„Samstag top, Sonntag flop“

Post by Phillipp

Rote Jahne/Krostitz. Das jüngste Wochenende war für die Bad Dübener Volleyballer nicht nur datumstechnisch zweigeteilt, sondern auch beim Blick auf die Gefühlswelten. Während am Samstag sowohl die Sachsenliga-Männer als auch die Bezirksklasse-Damen ihre Spitzenspiele gewinnen konnten, versagten den Bezirksliga-Männern am Sonntag in den wichtigen Phasen die Nerven.

SV Bad Düben – TSV Leipzig 76                         3:1 (23, 22, -23, 16)

SV Bad Düben – SV Chemnitz-Harthau           3:0 (22, 23, 19)

Bei den Holzbuben läuft es weiter wie geschmiert. Auch der urlaubsbedingte Ausfall von Spielertrainer Thomas Haack brachte die Maschinerie nicht ins Stottern. Eine sensationell gefestigte Annahme, glänzend dirigiert vom im April letztmalig beim Training gesichteten Libero Henry Ungelenk, zauberte Zuspieler Frank Baumgarten ein ums andere Mal ein verschmitztes Grinsen ins Gesicht. Die gegnerischen Blockreihen mussten ordentlich Meter machen. Besonders über die Außenpositionen glänzten Jens Andrä, der nicht aufzuhaltende Daniel Lange sowie Florian Schreiber mit eindrucksvoller Brachialität.

Beide Gegner hielten lange und gut mit. Die Zuschauer in der Roten Jahne sahen zwei mitreißende Duelle, in denen die Gastgeber stets mit cleverem Spiel in der Cruchtime punkteten. Zudem fruchtete die Integration der jungen Spieler. Der 19-jährige Mittelblocker Lukas Ohrisch gab einen tollen Einstand nach seinem Sprung um vier Spielklassen. Daniil Gorr, erst 17 Jahre alt, spielte auf der Außenposition befreit auf – immer gut mit einem eingespielten, erfahrenen Gebilde um einen herum. Der TSV spielte keinesfalls wie ein Tabellenvorletzter, Chemnitz-Harthau zeigte, warum sie vor dem Spieltag den Platz an der Sonne belegten. Und dennoch siegten die Holz-Liebhaber völlig verdient, beeindruckend dominant.

Drei Kuriositäten hielt der Spieltag noch bereit. Nummer eins: Im Ausweichquartier war kein Messinstrument vorhanden. Gut, wenn man richtige Malocher mit Zollstock im Auto im Team hat. Kurzerhand eine Hochsprunglatte markiert und ans Netz gehalten – fertig. Nummer zwei: Die Lampen brauchen eine Weile im Wald. Vor Beginn des dritten Satzes gegen die Leipziger wurde es plötzlich dunkel in der Sporthalle. Ein Chemnitzer betätigte beim Gang in die Kabine den falschen Lichtschalter. Mehr als fünf Minuten verzögerte sich der weitere Spielverlauf, da die richtige Schalterkombination gefunden sowie Geduld bewiesen werden mussten. Nummer drei: Der Gipfel! Chemnitz zerstört beim Einspielen beide Antennen. Die zugehörigen Taschen hatten fortan ausgedient. Glücklicherweise tragen zahlreiche Ingenieure die Trikots beider Teams. Mit reichlich Tape-Verband und einer patentreifen Doppel-Antennen-Konstruktion konnte die zweite Partie mit 25-minütiger Verspätung starten.

Der SVBD belegt weiterhin ungeschlagen Rang zwei. Neuer Spitzenreiter ist mit dem Krostitzer SV der zweite Vertreter aus Nordsachsen – auch noch unbesiegt, jedoch mit einem Match mehr auf der Uhr. Weiter geht es am 25. November in Glauchau beim Aufsteiger der SSV St. Egidien.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Constantin Schneider, Daniel Lange, René Hellwig, Henry Ungelenk, Lukas Ohrisch, Daniil Gorr, Lukas Händler, André Reichenbach und Vinzenz Rummel

Krostitzer SV – SV Bad Düben           2:3 (26, -17, 20, -22, -8) 121 min.

Hoffen durfte man, rechnen konnte damit eigentlich keiner. Die stark ersatzgeschwächten Bezirksklasse-Damen fügten Absteiger Krostitzer SV die erste Saisonniederlage zu. Mit einer tollen Mannschaftsleistung rang das Team von Ersatzkapitänin Sandra Grundmann die Gastgeberinnen aus dem Bierdorf in fünf Durchgängen nieder. Vor allem die Unterstützung von Kati Poschmann aus der eigenen dritten Mannschaft zahlte sich aus. Die höherklassig erfahrene Außenangreiferin brillierte in der Defensive, fand im Angriff stets clevere Lösungen und brachte den KSV so immer wieder zur Verzweiflung. Zudem zeigte Mittelblockerin Julia Tröbs eine starke Vorstellung in der Offensive.

