„Der letzte Punkt ist wohl der schwerste“

by Phillipp

Leipzig/Delitzsch. Die Sachsenliga-Holzbuben des SV Bad Düben mussten sich im Spitzenspiel beim Verfolger deutlich geschlagen geben. Die Entscheidung in der Meisterschaft wurde damit auf den letzten Spieltag am 13. April vertagt. Die Kreisklasse-Damen sind dagegen plötzlich wieder mitten im Titelrennen.

TSV Leipzig 76 – SV Bad Düben         3:0 (20, 16, 19) 75 min.

Spielertrainer Thomas Haack konnte beim Showdown in Grünau aus dem Vollen schöpfen. Zum ersten Mal in dieser Saison waren alle Kräfte an Bord. Eigentlich gute Voraussetzungen also, um den Sack endgültig zuzumachen. Es sollte jedoch völlig anders kommen. Wer die letzte Saison noch im Kopf hat, dürfte von einem schrecklichen Deja-vu heimgesucht worden sein. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr verspielten die Kurstädter schließlich mit einem desaströsen Auftritt beim TSV Leipzig 76 die Meisterschaft. Ganz so dramatisch war es diesmal nicht. Man hat schließlich weiterhin alles in der eigenen Hand, die beiden Leistungen allerdings glichen einander frappierend.

Von den ersten Ballwechseln des Spiels an war zu spüren, dass die Einstellung an diesem Tag nicht reichen sollte. Zu vorsichtig, zu unentschlossen, zu fest im Kopf präsentierte sich der Tabellenführer. Vielleicht hat der eine oder andere im Vorfeld auch zu sehr auf Schützenhilfe der Kreuzschüler gehofft. Bereits im ersten Spiel des Tages war jedoch deutlich, dass die Gastgeber noch einmal alles reinhauen wollen. Das Team von Trainer Thomas Patze war willig, hoch motiviert und spielte einen ganz starken Ball. Das setzte sich in der zweiten Partie fort. Bad Düben agierte vogelwild im Block-Abwehr-Verhalten, hüftsteif im Stellungsspiel und glücklos im Angriff. Hauptangreifer Jens Andrä, der sich seit Wochen mit Sprunggelenksbeschwerden durchschleppt, erlebte einen rabenschwarzen Tag und auch Zuspieler Frank Baumgarten bekam keinen Fuß auf die Platte. Auf der Gegenseite setzte Goldhändchen Florian Rappl seine Angreifer Benjamin Rost und Philipp Saß immer wieder gewinnbringend ein. Glückwunsch an den TSV. Das war richtig stark.

Zwei Wochen bleiben nun Zeit zum Abhaken, Durchschnaufen und Motivation tanken. Ins Mannschaftsgefüge wurde am selbigen Abend noch kräftig investiert: Gesellige Runde durch Leipzig. Die Letzten haben teilweise gegen 8 Uhr die tagesaktuellen Zeitungen mitgebracht. Am 13. April kommt der Deckel auf die Saison. Der SVBD hat trotz der vierten Saisonniederlage noch drei Zähler Vorsprung auf Leipzig, das beim Tabellenvorletzten Motor Mickten gastiert. Bad Düben ist zu Besuch beim Schlusslicht SSV St. Egidien. Leipzig braucht drei Punkte und wäre bei einer weiteren Dübener Nullnummer Sachsenmeister. Das gilt es zu verhindern. Egal wie.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Jens Andrä, Lukas Händler, Henry Ungelenk, Constantin Schneider, Florian Schreiber, Sascha Baumgart und Tim Bomsdorf

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch II               2:0 (22, 25)

SV Bad Düben III – SV Bad Düben II                2:0 (19, 15)

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben II                2:0 (19, 11)

Die Kreisklasse-Damen der dritten Mannschaft sind mit den jüngsten 2:0-Siegen gegen den GSVE Delitzsch II und die eigene zweite Garde plötzlich wieder mitten im Titelrennen. Da der SSV 1952 Torgau zum zweiten Mal in dieser Saison nicht antreten konnte, wurden die Elbstädterinnen aus dem Spielbetrieb disqualifiziert. Sämtliche Begegnungen wurden also annulliert und mit 2:0 für den jeweiligen Gegner gewertet. Unverhofft sind die Kurstädterinnen damit vor dem letzten Spieltag punktgleich mit Spitzenreiter FSV Eilenburg auf Rang zwei.

Am 14. April geht es in Eilenburg gegen den SV Roland Belgern und die starken Talente des GSVE Delitzsch III. Eilenburg muss gegen die vereinseigene Reserve und den GSVE Delitzsch II antreten. Aufgrund des engen Satzverhältnisses könnten sogar noch die kleinen Punkte entscheiden.

Die Dübener Mädels vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs spielten phasenweise stark mit, belohnten sich jedoch abermals nicht mit einem Satzgewinn. Für sie geht es am letzten Spieltag nur gegen den FSV 02 Thallwitz. Die Partie gegen Torgau fällt aus erwähnten Gründen flach.

Außerdem stehen noch die Kreispokal-Halbfinals an: Am kommenden Donnerstag (04.04.) empfängt der SV Bad Düben III ab 20 Uhr Thallwitz in der Oberschulhalle. Einen Tag nach Saisonende, also am 15. April gastiert die zweite Mannschaft beim Ligaprimus in Eilenburg.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Maria Burkhardt, Anja Börner, Kati Poschmann, Simone Piatyschek, Susanne Petersohn, Annett Stänicke, Daniela Sieg und Marion Lange

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Helena Hoffmann, Jaqueline Volkmann, Anna Vogelweider, Wilhelmine Stollberg, Fina Kähmke, Jessica Lenz, Katharina Sagmeister, Josephine Sieg, Anh Thu Fechner, Johanna Witzke und Kim Schönberger