„Achtungszeichen ohne zweieinhalb Stammkräfte“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch/Eilenburg. Die einen freuen sich, die anderen wirken dagegen deutlich zerknirschter. Die Bad Dübener Sachsenliga-Holzbuben fauhren am vergangenen Wochenende zwei vollpunktige Heimsiege ein, während der Bezirksliga-Garde bei der 0:3-Auswärtspleite beim Delitzscher Ligafavoriten spürbar Alternativen und Körner fehlten. Am Sonntag konnten auch die Kreisklasse-Mädels nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.

SV Bad Düben – SV Reudnitz                             3:0 (17, 22, 22)

SV Bad Düben – SV Motor Mickten 3:1 (-18, 18, 23, 22)

Die Sachsenliga-Holzbuben haben eine Serie gestartet. Die macht sich besonders bei einem Saisonstart besonders gut. Umso entspannter lässt sich bei den kommenden Aufgaben leben. Mit 3:0 und 3:1 wurden Regionalliga-Absteiger SV Reudnitz und Sachsenklasse-Meister SV Motor Mickten wieder auf den Heimweg geschickt. Mit neun Punkten aus drei Spielen blinkt sogar die Tabellenspitze auf.

Die Personaldecke dürfte Spielertrainer Thomas Haack im Vorfeld durchaus Kopfzerbrechen bereitet haben. Diagonal-Ass Daniel Lange weilte mit der Liebsten im Urlaub, Libero Henry Ungelenk hatte es gripal niedergerafft und Zuspieler Frank Baumgarten, der ausnahmsweise anwesend war, hatte ebenso mit der Gesundheit zu kämpfen, nahm aber auf der Bank Platz. Der Rest war also umso mehr gefragt. Die erfahrenen Jens Andrä und David Wächter auf Außen und Sascha Baumgart auf der Diagonalen sorgten für die druckvolle Gerüst, die junge Doppel-L-Mitte mit Lukas Ohrisch und Lukas Händler für die nötige Abwechslung. Regisseur Florian Schreiber verteilte die Bälle gut, sodass der letztjährige Viertligist nicht viel entgegenzusetzen hatte.

Ganz anderes Bild dann gegen den munter aufspielenden Aufsteiger aus der Landeshauptstadt. Mit den druckvollen MoMi-Aufschlägen hatte der ungewohnte Annahmeriegel seine Probleme und Schreiber weite Wege zu gehen.Die Genauigkeit ließ in allen bereichen zu wünschen übrig und Mickten setzte einen gehörigen ersten Schuss vor den Bug. Kurze Korrektur. Baumgarten übernahm für einen Satz das Spielmacher-Zepter. Mehr war körperlich nicht drin. In den beiden hart umkämpften Schlusssätzen setzte sich die größere Erfahrung, gepaart mit Kostanz durch. Den Schlusspunkt setzte Tim Bomsdorf bei seinem Heimdebüt in der Sachsenliga. Eine krachende Rechte auf die Drei-Meter-Linie beim Stand von 24:22 – Cojones!

Mit neun Punkten aus den ersten drei Partien thronen die Holzbuben vorerst auf Rang eins. Ein Quervergleich ist durch unterschiedliche Spielanzahlen innerhalb der Liga wenig sinnvoll. Weiter geht‘s am 3. November, wieder daheim, gegen St. Egidien und TSV Leipzig 76.

Ein großes Dankeschön möchte die Mannschaft noch loswerden: Karsten Ohrisch, seines Zeichens Spielervater, feierte am Samstag seinen 50. Geburtstag. Sohnemann Lukas sollte nach Spiel eins eigentlich zur familiären Fete. Da der 20-Jährige jedoch eine blendende Vorstellung lieferte, gab es vom Vater quasi von der Tribüne aus ein Verbot, die Halle vorzeitig zu verlassen. Danke und herzlichen Glückwunsch nachträglich!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Florian Schreiber, David Wächter, Lukas Ohrisch, Sascha Baumgart, Tim Bomsdorf, Lukas Händler und Constantin Schneider

SGVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               3:0 (18, 21, 21) 76 min.

