„Glatt wie ein Babypopo“

Post by Phillipp

Dresden/Leipzig. Die beiden noch ungeschlagenen Bad Dübener Volleyball-Teams konnten diesen Status auch nach dem jüngsten Wochenende behalten. Die Sachsenliga-Holzbuben zogen dem amtierenden Meister beherzt drei Zähne. Die Bezirksklasse-Damen wurden ihrer Favoritenrolle bei den „Nordsternen“ gerecht.

USV TU Dresden II – SV Bad Düben              0:3 (-18, -21, -23) 73 min.

Die Holzbuben tanzen weiter ums hölzerne Maskottchen. Mit einer bockstarken Vorstellung beim Titelverteidiger USV TU Dresden II fuhren die Männer um den immer noch verletzten Spielertrainer Thomas Haack ihren saisonübergreifend 13. Punktspielerfolg ein. Damit setzen sich die Kurstädter (27 Punkte) wieder an die Spitzenposition in der freistaatlichen Premiumliga, haben zudem noch ein Spiel weniger absolviert als die Verfolger aus Krostitz (26) und vom USV TU (23). Kleiner Nebeneffekt: Sechs Begegnungen vor Ultimo ist der Klassenerhalt fix...

Dabei bereitete die Personalsituation im Vorfeld schon einiges Kopfzerbrechen: Libero Henry Ungelenk war beruflich verhindert, Coach Haack konnte wie bereits erwähnt auch nicht angreifen. Hauptangreifer Jens Andrä ließ – vermutlich erstmals in seinem Leben – die ganze Woche das Training aus. Mit akutem Männerschnupfen führte der erste Weg in den Auszeiten stets zum Schnäuztuch. Als Backup wurde Kevin Phillipp aus der Bezirksliga-Reserve mit in die Elbstadt genommen. Zusammen mit Sascha Baumgart und David Wächter nahmen somit drei Sachsenmeister von 2015 auf der Bank Platz. Die machten offenbar reichlich Druck auf die beiden Außenangreifer, die sich diesen Status wohl noch erarbeiten wollen. Kapitän Andrä und Florian Schreiber schossen die gegnerische Defensivreihe aus allen Lagen schwindlig. Regisseur Frank Baumgarten machte das Spiel schnell und nahm so die trägen USV-Mittelblocker ein ums andere Mal aus dem Spiel.

Eineinhalb Sätze lang spielte der Heide-Express den Titelverteidiger förmlich an die Wand. Starke Aufschläge und druckvolle Angriffe, versüßt mit einer stabilen Annahme um den gut aufgelegten Aushilfs-Libero André Reichenbach sorgten auch optisch für klare Verhältnisse. Die reifen „Studenten“ fingen nun in gewohnter Form an zu zaudern, um den Rhythmus des Gegners zu brechen. Das trug kurzzeitig auch Früchte, änderte jedoch nichts an der entschlossenen 2:0-Satzführung.

Durchgang drei begann mit einem Fehlstart. Die Hausherren nutzten im Angriff – vor allem über Mitte – nun ihre Chancen und bei den Gästen wackelte die Konzentration. Auszeit, Ruhe rein und dann Attacke – wohl die große Qualität der Truppe in dieser Spielzeit. Mit dem nötigen Selbstbewusstsein im Rücken klemmten sich Andrä und Co. an die Hinterreifen der Dresdner und zogen in der entscheidenden Schlussphase gnadenlos vorbei.

Unter den Augen der 13 anwesenden Spitzenspiel-Zuschauer (darunter neun für den SVBD) gab auch Außenangreifer David Wächter sein – naja – denkwürdiges Comeback: Im zweiten Satz für Constantin Schneider am Aufschlag eingewechselt, platzierte er die Murmel aufgerundet mittig im Netz. Ziemlich genau ein Jahr seit seinem letzten Spiel und ein Kreuzbandriss später überwiegt jedoch die Freude, dass er wieder da ist. Er sei beim Gang an die Grundlinie „übel aufgeregt“ gewesen. Mit knapp 31 Lenzen, davon 16 am hohen Netz – kann man mal sehen.

