„Trotz Wackler nicht gestrauchelt“

Post by Phillipp

TSG Markkleeberg 1903 V  – SV Bad Düben 0:3 (-23, -15, -14) 72 min.

Markkleeberg. Die Bezirksklasse-Damen der Bad Dübener Volleyballer haben der vierwöchigen Spielpause in erfolgreicher Manier ein Ende gesetzt. Beim Tabellenschlusslicht der TSG Markkleeberg 1903 V fuhren die stark ersatzgeschwächten Schützlinge von Trainerin Susanne Windisch – mit Libera Carmen Drefs, Diagonalangreiferin Sandra Grundmann, Außenangreiferin Juliane Heßler und Kapitänin Sara Vogelweider fehlten immerhin gleich vier wichtige Akteurinnen – den zehnten Sieg im elften Saisonspiel ein. Unterstützt wurde das Team abermals von Jugendspielerin Vanessa Wutzke aus dem Kreisklasse-Team. Dem knappen ersten Durchgang folgten zwei deutlichere Abschnitte zugunsten der Kurstädterinnen.

Trotz des lupenreinen Spielgewinns rutschte der SVBD (28 Punkte aus 11 Spielen) in der Tabelle auf Rang vier ab. Grund sind die immer noch deutlich weniger absolvierten Begegnungen im Vergleich zur Konkurrenz. An der Spitze thront weiter der SV Lok Engelsdorf III mit 32 Punkten aus 13 Partien vor dem Krostitzer SV mit 32 Zählern aus 14 Matches. Mit einem doppelten 3:0-Erfolg schob sich der SV Liebertwolkwitz (31 Pkt., 14 Sp.) vorbei auf den Bronzerang. Bereits am kommenden Samstag geht es für die Windisch-Damen weiter. In der legendären Sporthalle Czermaks Garten sollen gegen die Nachwuchstalente des SV Lok Engelsdorf IV (SSR) weitere Punkte folgen.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Julia Tröbs, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien und Vanessa Wutzke

„Erfolgreiche Insektenbekämpfung und ein erster Riss“

Post by Phillipp

Hohenprießnitz/Bad Düben/Delitzsch. Ein alles in allem sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyball-Teams. Die Bezirksliga-Männer landen einen immens wichtigen Dreier im Mulde-Derby, die Bezirksklasse-Damen sind nicht mehr ungeschlagen und die Kreisklasse-Damen siegen ohne große Probleme.

SV Hohenprießnitz – SV Bad Düben II             1:3 (-20, 25, -22, -19) 93 min.

Das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp kommt so langsam aber sicher in Fahrt. Mit einem beherzten und völlig verdienten 3:1-Erfolg bei den „Hornets“ aus Hohenprießnitz revanchierten sich die Kurstädter für die bittere 2:3-Hinspielpleite. Das junge Team blendete sämtliche Rahmenbedingungen in starker Manier aus. Schließlich fehlten mit Sirko Lange, Martin Zeidler, Tobias Stadler, Daniil Gorr, Alexander Becker sowie Martin Hönemann gleich sechs Akteure und die ungewohnten beengten Platzverhältnisse hätten durchaus mehr Probleme bereiten können.

Als Schiedsrichter im ersten Spiel der Hornissen gegen die zweite Krostitzer Garde bekamen Phillipps Männer Anschauungsunterricht, wie man im kleinen Muldeort keinesfalls auftreten sollte. Beide Teams ließen Bewegung und Kampfbereitschaft vermissen. „Wir müssen es schaffen, stets wach zu bleiben und uns nicht anzupassen“, forderte der Coach daher im Voraus. Und das klappte. Die Burschen von der anderen Seite der Mulde waren von Beginn an deutlich spiel- und tonangebend im kleinen Hornissennest. Mit gutem Block-Feldabwehr-Verhalten wurde den Hausherren ein ums andere Mal der Zahn gezogen. Vorn sorgten die stark aufgelegten Tim Bomsdorf, Stefan Dieter Deinert und Phillipp selbst für klare Verhältnisse. Ein Sonderlob verdiente sich zudem Mittelblocker Vinzenz Rummel, der drei Tage vor seinem 18. Geburtstag vor allem von der Grundlinie aus ordentlich Druck erzeugte.