Nichts zu holen im Delitzscher Osten. Die Bezirksliga-Männer kamen beim Ligafavoriten GSVE Delitzsch III nicht über ein 0:3 hinaus. Ersatzgeschwächt und ohne die nötige Durchschlagkraft im Angriff ging gegen das Kollektiv um Zuspieler und Trainer Ronny Künzel nicht viel.

Da mit René Hellwig und Vinzenz Rummel zwei der drei Mittelblocker fehlten, musste Spielertrainer Kevin Phillipp gehörig umbauen. Diagonalangreifer Stefan Dieter Deinert rückte in die Mitte, Martin Hönemann rückte dagegen nach fast einjähriger Verletzungspause aufgrund seines Armbruchs in der Vorsaison erstmals wieder in den Startsechser. Stimmt die Annahme, ist aufgrund der schlagkräftigen Außenpositionen einiges drin. Soweit die Theorie. Die Annahme passte, aber vorn fehlte die Überzeugung. Phillipp und Co. scheiterten immer wieder an der gegnerischen Gummiwand oder den eigenen Nerven. Ab Satz zwei wurde umgestellt. „Igel“ Deinert wieder auf die Diagonale, der glücklose Coach sollte dagegen über Mitte mehr Akzente setzen können. Das klappte durchaus besser, reichte aufgrund kleinerer Unkonzentriertheiten und Eigenfehler gegen diesen sehr stabilen Gegner jedoch nicht aus. Einziger Dübener mit guter Tagesform war Martin Zeidler, der allein sein Team jedoch nicht retten konnte.

Schnell Mund abputzen, hier werden noch viele Teams Punkte lassen. Wichtiger sind die vermeintlich leichteren Aufgaben. Am 27. Oktober geht‘s auf Sportgymnasium zu den L.E. Volleys IV (SSR). Aber Vorsicht, die jungen Talente haben in Machern und in Delitzsch bereits bewiesen, was sie drauf haben.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Dieter Deinert, Stefan Nordt, Martin Zeidler, Martin Hönemann, Kevin Phillipp, André Reichenbach und Tobias Stadler

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben II                2:0 (18, 20)

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz                          0:2 (-13, -22)

Am Ende bildeten zwei 0:2-Niederlagen den Saisonauftakt der Kreisklasse-Mädels. In beiden Partien hätten die Schützlinge vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs allerdings durchaus mindestens einen Satzgewinn verdient gehabt.

„Wir haben den Sack einfach nicht zubekommen“, sagte Tröbs im Anschluss. Dabei schnupperten die jungen Neulinge weitere Spielpraxis. Wilhelmine Stollberg spielte drei Durchgänge durch, auch Kim Schönberger kam auf einen Satz. Nun heißt es, weiter fleißig trainieren. Am 11. November warten zum nächsten Spieltag an gleicher Stelle mit der eigenen dritten Mannschaft und dem FSV Eilenburg andere Kaliber.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Helena Hofmann, Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Laura Rösiger, Jacqueline Volkmann, Anh-Thu Fechner, Jessica Lenz, Katharina Sagmeister, Lisa Seidel, Josephine Sieg, Wilhelmine Stollberg udn Johanna Witzke

„Starker Auftakt der Schmetterer“

Post by Phillipp

Bad Düben/Einsiedel/Belgern/Delitzsch. Die Kurstadt-Schmetterer sind sehr erfreulich in die neue Spielzeit gestartet. Die Bezirksliga-Männer holten eher unerwartet gleich vier Punkte, die Sachsenliga-Holzbuben siegten in Chemnitz und die Kreisklasse-Damen machten da weiter, wo sie in der letzten Saison aufgehört haben. Außerdem war die männliche U18 im Einsatz. Außer Erfahrung gab es hier jedoch leider nichts zu holen.

SV Bad Düben II – TSG Markkleeberg 1903 III          3:1 (21, 24, -19, 22) 108 min.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                            2:3 (-17, 12, 15, -22, -6) 115 min.