Ohnehin dürfte Trainerin Susanne Windisch mächtig stolz auf das Gesehene sein. Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht, Kapitänin Sara Vogelweider, Barabara Geißler und Juliane Heßler fehlten verletzungs- und arbeitsbedingt. Die Kurstädterinnen hatten somit nichts zu verlieren und spielten unbeschwert auf. Einer für alle, alle für einen! Gut platzierte Aufschläge, eine aufmerksame Verteidigung und eine ansprechende Blockarbeit waren die Zutaten für den fünften Saisonsieg im fünften Match.

Das bedeutet weiterhin Platz eins, der Vorsprung schmilzt aufgrund des dritten Tiebreak-Erfolgs jedoch auf die Verfolger SV Lok Engelsdorf III und SV Liebertwolkwitz. In zwei Wochen (18.11.) geht es beim gut gestarteten Aufsteiger VolksbankDevils Lobstädt weiter. Bis dahin kehrt hoffentlich die eine oder andere Spielerin zurück. Poschmann darf nicht mehr, würde sich festspielen. Aber es gibt ja noch Jugendspieler. So zeigte Luisa Beutelrock aus der zweiten Garde ein ordentliches Debüt. Hier fehlte lediglich der erste eigene Punkt.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sandra Grundmann, Sina Franke, Kati Poschmann, Julia Tröbs, Caroline Monien, Maria Krafczyk, Carmen Drefs, Luisa Beutelrock und Johanna Witzke

Krostitzer SV II – SV Bad Düben II   3:0 (22, 21, 24) 75 min.

Es war einfach (wieder) der Wurm drin. Die Muldestädter hielten im Duell der beiden Sachsenliga-Reserven  drei Sätze lang wunderbar mit, zeigten sich beim Vorjahres-Fünften Krostitzer SV II mindestens ebenbürtig. In allen drei Endphasen guckte jedoch mächtig der Stift. Die Routiniers um André Quasdorf, Yves Mattheis und Frank Schenker zeigten ab Punkt 20 die Krallen, die junge Gegnerschaft igelte sich in der Folge zusammen.

Bad Düben kämpfte mit großen Annahmeproblemen, Kevin Phillipp, der den erkrankten Stefan Nordt im Zuspiel ersetzte, musste weite Wege gehen und glänzte zu oft mit Ungenauigkeit. Der Respekt im Angriff war letztendlich zu groß, die eigene Verteidigung zu schwach.

„Das ist bitter. Gegen den bisher schwächsten Gegner zeigen wir die schlechteste Leistung. Auch hier war viel mehr drin“, hadert Coach Phillipp. Im Training bleibt wenig Grund zum Meckern, phasenweise sieht es in den Partien auch ansprechend aus. Nur eine gute Mischung aus Effizienz und Konstanz fehlt im Wettkampfmodus noch.

Viel Zeit zum Verdauen bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag (11.11.) soll endgültig der Bock umgestoßen werden. Als Kontrahenten werden der Tabellenzweite vom SV Reudnitz II sowie die Nachwuchstalente der L.E. Volleys IV zum Heimspieltag in der Sporthalle Rote Jahne erwartet. Kopf hoch, Attacke!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Lukas Händler, Kevin Phillipp, Vinzenz Rummel, Daniil Gorr, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Alexander Becker, Martin Hönemann, Martin Zeidler, Pierre Renner und Tobias Stadler

„Schmerzliche Tabellenführung“

Post by Phillipp

Bad Düben/Dommitzsch/Delitzsch. Die ersten Volleyball-Damen des SV Bad Düben haben mit zwei Heimsiegen die Tabellenspitze in der 2. Bezirksklasse erklommen. Die Freude hielt sich jedoch in Grenzen. Die ersatzgeschwächten Bezirksliga-Männer wehrten sich beim Ligaprimus nach Kräften, fuhren allerdings erneut mit leeren Händen nach Hause. In der Kreisklasse hatten es die Jungs erneut äußerst schwer.

SV Bad Düben – VSG Leipzig Nord II                3:1 (5, 7, -23, 27) 94 min.

SV Bad Düben – GSVE Delitzsch                        3:1 (21, 19, -23, 22) 110 min.

