„Wochenende der Entscheidungen“

by Phillipp

Glauchau/Delitzsch/Markkleeberg/Eilenburg. Am kommenden Wochenende sind ausnahmslos alle Punktspielmannschaften der Bad Dübener Volleyballer im Einsatz – und dabei geht es so richtig um die Wurst. Die Sachsenliga-Holzbuben wollen beim feststehenden Absteiger die Meisterschaft endlich klarmachen. Die Bezirksliga-Männer wollen den Titelfavoriten aus Delitzsch noch einmal ärgern. Die Bezirksklasse-Damen können beim Mitkonkurrenten einen Riesenschritt machen. Und in der Kreisklasse wollen die Mädels noch ein abschließendes Erfolgserlebnis und die Damen könnten unter Umständen sogar ihren Titel verteidigen.

SSV St. Egidien – SV Bad Düben                      Sa., 13.04., 14 Uhr, SH am Krankenhaus Glauchau

Eine Patrone steckt noch in der Holzbuben-Kanone. Trifft diese ihr Ziel oder verirrt sich hier abermals ein Blindgänger? Das ist die große Frage, die sich am Samstag stellt. Der SV Bad Düben hat bereits zwei von drei Matchbällen vergeben, will den letzten nun endgültig nutzen. Das Gute: Die Kurstädter von Spielertrainer Thomas Haack haben weiterhin die besten Karten, stehen drei Punkte vor Verfolger TSV Leipzig 76 da. Mit einem Pünktchen, also zwei gewonnenen Sätzen, beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht von der Spiel- und Sportvereinigung (SSV) St. Egidien ist alles geritzt, die zweite Sachsenmeisterschaft nach 2015 in Sack und Tüten. Geht das Match in der Sporthalle am Glauchauer Virchow-Klinikum (Virchowstraße 18) mit 0:3 oder 1:3 in die Binsen, folgt der bange Blick auf den Micktener Live-Ticker inklusive motorisierter Schützenhilfe. Denn dann müsste „MoMi“ mindestens zwei Sätze gegen Leipzig holen.

Bei so viel Rechnerei kann einem schon schwindlig werden, daher ein Mut machender Blick zurück. Am 25. April 2015 reisten die Dübener mit dem „Regio in die Regio“. Mit einem Punkt Vorsprung auf die Hammertruppe vom Dresdner SC 1898 ging es am letzten Spieltag nach Hoyerswerda. Die Blau-Weißen Volleyballfreunde verabschiedeten sich in der ersten Partie des Tages aus der Sachsenliga. Gleichzeitig stolperte der DSC an der Elbe über die jungen VCD-Talente. Da dem Buschfunk annodazumal noch nicht zu trauen war, fegten die Nordsachsen über „Hoywoy“ und sicherten sich den Titel. Rückblende Teil 2: Im Vorjahr reiste der Krostitzer SV mit zwei Punkten Vorsprung zu den bereits abgestiegenen VF Blau-Weiß Hoyerswerda und ließ sich dort die Butter nicht vom Brot nehmen – zum Leidwesen der kurz vorher gestrauchelten Haack-Männer.

Alles in allem: Alle guten Dinge sind drei! Auch weil hochverdient nach zwei extrem beeindruckenden Spielzeiten! Holt euch das Ding! Feuer HOLZ!

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II              Sa., 13.04., 16 Uhr, SH Grundschule-Ost

Bronze vor einer Woche eingetütet – rien ne va plus, nichts geht mehr! Unter gewissen Umständen könnte das Team um Spielertrainer Kevin Phillipp jedoch noch zum Partycrasher mutieren. Der Tabellenführer vom GSVE Delitzsch III ist seit Saisonbeginn nicht nur der große Favorit, sondern auch fest entschlossen, erstmals in die Sachsenklasse aufzusteigen. Eine Liga nach oben verlässt man immerhin am liebsten als Meister und nicht, da andere verzichten.