Am Ende bestätigten sich die Sorgen im Vorfeld keinesfalls. Der Saisonstart der Bezirksliga-Männer lief um einiges besser als befürchtet. Der erste Spieltag brachte trotz mangelnder Vorbereitung gleich einmal vier Punkte für das Dübener Konto. So viel hatte das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp im Vorjahr erst im Dezember! Sogar die erste sehr schmeichelhafte Tabellenführung steht für die Kurstädter zu Buche.

Der Aufsteiger von der TSG Markkleeberg 1903 III entwickelte sich zum dankbaren Auftaktgegner für die Holzbuben-Reserve, die erstmals ohne die beiden in die Sachsenliga gewanderten Top-Angreifer Tim Bomsdorf und Lukas Händler auskommen musste. Nach einem knappen Jahr Volleyball-Abstinenz feierte René Hellwig auf der Mitte ein starkes Comeback. Im ersten Spiel des Tages brachte die größere Erfahrung auf Seiten der Gastgeber den Ausschlag. Große Markkleeberger Defizite im Block- und Abwehrverhalten ließen die gut aufgelegten Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert und auch Kevin Phillipp über die Außenpositionen nach Belieben punkten. Die einzige Durststrecke, die die TSG letztendlich wieder schnuppern ließ, befand sich im zweiten Durchgang. Bad Düben zog von 11:12 auf 21:12 davon. Im Anschluss brachte TSG-Mittelblocker Tobias Uhlig den SVBD-Riegel mit seinen gefährlichen Aufschlägen bis zum Gleichstand ins Schlingern. Aber Ende gut, alles gut.

Dass der nahezu in Bestbesetzung angereiste Vorvorjahres-Meister SV Stahl Brandis eine andere Hausnummer darstellen sollte, war im Vorhinein klar. Zuspieler Rudi Klug brachte ordentlich Tempo ins Spiel, das die Hausherren nicht stetig mitgehen konnten. Nach einem deutlichen ersten Satzverlust gelang es Phillipp und Co. jedoch, die Feldabwehr zu verbessern. Brandis brauchte immer mehr Anläufe, was sichtlich die Geduldsfäden beanspruchte. Bad Düben hingegen nutzte die eigenen Chancen und sicherte sich so klar die Sätze zwei und drei. In Abschnitt vier war der SV Stahl eigentlich schon geschlagen. Langsam schwanden jedoch Kräfte und Konzentration auf Bad Dübener Seite. Am Ende konnte die Kurstädter nicht mehr viel entgegensetzen und so feierten die Brandiser ihren ersten Saisonsieg.

Mit vier Punkten im Gepäck geht es nun am kommenden Samstag (29.09.) ersatzgeschwächt zum aufgemotzten Ligafavoriten des GSVE Delitzsch III.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, Kevin Phillipp, René Hellwig, André Reichenbach, Tobias Stadler und Martin Hönemann

SV Chemnitz-Harthau – SV Bad Düben           1:3 (23, -17, -20, -22) 101 min.

Der Ofen brauchte eine Weile. Eins, zwei Scheite nachgelegt und das Feuerholz brannte in geregelten Bahnen. Die Bad Dübener Sachsenliga-Holzbuben starteten mit einem souveränen 3:1-Auswärtserfolg beim SV Chemnitz-Harthau in die neue Saison.

Ohne Stammzuspieler Frank Baumgarten galt es in allererste Linie, die verständlicherweise vorhandenen Abstimmungsdefizite kontinuierlich abzubauen. Chemnitz zeigte einen stabilen ersten Satz und gewann diesen verdient. In der Folgezeit klappte das Zusammenspiel mit Neu-Regisseur Florian Schreiber immer besser. Zudem konnten sich die Heidestädter auf ihre Außenkanoniere Jens Andrä und Daniel Lange verlassen. An den Mittelblockern lief das Spiel hingegen mehr oder weniger vorbei. Auch hier sind in den nächsten Wochen weitere Abstimmungen vonnöten. Die Harthauer hielten bis zur Mitte der restlichen Sätzen gut mit, dann spurtete die Bad Dübener Erfahrung stets gnadenlos in Richtung Ziellinie. Ein Erfolg, auf den sich aufbauen lässt.