Wenn nach einem Sechs-Punkte-Spieltag keinem zum Lachen zumute ist, hat das meist unerfreuliche Gründe. Die ohnehin stark angespannte Personaldecke der Kurstädterinnen erlitt einen erneuten schweren Dämpfer. Im dritten Satz der zweiten Partie knickte Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht am Sprunggelenk um, der Knöchel schwoll dick an. Da hat es wohl die Bänder erwischt. Bei Kapitänin Sara Vogelweider macht das Knie Probleme, Barbara Geißler ist mit einer Achillessehnenreizung zum Zuschauen verdammt, Julia Tröbs kränkelt aktuell und nun noch Schaffernicht. Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil: Der Kader besteht aus zehn Spielerinnen, vier fallen derzeit aus. Am nächsten Samstag steht planmäßig das Spitzenspiel beim Krostitzer SV an, zu dem Jung-Unternehmerin Juliane Heßler auch noch arbeiten muss. Um Verschiebung wird gerade gebeten.

Aber zurück zum eigentlich sehr erfolgreichen Spieltag: Die VSG-Damen wurden in den ersten beiden Durchgängen mit druckvollen Aufschlägen förmlich an die Hallenwand gespielt. Danach ließen es die Gastgeberinnen von Trainerin Susanne Windisch gehörig schleifen, retteten sich jedoch vor dem Tiebreak. Ähnliches Bild im zweiten Spiel gegen die Gymnasialen aus der Loberstadt. Die Damen von der Mulde diktierten die beiden Auftaktsätze, verloren dann – auch bedingt durch die Schaffernicht‘sche Verletzung – den Pfaden. Ein Punktverlust konnte im vierten Akt dank geschlossener Teamleistung noch verhindert werden.

Nach vier Duellen thronen die Windisch-Damen ungeschlagen und punktgleich mit dem SV Liebertwolkwitz an der Tabellenspitze. Klappt es mit der Verlegung des Krostitz-Spiels, geht es am 18. November in der Lobstädter Victoria-Halle weiter. Bis dahin könnte sich die Personalsituation wieder etwas entspannt haben.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Sandra Grundmann, Julia Tröbs, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Carmen Drefs, Juliane Heßler und Caroline Monien

Dommitzscher SV Grün-Weiß – SV Bad Düben II          3:1 (23, 9, -20, 19) 90 min.

„Wenn das das Niveau eines Spitzen-Teams ist, mach ich mir keine Sorgen um unseren Verbleib in der Liga. Dass wir es jedoch nicht schaffen, solche Spiele mal zu unseren Gunsten zu entscheiden, ist allerdings bedenklich“, grübelt Spielertrainer Kevin Phillipp. Die zweite Garde des SVBD ist derzeit so etwas wie der 1. FC Köln der Volleyball-Bezirksliga. Im Pokal läuft‘s, in der Liga will es einfach nicht klappen. Dabei schlägt der Herz von Phillipp. sozusagen der Dübener Peter Stöger, auch noch für den Erzrivalen aus Mönchengladbach – der Vergleich hinkt also gewaltig.

Beide Teams zeigten bei Weitem nicht ihren besten Volleyball. Auch der Tatsache geschuldet, dass wichtige Pfeiler fehlten: Beim Tabellenführer aus Dommitzsch Zuspieler Marcel Negro und Christian Schulze, bei den Dübenern Hauptangreifer Tim Bomsdorf und Libero Alexander Becker. Der Außenseiter aus der Kurstadt zeigte sich im ersten Durchgang unbeeindruckt von Athletik und Lautstärke in der nördlichsten Sporthalle Sachsens. Bad Düben dominierte, spielte clever, führte bereits 23:19. Plötzlich konnte kein Druck mehr erzeugt werden und der Satz ging noch flöten (23:25). Die komplette Offensive war in den ersten beiden Akten ein Totalausfall, auch weil die Annahme gehörig wackelte. Über den zweiten Satz sollte eigentlich der Mantel des Schweigens gelegt werden. Der Dommitzscher Block wurde blind berühmt geschossen, die Köpfe gingen runter.

Doch das junge Team zeigte Moral. Phillipps geschundener Ellenbogen war endlich auf Betriebstemperatur, wodurch der Coach vom Zuspiel in den Außenangriff rückte und fleißig punktete. Wie aus dem Nichts war der Wille da und die Gänsebrunnenstädter sichtlich beeindruckt. Zudem lief Stefan Dieter Deinert aus allen Lagen zur Höchstform auf. Bis zum 7:2 im vierten Satz klappte nahezu alles, dann verabschiedete sich erneut die Dübener Annahme aus der „grünen Hölle“ – leider, da war mehr drin.