Einziger weißer Fleck im Spielprotokoll bleibt jedoch das Finale des zweiten Durchgangs, als Bad Düben trotz Überlegenheit zu oft die falschen Entscheidungen traf. Diese Schockstarre zog bis in die Anfangsphase des dritten Abschnitts hinein, wurde dann jedoch umso eindrucksvoller ausgemerzt.

Mit dem fünften Drei-Punkte-Sieg in dieser Saison ist die Sachsenliga-Reserve endgültig ans Mittelfeld rangerückt (5. Krostitz II 19 Punkte aus 12 Spielen/6. Hohenprießnitz 19 Pkt., 12 Sp.; 7. Dommitzsch 19 Pkt., 14 Sp.; 8. Bad Düben II 16 Pkt., 13 Sp.). Mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen in diesem Jahr ist nicht nur die geheime Marschroute des Trainers erfüllt, sondern man ist tatsächlich das (erfolgreichste) Team der Stunde. Kommt da die anstehende fünfwöchige Pause zum falschen Zeitpunkt? Wohl eher nicht. Verletztes und durch Studium eingeschränktes Personal wird zurückkommen, andere „körperliche Gebrechen“ können auskuriert werden. Das nächste wichtige Match steigt am 10. März in Leipzig bei den Nachwuchstalenten der L.E. Volleys IV (SSR).

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Vinzenz Rummel, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler und Pierre Renner

SV Bad Düben – SV Lok Engelsdorf III             2:3 (19, 21, -17, -19, -5)

SV Bad Düben – TSG Markkleeberg 1903 V   3:0 (7, 11, 10)

Im neunten Ligaspiel ist es also passiert. Trotz 2:0-Führung reichte es im Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Lok Engelsdorf III nicht zu einem weiteren Sieg, wodurch die Damen von Trainerin Susanne Windisch den Status „ungeschlagen“ ablegen mussten. Mit dem deutlichen und gleichzeitig mehr als richtungsweisenden Erfolg vor Augen schwand zunehmend die Konzentration. Die „Loksche“, nun mit dem Rücken zur Wand, spielte sich in einen Rausch, konnte vor allem über ihren hochgewachsenen Angreiferinnen immer wieder verlässlich punkten. Der letzte Abschnitt wurde dann zum gänzlichen Debakel und die erfahrenen Gäste sprangen erfreut im Kreis.

Den Frust bekam im Anschluss das Tabellenschlusslicht der TSG Markkleeberg 1903 V zu spüren. In Windeseile fegten die Kurstädterinnen, die ohne Juliane Heßler auskommen mussten, über die Aufsteigerinnen hinweg, starteten mit einem ungefährdeten Dreier unter Umständen die nächste Serie.

Im Großen und Ganzen ist trotz des ersten Spielverlusts nicht viel passiert. Das ist das Positive. Der SVBD springt mit den vier Zählern auf Position drei. Engelsdorf bleibt logischerweise Primus, hat nun 32 Punkte nach 13 Partien, drei Zähler dahinter lauert der Krostitzer SV. Die Dübenerinnen haben nun 25 Punkte gesammelt, allerdings auch noch drei (!!!) Begegnungen weniger absolviert. Also noch alles im grünen Bereich, nur nicht verunsichern lassen!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Julia Tröbs, Sina Franke, Sandra Grundmann, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Carmen Drefs, Maria Krafczyk und Barbara Geißler

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch II               2:0 (15, 16)

Da hat sich das frühe Aufstehen am Sonntag gelohnt, auch wenn es nur für eine Partie war. Die SG Pristäblich lässt das Match am 15. März nachholen, wodurch es für das Team von Kapitänin Andrea Schulz nur gegen Gastgeber GSVE Delitzsch II ging. Kurz und knackig ging es dann zur Sache. 15 sowie 16 Pünktchen gewährten Kati Poschmann und Co. den Loberstädterinnen, dann war Schicht im Schacht.

Die SVBD-Damen schmiegen sich damit weiter ans Podium heran. Im Zwei-Punkte-Abstand folgen hinter Spitzenreiter Thallwitz (22) die Teams aus Torgau (20), Eilenburg (18), Bad Düben (16) und Belgern (14). Erst am 18. März steigt der nächste Spieltag in Eilenburg mit den Partien gegen den hauseigene zweite Vertretung und den Thallwitzer Primus.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Marion Lange, Jana Schlaak, Simone Voigt, Susanne Petersohn, Simone Piatyschek, Daniela Sieg, Kati Poschmann und Annett Stänicke

„Eine Frage des Willens“

Post by Phillipp

Delitzsch. Die Große Kreisstadt Delitzsch war am zurückliegenden Wochenende Schauplatz des Bad Dübener Geschmetters. Die Sachsenliga-Holzbuben bleiben auch nach dem hochdramatischen Derby gegen den Krostitzer SV ungeschlagen, die Bezirksliga-Männer verdatteln auch das Klassiker-Rückspiel beim SV Sachsen und die Kreisklasse-Mädels schlittern erneut knapp am Satzgewinn vorbei.