In zwei Wochen (10.02.) geht es weiter. Beim stark durchreichbedrohten Regionalliga-Absteiger vom TSV Leipzig 76 wartet die nächste knifflige Aufgabe.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Constantin Schneider, André Reichenbach, David Wächter, Sascha Baumgart und Kevin Phillipp

VV Nordstern-Leipzig – SV Bad Düben           0:3 (-19, -14, -13) 68 min.

Noch ein Tick souveräner gestalteten die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch ihr Gastspiel bei den Leipziger „Nordsternen“. In drei flotten Sätzen konnte Saisonsieg Nummer acht in achten Match eingetütet werden. Und das Beste: So langsam ist der Kader wieder auf vollständige Betriebsamkeit gepolt. Mit Barbara Geißler (Achillessehne) und Kapitänin Sara Vogelweider (Knie) kehrten die letzten beiden aus dem Lazarett erstmals wieder auf die Platte zurück.

Genau zum richtigen Zeitpunkt, schließlich steht am kommenden Samstag (03.02.) das Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Lok Engelsdorf III in Bad Düben an. Die Kurstädterinnen sind trotz mangelnder Niederlagen zwar immer noch nur Fünfte, haben nun aber die Chance, kräftig Plätze gut zu machen. Grund sind die deutlich weniger absolvierten Spiele zur Konkurrenz.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Maria Krafczyk, Juliane Heßler, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Carmen Drefs und Barbara Geißler

„Eine Frage des Willens“

Post by Phillipp

Delitzsch. Die Große Kreisstadt Delitzsch war am zurückliegenden Wochenende Schauplatz des Bad Dübener Geschmetters. Die Sachsenliga-Holzbuben bleiben auch nach dem hochdramatischen Derby gegen den Krostitzer SV ungeschlagen, die Bezirksliga-Männer verdatteln auch das Klassiker-Rückspiel beim SV Sachsen und die Kreisklasse-Mädels schlittern erneut knapp am Satzgewinn vorbei.

Krostitzer SV – SV Bad Düben           2:3 (23, 23, -16, -19, -13) 115 min.

Heidewitzka, Herr Kapitän! Man hofft ja sicherlich auf beiden Seiten immer, dass ein Derby das hält, was es verspricht. Man mobilisiert Zuschauer und will dann keinen einseitigen Langweiler anbieten. Was beide nordsächsischen Sachsenliga-Vertreter da am späten Samstagnachmittag aufs ehemalige Delitzscher Erstliga-Parkett gezimmert haben, war à la bonne heure, wie der Japaner sagen würde. Knapp zwei Stunden lang pfefferten sich beide Teams die Bälle um die kampfbereit angelegten Ohren. Die am Ende über 120 Zuschauer sahen atemraubende Ballwechsel, klasse Rettungsaktionen, zwei willige Truppen und das Beste: Volleyball auf ganz hohem Sachsenliga-Niveau.

Spannung pur! In den ersten beiden Durchgängen lieferten sich Krostitz und Bad Düben einen völlig ausgeglichenen Schlagabtausch. Im ersten Satz hat das Team von Trainer André Quasdorf den längeren Atem, im zweiten lange die Mannschaft um den verletzungsbedingt (Knie im Winterurlaub verdreht) nicht mit eingreifenden Spielertrainer Thomas Haack – bis zum 23:20. Dann schritt KSV-Floh Julius Fritsche zur Grundlinie und bog diesen Akt im Alleingang um.

