„Pokalfrust, ein dreifaches Novum und ein Vereinsderby“

Post by Phillipp

Bad Düben/Leipzig/Delitzsch. Als man sich die Bilanz des Wochenendes am Sonntagabend zu Gemüte führte, musste man sich schon die Augen reiben. Während die Bezirksklasse-Team spielerisch überzeugten und dennoch knapp bis entsetzlich aus dem Pokalwettbewerb flogen, erlebten die Sachsenliga-Männer einen wahren Blackout im Wohnzimmer. Am kommenden Wochenende sind lediglich die Kreisklasse-Damenteams im Einsatz. Hier kommt es bereits zum vereinsinternen Rückspiel.

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben                         3:1 (-24, 19, 23, 23) 102 min.

Beginnen wir mit dem Ausgang, mit dem man an der Mulde wohl noch am besten leben kann. Eine Trainerin nach einer 1:3-Niederlage dennoch glücklich zu machen, ist Indiz für die astreine Vorstellung der ersten Damenmannschaft. Das Team von Coach Susanne Windisch präsentierte sich gegen die sonst zwei Klassen höher spielende VSG Leipzig Nord von ihren Schokoladenseite und brachten den großen Favoriten an den Rande einer Niederlage.

Trotz personellem Engpass – mit Kapitänin Sara Vogelweider, Libera Carmen Drefs, Mittelblockerin Maria Krafczyk und Universalspielerin Sandra Grundmann fehlten gleich vier Spielerinnen – stemmte sich der Außenseiter gegen das Ausscheiden und ruckelte am Favoriten. Der Schwung von Satz eins konnte konstant gehalten werden. Die Nord-Leipzigerinnen fanden jedoch nach dem Rückstand besser in die Partie. Ein Ausscheiden, das nicht sonderlich unzufrieden macht.

Die VSG Nord zog ins Halbfinale ein, wo nun der SV Reudnitz II wartet. Für die Bad Dübener Damen geht es am 28. Januar in der Liga weiter, mit einem Heimspieltag gegen Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch 1994 und den SV Liebertwolkwitz.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Juliane Heßler, Sina Franke, Barbara Geißler, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Luise Wottke, Julia Tröbs

SV Bad Düben II – SV Sachsen Delitzsch 1994               3:2 (27, -20, -20, 21, 13) 118 min.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                                 1:3 (-15, -19, 24, -14) 91 min.

Kurioser und deutlich bitterer ging es in der Sporthalle der Bundespolizei zu. Die Bezirksklasse-Männer wurden Opfer des skurrilen Pokal-Modus. Die Auftaktpartie gegen Dauerrivale SV Sachsen Delitzsch ging in den Tiebreak. Nach knapp zwei hart umkämpften Stunden war die Freude entsprechend groß, den Konkurrenten aus der Loberstadt niedergerungen zu haben. Im Anschluss zeigte sich Bezirksligist SV Stahl Brandis und zäher und spielstarker Gegner. Trotz ordentlich Leistung reichte es lediglich zu einem Satzgewinn der Gastgeber. Der angesprochene Modus mit zwei weiterkommenden Teams ergab, dass der SV Stahl bereits für das Final Four buchen konnte. Für Delitzsch ging es im abschließenden Duell noch ums Weiterkommen – ein Sieg musste her.

Und den gab es nahezu geschenkt. Brandis schaltete drei bis vier Gänge zurück, war im Gegensatz zur vorigen Partie nicht mehr wieder zu erkennen. Die Sachsen hatten leichtes Unterfangen, gingen jubelnd mit 3:0 vom Feld. Als Schiedsgericht diesem „Spektakel“ beizuwohnen, war freilich die Höchststrafe. Zumal die Kurstädter im Vorfeld neun Sätze lang alles in die Waagschale legten, dabei mit Zuspieler Alexander Becker (Kapselverletzung am Finger) und Jugendspieler Vinzenz Rummel (Wadenverhärtung) zwei Akteure verloren. Am Ende hätte man sich vieles schenken können.