Wie man‘s dreht: Delitzsch braucht noch drei Punkte, um auf Nummer sicher zu gehen. Bei drei Zählern werden die Rechenschieber rausgeholt, da dem zweitplatzierten SV Stahl Brandis gegen den zurückgezogenen SV Sachsen Delitzsch 1994 mit Sicherheit noch drei Punkte verbucht werden und dann Gleichstand herrscht. Die Möglichkeiten, noch einzugreifen, hängen also auch ein bisschen vom Auftritt der L.E. Volleys IV (SSR) ab, die sich im ersten Spiel beweisen. Gehen Jens Linkerhands Knaben im Lober baden, dürfte GSVE-Coach Ronny Künzel seine Reservisten bringen und der Rest widmet sich dem einen oder anderen erfrischenden Getränk.

Gespielt wird in der Sporthalle der Delitzscher Grundschule-Ost (Friedrich-Engels-Straße). Auf Dübener Seite wird Stammzuspieler Stefan Nordt fehlen, der im Urlaub weilt.

TSG Markkleeberg 1903 V – SV Bad Düben                  Sa., 13.04., 14 Uhr, SH Rudolf-Hildebrand-Schule

Spitzentreffen im Leipziger Süden: Mit der TSG Markkleeberg 1903 V (4.), dem SV Bad Düben (2.) und dem BBV Wurzen (3.) tummeln sich gleich drei der vier engeren Kandidaten um den zweiten Aufstiegsplatz am Samstag in der Sporthalle der Markkleeberger Rudolf-Hildebrand-Schule (Mehringstraße 6). Die Kurstädterinnen von Trainerin Susanne Windisch haben mit 29 Punkten aus 15 Partien aktuell die Nase vorn. Dahinter lauern die Wurzenerinnen mir einem Punkte weniger, dafür einem Spiel mehr auf der Uhr. Markkleeberg sowie der SV Sachsen Delitzsch 1994 haben nach jeweils 15 Spielen 25 Zähler gesammelt.

Eine lange und als Aufsteiger vor allem überaus erfolgreiche Spielzeit geht für den SVBD langsam zu Ende. Da gilt es, noch einmal alle Kräfte zu bündeln. Mit einem ähnlich deutlichen Sieg wie im Hinspiel (3:1) hätten sich die Spielerinnen um Kapitänin Sophia Schaffernicht zumindest einen Kontrahenten vom Hals gehalten. Anpfiff ist 14 Uhr.

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz                So., 14.04., 9 Uhr, Belian-SH Eilenburg

Da der SSV 1952 Torgau aus dem Spielbetrieb genommen wurde, steht für die Kreisklasse-Mädels am letzten Spieltag lediglich die Begegnung mit dem drittplatzierten FSV 02 Thallwitz auf dem Programm, die wiederum sicherlich ihren Podiumsplatz bestätigen wollen. Durch die beiden Punkte, die es gegen Torgau frei Haus gibt, gibt das Team um Kapitänin Helena Hoffmann die rote Laterne an den FSV Eilenburg II ab, sollten die Papierstädterinnen ihre beiden Spiele gegen die eigene „Erste“ und den GSVE Delitzsch II verlieren.

Im Hinspiel ergatterte die vor der Saison noch einmal verjüngte Truppe 20 bzw. 17 Punkte. Vielleicht ist diese Leistung gegen eines der Top-Teams der Kreisklasse ja sogar noch zu toppen!? Gespielt wird in der Eilenburger Belian-Sporthalle (Belianstraße) gegen 9 Uhr.

SV Roland Belgern – SV Bad Düben III           So., 14.04., 9 Uhr, Belian-SH Eilenburg

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch III            So., 14.04., 11 Uhr, Belian-SH Eilenburg

Die Kreisklasse-Damen der dritten Mannschaft könnten in Eilenburg ihren Titel aus dem Vorjahr sogar verteidigen. Voraussetzung dazu wären zum einen zwei klare Siege gegen den SV Roland Belgern sowie die immer stärker werdenden Talente des GSVE Delitzsch III und zum anderen müsste Spitzenreiter FSV Eilenburg entweder gegen die eigene zweite Garde oder den GSVE Delitzsch II stolpern. Da die Eilenburgerinnen ebenso die Spiele eins und drei bestreiten, erübrigt sich ein Rüberillern und die volle Konzentration gilt dem eigenen Tun.