Am kommenden Samstag (29.09.) steht schließlich der erste Heimspieltag an. Empfangen werden ab 15 Uhr Regionalliga-Absteiger SV Reudnitz und Aufsteiger SV Motor Mickten aus der Landeshauptstadt. Die Leipziger sind mit zwei Siegen gestartet, für „MoMi“, gegen die noch eine Rechnung offen ist, bildet die Auswärtsfahrt in die Heide den Saisonstart.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Florian Schreiber, David Wächter, Lukas Händler, Daniel Lange, Constantin Schneider, Henry Ungelenk, Lukas Ohrisch und Sascha Baumgart

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz                2:0 (19, 21)

SV Bad Düben III – FSV Eilenburg II 2:0 (6, 19)

Der amtierende Damen-Kreismeister machte zum Saisonstart genau da weiter, wo sie im April aufgehört hatten. In der Belgerner Stadthalle fuhren Kapitänin Andrea Schulz und Co. gleich zwei 2:0-Siege gegen den FSV 02 Thallwitz und den FSV Eilenburg II ein. Als Belohnung auch sofort die erste Tabellenführung für die dritte Mannschaft aus der Kurstadt.

Zum nächsten Spieltag am kommenden Sonntag haben die erfahrenen Damen spielfrei. Erst am 11. November steigen sie wieder ins Geschehen ein. In der Eilenburger Belian-Sporthalle geht es dann gegen die vereinseigene zweite Garde und den gastgebenden FSV.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Marion Lange, Susanne Petersohn, Simone Piatyschek, Maria Burkhardt und Daniela Sieg

Bezirksmeisterschaften U18 männlich (1. Spieltag)

Turbine Leipzig – SV Bad Düben                       2:0 (9, 7)

SV Bad Düben – TSG Markkleeberg 1903       0:2 (-9, -8)

Für die männliche U18 gab es beim ersten Spieltag im Rahmen der diesjährigen Bezirksmeisterschaft nicht viel zu holen. In der Vorsaison noch in der U16 gestartet, hatten es die interimsweise von Lukas Händler angeleiteten Nachwuchs-Schmetterer in der Delitzscher Artur-Becker-Halle gegen Turbine Leipzig und die TSG Markkleeberg 1903 schwer. Man ernährt sich von kleineren Erfolgserlebnissen. Mit fleißiger Trainingsarbeit soll es Schritt um Schritt nach vorn gehen.

Der nächste Spieltag steht am 4. November in der altehrwürdigen Leipziger Leplayhalle an. Dann geht es gegen den SV Reudnitz, den GSVE Delitzsch und erneut Turbine Leipzig.

Für den SV Bad Düben spielten: Paul Albrecht, Elias Dittrich, Dimitri Gorr, Franz Hielscher, Hannes Oldenburg, John Rosengrün und Sebastian Wolf

„Meisterlich – allgemeines Aufatmen“

Post by Phillipp

Liebertwolkwitz/Leipzig/Eilenburg. Das letzte Punktspiel-Wochenende der nun angeschlossenen Saison hatte es für die Bad Dübener Volleyballer noch einmal in sich. Sowohl die Bezirksklasse- als auch die Kreisklasse-Damen krönten sich mit Siegen zum Meister ihrer Klassen. Die Bezirksliga-Männer schlichen erst bedöppelt aus der Halle, um dann doch noch einen großen Stein plumpsen hören zu können. Auch die Kreisklasse-Mädels ließen zum Abschluss noch einmal aufhorchen.

SV Liebertwolkwitz – SV Bad Düben               2:3 (-21, 7, 13, -22, -11) 127 min.