Krostitzer SV – SV Bad Düben           2:3 (23, 23, -16, -19, -13) 115 min.

Heidewitzka, Herr Kapitän! Man hofft ja sicherlich auf beiden Seiten immer, dass ein Derby das hält, was es verspricht. Man mobilisiert Zuschauer und will dann keinen einseitigen Langweiler anbieten. Was beide nordsächsischen Sachsenliga-Vertreter da am späten Samstagnachmittag aufs ehemalige Delitzscher Erstliga-Parkett gezimmert haben, war à la bonne heure, wie der Japaner sagen würde. Knapp zwei Stunden lang pfefferten sich beide Teams die Bälle um die kampfbereit angelegten Ohren. Die am Ende über 120 Zuschauer sahen atemraubende Ballwechsel, klasse Rettungsaktionen, zwei willige Truppen und das Beste: Volleyball auf ganz hohem Sachsenliga-Niveau.

Spannung pur! In den ersten beiden Durchgängen lieferten sich Krostitz und Bad Düben einen völlig ausgeglichenen Schlagabtausch. Im ersten Satz hat das Team von Trainer André Quasdorf den längeren Atem, im zweiten lange die Mannschaft um den verletzungsbedingt (Knie im Winterurlaub verdreht) nicht mit eingreifenden Spielertrainer Thomas Haack – bis zum 23:20. Dann schritt KSV-Floh Julius Fritsche zur Grundlinie und bog diesen Akt im Alleingang um.

Puh, 0:2 – dachten sich wahrscheinlich auch die Gastgeber! Den Bierdörflern ging fortan etwas die Luft aus, Kapitän Nico Schulz und Co. konnten das hohe Niveau nicht konstant halten, hatten schließlich bereits drei Sahnesätze gegen Aufsteiger St. Egidien in den Knochen. Die Kurstadt-Maschinerie tuckerte dagegen einfach weiter. Immer wieder über außen, immer wieder lange Wege für die gegnerischen Defensive. Jens Andrä, Daniel Lange und die vor allem im Angriff top aufgelegte linke Klebe von Florian Schreiber setzten sich immer wieder durch. Ausgleich, gleichbedeutend mit dem Tiebreak. Krostitz legt vor, Bad Düben mit beeindruckender Feldabwehr nach. 8:3 beim Seitenwechsel, zwischenzeitlich 11:6 und 14:11 lauteten die weitere Stationen. Der letzte Punkt ließ etwas auf sich warten, im dritten Anlauf war die Freude dann aber dementsprechend groß. Beide Teams gratulierten sich zurecht zu einem grandiosen Spiel.

Das war beste Werbung für den wunderbaren Sport in unserer Region. Zum vierten Mal in den letzten fünf Duellen siegte der SVBD mit 3:2. Quasdorfs „Rüpel“ ziehen in der Tabelle mit den vier Zählern vom Heimspieltag dennoch an den weiter ungeschlagenen Holzbuben vorbei. Grund sind zwei mehr absolvierte Spiele. Am kommenden Samstag geht es weiter – beim Vorjahres-Meister USV TU Dresden II. Heidewitzka!

Zusätzliches Bonbon: Nach fast einjähriger Verletzungspause saß David Wächter erstmals wieder auf der Bank  – mit Trikot und im Protokoll stehend wohl gemerkt. Nach seinem Kreuzbandriss nimmt er seit Beginn des Jahres wieder am Training teil und tastet sich nun behutsam ran. Welcome back, Dave!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Constantin Schneider, Daniel Lange, Lukas Ohrisch, Henry Ungelenk, André Reichenbach, Sascha Baumgart und David Wächter

SV Sachsen Delitzsch 1994 – SV Bad Düben II               3:0 (17, 25, 19) 72 min.