„Ich hoffe, es ging wenigstens schnell genug“ und „Es ist doch nur Pokal“ sagten zwei Brandiser Spieler hinterher. Unpassender ging es wohl nicht! Die Delitzscher dagegen zeigten Größe, kamen auf die Bad Dübener Spieler zu und spendeten Trost. Starke Geste, die allerdings auch für sich spricht. Das Halbfinale bestreitet Delitzsch gegen Titelverteidiger L.E. Volleys IV, Brandis darf gegen SV Reudnitz II antreten, den die Kurstädter von Trainer Kevin Phillipp in der ersten Runde noch schlugen. So ist das manchmal... Da das Spitzenspiel in der Liga gegen den SV Lok Engelsdorf wohl auf den 1. April verschoben wird, steht nun eine außerordentlich lange Pause an. Erst am 4. März geht es bei Aufsteiger 1. VSV Wurzen weiter.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Martin Zeidler, Alexander Becker, Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Sirko Lange und Daniil Gorr

Florian Schreiber (l.) ersetzte Zuspieler Frank Baumgarten als Regisseur (Archivfoto). | Foto: K. Phillipp

SV Bad Düben – SV Chemnitz-Harthau               1:3 (21, -18, -20, -19) 101 min.

SV Bad Düben – Post SV Dresden                        0:3 (-20, -23, -25) 79 min.

Das gab es noch nie – und das in dreifacher Ausführung. Noch nie ging dieses erste Herrenteam mit null Punkten aus einem Doppelheimspieltag heraus, noch nie wurde gegen den SV Chemnitz-Harthau (bislang fünfmal 3:1)verloren und auch gegen den Post SV Dresden (sechs Siege aus sechs Partien) zog man noch nie den Kürzeren. Dass dieses Triple-Novum dennoch eintrat, gab es mehrere Gründe. Mit Hauptangreifer Jens Andrä und Zuspieler Frank Baumgarten fielen zwei Säulen aus, die einfach nicht zu ersetzen waren. Florian Schreiber zog im ersten Spiel die Strippen – das klappte beim 3:0-Erfolg gegen die L.E. Volleys III bereits ganz gut. Comebacker Kevin Phillipp aus der zweiten Mannschaft mimte gegen die Postler den Regisseur. Beide spielten nicht unterirdisch. Das Fehlen von Abstimmung und Sicherheit machte sich jedoch bemerkbar. Der Hauptgrund für die beiden Niederlagen liegt aber in der Einstellung. Während beide Gegner – frisch in die Abstiegszone gerutscht – ums Überleben kämpften, ließen die Hausherren Stimmung, Laufbereitschaft und Ehrgeiz vermissen. Zu Beginn der zweiten Partie fiel mit Außenangreifer David Wächter, der sich mit Schindelgefühlen rumplagte und sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, auch noch der wichtigste Mann in der Annahme aus.

Alle Ausreden helfen nichts. Ein Ruck durch die Mannschaft würde helfen. Moral zeigen, ist angesagt. Am 5. Februar geht es nach Aue zum SV Schneeberg. Auch gegen diese Mannschaft... ach lassen wir das!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Florian Schreiber, André Reichenbach, Felix Kempe, Daniel Lange, David Wächter, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart, Constantin Schneider und Kevin Phillipp

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               So., 22.01., 9 Uhr, Artur-Becker-Halle

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben III              So., 22.01., 10 Uhr, Artur-Becker-Halle

SV Bad Düben II – SV Bad Düben III                So., 22.01., 11 Uhr, Artur-Becker-Halle

Derbytime am Sonntagmorgen! Die Damen-Kreisklasse versammelt sich zum ersten Großspieltag in der Delitzscher Artur-Becker-Halle. Dabei treffen abschließend die beiden Bad Dübener Teams im direkten Duell gegeneinander an. Zuvor müssen sie sich jedoch mit Gastgeber GSVE Delitzsch III beschäftigen.

Die junge zweite Mannschaft wartet weiter auf den ersten Punktspielsieg. Zwei gewonnene Sätze stehen immerhin bereits auf der Habenseite. Einfach wird es nicht. Die Delitzscherinnen sind als Fünfter im Mittelfeld der Liga, konnten unter anderem Titelverteidiger Arzberg/Blumberg schlagen. Mit der eigenen dritten Mannschaft wartet ein weiterer Brocken auf die Truppe vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs/Sophia Schaffernicht. Kapitänin Andrea Schulz und Co. liegen als Tabellenzweiter noch prächtig im Meisterschaftsrennen, sind punktgleich mit Spitzenreiter Thallwitz, haben jedoch auch schon zwei Spiele mehr absolviert. Deren Hinspiel gegen die Loberstädterinnen ging deutlich mit 2:0 (9, 14) gewonnen. Auch in der vereinsinternen Hinpartie behielt die „Dritte“ mit 2:0 (16, 12) die Oberhand.