Puh, 0:2 – dachten sich wahrscheinlich auch die Gastgeber! Den Bierdörflern ging fortan etwas die Luft aus, Kapitän Nico Schulz und Co. konnten das hohe Niveau nicht konstant halten, hatten schließlich bereits drei Sahnesätze gegen Aufsteiger St. Egidien in den Knochen. Die Kurstadt-Maschinerie tuckerte dagegen einfach weiter. Immer wieder über außen, immer wieder lange Wege für die gegnerischen Defensive. Jens Andrä, Daniel Lange und die vor allem im Angriff top aufgelegte linke Klebe von Florian Schreiber setzten sich immer wieder durch. Ausgleich, gleichbedeutend mit dem Tiebreak. Krostitz legt vor, Bad Düben mit beeindruckender Feldabwehr nach. 8:3 beim Seitenwechsel, zwischenzeitlich 11:6 und 14:11 lauteten die weitere Stationen. Der letzte Punkt ließ etwas auf sich warten, im dritten Anlauf war die Freude dann aber dementsprechend groß. Beide Teams gratulierten sich zurecht zu einem grandiosen Spiel.

Das war beste Werbung für den wunderbaren Sport in unserer Region. Zum vierten Mal in den letzten fünf Duellen siegte der SVBD mit 3:2. Quasdorfs „Rüpel“ ziehen in der Tabelle mit den vier Zählern vom Heimspieltag dennoch an den weiter ungeschlagenen Holzbuben vorbei. Grund sind zwei mehr absolvierte Spiele. Am kommenden Samstag geht es weiter – beim Vorjahres-Meister USV TU Dresden II. Heidewitzka!

Zusätzliches Bonbon: Nach fast einjähriger Verletzungspause saß David Wächter erstmals wieder auf der Bank  – mit Trikot und im Protokoll stehend wohl gemerkt. Nach seinem Kreuzbandriss nimmt er seit Beginn des Jahres wieder am Training teil und tastet sich nun behutsam ran. Welcome back, Dave!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Constantin Schneider, Daniel Lange, Lukas Ohrisch, Henry Ungelenk, André Reichenbach, Sascha Baumgart und David Wächter

SV Sachsen Delitzsch 1994 – SV Bad Düben II               3:0 (17, 25, 19) 72 min.

Nach dem tollen Jahresstart mit je zwei 3:0-Siegen im Pokal und in der Liga ging das erste Auswärtsspiel der Rückrunde gründlich in die Buchse. Im Vergleich zum Pokal-Duell vor zwei Wochen fand das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp nur selten Zugriff zur Partie. Zuspieler Stefan Nordt sollte es trotz einer Verhärtung in Oberschenkelnähe (keine Angst...) auf der Spielmacher-Position probieren. Dieses Risiko war dann wohl doch zu groß. Tobias Stadler ersetzte Nordt zum zweiten Durchgang. Über enorme Kraftanstrengung gelang es den Gästen, sich eine Führung zu erarbeiten, die letztendlich aber leichtfertig noch aus der Hand gegeben wurde – das war der Knackpunkt.

Der SV Sachsen spielte seelenruhig seinen Stiefel runter, Bad Düben, nun auf die erfolgreiche Pokal-Aufstellung mit Stefan Dieter Deinert in der Mitte umgestellt, scheiterte regelrecht an sich selbst. Ein großer Rückstand konnte zwar zwischenzeitlich noch egalisiert werden. Delitzschs Kapitän Michael Kurze und Co. zogen jedoch kurz vor dem Ende wieder uneinholbar davon.

In der Tabelle tat sich demzufolge nichts. Bad Düben bleibt auf Rang acht. In zwei Wochen (03.02.) steht das nächste wichtige Auswärtsspiel an. In der Hohenprießnitzer Streichholzschachtel kommt es zum prestigeträchtigen Muldederby.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Tobias Stadler, Martin Zeidler, Pierre Renner und Vinzenz Rummel

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben II             2:0 (23, 16)

Die Bad Dübener Kreisklasse-Damen fahren gegen die LSG Löbnitz einen furiosen Sieg ein. Mit 25:0 und 25:0 holen sie ihren dritten Punktspielerfolg und schieben sich damit auf Position acht. Naja fast! Wie man beim Blick auf die Verbands-Seite schön ahnen könnte, traten die Damen aus dem Pferdedorf nicht an – wie übrigens überhaupt nicht mehr. Die LSG hat sich aus der Damen-Kreisklasse zurückgezogen.

