„(Sachsen-)Meisterlich“

by Phillipp

SSV St. Egidien – SV Bad Düben 0:3 (-22, -14, -24) 68 min.

Glauchau. Die Sachsenliga-Holzbuben des SV Bad Düben haben sich mit einem 3:0-Auswärtssieg bei der bereits vorher als Absteiger feststehenden SSV St. Egidien zum zweiten Mal nach 2015 zum Sachsenmeister gekrönt. Nach zwei vergebenen Matchbällen holte sich das Team von Spielertrainer und Kapitän Thomas Haack damit den verdienten Lohn für zwei außerordentlich erfolgreiche Spielzeiten mit 26 Siegen in 32 Partien. Und das sind die „Holz Kings":

#1 Sachsenmeister Tim Bomsdorf

Kam vor der Saison aus der eigenen Reserve als Verstärkung für den Außenangriff, reifte in der Vergangenheit als Führungsspieler auf Bezirksebene und war in dieser Spielzeit vor allem als Ergänzungsspieler ein verlässlicher Joker von Coach Haack. Aus echtem Dübener Holz geschnitzt, chronisch verschnupft und mit den besten Ausreden ausgestattet. Weiß nie, wo er steht und war dennoch eine Bank in der Annahme.

#3 Sachsenmeister Constantin Schneider

Liebevoll die „Walz aus der Pfalz" genannt, kommt eigentlich aus dem Taunus, gibt den Quotenwessi. Kassenwart, Getränkewart, lieber kein Torwart. Die wohl größte Nettoabtropfmasse der Liga könnte Karriere als Wrestler machen, ist nun aber Sachsenmeister im Volleyball. Stimmungsgarant, Steakkenner, Angsteinflößer, Blockmaschine. Consti.

#4 Sachsenmeister Jens Andrä

Man mag es kaum glauben: Der allseits bekannte „Heideflummi" ist zum ersten Mal Sachsenmeister. Wechselte mit 18 an den Lober, spielte über ein Jahrzehnt 2. Bundesliga, ein Abenteuerjahr sogar noch eine Etage höher, versuchte in Friedrichshafen vergeblich an die Decke zu baggern und wurde von Georg Grozer überschlagen. Seit drei Jahren wieder im Trikot des Heimatvereins. DER Leader auf dem Feld. Kennt folgendes Geräusch aus Sporthallen im kompletten süddeutschen Raum: „Ooooaaaaarrrrr!"

#5 Sachsenmeister Lukas Ohrisch

Macht es seinem HSV vor, wie das mit dem Aufstieg geht. Quasselstrippe, Modellathlet, weißer Brasilianer, Marathonmann, Pferdenarr. Spielt gefühlt seit zwei Monaten Volleyball, letztes Jahr von der Kreisklasse in den Stamm-Sechser einer Sachsenliga-Top-Mannschaft. Krasse Geschichte, die von Luki-Oh.

#6 Sachsenmeister-Trainer und -Kapitän Thomas Haack

Kehrte vor vier Jahren dem Westen den Rücken, kehrte zurück zum Heimatverein, wurde Spieltrainer, absolvierte kürzlich erfolgreich die Fortbildung zum B-Trainer, führte des SVBD zurück in die Regionalliga. Als Jungvater, als Trainingspendler. Mit Worten. Mit Ausdruck. Mit Leidenschaft. Mit dünnen Beinen.

#7 Sachsenmeister Sascha Baumgart

Würde Hulk rosa T-Shirts tragen, hätte er es sich von diesem Jungen aus Colditz abgeschaut. Ist nebenberuflich als Kleiderschrank tätig, kann zudem ein Go-Kart auf einer Gitarre wenden. Gefährlicher Ergänzungsspieler, da unberechenbar. Verlässlicher Joker, Meistertitel dieses Mal nicht auf Krücken. Sein Freund, der Baum, ist dennoch tot.

#8 Sachsenmeister Florian Schreiber

Ist so wie kein anderer, da er alles mit links macht. Drittes und letztes Nicht-Eigengewächs, nimmermüdes Ausdauerphänomen. Ruhepol auf dem Feld, Stimmungsgranate daneben. Musste immer wieder notgedrungen in den Regiestuhl. Der Film ließ sich dennoch sehen. In den Sonntagsblättern wird stehen: Gut gemacht, mei Gecko!

#10 Sachsenmeister David Wächter

Der Mann für die Drecksarbeit. Hält das Feld hinten sauber, bringt Bälle verlässlich nach vorn, macht am Netz den Deckel drauf. Nach Kreuzbandriss eindrucksvoll zurückgekämpft und nun doppelter Sachsenmeister. Goldwert als Partymaus. Vergisst man ihn, feiert der noch stundenlang weiter. Sorry nochmal...

#11 Sachsenmeister Frank Baumgarten

Glänzte berufsbedingt mehr mit Ab- statt mit Anwesenheit. Musste letztes Spiel vom Krankenbett verfolgen. Strippenzieher, Denker, Garant, Kind der beiden treusten Fans, Rotschopf. Trägt gern krankheitserregende Farbkombinationen und stürzt sich in waghalsige Battles mit #14.

#14 Sachsenmeister Henry Ungelenk

Nimmt die Battles gern an. Gewinnt halt immer. Mittlerweile sogar Haarmodel (kein Scherz), Bollwerk in der Verteidigung und froh, künftig keine zwei Spiele mehr zu haben. Trägt als einziger Birke. Kann alles tragen... Körper eines 71-Jährigen mit der Kraft eines 25-Jährigen. Ergo: Arnold Schwarzenegger mit Fleischmütze.

#17 Sachsenmeister Daniel Lange

Konstanz in Person. Schwer zu stoppen. Tuckernder Traktor. Volles Haar. Muss sich zweimal täglich rasieren. Sympathischster Gegenspieler. Entschuldigt sich immer prompt. Glauchaer Spundwand. Maschine

#19 Sachsenmeister Lukas Händler

2015 als junger Jungspund dabei, 2019 nur noch als Jungspund. Keulenwurf-Vizeweltmeister. Elberadler. Doppel-Sachsenmeister („Tripple is funny, but Double makes the money"). Muss beim Blocken die Arme einziehen, um nicht die Decke zu streicheln. Braucht keine Tattoos, hat ja Kinesio-Tape. A apple a day, keeps the doctor away.