Ich trink ‘nen Sekt vielleicht! Der Aufstieg stand plötzlich und recht unerwartet bereits vor der Begegnung beim SV Liebertwolkwitz fest. Die Gastgeberinnen besiegten den mit Bad Düben punktgleichen SV Lok Engelsdorf III glatt und knapp zugleich mit 3:0 (23, 22, 23). Damit war zumindest Platz zwei gesichert. Um den Meistertitel fest zu machen, mussten jedoch noch zwei gewonnene Sätze her. Nach dem ersten erfolgreichen Durchgang sah alles gut aus, dann folgte ein Totaleinbruch. Lediglich 20 Pünktchen in zwei Sätzen wanderten auf das Dübener Konto. Dank eines beherzten Schlussspurts konnte nicht nur der eine wichtige Punkt, sondern sogar noch der Sieg im Tiebreak errungen werden. Sekt, Jubel und noch mehr Sekt!

Nächstes Jahr geht es also erstmals in der 1. Bezirksklasse um die Wurst. Der Krostitzer SV wird als Zweitplatzierter folgen. Dort kommt es durchaus zu zahlreichen Wiedersehen mit Teams, die in der letzten Saison aufsteigen konnten.

Am kommenden Wochenende ist Kür angesagt. Im Bezirkspokal-FinalFour vor der eigenen Haustür (bzw. hinterm Bundespolizei-Kasernentor) ist man im Halbfinale gegen Vizebezirksmeister TSV 1862 Schildau krasser Außenseiter.

Für den SV Bad Düben wurden Meister der 2. Bezirksklasse: Kapitänin Sara Vogelweider, Julia Tröbs, Juliane Heßler, Barbara Geißler, Sophia Schaffernicht, Sina Franke, Sandra Grundmann, Caroline Monien, Carmen Drefs, Maria Krafczyk, Vanessa Wutzke, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann und Luisa Beutelrock

SV Reudnitz II – SV Bad Düben II     3:1 (23, -18, 16, 19) 79 min.

Erst zu Tode betrübt, dann himmelhochjauchzend. Die Bezirksliga-Holzbuben um Spielertrainer Kevin Phillipp gruben sich mit einer anfangs ordentlichen, aber zu keiner Zeit entschlossenen Leistung gegen stark servierende Bezirksmeister vom SV Reudnitz II fast ihr eigenes Grab. Schiedsrichter Aaron Fischer beschrieb es nach dem Spiel ziemlich treffend: „Ihr wart gut zwei Sätze lang das bessere Team und hört dann einfach auf mit spielen.“ Wohl wahr. Zahlreiche Ausfälle begrenzten die Wechseloptionen. Die frisch, fromm, fröhlich und frei aufspielenden Gastgeber schöpften dagegen aus vollem Spielertrog. Das Duell der beiden besten Rückrunden-Teams ging hochverdient an den Meister – doppelter Glückwunsch.

Und nun? Die Muldestädter hatten den Klassenverbleib nicht mehr in der eigenen Hand. Parallel musste der Dommitzscher SV mindestens ein Heimspiel deutlich abgeben. Fünf Minuten nach Bad Dübener Spielende war klar: Der Krostitzer SV II kam diesem Wunsch mit einem 3:0-Sieg in der „grünen Hölle“ entgegen. Puuh! Weitere drei Tage später wurde bekannt, dass sich der SV Hohenprießnitz – mit Rang sechs direkt vor den Dübenern im Ziel – für die nächste Saison in die Bezirksklasse zurückziehen wird. Somit wäre eigentlich bereits viel eher alles geritzt und liegen gelassene Nerven hätten gespart werden können.

Das Happy End könnte am kommenden Samstag in heimischer Halle noch vergoldet werden – beim FinalFour um den Bezirkspokal. Halbfinal-Gegner? SV Reudnitz II...

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Martin Zeidler und Tobias Stadler

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz                2:1 (-17, 4, 9)

SV Bad Düben III – FSV Eilenburg II                 2:0 (17, 15)

Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht. Am ersten Spieltag nur zu sechst nach Belgern angereist, verletzte sich Top-Spielerin Katja Andrä schwer am Knie. Neben der andrä‘schen Gesundheit gingen so auch gleich zwei Spiele in die Binsen. Am Ende der zweiten Spielzeit nach dem Comeback ist lediglich eine weitere Pleite hinzugekommen und die erfahrenen Damen um Kapitänin Andrea Schulz sind Kreismeister.