„Perfekter Start ins neue Jahr“

Post by Phillipp

Leipzig/Bad Düben. Besser hätte das erste Wochenende des neuen Jahres für die Bad Dübener Volleyballer nicht laufen können. In vier Begegnungen holten die drei Teams im Einsatz alle zehn möglichen Punkte. Die Bezirksklasse-Damen besiegten Absteiger Engelsdorf im Spitzenspiel, die Bezirksklasse-Männer erkämpften sich stark ersatzgeschwächt einen Vier-Satz-Erfolg und die erfahrenen Kreisklasse-Damen bugsierten sich mit zwei Siegen an die Tabellenspitze.

SV Lok Engelsdorf III – SV Bad Düben            1:3 (22, -23, -16, -15) 89 min.

Sie haben Nerven bewiesen und das trotz Personalmangel – Respekt! Im Spitzenspiel bzw. Verfolgerduell der 2. Bezirksklasse gewannen die Spielerinnen von Trainerin Susanne Windisch mit 3:1 beim SV Lok Engelsdorf III und halten somit vor dem Tabellenführer-Gastspiel am 28. Januar Kontakt zur Spitze. Die Auswärtsweste blieb damit auch im fünften Spiel weiß. Czermaks Garten wurde in dieser Saison bereits zum zweiten Mal erfolgreich vom SVBD eingenommen.

Die Damen von der Mulde mussten mit Mittelblockerin Julia Tröbs, Diagonalangreiferin Sandra Grundmann und Libera Carmen Drefs gleich auf drei Spielerinnen verzichten. Mittelblockerin Maria Krafczyk war zudem gesundheitlich angeschlagen, wodurch Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht von der Außenposition in die Mitte wechselte. Nach dem knappen ersten Satzverlust, in der sich das neue Gefüge noch finden musste, galt es, Moral zu beweisen. Knackpunkt war sicherlich der knapp gewonnene zweite Durchgang, der die Gastgeberinnen verzweifeln ließ. Überraschende Hinterfeld-Angriffe und eine zuverlässige Juliane Heßler stellten die Weichen für den deutlichen Spielgewinn.

Wie erwähnt, bleiben die Kurstädterinnen oben dran. Der SV Sachsen Delitzsch 1994 (10 Spiele, 26 Punkte) holte sich mit einem heimischen Doppelerfolg die Tabellenführung zurück, überholte den Groitzsch-Luckaer VC 2014 (9 Sp., 24 Pkt.). Dahinter lauern die Heidestädterinnen mit 22 Zählern aus neun Partien. Weiter geht es am kommenden Samstag im Pokal-Viertelfinale gegen Bezirksligist VSG Leipzig Nord – quasi die Kür nach dem gelungenen Jahresauftakt. Am 28. Januar kommen dann der SV Sachsen und der SV Liebertwolkwitz in die Kurstadt.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Juliane Heßler, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Luise Wottke, Barbara Geißler und Maria Krafczyk

SV Reudnitz III – SV Bad Düben II   1:3 (-23, -24, 23, -16) 100 min.

Welch Flexibilität in dieser jungen Mannschaft steckt, ist verblüffend. Die Vorwoche machte Spielertrainer Kevin Phillipp zu schaffen. Mit Kapitän und Mittelblocker Stefan Tiesies sowie den Außenangreifern Martin Hönemann (beide im Urlaub) und Martin Zeidler (familiäre Feierlichkeiten) brachen gleich drei Spieler weg. Zudem kämpfte Hauptangreifer Tim Bomsdorf mit einem hartnäckigen Virus, der ihn am Samstagmorgen zur Absage zwang. Darüber hinaus rumorte am freitäglichen Abschlusstraining die Schlagschulter des Coaches. Gut, wenn man einen Physiotherapeuten im Team sowie Nachwuchstalente im Verein hat, die Gewehr bei Fuß stehen. So nahm sich Lukas Händler Phillipps Schulter vor und Vinzenz Rummel sowie Daniil Gorr aus dem Kreisklasse-Team schnürten die Sport-Sandalen. Außerdem wurde Abruf-Ass Sirko Lange reaktiviert.