Nach dem tollen Jahresstart mit je zwei 3:0-Siegen im Pokal und in der Liga ging das erste Auswärtsspiel der Rückrunde gründlich in die Buchse. Im Vergleich zum Pokal-Duell vor zwei Wochen fand das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp nur selten Zugriff zur Partie. Zuspieler Stefan Nordt sollte es trotz einer Verhärtung in Oberschenkelnähe (keine Angst...) auf der Spielmacher-Position probieren. Dieses Risiko war dann wohl doch zu groß. Tobias Stadler ersetzte Nordt zum zweiten Durchgang. Über enorme Kraftanstrengung gelang es den Gästen, sich eine Führung zu erarbeiten, die letztendlich aber leichtfertig noch aus der Hand gegeben wurde – das war der Knackpunkt.

Der SV Sachsen spielte seelenruhig seinen Stiefel runter, Bad Düben, nun auf die erfolgreiche Pokal-Aufstellung mit Stefan Dieter Deinert in der Mitte umgestellt, scheiterte regelrecht an sich selbst. Ein großer Rückstand konnte zwar zwischenzeitlich noch egalisiert werden. Delitzschs Kapitän Michael Kurze und Co. zogen jedoch kurz vor dem Ende wieder uneinholbar davon.

In der Tabelle tat sich demzufolge nichts. Bad Düben bleibt auf Rang acht. In zwei Wochen (03.02.) steht das nächste wichtige Auswärtsspiel an. In der Hohenprießnitzer Streichholzschachtel kommt es zum prestigeträchtigen Muldederby.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Tobias Stadler, Martin Zeidler, Pierre Renner und Vinzenz Rummel

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben II             2:0 (23, 16)

Die Bad Dübener Kreisklasse-Damen fahren gegen die LSG Löbnitz einen furiosen Sieg ein. Mit 25:0 und 25:0 holen sie ihren dritten Punktspielerfolg und schieben sich damit auf Position acht. Naja fast! Wie man beim Blick auf die Verbands-Seite schön ahnen könnte, traten die Damen aus dem Pferdedorf nicht an – wie übrigens überhaupt nicht mehr. Die LSG hat sich aus der Damen-Kreisklasse zurückgezogen.

Somit bekam es das Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs lediglich mit dem GSVE Delitzsch II zu tun. Wie bereits im Hinspiel sollten sie im ersten Satz knapp am Erfolg scheitern und den zweiten Durchgang etwas deutlicher abgeben. Schade, aber das sollte gleichzeitig auch Mut machen. So weit ist man vom Rest der Konkurrenz offenbar nicht mehr entfernt.

Es folgt eine lange Pause, bevor es am 18. März in Eilenburg gegen die vereinseigene dritte Garde und den FSV 02 Thallwitz geht.

Für den SV Bad Düben II spielten: Vanessa Wutzke, Jacqueline Volkmann, Helena Hofmann, Anna Vogelweider, Johanna Witzke, Katja Vogelweider, Luisa Beutelrock und Josephine Sieg

„Glatt wie ein Babypopo“

Post by Phillipp

Dresden/Leipzig. Die beiden noch ungeschlagenen Bad Dübener Volleyball-Teams konnten diesen Status auch nach dem jüngsten Wochenende behalten. Die Sachsenliga-Holzbuben zogen dem amtierenden Meister beherzt drei Zähne. Die Bezirksklasse-Damen wurden ihrer Favoritenrolle bei den „Nordsternen“ gerecht.

USV TU Dresden II – SV Bad Düben              0:3 (-18, -21, -23) 73 min.

Die Holzbuben tanzen weiter ums hölzerne Maskottchen. Mit einer bockstarken Vorstellung beim Titelverteidiger USV TU Dresden II fuhren die Männer um den immer noch verletzten Spielertrainer Thomas Haack ihren saisonübergreifend 13. Punktspielerfolg ein. Damit setzen sich die Kurstädter (27 Punkte) wieder an die Spitzenposition in der freistaatlichen Premiumliga, haben zudem noch ein Spiel weniger absolviert als die Verfolger aus Krostitz (26) und vom USV TU (23). Kleiner Nebeneffekt: Sechs Begegnungen vor Ultimo ist der Klassenerhalt fix...