Somit bekam es das Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs lediglich mit dem GSVE Delitzsch II zu tun. Wie bereits im Hinspiel sollten sie im ersten Satz knapp am Erfolg scheitern und den zweiten Durchgang etwas deutlicher abgeben. Schade, aber das sollte gleichzeitig auch Mut machen. So weit ist man vom Rest der Konkurrenz offenbar nicht mehr entfernt.

Es folgt eine lange Pause, bevor es am 18. März in Eilenburg gegen die vereinseigene dritte Garde und den FSV 02 Thallwitz geht.

Für den SV Bad Düben II spielten: Vanessa Wutzke, Jacqueline Volkmann, Helena Hofmann, Anna Vogelweider, Johanna Witzke, Katja Vogelweider, Luisa Beutelrock und Josephine Sieg

„Furioser Jahresstart – doppelt ins Final Four“

Post by Phillipp

Leipzig. Die Bad Dübener Volleyballer hatten im Vorfeld bereits geliebäugelt. Am Ende ist es eingetreten: Beide Teams auf Bezirksebene schnappten sich ein Ticket für das Final Four des Pokalwettbewerbs. Während es die Damen äußerst nervenaufreibend gestalteten, wuppten die ersatzgeschwächten jungen Männer sehr entschlossen die kniffligen Aufgaben.

L.E. Volleys IV – SV Bad Düben         2:3 (-23, -21, 17, 17, -10) 127 min.

SV Bad Düben – SV Reudnitz II         1:3 (-7, -11, 22, -21) 91 min.

Die Damen von Trainerin Susanne Windisch mussten lange zittern. Am Ende hatten sich die Strapazen gelohnt. Der 3:2-Sieg über den couragierten Stadtliga-Spitzenreiter L.E. Volleys IV reichte, um den zweiten Platz zu belegen – auch weil sich die zweite Reudnitzer Garde im abschließenden Spiel gegen die Volleys als faire Sportler präsentierten und trotz bereits feststehendem Weiterkommen das Match nicht aus der Hand gaben. Weiterhin darf man sich freuen, dass Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht nach ihrem Bänderriss im Sprunggelenk wieder mit auf der Platte steht. Mit Katja Vogelweider, Vanessa Wutzke und Jacqueline Volkmann vervollständigten auch drei Jugendspielerinnen aus der Kreisklasse das Team.

Im Halbfinale wartet mit Bezirksligist TSV 1862 Schildau ein wahrer Brocken auf die Muldestädterinnen. Parallel spielen dann der SV Stahl Brandis und Titelverteidiger SV Reudnitz II (beide 1. Bezirksklasse) um den Einzug ins Endspiel. Im Ligabetrieb geht es am kommenden Samstag (13.01.) weiter, wenn es in den Leipziger Stadtteil Lindenthal zum Tabellenvorletzten VSG Leipzig Nord II geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Julia Tröbs, Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Maria Krafczyk, Katja Vogelweider, Vanessa Wutzke und Jacqueline Volkmann

Turbine Leipzig II – SV Bad Düben II                                0:3 (-14, -15, -18) 58 min.

SV Bad Düben II – SV Sachsen Delitzsch 1994               3:0 (27, 24, 20) 70 min.