Mit ungewöhnlichem Sechser ging es in die Partie. Die Gäste bestimmten das Geschehen, durch Abstimmungsprobleme blieb die Szenerie jedoch spannend. Das Spiel glich der letzten Partie bei der VSG Leipzig Nord in erschreckender Manier. Beide ersten Sätze wurden am Ende entschlossen zugebunden. Im dritten Abschnitt kämpften sich die Nordsachsen aus einem großen Rückstand zurück, verfehlten dann aber die schnelle Entscheidung. Am Ende wirkte die Schulterbehandlung bei Phillipp, der aus allen Lagen punktete, Rummel machte ein starkes Spiel in der Mitte und die beeindruckende Arbeit in der Feldabwehr zahlte sich aus. Der Wille der Reudnitzer war gebrochen, der vierte Auswärtssieg im vierten Spiel unterm halbrunden Hallendach eingetütet. Ein weiterer Erfolg gesellte sich beim Duschen hinzu, als man nach minutenlangem Justieren an den Heizrohren eine duschbare Temperatur fand.

Der SV Lok Engelsdorf, nächster Gegner am 11. Februar und Hauptkonkurrent auf Platz zwei, hatte spielfrei, wodurch sich die Phillipp-Bande auf Rang zwei hinter Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch 1994 schob. Gegen diesen ewigen Rivalen aus der Schokoladenstadt geht es aber bereits am kommenden Samstag im Bezirkspokal-Viertelfinale, wenn auch Bezirksligist SV Stahl Brandis in die Bad Dübener Bundespolizei-Sporthalle kommt.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Alexander Becker, Vinzenz Rummel, Stefan Dieter Deinert, Sirko Lange, Lukas Händler, Pierre Renner und Daniil Gorr

FSV 02 Thallwitz – SV Bad Düben III              0:2 (-20, -21)

SV Bad Düben III – SG Pristäblich                   2:0 (27, 15)

Das i-Tüpfelchen des Wochenendes setzten die Damen der dritten Mannschaft am Sonntagvormittag. Mit zwei verlustsatzfreien Siegen in heimischer Sporthalle der Oberschule gegen den bisherigen Spitzenreiter FSV 02 Thallwitz und die SG Pristäblich schoben sich Kapitänin Andrea Schulz und Co. gar auf Platz zwei der Kreisklassen-Tabelle. Obwohl mit Katja Andrä eine Top-Spielerin im Urlaub weilte, zogen sie stimmungsvoll den Kontrahenten den Zahn. Kati Poschmann spielte immer wieder ihre Klasse aus und auch Daniela Sieg wusste zu überzeugen. Am Ende führten zwei kämpferisch starke Leistungen zu zwei verdienten Erfolgen.

Die Bad Dübenerinnen sind nun punktgleich mit den Thallwitzerinnen, haben den schwächeren Satzquotienten und zudem bereits zwei Spiele mehr auf der Uhr. Weiter geht es am 22. Januar in Delitzsch gegen den GSVE Delitzsch III und die vereinseigene zweite Mannschaft.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Daniela Sieg, Annett Stänicke, Marion Lange, Simone Voigt, Marika Göllner, Gerda Kleiner, Jana Schlaak und Angelika Lippold

„Zwei Dreier und drei Nuller“

Post by Phillipp

Dresden/Delitzsch/Belgern. Das vergangene Wochenende verlief für die Bad Dübener Volleyballer nicht nur datumstechnisch, sondern auch ergebnismäßig zweigeteilt. Während die beiden ersten Teams am Samstag auf einer Erfolgswelle schwammen, schrammten die Kreisklasse-Mannschaften am Sonntag knappst an Punktgewinnen vorbei.

SV Kreuzschule Dresden – SV Bad Düben       1:3 (22, -22, -17, -20) 91 min.

Abschlusstraining vor dem letzten Punktspiel 2016: Coach Wolfgang Müller zählt seine Schäfchen. Eine Hand reicht. Ein Mann aus der Reserve hilft noch aus, damit es trainingstechnisch zumindest eine sinnvolle Zahl ergibt. Die Bedingungen kurz vor dem Weihnachtsfest sind traditionell nicht die besten. Aber man macht das (wohl) Beste draus. 24 Stunden später sitzen die Kurstadt-Schmetterer in fast verdoppelter Anzahl zusammen und feiern den fünften Auswärtssieg der Saison. 3:1 bei Kreuzschule Dresden, die im Hinspiel noch drei schmerzende Ohrfeigen verteilten. Wie konnte das denn passieren? Ursachsensuche:

Mit Diagonalangreifer Florian Schreiber sowie den Mittelblockern René Hellwig und Constantin Schneider fehlten drei Akteure. Der Rest meldete sich fit. Die Bad Dübener begannen in ihrer mittlerweile gefundenen Startformation. Frank Baumgarten im Zuspiel, David Wächter und Jens Andrä auf Außen, Felix Kempe und Kapitän Thomas Haack in der Mitte und Daniel Lange auf der Diagonalen. Die Kreuzschüler erwischten jedoch den besseren Start, spielten solide und machten die nötigen entscheidenden Punkte. Ab dem zweiten Akt rissen Haack und Co. das Spiel an sich. Wächter, der im Angriff nicht den gewünschten Druck ausüben konnte, wurde durch Sascha Baumgart ersetzt. Der bekam zwar in der Annahme große Probleme, hatte dafür aber bedeutend mehr Wucht in der Offensive. Der Gegner machte es den Nordsachsen zudem leicht, ihr Spiel aufzubauen. Nach dem zum Ende hin engeren ersten Satzgewinn startete Durchgang drei furios. Lange, Andrä und Haack verschafften mit sehenswerten Einerblocks einen stattlichen Vorsprung, der stetig ausgebaut werden konnte. André Reichenbach machte dann den Günther Netzer, indem er sich einfach in die Wechselzone begab und sich selbst für Andrä einwechselte. Und auch diese Aktion ging gut. Der Spielfaden riss nicht ab und der sechste Saisonsieg wurde ungefährdet eingetütet.

Im Anschluss besiegten die Hausherren überraschend plötzlich einbrechende Delitzscher mit 3:1, wodurch die dreiköpfige „Verfolgergruppe“ kuschlig eng zusammenrückte. Denn parallel gab sich Primus USV TU Dresden II beim Krostitzer SV keine Blöße und freute sich über sie Niederlagen des GSVE und von Kreuzschule. Die Studenten (27 Punkte) haben nun sechs Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten aus der Loberstadt (21) und den Kruzianern (21). Da darf man wohl – auch im Anbetracht der Konstanz – leicht von einer Vorentscheidung sprechen. Auf Platz vier folgt Bad Düben (18), für die es dann am 15. Januar mit einem Heimspieltag gegen SV Chemnitz-Harthau und Post SV Dresden weitergeht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart und André Reichenbach

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben                    0:3 (-18, -11, -18) 63 min.

Pflichtaufgabe erfüllt: Die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch gewinnen in Windeseile mit 3:0 beim Tabellensechsten vom GSV Delitzsch II. Trotz des deutlichen Sieges fallen die Muldestädterinnen damit auf den dritten Rang zurück. Das liegt daran, dass nun zum Abschluss der Hinrunde erstmals alle Mannschaften gleich viele Spiele absolviert haben. Jeder musste einmal gegen jeden ran. Die Tabelle hat eine messbare Aussagekraft. Der starke und ambitionierte Aufsteiger vom Groitzsch-Luckaer VC (GLVC) siegte im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer SV Sachsen Delitzsch mit 3:2. Durch den einen Tiebreak-Punkt schieben sich die Schokostädterinnen (20 Punkte) noch vor den SVBD (19). Neuer Primus ist der GLVC (21), aber auch der SV Lok Engelsdorf III (18) redet noch ein gehöriges Wörtchen im Kampf um das obere Tableauende mit.

Genau gegen diese Engelsdorferinnen beginnt die Rückrunde für die Kurstädterinnen mit einem scharfen Start am 7. Januar in der Sporthalle Czermaks Garten – da war doch diese Saison schon mal was...

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Barbara Geißler, Luise Wottke, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Juliane Heßler und Maria Krafczyk

SV Bad Düben III – VfB Eilenburg                     1:2 (22, -17, -10)

SV Bad Düben III – LSG Löbnitz                        1:2 (20, -20, -7)

Es hat wieder nicht sollen sein. Anstatt zu den gegnerischen Mannschaften aufzuschließen, vergrößerte sich der Abstand durch zwei Tiebreak-Niederlagen gegen den VfB Eilenburg und die LSG Löbnitz. Dabei brachte das Team von Trainer Michael Bock zweimal eine 1:0-Führung nicht über die Ziellinie. Mit zwei Punkte aus sechs Partien steht zumindest noch Rang sechs zu Buche. Am kommenden Sonntag (18.12.) soll der Groschen fallen. Gegen Schlusslicht SV Sachsen Delitzsch 1994 II und die junge Garde des GSVE Delitzsch IV sind vier Punkte anvisiert.

