„Bezirksklasse-Teams schadlos, Mädchen mit tollem Kampf“

Post by Phillipp

Bad Düben/Wurzen/Löbnitz. Das jüngste Wochenende kann als äußerst erfolgreich verbucht werden. Die Bezirksklasse-Teams fuhren die erwarteten Siege ein und die Kreisklasse-Mädchen verabschiedeten sich trotz toller Leistung aus dem Pokalwettbewerb.

SV Bad Düben – VV Nordstern-Leipzig           3:1 (22, -24, 18, 15) 99 min.

SV Bad Düben – GSVE Delitzsch II                    3:0 (14, 14, 10) 60 min.

Mit einem kleinen Schönheitsfleck musste der Heimspieltag der Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch auskommen. Ein Durchgang gewannen die Leipziger Nordsterne. Ansonsten liest sich die Bilanz überwiegend als klare Angelegenheit. Trotz der Ausfälle von Zuspielerin Sina Franke und Angreiferin Juliane Heßler wurden die Kurstädterinnen ihren Favoritenrollen gerecht und hamsterten weitere sechs Punkte auf dem prall gefüllten Konto.

Da die beiden Spitzenteams vom Groitzsch-Luckaer VC 2014 (beim SV Liebertwolkwitz) sowie vom SV Sachsen Delitzsch 1994 (beim SV Lok Engelsdorf III) sich keinerlei Blöße gaben und ebenso deutlichst siegten, bleibt es dabei: Der SVBD (16 Spiele, 32 Punkte) ist als Dritter in Lauerstellung. Der Bronzerang scheint mit fünf Punkten Vorsprung und noch zwei Partien gesichert. Unter mysteriösen Umständen ist sogar noch etwas mehr drin. Am 1. April gilt es, beim Vorletzten VSG Leipzig Nord II die Hausaufgaben zu machen. Parallel wird es in Delitzsch zum Gipfeltreffen kommen. Der SV Sachsen (15 Sp., 35 Pkt.) empfängt den GLVC (15 Sp., 36 Pkt.). Am 22. April reisen die Dübenerinnen am letzten Spieltag nach Groitzsch. Selbst, wenn die Muldestädterinnen zweimal kräftig punkten, müssten sie auf Ausrutscher der auf den beiden Aufstiegsplätzen rangierenden Kontrahenten warten. Ziemlich viel Konjunktiv! In diesem Sinne: Alles raushauen und schauen, was geht!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Sara Vogelweider, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Luise Wottke, Julia Tröbs, Carmen Drefs, Sandra Grundmann und Caroline Monien

1. VSV Wurzen – SV Bad Düben II                   0:3 (-15, -16, -18) 60 min.

Ähnlich spannend geht es in der Männer-Bezirksklasse zur Sache. Während dem Aufsteiger SV Sachsen Delitzsch (13 Spiele, 38 Punkte) der Meisterstitel wohl nicht mehr zu nehmen ist, kämpfen sowohl Bezirksliga-Absteiger SV Lok Engesldorf (11 Sp., 29 Pkt.) als auch die zweite Garde des SV Bad Düben (11 Sp., 28 Pkt.) Kopf an Kopf um den zweiten Aufstiegsrang. Daran änderte auch der letzte Spieltag nichts. Die Lokomotiven ließen erneut einen Satz bei den Reudnitzer Talenten liegen, fuhren aber dennoch einen Dreier ein. Und auch die Bad Dübener Reserve kam stotterlos aus der siebenwöchigen Pause. Mit voller Kapelle überrannten sie völlig überforderte Keksstädter. Spielertrainer Kevin Phillipp ließ Zuspieler Alexander Becker und Diagonal-Knaller Pierre Renner durchspielen, ansonsten wurde munter gewechselt. Am Ende  erlaubten sich die Kurstädter gar, beide Mittelblocker vom Feld zu nehmen. Sirko Lange ersetzte den bisherigen einzigen Dauerbrenner und noch amtierenden Keulenwurf-Vizeweltmeister Lukas Händler. Phillipp kam im dritten Satz noch für Kapitän Stefan Tiesies, setzte den krachenden Schlusspunkt kurz hinterm Netz.