Balsam für die geschundenen Seelen: Während die Truppe von Spielertrainer Kevin Phillipp in der Liga zumindest punktetechnisch noch hinterherläuft, sorgt zum zweiten Mal in dieser Spielzeit der Pokal für willkommene Abwechslung. Auch wenn mit Kapitän Stefan Tiesies, Zuspieler Stefan Nordt, Mittelblocker Vinzenz Rummel, Libero Alexander Becker sowie die Außenangreifer Sirko Lange und Martin Hönemann gleich sechs Spieler fehlten, lief die Maschinerie auf Hochtouren – besonders gegen Dauerrivale Sachsen Delitzsch.

Bei Stadtligist und Gastgeber Turbine Leipzig II fehlten wohl ein paar Akteure. Der Außenseiter präsentierte sich völlig überfordert – leider auch in Sachen Spieltags-Catering – und kam folgerichtig in den beiden ersten Partien unter die Räder. Somit stand das Weiterkommen der Bezirksligisten aus Nordsachsen bereits vor der abschließenden Partie fest. Dennoch wurde sich im Prestigeduell nichts geschenkt. Den Kurstädtern gelang die viel umjubelte Revanche für die herbe Klatsche zuletzt in der Liga. Den Delitzscher Sachsen – bis auf den fehlenden Libero Tobias Knappe in Bestbesetzung – wurde taktisch clever der Zahn gezogen. Tobias Stadler bekleidete dabei komplett die Position des Regisseurs, sodass sich Phillipp – an diesem Tag Stammesältester – im Angriff austoben konnte. Stefan Dieter Deinert rückte auf die vakante Mittelblock-Position und machte dies mehr als ordentlich. Auf Diagonal konnte zudem Pierre Renner und Daniil Gorr überzeugen. Das Gesamtpaket stimmte, die Feldabwehr arbeitete nach Plan, Bälle wurden im „Sachsen-Style“ vom Boden gekratzt und der Block verdient ein ums andere Mal seinen Namen.

Als Viertelfinal-Turniersieger geht es am 5. Mai im Halbfinale gegen Ligakonkurrent SV Reudnitz II. Das andere Entscheidungsspiel ums Finale bestreiten Sachsen Delitzsch und Vorjahresfinalist SV Stahl Brandis. In der Liga geht es bereits am kommenden Samstag (13.01.) in heimischer Halle weiter. Ab 13 Uhr werden die Gäste aus Brandis und Dommitzsch erwartet. Der Rückenwind aus dem Pokal soll möglichst genutzt werden.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Tobias Stadler, Stefan Dieter Deinert, Pierre Renner, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Martin Zeidler und Daniil Gorr

„Back in business“

Post by Phillipp

Bad Düben/Lindenthal. Die aktuellen Temperaturen sind auch einfach zu hoch, als dass man ins neue Jahr schlittern könnte. Die Bad Dübener Volleyball-Teams auf Bezirks-Ebene haben ein lupenreines Wochenende hinter sich. Während sich die Bezirksliga-Männer mit zwei eindrucksvollen Heimsiegen zurückmelden, lösen die Bezirksklasse-Damen ihre Pflichtaufgabe beim Vorletzten mit Bravour.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                                  3:0 (19, 25, 25) 82 min.

SV Bad Düben II – Dommitzscher SV Grün-Weiß          3:0 (23, 15, 19) 71 min.

Was war da denn los? Die komplette Liga und auch der eine oder andere Zuschauer in der Halle dürfte sich die Augen gerieben haben. Im Stile einer Spitzenmannschaft fuhren die jungen Männer vom blendend aufgelegten Spielertrainer Kevin Phillipp mit beeindruckender Konstanz zwei lupenreine Heimsiege ein. Dabei standen die Kurstädter eigentlich mit dem Rücken zur Wand, waren zum Siegen verdammt, um nicht vollends den Anschluss zu verlieren. Nun sind sie wieder ans Mittelfeld rangerobbt. Der Weg ist jedoch noch ein langer.