SV Bad Düben II – SSV 1952 Torgau                0:2 (-20, -24)

Haarscharf schrammten die Kreisklasse-Mädels an einer erneuten Überraschung vorbei. Gegen die Damen des SSV 1952 Torgau steht am Ende ein schnödes 0:2 auf dem Protokoll, die Satzstände von 20:25 und 24:26 belegen jedoch ein spannendes und knappes Spiel und dass die Mädels weiter auf einem guten Weg sind. Ein weiterer Satzerfolg und der erste Punktspielsieg überhaupt scheinen nicht mehr fern. Am 22. Januar geht es für die Mädels weiter. In Delitzsch trifft das Team vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs und Sophia Schaffernicht  auf die dritte Mannschaft des heimischen GSVE und auf das eigene dritte Team.

"Mit ordentlich Schwung in die Weihnachtspause"

Post by Phillipp

Lindenthal/Delitzsch/Leipzig. Die letzten öffentlichen Auftritte der Kurstadt-Schmetterer in diesem Jahr hatten es vom Erfolgsgehalt her in sich. Die Bezirksklasse-Männer schlossen ihre tolle Hinrunde mit einem weiteren 3:1-Auswärtssieg gegen einen direkten Verfolger ab, die Kreisklasse-Jungs kamen zurück in die Spur und sammelten fleißig Punkte und dann waren am Montagabend ja noch die Sachsenliga-Männer, die beim Härteturnier der L.E. Volleys erneut zu überraschen wussten.

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben II              1:3 (-23, -23, 24, -14) 102 min.

Einen knappen und deshalb auch äußerst wichtigen Auswärtssieg erkämpften sich am Samstag die jungen Männer der zweiten Mannschaft im Leipziger Ortsteil Lindenthal. Die viertplatzierte VSG Nord präsentierte sich trotz des Fehlens der beiden besten Spieler Guido Nietzschmann und den zuvor verletzten Matthias Deutloff als zäher Kontrahent. Die Bad Dübener zeigten sich in allen Belangen überlegen, konnten sich jedoch – abgesehen vom vierten Satz – nie wirklich absetzen. Neben den familiär eingebundenen Sebastian Tatschner und Sirko Lange fehlte kurzfristig auch Diagonalangreifer Pierre Renner aus gesundheitlichen Gründen. Spielertrainer Kevin Phillipp übernahm das Zuspiel, der Rest stellte sich von selbst auf.

Die Gastgeber begannen sehr entschlossen, die Gäste-Feldabwehr musste sich erst finden. Mitte des ersten Satzes nahm der SVBD einen Diagonalwechsel vor: Alexander Becker, der nun für drei Positionen die Strippen zog, für Stefan Dieter Deinert, Phillipp griff vorne an und sorgte mit fünf direkten Punkten für die Vorentscheidung – vier davon mit seiner Spezialität, dem Lupfer. Ähnliches Bild im zweiten Durchgang. Die Hausherren kamen besser ins Spiel, Bad Düben agierte sehr zaghaft. Der erneute Diagonalwechsel misslang diesmal. Mit klarem Kopf in der Endphase holten sich die Nordsachsen die doppelte Satzführung.

Im dritten Akt sank die Konzentration spürbar. Die Luft war raus, Punktgewinne wurden emotionsarm hingenommen, das Spiel plätscherte dahin. Kurz vor Toreschluss erwachte der Kurstadt-Sechser (23:23 nach 21:23). Es schien, als würde die VSG noch abgefangen. Aber die erfahrenen Männer aus dem Leipziger Norden schlugen nervenstark zu. Jetzt waren die Muldestädter wieder wach. Vom ersten Punkt an und im Sauseschritt überrollten sie den Gegner. Am Ende des für die Heimmannschaft sehr ernüchternd verlaufenden Doppelspieltags ließ der Wille beim Gegner nach. Vor allem die gut aufgelegten Tim Bomsdorf und Lukas Händler stockten stetig ihr Punktekonto auf. Den knallenden Schlusspunkt setzten Deinert per Sprungaufschlag.