In zwei Wochen (18.03.) gastieren die Wurzener in Bad Düben. Außerdem wird die TSG Markkleeberg 1903 III zum zweiten Mal vorstellig. Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Hönemann, Pierre Renner, Kevin Phillipp, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Martin Zeidler, Sirko Lange und Stefan Dieter Deinert

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz          1:3

Ausgeschieden und dennoch ganz zufrieden. Für die Mädels der zweiten Mannschaft ist der diesjährige Kreispokal-Wettbewerb vorbei. In der Löbnitzer Schulsporthalle unterlagen sie der heimischen Landsportgemeischaft (LSG) mit 1:3, zeigten aber eine kampfstarke, ambitionierte Leistung. Zwei der drei verlorenen Abschnitte gingen denkbar eng an die Hausdamen, eine Überraschung lag in der Luft. Am Ende gratulierte man jedoch den Pferdedörflern zum Einzug ins Halbfinale, wo Titelverteidiger SG Arzberg/Blumberg wartet.

In der Liga geht es am 19. März in der Bad Dübener Oberschul-Sporthalle weiter gegen Arzberg/Blumberg und Pristäblich.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Katja Vogelweider, Luisa Beutelrock, Anna Vogelweider, Gina Prywerek, Helena Hofmann und Vanessa Wutzke

„Ein Battle wie eh und je“

Post by Phillipp

USV-Zuspieler Frank Vogel setzte seinen Mittelblocker Uwe Püschmann immer wieder gut in Szene. | Foto: K. Phillipp

USV TU Dresden II – SV Bad Düben 3:2 (18, 24, -21, -20, 13) 125 min.

Dresden. Die Ansetzung versprach ein spannendes Duell zweier Teams, die sich aus dem Effeff kennen. Der Verlauf hielt dies am Ende auch. In fünf, vor allem taktisch hochinteressanten Sätzen bezwang der Sachsenliga-Spitzenreiter USV TU Dresden II den Regionalliga-Absteiger aus der Kurstadt, der erneut nur mit sieben Spielern anreisen konnte. Durch den doppelten Schneeberger Heimerfolg fallen die Schmetterer des SV Bad Düben damit zwar auf Rang fünf zurück, machen jedoch sowohl auf den SV Kreuzschule Dresden (4.) einen Punkt gut und zum anderen den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt. Drei Spiele vor Schluss kann der Krostitzer SV sowie der Post SV Dresden die Müller-Bande nicht mehr einholen.

Die reifen Studenten bestimmten vom Start weg die Szenerie, waren in Annahme und Block feldüberlegen. Auf SVBD-Seite galt es, sich in der Annahme und Feldverteidigung erst einmal zu finden. Mit Jens Andrä stand lediglich ein etatmäßiger Außenangreifer auf der Platte. Diagonalangreifer Florian Schreiber ersetzte die fehlenden David Wächter, André Reichenbach und Sascha Baumgart. Schreiber brauchte anfangs etwas Zeit zum Justieren, kam mit zunehmender Zeit jedoch immer besser ins Spiel. Vier der letzten fünf Partien durchgespielt (auf drei Positionen), da kommt mit der Praxis auch langsam der Rhythmus. Die Gastgeber holten sich Durchgang eins deutlich, den zweiten umso knapper. Bad Düben führte bereits mit großen Abstand (14:8), brachten den Vorsprung jedoch nicht über die Zeit.

Das Match wurde nun rassiger. Während die Emotionalität am Anfang schmerzlich vermisst wurde, zeigten beide Teams nun Zähne. Zudem brachten unerklärliche Entscheidungen der Unparteiischen die Gemüter auf beiden Seiten auf Betriebstemperatur. Die gut 30 Zuschauer – davon acht plus die Post‘ler für die Gäste aus der Heide – bekamen nun das erwartete heiß umkämpfte Spiel zu sehen. Mit dem Rücken zur Wand festigten Kapitän Thomas Haack und Co. nun die Feldverteidigung, kratzten zahlreiche Bälle vom Parkett und verdienten sich so den Tiebreak und den damit einhergehenden Punkt.