Am kommenden Sonntag geht es zum ungeschlagenen Krostitzer SV II. Hier soll der Knoten platzen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Lukas Händler, Kevin Phillipp, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, Daniil Gorr, Stefan Nordt, Pierre Renner und Vinzenz Rummel und Tobias Stadler

Dommitzscher SV Grün-Weiß II – SV Bad Düben III     2:0 (3, 4)

SV Bad Düben III – SV Stahl Delitzsch                              0:2 (-4, -4)

Die Kreisklasse-Jungs bekamen am Sonntag zwei weitere Lehrstunden. Die zweite Truppe aus Dommitzsch ist teils mit Bezirksliga-erfahrenen Spielern bestückt, Stahl Delitzsch ein seit gefühlten Jahrzehnten eingespieltes Ensemble. Die Ergebnisse sind ohnehin nebensächlich, Spielpraxis ist entscheidend. Im Vergleich zur Vorwoche hat das Gezeigte Trainer Lukas Ohrisch nicht gefallen. Kein Elan, nur Behäbigkeit und Schläfrigkeit waren zu sehen.

Nächste Gelegenheit, es besser zu machen, ist am 12. November. Mit Arzberg und Dommitzsch II warten jedoch wieder zwei Brocken.

Für den SV Bad Düben III spielten: Felix Lausmann, Paul Barthel, Franz Hielscher, Sebastian Wolf, Dimitri Gorr und Lukas Wieland

„Bis die Ärzte kommen“

Post by Phillipp

 

VF Blau-Weiß Hoyerswerda – SV Bad Düben               1:3 (-19, -20, 22, -14) 110 min.

Hoyerswerda. Die Bad Dübener Sachsenliga-Schmetterer behalten auch an ihrem zweiten Spieltag eine weiße Weste. Mit sechs Punkten aus zwei Partien lauert das Team von Spielertrainer Thomas Haack hinter Chemnitz-Harthau und Aufsteiger St. Egidien, die bereits vier Begegnungen in den Knochen haben. Neuestes Erfolgserlebnis ereignete sich im Sorbenland. Bei den stets sympathischen blau-weißen Volleyballfreunden aus Hoyerswerda strichen die Kurstädter einen nie gefährdeten 3:1-Sieg ein.

Die Gastgeber kämpften sich im Vorfeld bereits fünf Sätze lang durch die Partie gegen St. Egidien (2:3). Die nur zu acht angereisten Nordsachsen (René Hellwig, Sascha Baumgart, Lukas Ohrisch und David Wächter fehlten) gaben vom ersten Baumgarten-Aufschlag das Tempo vor. Über eine konzentrierte Annahme, sehr variables Zuspiel und druckvollen Offensivaktionen waren die ersten beiden Durchgänge relativ schnell gewonnen. Das von 70 Zuschauern lautstark angefeuerte „Hoywoy“ hatte große Probleme zu folgen, scheiterte zudem immer wieder von der Grundlinie und am eigenen Stellungsspiel. Im dritten Akt ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen, der Aufsteiger spielte mit dem Rücken zur Wand und verbundenen Augen alles oder nichts in der Offensive. Zudem stabilisierte sich Hauptangreifer Silvio Panoscha, trumpfte im Aufschlag und im Angriff mächtig auf. Bad Düben blieb dran, die Volleyballfreunde machten jedoch verdient den Sack zu. Das Publikum bekam nun immer mehr Songs von „Die Ärzte“ zu hören. Hallen-DJ Rüdiger Nobel spielte gut eineinhalb Stunden ausschließlich Klassiker der Berliner Punk-Oldies. Von „Teenagerliebe“ über „Mädchen“ bis „Grace Kelly“ war alles vertreten.

Nicht gerührt, nur kurz geschüttelt: André Reichenbach ging vom Feld. Für ihn machte der überragende Florian Schreiber auf der Diagonalen für Daniel Lange Platz, der bis dato auf der Bank die Knieschoner schonte. Nun gab es für die Hausherren Aufschlag- und Angriffsdruck bis der Arzt kam. Gnadenlos spulten die Kurstädter ihr Programm runter, ließen nichts mehr anbrennen. Der zweite Saisonerfolg wurde beim ein oder anderen Kaltgetränk sowie leckeren Lava-Stein-Spezialitäten im Hoyerswerdaer Ratskeller gefeiert.

Weiter geht es in drei Wochen beim SV Kreuzschule Dresden, der nach verkorkstem Saisonstart parellel überraschend Meister USV TU Dresden II mit 3:0 in die Knie zwang.

