„Einfach perfekt gelaufen“

by Phillipp

Bad Düben/Dresden/Leipzig. Besser hätte das zurückliegende Wochenende für die Bad Dübener nicht laufen können. Die Kreisklasse-Mädels bezwingen die LSG Löbnitz mit 3:2 im Kreispokal-Viertelfinale, unsere Sachsenliga-Holzbuben fahren einen wichtigen Sieg ein und auch die Bezirksklasse-Damen können ihre Pflichtaufgabe lösen.

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz                          3:2 (15, -14, -11, 15, 10) 120 min.

Das absolute Highlight des Wochenendes lieferten bereits am Freitagabend die Mädels der zweiten Mannschaft. Nach zwei Stunden Kampf kegelten Kapitänin Helena Hofmann und Co. die LSG Löbnitz überraschend aus dem Kreispokal. Chancen durfte sich das Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs durchaus ausrechnen. Dass es am Ende zu diesem hart umkämpften Fünf-Satz-Erfolg kommt, war dann allerdings doch etwas unerwartet.

Dabei war der Sieg vollkommen verdient. Mit hoher Einsatzbereitschaft, guter Bewegung und der nötigen Geduld in der Offensive spielten die Kurstädterinnen die Gäste im ersten Durchgang förmlich an die Wand. Mit dem ersten Seitenwechsel übernahmen die erfahreneren LSG-Spielerinnen das Heft in die Hand, zogen mit zwei deutlichen Satzerfolgen vorbei. Im Ligabetrieb wäre das Duell beendet gewesen. Der Pokalmodus macht‘s möglich, die Hoffnungen waren noch nicht begraben.

Die jungen Bad Dübenerinnen zeigten Moral, pushten sich gegenseitig und machten den vielumjubelten Einzug ins Halbfinale klar. Dort wartet entweder Kreisklasse-Spitzenreiter FSV Eilenburg oder Titelverteidiger SV Roland Belgern, die am 11. März aufeinander treffen. Aber hey, der Pokal und seine eigenen Gesetze. In der Liga geht es am 17. März weiter: in Eilenburg gegen den FSV und den GSVE Delitzsch III.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Helena Hofmann, Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Johanna Witzke, Jaqueline Volkmann, Katharina Sagmeister, Wilhelmine Stollberg, Josephine Sieg, Kim Schönberger und Fina Kähmke

SV Motor Mickten – SV Bad Düben             0:3 (-22, -26, -22) 80 min.

Den ersten Lacher hatten die Gäste aus der Heide bereits vor dem ersten gespielten Punkt sicher. Zuspieler Frank Baumgarten verfolgte die Partie mit Männerschnupfen vor dem heimischen Live-Ticker. Bedeutet: Florian Schreiber übernahm erneut ersatzweise den Part des Regisseurs. Zusätzlich kam Kevin Phillipp aus der Bezirksliga-Reserve als Backup mit nach Dresden. Um es vorweg zu nehmen: Phillipps einziger konstruktiver Beitrag an diesem Tag blieb das entscheidende 1:0 im Erwärmungs-Kick für die junge Garde. Nun zum Kuriosum: Dem Zuspiel-Roulette nicht genug, vertauschte Spielertrainer Thomas Haack auf dem Aufstellungszettel noch die Nummern. Plötzlich fand sich Sascha Baumgart auf Position 1 wieder. Das Zuspiel beim ersten Ballwechsel übernahm obendrein noch Jens Andrä. Warum einfach,...

Die Begegnung ist schnell zusammengefasst: Mickten hatte wenig zu verlieren, spielte daher trotz fünf Sätzen in den Beinen ganz stark auf. Auch weil Bad Düben stets bis zur Chrunchtime oft zu unentschlossen agierte. MoMi-Kapitän Bastian Deutschmann, der in der vorherigen Begegnung sowie beim Einschlagen noch eindrucksvoll die Murmel malträtierte, fand gegen den Dübener Block gar kein Mittel, dafür bekamen die Holzbuben Außenangreifer Jakob Nahr selten in den griff. Die „Motoren“ führten in jedem Satz mit ein bis zwei Punkten. In der Endphase zogen die Kurstädter jedoch kurz und gnadenlos an. Haack wechselte zudem munter durch, schickte nacheinander David Wächter, sich selbst und Diagonal-Waffe Daniel Lange auf die Bank. Mickten machte nur acht Zähler weniger, gab dafür aber auch drei Sätze mehr ab. Symptomatisch für das Spiel war wohl der letzte Ball im zweiten Durchgang. In einer Schlussphase, geprägt von ständigen Führungswechseln, spielt Schreiber bei eigenem Satzball einen Notpass auf Jens Andrä auf Position 5. Dieser springt (und sauber) kurz vor der 3-Meter-Linie ab. Mickten lässt Block und Feldverteidigung einfach weg, wodurch der Ball ungehindert bei fünf Metern einklatschen konnte. Da half auch alles Monieren nicht. MoMi orientierte sich wohl an der falschen Linie – auf Längsfeld wäre das vielleicht nicht passiert...

Das Spitzen-Trio ist auf die Zielgerade eingebogen. Bad Düben spurtet mit 30 Zählern vornweg. Der TSV Leipzig 76 ließ daheim gegen die SSV St. Egidien einen Zähler liegen, ist jetzt bei 25. Dahinter lauert der VC Zschopau II mit 24 Punkte. Alle drei haben noch vier Matches vor der Brust. Am 10. März kommen Zschopau und Kreuzschule Dresden nach Nordsachsen.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Sascha Baumgart, Florian Schreiber, David Wächter, Lukas Händler, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Tim Bomsdorf, Constantin Schneider und Kevin Phillipp

L.E. Volleys V (SSR) – SV Bad Düben                1:3 (-8, -19, 21, -14) 94 min.

Trainerin Susanne Windisch musste im Leipziger Stadtteil Eutritzsch gleich auf fünf Akteurinnen verzichten. Da Kapitänin Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Sandra Grundmann, Luisa Beutelrock und Barbara Schneider berufs-, verletzungs- und urlaubsbedingt sowie aus höchst erfreulichen Gründen passen mussten, wurde mit Helena Hofmann aus der zweiten Mannschaft eine Jugendspielerin nominiert, um wenigstens spielfähig zu sein. Libera Carmen Drefs zog sich zudem das normale Trikot über. 6 plus 1 war dann doch zu riskant.

Lediglich im dritten Akt verloren die Muldestädterinnen etwas den Faden gegen die Nachwuchtalente der L.E. Volleys V. Ansonsten fuhren die Windisch-Damen souverän ihren achten Saisonsieg im zwölften Spiel ein. Damit klettert der SVBD wieder zurück auf Aufstiegsrang zwei. Der BBV Wurzen folgt mit zwei Punkten weniger, aber auch zwei Spielen mehr dahinter. Weiter geht es am 2. März beim SV Stahl Brandis. Unter Umständen ist bis dahin auch der Captain wieder an Bord.

Für den SV Bad Düben spielten: Sara Vogelweider, Carmen Drefs, Maria Krafczyk, Caroline Monien-Lange, Sina Franke, Julia Tröbs und Helena Hofmann