Nach verpatztem Start gegen den direkten Konkurrenten aus Thallwitz drehten die Kurstädterinnen mächtig auf und fegten den FSV regelrecht von der Platte. Der Sieg gegen den Tabellenletzten vom FSV Eilenburg II war dann nur noch Formsache. Der tolle Erfolg wird jedoch nicht mit dem Aufstieg veredelt. Das Zeug dazu hätte das Team sicher, man entschied sich jedoch dagegen.

Für den SV Bad Düben III wurden Kreismeister: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Katja Andrä, Simone Voigt, Simone Piatyschek, Jana Schlaak, Marika Göllner, Daniela Sieg, Annett Stänicke, Victoria Glaser, Susanne Petersohn und Marion Lange

SV Bad Düben II – SV Roland Belgern              1:2 (-20, 16, -10)

SV Bad Düben II – FSV Eilenburg                      0:2 (-14, -9)

Zum Abschluss des dritten Punktspiel-Jahres gab es noch einmal einen Satzgewinn. Äußerst knapp reicht es gegen den SV Roland Belgern jedoch nicht zum Spielgewinn. Darauf lässt sich aufbauen! Vizekreismeister FSV Eilenburg war dann doch eine Nummer zu groß.

Die Saison ist jedoch noch nicht beendet. Im Freitagabend (18 Uhr) steht in heimischer Oberschul-Sporthalle das Kreispokal-Halbfinale gegen den Titelverteidiger SSV 1952 Torgau an.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura Rösiger, Luisa Beutelrock, Helena Hoffmann, Johanna Witzke, Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann und Katharina Sagmeister

„Im Pokal jubeln die anderen“

Post by Phillipp

Bad Düben. Auch wenn es für die letzten drei im Pokalwettbewerb verbliebenen Volleyball-Teams des SV Bad Düben am letzten Hallen-Wochenende nicht zum einem Sieg oder Weiterkommen reichte, kann der Abschluss dennoch als gelungen verbucht werden. Als Ausrichter wurde sich teuer verkauft und mit etwas Glück wäre gerade bei den Herren auch mehr drin gewesen.

SV Bad Düben II – SSV 1952 Torgau                0:3 (-12, -20, -21)

Bereits am Freitagabend waren die Mädels der zweiten Mannschaft an der Reihe, um dem Titelverteidiger unter Umständen ein überraschendes Bein zu stellen. Zwei Sätze lang schnupperten sie an der Sensation im Kreispokal-Halbfinale. Am Ende war den Schützlingen vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs jedoch kein gewonnener Satz vergönnt.

Die Saison ist nun beendet, erste Punktspielsiege wurden eingefahren und nun folgt ein kleiner Cut. Das Gesicht des Teams wird sich über den Sommer leicht verändern. Das eine oder andere Talent findet sich dann in der frisch aufgestiegenen ersten Mannschaft in der 1. Bezirksklasse wieder.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Luisa Beutelrock, Helena Hofmann, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann, Johanna Witzke, Anna Vogelweider und Katharina Sagmeister

SV Bad Düben – TSV 1862 Schildau  0:3 (-14, -12, -15) 62 min.

Keine Gnade hatten am Samstag die hoch favorisierten Schildauerinnen mit ihrer Gegnerschaft im Final-Four-Turnier in Bad Düben. Erst mussten die Gastgeberinnen im Bezirkspokal-Halbfinale leiden, im Endspiel erging es dem SV Stahl Brandis auch nicht besser.

Der Zwei-Liegen-Unterschied zwischen Bad Düben und Schildau war nicht wegzudiskutieren. Zudem fehlten Trainerin Susanne Windisch mit Sina Franke, Sara Vogelweider und Juliane Heßler gleich drei Leistungsträger. Dafür half zum zweiten Mal in dieser Spielzeit Kati Poschmann vom Kreismeister-Team aus. Der TSV 1862 um seine bärenstarke Tina Seifert hatte jedoch kein Erbarmen und sammelte fleißig Punkt und Punkt. Was soll‘s, als Vertreter der 2. Bezirksklasse bereits zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren beim Final-Four – auch das ist eine herausragende Leistung und krönte die Meistersaison noch mit einem Highlight.