Für den SV Bad Düben spielten: Frank Baumgarten, Thomas Haack, André Reichenbach, Constantin Schneider, Florian Schreiber, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk

„Sonne scheint, Siege regnen“

Post by Phillipp

Dresden/Bad Düben/Frohburg/Eilenburg/Delitzsch. Ein außerordentlich erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Alle Teams waren im Einsatz. Am Ende der neun Partien jubelten siebenmal die Kurstädter. Beide Teams im Bezirk zogen ins Viertelfinale des Bezirkspokals ein. Das Highlight spielte sich jedoch am Sonntag ab, als die jungen Mädels der zweiten Mannschaft ihren ersten Punktspielsieg überhaupt sicherten.

SV Kreuzschule Dresden – SV Bad Düben       2:3 (23, -17, 16, -22, -8) 115 min.

Die Glückssträhne der Sachsenliga-Holzbuben reißt auch im dritten Saisonspiel nicht ab. Spielzeitübergreifend nun seit sechs Partien ungeschlagen, konnte Spielertrainer Thomas Haack und Co. auch bei den Dresdner Kreuzschülern triumphieren. Mit dem erneuten Gewinn parkt der SVBD aktuell auf dem Bronzerang, hat jedoch – genauso wie der ebenfalls noch ungeschlagene Krostitzer SV – Begegnungen in der Hinterhand.

Das Spiel stellte sich wie eine Achterbahnfahrt dar. Die ohne Mittelblocker René Hellwig und Außenangreifer André Reichenbach angereisten Gäste aus Nordsachsen führten vom Start weg, ließen dann aber die Hausherren ins Spiel kommen, die sich den ersten Durchgang noch schnappten. Durch schnelles Spiel und platzierte Aufschläge wurde Satz zwei deutlich eingesackt. Kreuzschule agierte wiederum im dritten Akt wie aus einem Guss und zwang die Haack-Kombo zum ersten Punktverlust in dieser Saison. Mit einem beherzten Schlussspurt gegen stark verteidigende Elbstädter retteten sich die Dübener in den Tiebreak, wo sie ungefährdet den erneuten Sieg einfuhren.

Erfreulich bleibt zu erwähnen, dass der 17-jährige Jugendspieler Daniil Gorr, letzte Saison noch in der Kreisklasse aktiv, ein ordentliches Debüt im sächsischen Oberhaus gab. Der Einstand von Lukas Ohrisch muss dagegen warten. Der 19-Jährige blieb fünf Sätze lang auf der Bank, auch weil Constantin Schneider einen Sahnetag erwischte.

Weiter geht es nach einer zweiwöchigen Pause mit dem ersten Heimspieltag am 4. November. Im Ausweichquartier Rote Jahne geht es dann gegen Regionalliga-Absteiger TSV Leipzig 76 sowie Spitzenreiter SV Chemnitz-Harthau.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Constantin Schneider, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Daniil Gorr, Sascha Baumgart und Lukas Ohrisch

SV Bad Düben – SV Stahl Brandis     2:3 (-19, 19, 23, -22, -13) 114 min.

SV Bad Düben – SV Reudnitz III        3:2 (-18, 24, -21, 16, 14) 118 min.

Wahrlich: Pokal können sie, die Damen von Trainerin Susanne Windisch! Im letzten Jahr musste der Krostitzer SV in der ersten Runde dran glauben, vor drei Spielzeiten erst Bezirksligist SV Lok Engelsdorf III und später mit VSG Leipzig Nord und Reudnitz II weitere höherklassige Teams. Und nun? Hat es den SV Reudnitz III aus der 1. Bezirksklasse erwischt. 15 Sätze lang kämpften sich der SVR, der SV Stahl Brandis und eben die Kurstädterinnen durch die Bad Dübener Sporthalle der Oberschule. Da die ersten beiden Teams dieses Dreier-Turniers ins Viertelfinale zogen, blieb es tatsächlich bis zum allerletzten Punkt hochspannend.

