„Dynamik schlägt Erfahrung“

Post by Phillipp

Delitzsch/Leipzig. Ein mit einer freudigen Ausnahme äußerst ernüchterndes Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Die Sachsenliga-Männer kommen beim Derby gegen extrem druckvolle und willige Delitzscher überhaupt nicht ins Spiel und die U20-Jungs lassen ihre gute Ausgangslage auf einen Podestplatz bei den Bezirksmeisterschaften leichtfertig liegen. Einzig die Bezirksklasse-Damen strahlten. Sie lösten ihre Pflichtaufgabe gewissenhaft.

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben                 3:1 (20, 20, -20, 15)

Samstagabend, kurz nach 21 Uhr. Im stattlich gefüllten Delitzscher Becker-Karton ist Zweitligist GSVE Delitzsch im Spitzenspiel gegen den SV Schwaig drauf und dran, seinen „Super-Heimspieltag“ zu krönen. Fernab des fröhlichen Treibens, in den dunklen Katakomben, steht es einsam und verlassen da: Holzi, das Bad Dübener Team-Maskottchen, ist in der verwaisten Kabine übrig geblieben. Es ist wohl das Sinnbild des Spieltags. Ein paar Meter weiter feiern die Gymnasialen ihre Unantastbarkeit an diesem Tag, im Dübener Lager herrscht Tristesse und Ratlosigkeit. Da passt es ebenso ins Bild, dass SVBD-Zuspieler Frank Baumgarten beim Bundesliga-Einschlagen vollkommen besudelt wurde, als ein Schwaiger Angriff auf dessen Getränk, welches wohl auch ein Spritzer Cola enthielt, landete. Als Kleidungsersatz bekam der Rotschopf ein Leibchen mit GSVE-Emblem. Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Knapp sieben Stunden vorher war gegen eine wild entschlossene Delitzscher Reserve einfach kein Kraut gewachsen. In allen Belangen schien der GSVE überlegen. Angefangen beim Zuspiel. Der letztjährige Dübener Björn Vanselow zauberte auf Gastgeber-Seite clever durch die Partie, während es Baumgarten durch inkonstante Annahmen schwer hatte. Der Mittelblock, bei den Kurstädtern durch das Fehlen von Kapitän Thomas Haack praktisch nicht vorhanden, machte beim Gegner, was er wollte. Auch die Außenangreifer fanden nicht ihr Glück. Beim Aufsteiger vom Lober bestachen Sebastian Dorn und der alles überragende Philipp Thielow. Bei Delitzsch dominierten Leidenschaft und Derbylust, Bad Düben nahm den Kampf einfach nicht an. Im dritten Satz trafen die Reichstein-Schützlinge ihre Aufschläge nicht mehr, was der Müller-Bande kurzen Aufwind verschaffte – leider nur ein Strohfeuer.

Die vierte Saisonniederlage bedeutete gleichzeitig den Absturz auf Rang fünf. Am 10. Dezember geht es bei den Kreuzschülern in Dresden weiter. Hier gilt es, die deftige Hinspielpleite (0:3) vergessen zu machen. Wie man ein Derby auch angehen kann, zeigte im Anschluss übrigens der Krostitzer SV, der dem GSVE in einem hochklassigen Match deutlich mehr Gegenwehr bot, auch wenn bei den Bierdörflern dennoch nicht mehr raussprang.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, David Wächter, Constantin Schneider, Daniel Lange, Felix Kempe, Henry Ungelenk, André Reichenbach und Florian Schreiber

VV Nordstern-Leipzig – SV Bad Düben            0:3 (-18, -11, -23) 75 min.

Die Bezirksklasse-Damen um Trainerin Susanne Windisch avancieren heimlich, still und leise zum Erfolgsgaranten im Verein. Auch im sechsten Spiel hintereinander verließen die Muldestädterinnen als Sieger das Feld. Der Tabellensiebte des VV Nordstern-Leipzig musste in drei Sätzen dran glauben.

Da parallel Tabellenführer SV Sachsen Delitzsch 1994 überraschend deutlich gegen Favorit SV Lok Engelsdorf III siegte (3:1) rücken die Windisch-Damen wieder zurück auf Platz zwei, vor dem Groitzsch-Luckaer LVC, der sich bei den Nordsternen auch schadlos hielt.

Ein Spiel steht in diesem Jahr noch an. Am 10. Dezember reist man zum noch sieglosen Tabellenvorletzten des GSVE Delitzsch II, bevor es 2017 gleich straff zur Sache geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julian Heßler, Carmen Drefs, Julia Tröbs, Luise Wottke, Sophia Schaffernicht, Barbara Geißler, Maria Krafcyzk, Caroline Monien und Sandra Grundmann

Bezirksmeisterschaften U20 männl.              4. Platz

Einen völlig gebrauchten Sonntag durchlebten die U20-Jungs beim zweiten und letzten Bezirksmeisterschafts-Turnier in der Leipziger Leplayhalle. Als Dritter und mit guten Aussichten nach dem ersten Turnier ausgestattet, mussten die Kurstädter einige kurzfristige Absagen verkraften und ohne echten Zuspieler in die Messetsadt fahren. Nach einiger Eingewöhnungszeit zu Beginn kamen sie gegen die beiden besten Teams aus Grimma und Leipzig immer besser in die Partie. Zu einem Satzgewinn reichte es jedoch nicht. Ab da sanken nicht nur die Motivation spürbar, sondern auch die dargebotenen Leistungen. Gegen machbare Delitzscher nahmen Rummel & Co. eine deutliche Pleite hin. Zumindest gegen Schlusslicht SG Krostitz/Eilenburg wurde ein Sieg eingetütet.