Der entscheidende Abschnitt startete äußerst unglücklich mit drei einfachen Zählern für die Hausherren. Bei 5:5 war das Spiel jedoch wieder offen. Nach dem Seitenwechsel legten der USV noch eine schippe drauf, spurtete zum 14:10 – vier Matchbälle. Ein erfolgreicher Angriff, ein Block und ein Annahmefehler später waren die Muldestädter plötzlich wieder auf Tuchfühlung. Die letzte Szene geht so: Guter Aufschlag Schreiber – USV kann nur hoch über Außen spielen – Bad Düben verteidigt locker auf den Punkt – Zuspieler Frank Baumgarten kann zwischen Daniel Lange, Felix Kempe und Jens Andrä frei wählen – der Rotschopf entscheidet sich für Letzteren, den er im Rücken hat – Andrä kommt relativ frei zum Schuss, rutscht beim Angriff jedoch leicht weg, was ihn etwas aus der Balance bringt – TU verteidigt den Ball irgendwie hoch ins Feld – währenddessen andet Andrä gefühlt einen halben Meter über die Mittellinie – game over!

Die Leistung, in Anbetracht der personellen Situation, stimmte und das macht Mut für den kommenden Heimspieltag am 11. März, wenn der GSVE Delitzsch II (2.) sowie der Krositzer SV (7.) zum Doppel-Derby-Heimspieltag in Bad Düben gastieren.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä und Henry Ungelenk

„Kreisklasse-Spitzenreiter und ein Hallo-Wach-Erlebnis“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch/Aue. Acht Spiele standen am vergangenen Wochenende auf dem Programm. Lediglich dreimal konnten die Bad Dübener Volleyballer jubeln. Jedoch gingen die Kurstädter in den restlichen Partien auch als Außenseiter aufs Feld. Hervorzuheben ist neben dem Doppelerfolg der dritten Damenmannschaft, der zu Platz eins führte, auch der deutliche Auswärtssieg der Sachsenliga-Männer im Erzgebirge.

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz                          0:2 (-20, -14)

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz                 0:2 (-16, -18)

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch III               0:2 (-16, -18)

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Auch wenn am Ende wieder nichts Zählbares herausgekommen ist, sind zumindest bei den kleinen Zahlen leichte Fortschritte zu erkennen. Im Nachholspiel gegen Löbnitz gestalteten die jungen Dübenerinnen zumindest den ersten Satz offen, am Ende setzte sich jedoch die größere Erfahrung durch. Ein drittes Wiedersehen folgt hier im Kreispokal-Viertelfinale. Sowohl gegen Thallwitz als auch gegen Delitzsch hamsterten Kapitänin Laura Rösiger und Co. im Hinspiel noch jeweils 30 Zähler auf dem eigenen Konto. Dieses Mal sprangen immerhin je 34 heraus. Zu einem Satzerfolg reichte es in den drei Partien vom Wochenende allerdings nicht.

Der Abstand auf den vorletzten Rang beträgt weiterhin nur vier Pünktchen. Die SG Pristäblich ist also noch in Sichtweise. Jetzt steht allerdings erst einmal eine längere Pause an. Am 2. April geht es für das Team von Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs in Torgau weiter gegen Eilenburg und Belgern.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Katja Vogelweider, Helena Hofmann, Vanessa Wutzke, Anna Vogelweider, Gina Prywerek, Michelle Goitzsch und Johanna Witzke

SV Bad Düben III – SG Pristäblich                     2:0 (13, 11)

SV Bad Düben III – FSV Eilenburg                     2:0 (8, 11)

Die Damen der dritten Mannschaft haben es erneut vollbracht: Sie haben in ihrer Comeback-Saison abermals die Spitze der Kreisklasse erklommen. Mit zwei überaus deutlichen 2:0-Erfolgen über die SG Pristäblich und den FSV Eilenburg zogen die Heidestädterinnen um Kapitänin Andrea Schulz am spielfreien Tabellenführer Arzberg/Blumberg vorbei und führt die Liga mit vier Punkten Vorsprung an. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Titelverteidiger in dieser Saison ganze vier Begegnungen weniger in den Knochen und auch Thallwitz als Dritter und Delitzsch III (allesamt 16 Punkt) zwei Matches weniger absolviert haben.