Dass es die stark ersatzgeschwächten Dübenerinnen überhaupt geschafft haben, ist sehr hoch anzurechnen. Mit Juliane Heßler, Sara Vogelweider und Barbara Geißler fehlten gleich drei Akteure, was die Kaderstärke auf sieben sinken ließ. Die Auftaktpartie der beiden Liga-Konkurrenten entschied der SV Stahl mit 3:2 und 15:3 im Tiebreak für sich. Im Anschluss waren die Gastgeberinnen gefragt, hatten laut Plan den Sieger aus Spiel eins gegen sich. Es entwickelte sich ein hart umkämpftes Match, dass die Außenseiterinnen durchaus im vierten Satz schon hätten gewinnen können. Es ging zum zweiten Mal an diesem Tag in den Tiebreak – 13:15 zugusten Brandiser Gunsten, die damit endgültig in der nächsten Runde waren. Spannender hätte die Ausgangslage vor dem abschließenden Duell nicht sein können. Beide Teams verloren ihre erste Begegnung im fünften Durchgang, Rechenspiele erübrigten sich: Wer gewinnt, ist weiter. Weitere fünf Sätze später war die Erleichterung groß. Mit 16:14 im Entscheidungssatz buchten die Muldestädterinnen abermals das Pokal-Viertelfinale. Dort geht es am 6. Januar – vermutlich in Leipzig – gegen Stadtliga-Spitzenreiter L.E. Volleys IV (setzten sich gegen Lobstädt und Kreispokalsieger SSV 1952 Torgau durch) sowie den letztjährigen Finalisten SV Reudnitz II. Im Ligaalltag geht es bereits am kommenden Samstag (28.10.) weiter – erneut in heimischer Halle die VSG Nord II und den GSVE Delitzsch.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Sandra Grundmann, Caroline Monien, Carmen Drefs, Sophia Schaffernicht, Julia Tröbs und Maria Krafczyk

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II                               0:3 (-18, -15, -16) 60 min.

Sportfreunde Neukieritzsch – SV Bad Düben II            2:3 (22, -18, -20, 28, -8) 107 min.

Die Bad Dübener Bezirksliga-Männer zogen letztendlich ziemlich ungefährdet ins Viertelfinale ein. Erst wurde der ohne Zuspieler Ronny Künzel auskommende Liga-Konkurrent GSVE Delitzsch III regelrecht an die Wand gespielt, im Anschluss reichte gegen Gastgeber Sportfreunde Neukieritzsch ein Pünktchen. Am Ende wurde der Sieg in fünf Sätzen eingetütet – relativ unnötig einen Satz zu lang.

Eigentlich war die Dreier-Runde in der Neukieritzscher Park-Arena angesetzt. Da dort aber Martin Dulig und seine Genossen der sächsischen SPD tagten, erreichte den Kurstädtern am Vortag gegen 17.30 Uhr die Verlege-Info in die Sporthalle Frohburg. So ging es am Samstagmorgen um 9.50 Uhr auf die 81 Kilometer lange Reise gefühlt an den Rand des Erzgebirges – weiter geht es im Bezirk nicht. Vor Ort konnte sich Spiel trotz eiskalter Temperatur und fehlenden Catering durchaus sehen lassen. Das Fehlen von Zuspieler Stefan Nordt, Libero Alexander Becker, den Außenangreifern Daniil Gorr und Sirko Lange sowie von Diagonalangreifer Pierre Renner war nicht zu spüren. Dafür zeigte Regisseur Tobias Stadler ein ordentliches Debüt im Holzdress. Auch Martin Hönemann und Martin Zeidler konnten erste zusammenhängende Spielminuten in dieser Saison sammeln.

Alles in allem ein gelungener Testlauf vor den heißen Wochen, die nun in der Liga anstehen. Am kommenden Samstag (28.10.) geht es zum Spitzenreiter Dommitzscher SV, dann am 5. November sonntags zum Krostitzer SV II, am 11. November ist Heimspieltag und am 18. November sollen gegen Tabellennachbarn und -schlusslicht TSV Leipzig 76 II Punkte her. Das Pokal-Viertelfinale ist für den 6. Januar angesetzt. Dort wartet zum einen das ewige Duell mit dem SV Sachsen Delitzsch 1994 und zum anderen die Partie gegen Stadtligist und vermutlichem Gastgeber Turbine Leipzig II um das Volleyball-Urgestein Jan Zangrando, die überraschend Dommitzsch aus dem Wettbewerb kegelten.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Martin Hönemann, Tobias Stadler und Vinzenz Rummel

SG Pristäblich – SV Bad Düben II                     0:2 (-18, -13)

SG Pristäblich – SV Bad Düben III                    0:2 (-22, -15)

SV Bad Düben II – SV Bad Düben III                0:2 (-10, -9)

Gefühlsexplosion in der Eilenburger Belian-Halle! Nach 38 Niederlagen am Stück erkämpften sich die Kreisklasse-Mädels der zweiten Dübener Garde ihren ersten Punktspielsieg. Die SG Pristäblich konnte überaus deutlich in die Knie gezwungen werden. Das bescherte dem Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs sogar gleich den vorläufigen Sprung auf Rang sieben. Auch die dritte Mannschaft ließ gegen die SGP keinen Satz liegen. Das abschließende vereinsinterne Duell entschieden dann die erfahreneren Damen sehr deutlich für sich. Die Truppe um Kapitänin Andrea Schulz nimmt nach den mehr als unglücklichen Auftaktniederlagen vorerst auf Rang fünf Platz.