Dabei bereitete die Personalsituation im Vorfeld schon einiges Kopfzerbrechen: Libero Henry Ungelenk war beruflich verhindert, Coach Haack konnte wie bereits erwähnt auch nicht angreifen. Hauptangreifer Jens Andrä ließ – vermutlich erstmals in seinem Leben – die ganze Woche das Training aus. Mit akutem Männerschnupfen führte der erste Weg in den Auszeiten stets zum Schnäuztuch. Als Backup wurde Kevin Phillipp aus der Bezirksliga-Reserve mit in die Elbstadt genommen. Zusammen mit Sascha Baumgart und David Wächter nahmen somit drei Sachsenmeister von 2015 auf der Bank Platz. Die machten offenbar reichlich Druck auf die beiden Außenangreifer, die sich diesen Status wohl noch erarbeiten wollen. Kapitän Andrä und Florian Schreiber schossen die gegnerische Defensivreihe aus allen Lagen schwindlig. Regisseur Frank Baumgarten machte das Spiel schnell und nahm so die trägen USV-Mittelblocker ein ums andere Mal aus dem Spiel.

Eineinhalb Sätze lang spielte der Heide-Express den Titelverteidiger förmlich an die Wand. Starke Aufschläge und druckvolle Angriffe, versüßt mit einer stabilen Annahme um den gut aufgelegten Aushilfs-Libero André Reichenbach sorgten auch optisch für klare Verhältnisse. Die reifen „Studenten“ fingen nun in gewohnter Form an zu zaudern, um den Rhythmus des Gegners zu brechen. Das trug kurzzeitig auch Früchte, änderte jedoch nichts an der entschlossenen 2:0-Satzführung.

Durchgang drei begann mit einem Fehlstart. Die Hausherren nutzten im Angriff – vor allem über Mitte – nun ihre Chancen und bei den Gästen wackelte die Konzentration. Auszeit, Ruhe rein und dann Attacke – wohl die große Qualität der Truppe in dieser Spielzeit. Mit dem nötigen Selbstbewusstsein im Rücken klemmten sich Andrä und Co. an die Hinterreifen der Dresdner und zogen in der entscheidenden Schlussphase gnadenlos vorbei.

Unter den Augen der 13 anwesenden Spitzenspiel-Zuschauer (darunter neun für den SVBD) gab auch Außenangreifer David Wächter sein – naja – denkwürdiges Comeback: Im zweiten Satz für Constantin Schneider am Aufschlag eingewechselt, platzierte er die Murmel aufgerundet mittig im Netz. Ziemlich genau ein Jahr seit seinem letzten Spiel und ein Kreuzbandriss später überwiegt jedoch die Freude, dass er wieder da ist. Er sei beim Gang an die Grundlinie „übel aufgeregt“ gewesen. Mit knapp 31 Lenzen, davon 16 am hohen Netz – kann man mal sehen.

In zwei Wochen (10.02.) geht es weiter. Beim stark durchreichbedrohten Regionalliga-Absteiger vom TSV Leipzig 76 wartet die nächste knifflige Aufgabe.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Constantin Schneider, André Reichenbach, David Wächter, Sascha Baumgart und Kevin Phillipp

VV Nordstern-Leipzig – SV Bad Düben           0:3 (-19, -14, -13) 68 min.

Noch ein Tick souveräner gestalteten die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch ihr Gastspiel bei den Leipziger „Nordsternen“. In drei flotten Sätzen konnte Saisonsieg Nummer acht in achten Match eingetütet werden. Und das Beste: So langsam ist der Kader wieder auf vollständige Betriebsamkeit gepolt. Mit Barbara Geißler (Achillessehne) und Kapitänin Sara Vogelweider (Knie) kehrten die letzten beiden aus dem Lazarett erstmals wieder auf die Platte zurück.

Genau zum richtigen Zeitpunkt, schließlich steht am kommenden Samstag (03.02.) das Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Lok Engelsdorf III in Bad Düben an. Die Kurstädterinnen sind trotz mangelnder Niederlagen zwar immer noch nur Fünfte, haben nun aber die Chance, kräftig Plätze gut zu machen. Grund sind die deutlich weniger absolvierten Spiele zur Konkurrenz.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Maria Krafczyk, Juliane Heßler, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Carmen Drefs und Barbara Geißler

„Back in business“

Post by Phillipp

Bad Düben/Lindenthal. Die aktuellen Temperaturen sind auch einfach zu hoch, als dass man ins neue Jahr schlittern könnte. Die Bad Dübener Volleyball-Teams auf Bezirks-Ebene haben ein lupenreines Wochenende hinter sich. Während sich die Bezirksliga-Männer mit zwei eindrucksvollen Heimsiegen zurückmelden, lösen die Bezirksklasse-Damen ihre Pflichtaufgabe beim Vorletzten mit Bravour.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                                  3:0 (19, 25, 25) 82 min.