Für den SV Bad Düben spielten: Sandra Grundmann, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Barbara Geißler, Julia Tröbs, Maria Krafczyk, Carmen Drefs, Johanna Witzke und Kati Poschmann

SV Bad Düben II – SV Reudnitz II     2:3 (-19, 16, -21, 14, -13) 119 min.

Sich über Schiedsrichterleistungen zu ärgern, ist mehr als müßig und sicher auch vertane Zeit. Wenn in einem Tiebreak um den Einzug ins Finale zwei klare Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Heimmannschaft den Ausschlag geben, ist das mehr als bitter. Kein Vorwurf an den kurzfristig und neutral eingesetzten Unparteiischen, aber das hatte am Ende ein gewissen Geschmäckle.

Gesundheitlich angeschlagene Kurstädter schleppten sich gegen ersatzgeschwächte Bezirksmeister in den entscheidenden fünften Durchgang, hatten dort die Sympathien in der Halle für sich und unterlagen am Ende denkbar knapp. Für die beiden besten Angreifer Tim Bomsdorf und Lukas Händler war es das letzte Spiel überhaupt. Beide wechseln zur neuen Saison in die Sachsenliga-Mannschaft. Ein Titel sollte zum Abschluss noch her. Draus wurde leider nichts – trotz ausgezeichneten Kampfs.

Im Endspiel triumphierte Vizebezirksmeister SV Sachsen Delitzsch 1994 hochverdient mit 3:1 über Bezirksmeister SV Reudnitz II. Glückwunsch an den Lober!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Tobias Stadler, Martin Zeidler, Vinzenz Rummel, Daniil Gorr, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Stefan Dieter Deinert, Stefan Nordt und Sirko Lange

„Zum Jubiläum selbst beschenkt“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch. Die Sonne lachte über Bad Düben, der hiesige Sportverein feierte sein 25. Jubiläum mit einem großen Mitmach-Sportfest und auf den Volleyballfeldern schmetterten sich die Teams in eine gute Ausgangslage vor dem entscheidenden letzten Spieltag. Die Bezirksklasse-Damen übernahmen mit zwei ungefährdeten Erfolgen die Tabellenspitze, die Bezirksliga-Männer zitterten sich dagegen zum neunten Saisonsieg in Delitzsch.

SV Bad Düben – GSVE Delitzsch                                        3:0 (16, 12, 12) 55 min.

SV Bad Düben – Volksbank-Devils Lobstädt                  3:0 (7, 11, 15) 54 min.

Überhaupt keine Zweifel ließen am Festtag die Damen um Kapitänin Sara Vogelweider aufkommen. Bei tropischen Temperaturen und vor knapp 60 Zuschauern wurden sowohl der GSVE Delitzsch als auch die Volksbank-Devils Lobstädt in einer Spielzeit von unter einer Stunde abgewatscht. Bis auf Barbara Geißler konnte Trainerin Susanne Windisch auf den vollen Kader zurückgreifen.

Trotz der engen Ausgangslage im Meisterschaftskampf zeigten die Kurstädterinnen keinerlei Nervosität und konnten äußerst souverän die Punkte 38 bis 43 einfahren. Damit ging es seit November erstmals wieder an die Tabellenspitze. Am letzten Spieltag kommt es nun zum absoluten Showdown. Der viertplatzierte SV Liebertwolkwitz hat 37 Zähler und empfängt erst den SV Lok Engelsdorf III (43 Punkte), der zweitplatziert und punktgleich mit den Bad Dübenern ist, die im Anschluss gefragt sind. Die „Wolkser“ könnten mit zwei deutlichen Siegen zwar gleichziehen, sind mit weniger Spielgewinnen jedoch bereits raus aus dem Rennen. Dennoch könnte der SVL zum Zünglein an der Aufstiegswaage werden. Parallel geht der Dritte im Bunde, der Krostitzer SV (41), bei den Leipziger Nordsternen ans Netz und wird sich da wohl keine Blöße geben. Fakt ist: Für Bad Düben genügen zwei Satzgewinne zu Aufstiegsrang zwei. Ein deutlicher Sieg beseitigt jegliche Restfragen...