Obwohl sich die Phillipp-Schützlinge nur eine Niederlage leisteten, rangieren sich zur Weihnachtspause aufgrund des neuen Punktesystems auf Position drei hinter den noch ungeschlagenen Aufsteiger vom SV Sachsen Delitzsch 1994 und dem Bezirksliga-Absteiger SV Lok Engelsdorf. Saisonziel Platz drei scheint jedoch bereits so gut wie gesichert, da hinter diesem Trio mittlerweile ein großes Loch klafft.

Das neue Jahr beginnt gleich mit zwei immens wichtigen Partien. Am 7. Januar geht es zum SV Reudnitz III, gegen die man im Hinspiel erst im Tiebreak siegte, und am 11. Februar kommt es in Czermaks Garten zum Spitzenspiel gegen Engelsdorf.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, Martin Hönemann, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Alexander Becker und Martin Zeidler

GSVE Delitzsch IV – SV Bad Düben III                            0:2 (-20, -27)

SV Bad Düben III – SV Sachsen Delitzsch 1994 II        2:0 (19, 18)

Dieser Spieltag war bitter nötig. Nach langer Durststrecke konnten die Kreisklasse-Jungs mal wieder beweisen, dass sie noch gewinnen können. Gegen die Jugendmannschaft des GSVE Delitzsch noch unnötig spannend gemacht, ließen die Spieler von Trainer Michael Bock dem Schlusslicht SV Sachsen Delitzsch 1994 II keine Chance. Vor allem Mittelblocker Tom Lehmann trumpfte groß aus, hatte eine nahezu perfekte Quote im Angriff.

Mit den vier Punkte schieben sich Lehmann und Co. vorbei am VfB Eilenburg auf Rang fünf – ein versöhnlicher Abschluss einer eher dürftigen Hinserie. Weiter geht es erst am 5. Februar gegen Stahl Delitzsch und LSG Löbnitz.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitän Lukas Ohrisch, Tobias Stadler, Daniil Gorr, Tom Lehmann, Florian Reise und Vinzenz Rummel

Härteturnier        2. Platz

Unverhofft kommt oft! Das traf am Montagabend vollumfänglich auf den Auftritt der Sachsenliga-Männer beim Härteturnier der L.E. Volleys zu. Die Reihen lichteten sich im Vorfeld bedenklich. So musste auch Zuspieler Frank Baumgarten kurzfristig absagen. Ihn vertrat Kevin Phillipp aus dem Bezirksklasse-Team, der gleich noch Lukas Händler mitbrachte. Das beliebte Härteturnier ist eine Art großes Klassentreffen der gehobenen Leipziger Volleyballszene. Gespielt wurden zwei Sätze zu je sieben Minuten, wobei niederklassige Teams einen Drei-Punkte-Vorsprung pro Spielklasse, maximal jedoch sieben Punkte, erhielten.

Das Team aus der Heide fand sich in Gruppe 2 mit den Drittligisten der Neuseenlandvolleys Markkleeberg, den Regionalligisten L.E. Volleys II, dem Senioren-Team des TSV Leipzig 76 und den Allstars wieder. Zu Beginn ging es gegen den TSV, ein Team gespickt mit zahlreichen „Lausbuben“, der bundesweit sehr erfolgreiche Hobbymannschaft aus Grünau. Der erste Durchgang diente zur Findungsphase für die ungewohnte Aufstellung, Satz zwei wurde deutlich gewonnen. Im Anschluss waren die Allstars an der Reihe. Der Name machte dem Legenden-Ensemble alle Ehre. Der ehemalige Nationalspieler und Polen-Legionär Mark Siebeck, Leipzigs Urgestein Lutz „Mühle“ Mühlisch, der Bundesliga-erfahrene Sven Heimpold, Volleys-Trainer Thomas Bauch und Thomas Hüther waren dort unter anderem zu erkennen. Drei Punkte Vorsprung für die Haudegen  Unverschämtheit. Deutliches Unterfangen zugunsten der Erfahrung! Es folgte das Duell mit den Markkleebergern, die sehr lustlos auftraten. Aus dem 6:0 zum Start wurde fix auf 11:0 erhöht und dieser Vorsprung bis zum Ende auf 21:9 verwaltet. Ähnliches Bild im zweiten Satz: Ohne ihre Hauptangreifer Sebastian Eisemann und Michael Münchow hatte die TSG nichts entgegenzusetzen – 11:18. Mit einer soliden und konstanten Leistung wurde auch dem aktuellen Regionalliga-Tabellenführer des Ausrichters Paroli geboten. Der Drei-Punkte-Vorsprung wäre auch hier nicht vonnöten gewesen.

