„Herren raus aus dem Titelrennen“

by Phillipp

Brandis/Eilenburg. Am vergangenen Wochenende waren drei Bad Dübener Volleyball-Teams im Einsatz. Während die Ausbeute sowohl bei den Bezirksliga-Männern als auch bei den Kreisklasse-Mädels sehr überschaubar ausfiel, punkteten die Kreisklasse-Damen in vollem Maße und blieben damit oben dran.

SV Stahl Brandis – SV Bad Düben II                3:0 (16, 18, 22) 65 min.

Rückblick zur Vorsaison: Die Bad Dübener Bezirksliga-Reserve kämpft nach dem Aufstieg in der Hinrunde vor allem mit sich selbst und der fehlenden Erfahrung. Das junge Team hat beim 3:1-Heimsieg gegen den späteren Bezirksmeister ein Erweckungserlebnis, spielt daraufhin die zweitbeste Rückrunde aller Teams und landet mit einigen erfolgreichen Kraftakten gegen Saisonende doch noch in der sicheren Zone.

In der aktuellen Spielzeit verläuft alles irgendwie andersherum. Mit Tim Bomsdorf, Lukas Händler (beide zur Sachsenliga-Mannschaft), Pierre Renner (endgültige Transformation zur Maschine) und Daniil Gorr (GSVE Delitzsch II) verließen vier Talente das Team, welches mit erfahrenen Haudegen wie André Reichenbach, René Hellwig, Michael Bock und später noch Andreas Güttner aufgemotzt wurde. Heraus sprang eine nahezu tadellose Hinrunde ohne jegliche Saisonvorbereitung. Lediglich gegen Ligafavorit GSVE Delitzsch III (0:3) und den aktuellen Tabellenführer aus Brandis (2:3) reichte es nicht für einen Sieg. Das Jahr 2019 ist bislang ein einziger Griff in die Tonne. Dies deutete sich beim schläfrigen Auftritt in Markkleeberg (3:2) an. Die knappe 2:3-Pleite gegen die L.E. Volleys IV (SSR) konnte sich noch sehen lassen. Es folgten eine 3:2-Qual gegen den Krostitzer SV II, eine Woche später eine blamable 0:3-Klatsche bei selbigem Gegner und nun ein chancenloses Unterfangen in Brandis.

Wobei chancenlos? Nicht ganz. Nachdem der SV Stahl die Kurstädter zwei Durchgänge lang an die Wand spielte, stellte der SVBD um. Für die unglücklich agierenden Martins Zeidler und Hönemann rückte Güttner auf Außen und Hellwig kam auf die Mitte. Es entwickelte sich nun ein sehenswertes, weil auch spannendes Bezirksligaduell. Das bessere Ende hatten dann die entschlosseneren Hausherren, die damit nun ordentlich Druck auf Delitzsch ausübten.

Bad Düben verabschiedet sich damit endgültig aus dem Titelrennen. Direkt nach dem Match gab es eine kurze, konstruktive Aussprache. Das inoffizielle Saisonziel von Spielertrainer Kevin Phillipp – Platz drei – soll nun mit aller Macht erreicht werden. Schließlich sitzt Turbine Leipzig mittlerweile direkt im Nacken. Am 6. April kommt es dazu zum direkten Duell in der Kurstadt. Außerdem sind dann die Knaben des GSVE Delitzsch IV (SSR) zu Gast, bevor es zum Saisonfinale am 13. April zum GSVE III geht.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, Kevin Phillipp, Andreas Güttner, Martin Hönemann, Tobias Stadler und René Hellwig

FSV Eilenburg – SV Bad Düben II                     2:0 (16, 13)

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch III              0:2 (-20, -18)

Nichts zu holen gab es am Sonntag auch für die Kreisklasse-Mädels der Trainierinnen Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs. In Eilenburg ging es erst gegen den gastgebenden Tabellenführer vom FSV Eilenburg. Nach ordentlichem erstem Durchgang, ging Satz zwei dann doch zu deutlich weg. Gegen das junge Team vom GSVE Delitzsch III sah es schon spannenden aus. Zu einem Satzerfolg reichte es jedoch auch hier nicht.

Die Muldestädterinnen bleiben mit zwei Siegen aus 14 Partien weiter Tabellenvorletzter. Am 31. März steht der vorletzte Spieltag an. Dann geht es gegen den GSVE Delitzsch II und die eigene dritte Mannschaft.

Für den SV Bad Düben II spielten: ....

 

FSV Eilenburg II – SV Bad Düben III               0:2 (-18, -10)

SV Roland Belgern – SV Bad Düben III           1:2 (-14, 22, -13)

Die dritte Garde um Hauptangreiferin Kati Poschmann ist wieder zurück in der Spur. Mit zwei Siegen gegen die jungen Eilenburgerinnen und die Rolandstädterinnen aus Belgern halten sie den Abstand auf Spitzenreiter FSV Eilenburg gleich bei vier Punkten. Auch ohne Kapitänin Andrea Schulz hatte der SVBD keinerlei Probleme in der ersten Partie. Gegner Belgern wurde es da schon weitaus umkämpfter. Im Tiebreak zeigten die Bad Dübenerinnen jedoch die stärkeren Nerven.

Auch wenn der Klassenprimus wohl nicht mehr einzuholen ist: Es läuft alles auf eine tolle Saison hinaus. Die Kreismeisterschaft aus dem vergangenen Jahr könnte diesmal durchaus versilbert werden. Am 31. März geht es weiter – logischerweise gegen die eigene zweite Mannschaft und den GSVE Delitzsch II.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kati Poschmann, Jana Schlaak, Victoria Wieland, Maria Burkhardt, Simone Piatyschek, Anja Börner, Susanne Petersohn und Daniela Sieg