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Sandra Grundmann, Julia Tröbs, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Caroline Monien und Carmen Drefs

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               2:3 (-19, 21, 24, -18, -6) 112 min.

Zähes Ringen in Delitzsch-Ost: Die Bezirksliga-Männer aus Bad Düben sahen bei der dritten Garde der Gymnasialen lange Zeit wie der sichere Verlierer aus, kamen mit dem Rücken zur Wand und hängenden Köpfen jedoch wieder überfallartig zurück. Beide Mannschaften konnten nahezu aus dem Vollen schöpfen. Beim GSVE fehlte lediglich der Ex-Dübener Peter Lüddecke, beim SVBD waren Sirko Lange, Pierre Renner und Martin Hönemann nicht mit an Bord.

Bad Düben legte einen ersten Sahnesatz hin, bekam in der Folge jedoch zunehmend schlottrige Knie, als der Gastgeber Erfahrung und Blockhöhe einwechselte. Mitte des zweiten Durchgangs kämpften sich die jungen Holzbuben wieder ran, verpassten aber das Zielfinish. Im dritten Durchgang scheiterten die Gäste an der eigenen Konzentration. Delitzsch war stimmungstechnisch längst obenauf, obwohl das Spiel hin und her schwankte. Ohne Mumm im Angriff und mit katastrophaler Feldverteidigung wurde es den Herren in schwarz zu einfach gemacht. Mit Wut im Bauch wurde im „Vierten“ ein ordentlicher Vorsprung rausgespielt. Nach einer eigenartigen Schiedsrichterentscheidung verließen die beiden wichtigsten Delitzscher Akteure Christian Wolff und Ronny Künzel wutentbrannt die Halle. Von da an war Einbahnstraßen-Volleyball in der Ost-Sauna angesagt. Bad Düben wuppte die Begegnung der beiden besten Rückrunden-Teams noch, gewann erstmal gegen diese Truppe und fuhr somit den wichtigen siebten Sieg in den letzten acht Spielen ein.

Im Anschluss kam der Dommitzscher SV gegen Delitzsch, das nun zum Großteil ihre Reservisten spielen ließ, nicht über eine 2:3-Niederlage hinaus. Beim Blick auf die Tabelle vor dem letzten Spieltag kann einem durchaus schwindlig werden. Vierter ist der SV Stahl Brandis mit 29 Punkten, gefolgt vom Krostitzer SV (28), dem SV Hohenprießnitz (27), dem SV Bad Düben II (26) und schließlich dem Dommitzscher SV (23) auf Abstiegsrang acht. Brandis und Krostitz können nicht mehr absteigen. Dahinter wird es interessant: Dommitzsch empfängt am kommenden Samstag den KSV sowie Hohenprießnitz. Bad Düben muss hingegen beim Zweitplatzierten SV Reudnitz II, der aus eigener Kraft Bezirksmeister werden kann, antreten. Die schwierigste Aufgabe liegt also vor den Bad Dübenern, die aktuell jedoch einen wahren Lauf haben und – auch das ist im Hinterkopf – bereits das Hinspiel gewinnen konnten. Was wäre, wenn? Um es kurz zu machen: Siegt Bad Düben, spielen sie nächste Saison erneut Bezirksliga. Verlieren sie deutlich, müsste Dommitzsch mindestens eine Partie ebenso deutlich abgeben. Die erste Variante wäre dem Team von Spielertrainer Kevin Phillipp etwas lieber.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Daniil Gorr, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Stefan Dieter Deinert, Vinzenz Rummel, Tobias Stadler und Martin Zeidler