Weiter geht es in der Kreisklasse am 12. November. Die dritte Mannschaft muss dann gegen die LSG Löbnitz und Kreispokalsieger SSV 1952 Torgau ran, das zweite Team erhofft sich gegen die erste und zweite Mannschaft des FSV Eilenburg weitere Erfolgserlebnisse. Gespielt wird erneut in Eilenburg – vielleicht ein perfektes Omen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Luisa Beutelrock, Katja Vogelweider, Johanna Witzke, Anna Vogelweider, Helena Hoffmann, Jacqueline Volkmann, Lea Drechsler, Katharina Sagmeister und Vanessa Wutzke

Für den SV Bad Düben III spielten: Jana Schlaak, Marika Göllner, Andrea Schulz, Simone Piatyschek, Marion Lange, Annett Stänicke, Kati Poschmann, Susanne Petersohn und Daniela Sieg

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III        2:0 (6, 3)

Das Ergebnis liest sich äußerst bitter. Nur neun Punkte in zwei Sätzen zu holen, klingt katastrophal. Die Einschätzung von Trainer Lukas Ohrisch klingt da schon wohliger: „Das Ergebnis täuscht etwas über die Leistung hinweg. Die Jungs haben das ordentlich gemacht, einiges aus dem Training ganz gut umgesetzt.“ Lediglich im Angriff werde sich im Erwachsenenbereich einfach noch zu wenig belohnt. Man merke zudem, dass die jüngste Truppe der Kreisklasse nach Verbesserungen giert. Aller Anfang ist schwer. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, das zeigt auch der Werdegang der Kreisklasse-Mädels, die nun im dritten Jahr ihren ersten Sieg einfuhren!

Für den SV Bad Düben III spielten: Paul Barthel, Dimitri Gorr, John Janetzki, Tim Hellwig, Sebastian Wolf und Franz Hielscher

„Hornissen stechen ins Herz“

Post by Phillipp

Rote Jahne/Belgern/Delitzsch. Ein ganz bitteres Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Mit zwei ordentlichen Auftritten sichern sich die Bezirksliga-Männer zumindest den ersten Punkt, verlieren jedoch beide machbaren Heimspiele. Noch schlimmer lief es bei den drei Kreisklasse-Teams, die all ihre Partien verloren. Zudem verletzte sich mit Katja Andrä eine der Top-Spielerinnen der dritten Mannschaft schwer.

SV Bad Düben II – SV Hohenprießnitz             2:3 (-22, 21, 9, -24, -12) 116 min,

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                 0:3 (-21, -24, -14) 72 min.

Vierter Satz im stimmungsvollen Muldederby, 24:24, das junge Bad Dübener Team benötigt noch zwei Zählerchen, um gegen die längst etablierten Hohenprießnitzer einen eindrucksvollen Drei-Punkt-Sieg einzufahren. Langer Ballwechsel mit einer zu weit geratenen Hornets-Annahme. Tim Bomsdorf, Hauptangreifer der Gastgeber kommt frei am Netz zum Schuss, trifft nicht richtig und versenkt die Murmel einen Meter im hinteren Aus. Die Szene war wohl der Knackpunkt des Tages. „Hopri“ schnappt sich noch den Satz und nach starkem Dübener Start in den Tiebreak auch relativ ungefährdet den Sieg.

Ärgerlich, denn die Hausherren boten im Ausweichquartier Rote Jahne phasenweise eine berauschende Leistung, spielten die langgewachsenen Kerle von der anderen Seite der Mulde im dritten Akt vollkommen an die Wand. Clevere Aufschläge, bombensichere Annahme und gute Feldverteidigung setzten dem Vorjahres-Dritten gehörig zu. Beim Stand von 12:6 im vierten Durchgang ließ die Konzentration langsam nach, der SVH witterte Morgenluft, wurde am Ende für den harten Kampf belohnt.