Trotz einiger Ausfälle (Martin Hönemann, Sirko Lange, Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Alexander Becker und Pierre Renner) konnte Phillipp seinen besten Sechser aufstellen – leider erst zum zweiten Mal in dieser Saison. Zuspieler Stefan Nordt kehrte nach mehrmonatiger Erkrankung wieder zurück auf die Platte und dirigierte das Dübener Spiel mit reichlich Übersicht. Wie bereits in der Vorwoche beim Bezirkspokal präsentierte sich das Heim-Team vor allem in der Defensive auf Top-Niveau. Block und Feldabwehr arbeiteten vorzüglich und machten die gegnerischen Kanoniere spürbar mürbe. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sowohl die Titelverteidiger aus Brandis als auch die mit hohen Ambitionen in die Saison gestarteten Dommitzscher ohne ihren Zuspieler antraten. Nach einer mit ausreichend Pech begleiteten Hinrunde hatte man sich im Dübener Lager wohl etwas Glück verdient.

Das soll jedoch nicht die eigene Leistung schmälern. Wie in der Vorwoche gingen Kapitän Stefan Tiesies und Gefolge selbst in engen Situationen stets konzentriert und kampfwillig in die Ballwechsel. Ein in Eins-gegen-Eins-Situationen unbezwingbarer Stefan Dieter Deinert, ein clever agierender Tim Bomsdorf und der angesprochene Coach, der aus allen Lagen am Netz und krachend von der Grundlinie punktete, sorgten regelmäßig für geordnete Verhältnisse.

Mit den Saisonsiegen drei und vier schiebt sich die Dübener Sachsenliga-Reserve (11 Spiele, 13 Punkte) an den Nachwuchstalenten der L.E. Volleys IV SSR (9 Sp., 11 Pkt.) vorbei auf Rang acht. Kontakt zum rettenden Ufer besteht wieder. Vor dem SVBD parken Brandis (9 Sp. 14 Pkt.), Dommitzsch (11 Sp., 16 Pkt.) sowie Hohenprießnitz und Krostitz II (jeweils 9 Sp., 16 Pkt.). Bereits am kommenden Samstag kann nachgelegt werden. Wo sonst als beim Klassiker schlechthin beim SV Sachsen Delitzsch – die dritte Begegnung innerhalb von sechs Wochen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Tobias Stadler und Martin Zeidler

VSG Leipzig Nord II – SV Bad Düben                0:3 (-16, -6, -8) 57 min.

Nach langer Zeit endlich mal wieder mit voller zehnköpfiger Kapelle traten die Bezirksklasse-Damen um Kapitänin Sara Vogelweider zum einem Punktspiel an. Und sie ließen rein gar nichts anbrennen beim Tabellenvorletzten. In unter einer Stunde wurden die Nordsächsinnen ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Saisonsieg Nummer sieben nach sieben Partien ändert nichts an Tabellenrang vier. Schließlich hat der Rest der Liga deutlich mehr (Liga-)Begegnungen auf dem Buckel und konnte zudem auch parallel punkten. Interessant ist jedoch, dass Mitkonkurrent SV Lok Engelsdorf III in Delitzsch einen überraschenden Punkt liegen ließ.

In der nächsten Woche (27.01.) geht es weiter im Ligabetrieb. Dann laden die Leipziger Nordsterne in die Sporthalle des Heisenberg-Gymnasiums.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Caroline Monien, Sandra Grundmann, Barbara Geißler, Maria Krafczyk und Julia Tröbs

„Rückkehr und Spieljahr versüßen“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch/Belgern. Bis auf die Bad Dübener Bezirksklasse-Volleyballerinnen sind am kommenden Wochenende alle Schmetter-Teams am hohen Netz gefragt. Die Sachsenliga-Holzbuben kehren mit den Heimspielen gegen Zschopau und Hoyerswerda in die Bundespolizei-Sporthalle zurück, die Bezirksliga-Männer wollen mit einem Sieg im Klassiker endgültig zum Mittelfeld aufschließen und die Kreisklasse-Damen müssen am Sonntagmorgen nach Belgern reisen.