Durch die deutlichen Siege bleibt der Meisterschaftskampf zumindest äußerst spannend und die Kurstädterinnen ein heißer Kandidat um die Medaillenplätze. Auch der neue Spitzenreiter nimmt sich ein kleines Päuschen, ehe es am 12. März in Eilenburg gegen Arzberg/Blumberg und Verfolger SSV Torgau um die Wurst geht.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Katja Andrä, Marion Lange, Daniela Sieg, Annett Stänicke und Jana Schlaak

SV Stahl Delitzsch – SV Bad Düben III              2:0 (11, 18)

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III                         2:0 (26, 23)

Durch zwei bittere Niederlagen haben die Jungs der dritten Mannschaft endgültig den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verloren. Ganze zehn Punkte liegen jetzt zwischen dem Vierten der Trossiner Biber und dem Bock-Team auf Rang fünf. Eine starke Leistung gegen die LSG Löbnitz, die erst eine Pleite einstecken musste und nun punktgleich mit der Spitze auf Platz drei liegt, konnten Lukas Ohrisch und Co. nicht krönen. Mit dem engstmöglichen Ergebnis zogen die Kurstadt-Buben den Kürzeren.

Wenigstens den fünften Platz zu verteidigen und damit sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Stufe zu steigern, ist nun das Ziel. Nächste Gelegenheit, dies zu untermauern, besteht am 12. März, wenn es gegen das noch sieglose Schlusslicht LSG Löbnitz II und die Biber aus Trossin geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Lukas Ohrisch, Tom Lehmann, Florian Reise, Tobias Stadler und Franz Burkhardt

SV Schneeberg – SV Bad Düben                       0:3 (-15, -22, -15) 62 min.

„Wir wurden einfach zerstört“, wird Schneebergs Kapitän Jan Riedel in der Freien Presse zitiert. Derartige Worte würde man sich im Nachhinein von nordsächsischer Seite nicht anmaßen, grundsätzlich kommt dieser Eindruck jedoch hin. Mit einer der besten, weil konstantesten Saisonleistungen fegte der Heide-Express am späten Sonntagnachmittag über den SVS hinweg. Nach dem desaströsen letzten Auftritt vor heimischem Publikum und aufgrund der immer noch stark angespannten Personaldecke konnte man sich sorgen. Außenangreifer André Reichenbach weilt im Urlaub, Sascha Baumgart hat die Grippe niedergerafft, Mittelblocker Constantin Schneider steckt in seinen Büchern und René Hellwig musste aus familiären Gründen passen. Zudem signalisierte David Wächter beim Einschlagen, dass es nicht geht – das Knie schmerzte. Der Aufstellungszettel war abgegeben. Der erste Wechsel folgte also beim Stand von 0:0, Diagonalangreifer Florian Schreiber musste in der Außenannahme ran.

Der Neuzugang machte ein nahezu fehlerfreies Spiel, wühlte zudem vorbildlich in der Feldabwehr. Mit ihm zeigten sich alle von ihrer besten Seite. Der wieder genesene Zuspieler Frank Baumgarten spielte der Schneeberger Verteidigung Knoten in die Beine, Hauptangreifer Jens Andrä kanonierte teils spektakulär aus allen Lagen und Daniel Lange strahlte eine schon fast unverschämte Sicherheit aus. Die beiden Mittelblocker Felix Kempe und Kapitän Thomas Haack verwunderten mit starkem Aufschlagspiel und setzten am Netz immer wieder gefährliche Nadelstiche in Block und Angriff. Und Wächter? Der stellte sich in den Dienst des Teams, machte auf der Bank gemeinsam mit Spontan-Co-Trainer Kevin Phillipp hölzerne Stimmung.