SV Bad Düben II – Dommitzscher SV Grün-Weiß          3:0 (23, 15, 19) 71 min.

Was war da denn los? Die komplette Liga und auch der eine oder andere Zuschauer in der Halle dürfte sich die Augen gerieben haben. Im Stile einer Spitzenmannschaft fuhren die jungen Männer vom blendend aufgelegten Spielertrainer Kevin Phillipp mit beeindruckender Konstanz zwei lupenreine Heimsiege ein. Dabei standen die Kurstädter eigentlich mit dem Rücken zur Wand, waren zum Siegen verdammt, um nicht vollends den Anschluss zu verlieren. Nun sind sie wieder ans Mittelfeld rangerobbt. Der Weg ist jedoch noch ein langer.

Trotz einiger Ausfälle (Martin Hönemann, Sirko Lange, Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Alexander Becker und Pierre Renner) konnte Phillipp seinen besten Sechser aufstellen – leider erst zum zweiten Mal in dieser Saison. Zuspieler Stefan Nordt kehrte nach mehrmonatiger Erkrankung wieder zurück auf die Platte und dirigierte das Dübener Spiel mit reichlich Übersicht. Wie bereits in der Vorwoche beim Bezirkspokal präsentierte sich das Heim-Team vor allem in der Defensive auf Top-Niveau. Block und Feldabwehr arbeiteten vorzüglich und machten die gegnerischen Kanoniere spürbar mürbe. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sowohl die Titelverteidiger aus Brandis als auch die mit hohen Ambitionen in die Saison gestarteten Dommitzscher ohne ihren Zuspieler antraten. Nach einer mit ausreichend Pech begleiteten Hinrunde hatte man sich im Dübener Lager wohl etwas Glück verdient.

Das soll jedoch nicht die eigene Leistung schmälern. Wie in der Vorwoche gingen Kapitän Stefan Tiesies und Gefolge selbst in engen Situationen stets konzentriert und kampfwillig in die Ballwechsel. Ein in Eins-gegen-Eins-Situationen unbezwingbarer Stefan Dieter Deinert, ein clever agierender Tim Bomsdorf und der angesprochene Coach, der aus allen Lagen am Netz und krachend von der Grundlinie punktete, sorgten regelmäßig für geordnete Verhältnisse.

Mit den Saisonsiegen drei und vier schiebt sich die Dübener Sachsenliga-Reserve (11 Spiele, 13 Punkte) an den Nachwuchstalenten der L.E. Volleys IV SSR (9 Sp., 11 Pkt.) vorbei auf Rang acht. Kontakt zum rettenden Ufer besteht wieder. Vor dem SVBD parken Brandis (9 Sp. 14 Pkt.), Dommitzsch (11 Sp., 16 Pkt.) sowie Hohenprießnitz und Krostitz II (jeweils 9 Sp., 16 Pkt.). Bereits am kommenden Samstag kann nachgelegt werden. Wo sonst als beim Klassiker schlechthin beim SV Sachsen Delitzsch – die dritte Begegnung innerhalb von sechs Wochen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Tobias Stadler und Martin Zeidler

VSG Leipzig Nord II – SV Bad Düben                0:3 (-16, -6, -8) 57 min.

Nach langer Zeit endlich mal wieder mit voller zehnköpfiger Kapelle traten die Bezirksklasse-Damen um Kapitänin Sara Vogelweider zum einem Punktspiel an. Und sie ließen rein gar nichts anbrennen beim Tabellenvorletzten. In unter einer Stunde wurden die Nordsächsinnen ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Saisonsieg Nummer sieben nach sieben Partien ändert nichts an Tabellenrang vier. Schließlich hat der Rest der Liga deutlich mehr (Liga-)Begegnungen auf dem Buckel und konnte zudem auch parallel punkten. Interessant ist jedoch, dass Mitkonkurrent SV Lok Engelsdorf III in Delitzsch einen überraschenden Punkt liegen ließ.

In der nächsten Woche (27.01.) geht es weiter im Ligabetrieb. Dann laden die Leipziger Nordsterne in die Sporthalle des Heisenberg-Gymnasiums.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Caroline Monien, Sandra Grundmann, Barbara Geißler, Maria Krafczyk und Julia Tröbs