SV Bad Düben – VC Zschopau II                                      Sa., 09.12., 14 Uhr, SH Bundespolizei

SV Bad Düben – VF Blau-Weiß Hoyerswerda               Sa., 09.12., 16 Uhr, SH Bundespolizei

Die Sachsenliga-Holzbuben können ein hocherfolgreiches Sportjahr 2017 mit zwei abschließenden Heimsiegen vollenden. Nach der bitteren Doppel-Pleite zu Saisonbeginn, als man stark ersatzgeschwächt die beiden damaligen Kellerkinder SV Chemnitz-Harthau (1:3) und Post SV Dresden (0:3) daheim ziehen lassen und kurzzeitig eher Richtung Sachsenklasse schielen musste, legten die Kurstädter einen beeindruckenden Lauf hin. Einzig der spätere Meister USV TU Dresden II (2:3) konnte Ende Februar noch triumphieren. Seitdem gingen Kapitän Thomas Haack und Gefolge neunmal am Stück als Sieger vom Feld. Diese Serie soll ausgebaut werden. Dazu kommen mit dem VC Zschopau II und den VF Blau-Weiß Hoyerswerda zwei der Lieblingsgegner zum rechten Zeitpunkt. Schließlich verloren die Nordsachsen gegen keines der beiden Teams in den letzten fünf Jahren auch nur eine Ligapartie.

Mit der Rückkehr in die gewohnte Sporthalle der Bundespolizei (Schmiedeberger Straße 60) wird zudem die Rückrunde eingeläutet. Ab 14 Uhr fliegt der erste Ball gegen die Motorradstädter aus dem Erzgebirge. Zschopaus zweite Garde firmierte bis zum Vorjahr noch unter SV Schneeberg. Die jahrelang eingespielte Truppe um 2,12-Meter-Leuchtturm Andreas Riedel wurde von talentierten Perspektivspielern für Drittliga-Team aufgepeppt. Das Hinspiel ging mit 3:0 deutlich an den SVBD. Die Saison stand noch in Kinderschuhen, der neu formierte Gegner war noch nicht eingespielt. Das hat sich mittlerweile geändert, der VCZ rangiert auf Platz vier. Vorsicht ist geboten, auch wenn es sich um gern gesehene Gäste handelt.

Die blau-weißen Volleyballfreunde aus dem Sorbenland haben es in ihrer ersten Saison nach dem viel umjubelten Aufstieg offensichtlich schwer. Null Siege und nur ein mageres Pünktchen zieren die Haben-Seite von VF-Spielertrainer Alexander Philipp und Co. Auch die Rückkehr des starken Hauptangreifers Silvio Panoscha vom brandenburgischen Regionalligisten KSC ASAHI Spremberg brachte nicht den erhofften Erfolg. In der Hinrunde dominierten die Kurstädter unübersehbar, ließen dennoch einen Satz liegen. Den sympathischen Hoyerswerdaern ist der Klassenerhalt zu wünschen. Dennoch sollten sie die nötigen Zähler möglichst woanders holen.

Mit sechs Punkten würde die Haack-Kombo (16 Punkte, 18:6 Sätze) an Spitzenreiter Krostitzer SV (19 Punkte, 21:9 Sätze) vorbeirobben. Die Rüpel aus dem Bierdorf sind beim Regionalliga-Absteiger TSV Leipzig 76 gefragt. Es stellt sich also folgende Frage: Wer erlebt die Feiertage auf dem Thron?