Der Erzgebirgler hatten bereits fünf kräftezehrende Sätze gegen Krostitz in den Knochen, wurden dennoch nicht sanft behandelt. Die Männer aus der Heide hatten Spaß, kämpften füreinander und zeigten so nicht nur ein ganz anderes Gesicht als noch vor drei Wochen, sondern vor allem eine tolle Reaktion. Mit nunmehr 21 Punkten hat die Müllerbande wieder sieben Punkte zwischen sich und der Abstiegszone gebracht, bei einem Spiel weniger. Ein Sieg sollte trotzdem noch her, um sich der eventuellen Sorgen wohl vollends zu entledigen. Am Sonntag geht es in die Leipziger Leplayhalle, wenn es ab 14 Uhr gegen die Nachwuchstalente der L.E. Volleys III (SSR) geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Florian Schreiber, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä und Henry Ungelenk

„Ein Sonntag wie geschmiert“

Post by Phillipp

Leipzig/Grimma. Im Vorbericht hieß es noch, dass mit keinem sonntäglichen Kaffeekränzchen zu rechnen ist. Schaut man sich jedoch die blanken Ergebnisse an, wurde diese Vermutung wohlwollend widerlegt. Stark ersatzgeschwächte Sachsenliga-Männer zünden gegen grünschnäblige Leipziger den Turbo und auch die Bezirksklasse-Damen lassen sich beim Tabellenletzten nicht lumpen.

L.E. Volleys III (SSR) – SV Bad Düben             0:3 (-20, -17, -17) 63 min.

Sechs Spielerfrauen, drei Ehemalige aus der 2015er Sachsenmeistermannschaft, zwei Verhinderte, eine leicht aufgeregte Spielermutti und ein kürzlich in die Messestadt gezogener treuer Fan des Bad Dübener Volleyballs, der nun erstmals in Leipzig eine Partie seines Teams verfolgen konnte – diese ansehnliche Fanschar unterstützten die nur siebenköpfige Müllerbande in der altehrwürdigen Leplayhalle. Sascha Baumgart musste gesundheitlich angeschlagen passen, Diagonalangreifer Daniel Lange befand sich auf dem Heimweg vom Kurzurlaub, verfolgte die Partie via Live-Ticker und David Wächters Knieprobleme haben sich verdichtet. Der Außen-Floh wird wohl länger ausfallen. Dazu fehlten mit René Hellwig und Constantin Schneider zwei Mittelblocker. André Reichenbach rückte für Wächter und Florian Schreiber für Lange in die sich selbst aufstellende Startformation.

Die Volleys begannen stark – vor allem im Aufschlag –, ließen in der Folge jedoch auch stark nach. Gegen Mitte des ersten Durchgangs fanden die Nordsachsen zu ihrem Spiel, verteidigten solide und punktete fleißig überwiegend auf die gut aufgelegten Schreiber und Jens Andrä. Obwohl zahlreiche Aufschläge im Netz landeten, konnte mit grundsätzlich mehr Druck von der Grundlinie erzeugen als der Gegner – klingt komisch, war aber so. Bad Düben behielt stets den Kopf oben, hamsterte Zähler um Zähler ohne großes Aufsehen, während die durch den Ferienbeginn ebenfalls stark dezimierten Knaben von der Pleiße immer wieder einbrachen. Nach locker-flockigen 63 Minuten zeigte die souveräne Bornaer Schiedsrichterin Maxi Klupsch ein letztes Mal auf die Bad Dübener Seite.

Mit dem zweiten 3:0-Auswärtssieg innerhalb von acht Tagen springen Andrä und Co. wieder auf Rang vier, haben den Klassenerhalt damit wohl eingetütet. Auf Post SV Dresden und den Krostitzer SV sind es vier Spiele vor Schluss nun zehn Punkte Vorsprung. Das sollte reichen. In zwei Wochen geht es zur Kür nach Dresden. Beim Tabellenführer USV TU Dresden II will man sich für die 1:3-Hinspielpleite revanchieren.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, André Reichenbach, Felix Kempe, Florian Schreiber, Jens Andrä und Henry Ungelenk

VV Grimma III – SV Bad Düben                       0:3 (-19, -14, -16) 72 min.