Mit einer deutlich besseren Balldifferenz ging es ins Halbfinale, wo Turbine Leipzig aus der Sachsenklasse wartete. Das Zusammenspiel klappte immer besser, der dreifache Rückstand konnte schnell aufgeholt und das Endspiel souverän gebucht werden. Dort warteten … wieder die Allstars! Die gut 100 restlichen Turnierteilnehmer sahen ein sehenswertes, spannendes und bisweilen amüsantes Match auf Augenhöhe, bei dem letztendlich der Vorsprung zum Satzbeginn den Ausschlag gab. Glückwunsch und Respekt an die sympathischen Sieger! Danke an das rührige Organisationsteam um Jens Linkerhand und Christoph Rascher sowie die jungen Schiedsgerichte!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Kevin Phillipp, Sascha Baumgart, Constantin Schneider, Florian Schreiber, Lukas Händler und André Reichenbach

„Erst zäh, dann schwungvoll auf Platz zwei“

Post by Phillipp

SV Bad Düben II – L.E. Volleys VI SSR                              3:1 (21, 11, -19, 12) 91 min.

SV Bad Düben II – TSG Markkleeberg 1903 III              3:0 (16, 15, 14) 68 min.

Bad Düben. Mit zwei weiteren Heimsiegen katapultierte sich das junge Bezirksklasse-Team um Kapitän Stefan Tiesies am vergangenen Samstag auf Tabellenplatz zwei hinter den immer noch unbesiegten Spitzenreiter vom SV Sachsen Delitzsch 1994. Auf Platz drei lauert mit einer Partie und zwei Pünktchen weniger auf dem Kerbholz der Bezirksliga-Absteiger des SV Lok Engelsdorf.

Gegen die U16-Nachwuchstalente der L.E Volleys VI SSR gestaltete sich das Ganze noch äußerst zäh. Die spielerischen Vorteile kamen streckenweise nicht zum Tragen, Unkonzentriertheiten ließen die Messestädter von Landestrainer Ronald Hampe immer wieder schnuppern. Spielertrainer Kevin Phillipp ließ Hauptangreifer Tim Bomsdorf zunächst auf der Bank, schenkte so Martin Hönemann Spielpraxis. Außerdem vertraute er auf Kreisklasse-Jugendspieler Lukas Ohrisch, der zwei Sätze lang auf der Diagonalen alles kurz und klein schlug, insgesamt eine ordentliche Leistung bot. Bomsdorf kam im dritten Durchgang, um sich für das zweite Spiel einzucrooven. Das ohnehin gelähmte Spiel erstarrte auf Dübener Seite nun völlig. Phillipp kam gegen Ende für Hönemann, das Ruder konnte dennoch nicht rumgerissen werden. Die Sinne waren zum richtigen Zeitpunkt geschärft, im vierten Akt holten die Kurstädter Schwung für Markkleeberg.

Die TSG analysierte die Bad Dübener im ersten Match detailliert. Schwachstellen und Lücken wurden akribisch notiert. Diesen Matchplan hätten die Neuseenländer spätestens nach dem ersten Satz im Papiermüll positionieren können. Die Nordsachsen präsentierten ein komplett anderes Gesicht als in der ersten Begegnung des Tages. Stefan Deinert kanonierte ausgeruht von der Diagonalposition, Bomsdorf sowie Phillipp zerhackten auf Außen alles, was ihnen vor die Axt kam, der Mittelblock spielte die gegnerische Verteidigung schwindelig und Alexander Becker setzte sich das Sahnehäubchen auf. Das Goldhändchen tanzte mit dem Gegner Kasatschok nach Belieben, trumpfte im Zuspiel mächtig auf. Mit reichlich Stimmung und der nötigen Entschlossenheit in beängstigender Konstanz ließ der Kurstadt-Sechser dem Aufsteiger aus dem Süden Leipzigs keinerlei Chance.

Zwei Wochen Pause stehen nun an, bevor am 17. Januar bei der VSG Leipzig Nord bereits das erste Rückspiel ansteht. Bis dahin ist Pierre Renner auch wieder aus der Prüfungszeit zurück und Martin Zeidler nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder einsatzfähiger.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Hönemann, Lukas Ohrisch, Kevin Phillipp, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Stefan Deinert und Martin Zeidler