SV Sachsen Delitzsch 1994 – SV Bad Düben II             Sa., 09.12., 16 Uhr, SH Grundschule Ost

Ein Klassiker zum Jahresabschluss! Die Begegnung des SV Sachsen Delitzsch (vormals ESV Delitzsch) gegen den SV Bad Düben II gab es in der jüngeren Vergangenheit sicherlich im zweistelligen Bereich und das geht im Kalenderjahr 2018 auch in Pokal und Meisterschaft so weiter. Daher wird es höchste Zeit, eine Regel zu brechen: Während im Pokal bislang immer die Bad Dübener die Nase vorn hatten, mussten sie sich in der Liga immer dem erfahrenen Team von Trainerfuchs Heinz Bressel geschlagen geben.

Für die Kurstadt-Reserve von Spielertrainer Kevin Phillipp geht es langsam aber sicher darum, mit Schwung in den Punktetopf zu fallen. Der Rest der stets engen Bezirksliga hamstert sich Spieltag für Spieltag in munterer Abwechslung die Siege hinein in die dicken Backen. Mit zwei Siegen aus den letzten drei Partien begann die Saison leider etwas verspätet. „Wir haben den Saisonstart teilweise sehr unglücklich total verpennt und sind jetzt in der Pflicht, wollen wir den Anschluss nicht verlieren“, weiß der Coach. Phillipp muss am Samstag mit Hauptangreifer Tim Bomsdorf (privat), Martin Hönemann (Armbruch) und Zuspieler Stefan Nordt (Erkrankung) auf drei Spieler verzichten. Dennoch sollen möglichst drei Punkte her. „Beide Teams kennen sich in- und auswendig. Da entscheiden kleinere Sachen“, sagt Kapitän Stefan Tiesies.

Die Delitzscher Sachsen verloren in der Vorwoche überraschend deutlich gegen den neuen Tabellenführer SV Reunditz II mit 0:3 (-16, -16, -17). Zur Erinnerung: Gegen Reudnitz feierten die Dübener vor vier Wochen mit 3:1 ihren ersten Sieg – so viel zum Thema Tagesform. Fest steht: Gespielt wird gegen 16 Uhr in der Sporthalle der Delitzscher Grundschule Ost in der Beerendorfer Straße 47 im Anschluss an das SVS-Heimspiel gegen Schlusslicht TSV Leipzig 76 II.

SV Roland Belgern – SV Bad Düben II            So., 10.12., 10 Uhr, Stadthalle Belgern

SG Pristäblich – SV Bad Düben II                     So., 10.12., 11 Uhr, Stadthalle Belgern

Die Kreisklasse-Mädels vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs treffen am kommenden Sonntag (10.12.) auf zwei Teams, mit denen sie durchaus gute Erinnerungen verbinden. In der Vorsaison holten die Muldestädterinnen gegen den gastgebenden SV Roland Belgern ihren ersten Satzgewinn. In dieser Spielzeit klappte es gegen die SG Pristäblich dann auch mit dem ersten Sieg im Punktspielbetrieb. Seitdem wird gewartet – auf Nummer zwei. Die SGP bildet punktgleich mit den Bad Dübenern das Tabellenende, die Rolandstädterinnen sind mit drei Siegen Fünfter. Klingt nach einer guten Chance für Nummer zwei.

Gespielt wird ab ca. 10 Uhr in der Stadthalle Belgern (Mühlberger Straße).

FSV Eilenburg II – SV Bad Düben III               So., 10.12., 9 Uhr, Stadthalle Belgern

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch II              So., 10.12., 11 Uhr, Stadthalle Belgern

Ebenfalls am Sonntag sind die viertplatzierten Kreisklasse-Damen in der Stadthalle Belgern gefragt. Bereits um 9 Uhr startet das Match gegen den siebtplatzierten FSV Eilenburg II. Als drittes Spiel der Dreier-Runde steht dann noch die Begegnung gegen den GSVE Delitzsch II auf dem Programm. Auch gegen Tabellenplatz acht sollten die Damen aus der Heide als Favorit ins Rennen gehen. Mit zwei Siegen könnten Kapitänin Andrea Schulz und Co. durchaus zum Spitzentrio Eilenburg/Torgau/Thallwitz aufschließen.