Im Anschluss warteten die stählernen Titelverteidiger aus Brandis. Den Kurstädtern war das kräfte- und moralzehrende ersten Spiel deutlich anzumerken. Mit den Jugendspielern Daniil Gorr und Vinzenz Rummel kamen frische Kräfte für Stefan Dieter Deinert und Kapitän Stefan Tiesies. Zwei Sätze lang bestand ständiger Kontakt. Das Dübener Spiel war weiterhin gut, jedoch völlig frei von Selbstbewusstsein und Ehrgeiz – schade! Brandis holte die ersten beiden Abschnitte, die donnernde Quittung folgte im dritten. Schluss, aus, Mickey Maus!

Der gut aufgelegte (Neu-)Libero Alexander Becker verletzte sich im Hohenprießnitz-Spiel bei einer Rettungstat am Ellenbogen und wird wohl die eine oder andere Woche ausfallen. Da kommt die vierwöchige Pause vor dem heißen Herbst ganz gelegen. Schließlich geht es am 21. Oktober im Pokal nach Neukieritzsch, bevor am 28. Oktober der nächste Punktspiel-Weg in die „grüne Hölle“ nach Dommitzsch führt.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Alexander Becker, Martin Zeidler, Daniil Gorr, Martin Hönemann, Tobias Stadler und Vinzenz Rummel

FSV 02 Thallwitz – SV Bad Düben II                 2:0 (27, 15)

SSV 1952 Torgau – SV Bad Düben II                2:0 (9, 10)

Da wäre es beinahe gleich zu Beginn der neuen Spielzeit zu einem Paukenschlag gekommen: Lange Zeit roch es nach einem Satzgewinn im ersten Durchgang gegen den Vorjahres-Vierten FSV 02 Thallwitz. Am Ende musste sich das ohne ihre verletzte Kapitänin Laura Rösiger auskommende Team jedoch den erfahreneren Kontrahentinnen beugen. Erst recht ärgerlich, da das junge Dübener Team bei 24:21 allein drei Satzbälle hintereinander verspielte. Den zweiten Durchgang gestalteten die Gegnerinnen souveräner. Gegen Vizemeister SSV 1952 Torgau war nichts zu holen.

Weiter geht es am 22. Oktober ein EIlenburg gegen Pristäblich und die eigene dritte Garde.

Für den SV Bad Düben II spielten: Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Katharina Sagmeister, Lea Drechsler, Vanessa Wutzke, Johanna Witzke, Helena Hofmann und Luisa Beutelrock

SV Roland Belgern – SV Bad Düben III            2:1 (-18, 12, 0)

FSV Eilenburg – SV Bad Düben III                     2:0 (0, 0)

Nur zu sechst angereist, alles läuft nach Plan und dann ist in einer Schrecksekunde alles vorbei. Die dritte Bad Dübener Damenmannschaft gewinnt Satz Nummer eins gegen Gastgeber Belgern deutlich und liegt auch im zweiten Akt vorn. Plötzlich krümmt sich Außenangreiferin Katja Andrä am Boden – das Knie! Spielende, da es nicht weiter geht. Für das Match gegen Eilenburg soll eine Spielerin aus der zweiten Mannschaft aushelfen, das lehnte der Eilenburger Staffelleiter Andreas Schmidt ab – 2:0 für die Papierstädterinnen mit 50:0 Punkten. Das Ergebnis wird ohnehin zur Nebensache. Erste Diagnose: Innenbandriss! Da dürfte so schnell kein Ball mehr angefasst werden... Genesungswünsche trudelten bei Facebook bereits aus allen Himmelsrichtungen ein. Auch der SV wünscht: Gute und schnelle Genesung, Katja!

Ach ja, weiter geht es für das Team logischerweise auch am 22. Oktober gegen Pristäblich und die zweite Garde aus dem eigenen Verein.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Katja Andrä, Simone Piatyschek, Kati Poschmann, Marion Lange und Jana Schlaak

SG Pristäblich – SV Bad Düben III     2:0

SV Arzberg – SV Bad Düben III         2:0

„Ergebnistechnisch lief es wie erwartet nicht so gut, aber wir hatten durchaus gute Ansätze dabei“, sagte Trainer Lukas Ohrisch nach dem ersten Punktspiel-Einsatz der stark verjüngten dritten Jungs-Mannschaft. Gegen die erfahrenen Männer aus Pristäblich, die zuletzt den Titel holten, und die Neulinge aus Arzberg war nichts zu holen außer reichlich Erfahrung und teils erste Spielpraxis im Erwachsenenbereich.

Nächste Chance zum Punktesammeln: am 22. Oktober gegen die LSG Löbnitz.

Für den SV Bad Düben III spielten: Paul Barthel, Felix Lausmann, Tim Hellwig, Sebastian Wolf, Franz Hielscher, Hannes Oldenburg und John Janetzki