegenüber der Konkurrenz weiter Boden gut zu machen, besteht am 3. März. An diesem Nachholespieltag geht es am Delitzscher Ehrenberg-Gymnasium gegen den GSVE Delitzsch III und den SSV 1952 Torgau.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Daniela Sieg, Victoria Wieland, Jana Schlaak, Susanne Petersohn, Marion Lange und Simone Piatyschek