Ähnliches bis deckungsgleiches Bild wie beiden Männern: Nach einem ernüchternden Heimspieltag vor zwei Wochen meldeten sich die Bezirksklasse-Damen mit einem 3:0-Auswärtserfolg beim Tabellenschlusslicht vom VV Grimma III zurück. Lok Engelsdorf III legte am Samstag vor, zog durch den Sieg in Liebertwolkwitz an den Kurstädterinnen vorbei. Am Sonntag krallten sich die Windisch-Schützlinge wieder den Bronzerang.

Die Trainerin konnte fast auf die volle Kapelle zählen. Mit Luise Wottke und Caroline Monien fehlten lediglich zwei Außenangreiferinnen. Gestaltete sich der erste Satz noch recht spannend, waren die Folgesätze dann Formsache.

Nächste Gelegenheit zu punkten besteht am 4. März in der heimischen Oberschul-Sporthalle gegen den VV Nordstern-Leipzig (6.) und den GSVE Delitzsch II (7.).

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Julia Tröbs, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Sophia Schaffernicht und Sandra Grundmann

„Blackout zum falschen Zeitpunkt“

Post by Phillipp

SV Bad Düben – SV Sachsen Delitzsch 1994              0:3 (-22, -18, -21) 72 min.

SV Bad Düben – SV Liebertwolkwitz                          2:3 (-22, 22, 18, -15, -6) 106 min.

Bad Düben. Mit einem Heimspieltag, der schlechter kaum hätte laufen können, verpassen die Bad Dübener Bezirksklasse-Volleyballerinnen den Anschluss an das Spitzenduo aus Delitzsch und Groitzsch-Lucka. Gegen den bisherigen Tabellenführer verzweifelten die Spielerinnen von Trainerin Susanne Windisch an der exzellenten Feldabwehr der erfahrenen Damen um Zuspielerin Michaela Pöhnitzsch, gegen den fünftplatzierten SV Liebertwolkwitz war selbst nach der scheinbar sicheren 2:1-Führung die Luft komplett raus.

Der Spieltag begann äußerst vielversprechend. Druckvolle Aufschläge stellten die Loberstädterinnen vor arge Probleme. Zudem konnte Hauptangreiferin Wenke Schelz zunächst gut in Schach gehalten werden. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich der in orange spielende SV Sachsen jedoch blendend auf die Bad Dübener Offensivvarianten ein. Alternative Lücken im Feld fanden Kapitänin Sara Vogelweider und Co. nicht. Fehlverhalten im eigenen Stellungsspiel wurden knallhart mit einfachen Punkten bestraft, die Gastgeberinnen fanden schlicht kein Mittel.

Gegen Liebertwolkwitz wirkte das Dübener Spiel immer lethargischer, lust- und kampflos. Der SVL dagegen ackerte bravourös gegen den Favoriten, biss sich stark ins Spiel. Im Tiebreak war über die Stationen 0:5, 1:8 und 2:10 der Saft alle, die Köpfe unten, die Moral längst gebrochen.

Solche Tage gibt es nun einmal. Der Zeitpunkt war ungünstig, aber so ist das manchmal im Sport. Schnell einen Haken dran und die Festplatte formatieren. Die ersten beiden Plätze scheinen nun vergeben. Der SV Sachsen (29 Punkte aus 11 Spielen) und der GLVC (30 Pkt., 11 Sp.) knobeln wohl lediglich noch den Meister unter sich aus. Dahinter klafft eine Lücke. Bad Düben (23 Pkt., 11 Sp.) und Engelsdorf III (21 Pkt., 11 Sp.) streiten sich noch um den Bronzerang. Nun bespielen die Windisch-Schützlinge nacheinander die letzten vier Teams der Liga – Auftakt am 12. Februar bei Schlusslicht Grimma – bevor es am letzten Spieltag (22.04.) zum GLVC geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julia Tröbs, Luise Wottke, Caroline Monien, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler und Carmen Drefs