Der VV Grimma (7:10 Sätze), beim ersten Turnier gar nicht angetreten, schlich sich durch starke Leistungen noch hauchdünn an den Kurstädtern (7:11) vorbei. Bezirksmeister wurden die L.E. Volleys vor dem GSVE Delitzsch.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Vinzenz Rummel, Lukas Ohrisch, Daniil Gorr, Tom Lehmann, Felix Lausmann und Franz Burkhardt

„Ein unmöglicher Heimspieltag“

Post by Phillipp

Bad Düben/Torgau/Delitzsch. Mit einer beeindruckend konstanten Leistung sicherten sich die Bad Dübener Bezirksklasse-Männer zwei Heimsiege und schieben sich damit hoch auf Rang drei. Die Umstände dieses Heimspieltages hätten jedoch kurioser kaum sein können. Am Sonntag siegte die dritte Damenmannschaft doppelt, unter anderem auch im Vereinsduell. Die Mädels der „Zweiten“ holten gegen die LSG Löbnitz immerhin ihren zweiten Satzerfolg. Ganz böse erwischte es die Kreisklasse-Jungs, die gar keine Fuß auf den Boden bekamen.

SV Bad Düben II – SV Reudnitz IV SSR           3:0 (16, 11, 11) 58 min.

SV Bad Düben II – L.E. Volleys V                     3:0 (17, 20, 18) 64 min.

Heimspieltag der Sachsenliga-Reserve und kein anderes SV-Team spielt gleichzeitig. Es sollte ein Fest werden, die Vorbereitungen ließen einiges erwarten. Am Ende verfolgten 45 Zuschauer die beiden Partien – teaminterner Rekord. Der Aufwand hatte sich also gelohnt, dennoch wurden im Laufe der Woche einige Steine in den Weg gelegt:

Donnerstagmorgen: Kurzfristige Absage des Bundespolizei-Caterers. Das Bad Dübener Spieltags-Catering von Norbert Pfuhl ist bekannt und beliebt bei Freund und Feind. Bis nach Dresden haben sich die leckeren Schnitzelbrötchen herumgesprochen. Nun galt es also, die Verpflegung provisorisch in die eigenen Hände zu nehmen.

Freitagmorgen: Die Bundespolizei lässt mitteilen, dass sämtliche Werbebanner einer vorherigen Prüfung und Freigabe seitens des Stabes bedürfen. Um den Rahmen etwas professioneller zu gestalten, sollten in der Bezirksklasse erstmals Werbefläche genutzt werden. Daraus wurde also nichts.

Freitagnachmittag: Im Netto-Markt sind Maultauschen ausverkauft – Weltuntergangsstimmung beim Spielertrainer, der vor jedem Spiel nicht auf die schwäbische Spezialität verzichten kann. Zwei sind noch auf Reserve da. Die müssen reichen.

Freitagabend, 21.45 Uhr: Anruf aus der Bundespolizei-Halle, wo der Hallenwart nichts von einem Heimspieltag weiß. Großalarm im Trainer-Kopf. Verträge wurden gesucht, mit Verantwortlichen telefoniert, auf die Schnelle eine Ausweichhalle organisiert, mit den beiden Gastmannschaften und der Staffelleiterin abgesprochen (Danke für die verständnisvolle Kooperation).

Also ab in die Oberschulhalle, die wohl zweimal in die Bundespolizei passen dürfte… Erstes Spiel gegen die zweifelsfrei sehr talentierten Grünschnäbel des SV Reudnitz IV. Nach rund zwölf Minuten die dunkelste Sekunde des Wochenendes: Außenangreifer Martin Zeidler landet nach einem Angriff unglücklich auf dem absichernden Mitspieler Vinzenz Rummel. Ein schmerzverzehrtes Gesicht und ein „Ich kann nicht aufstehen!“ trübten die Stimmung. „Kannst du knicken, runter mit dir, das Spiel muss weitergehen“, spendete Spielertrainer Kevin Phillipp tröstende Worte. Diagnose des Bad Dübener Fachkrankenhauses: Kapselverletzung. Sirko Lange ersetzte Zeidler. Von da an lief alles wie am Schnürchen. Die Pflichtaufgabe gegen den SVR wurde in unter einer Stunde gelöst, dann wartete ein spürbar anderes Kaliber. Bereits das Einschlagen ließ einen großen Kampf vermuten. Auf Volleys-Seite kanonierte Jakob Röhner, der sich mit Phillipp im Vorjahr noch in der Regionalliga duellierte, eine Kugel nach der anderen auf den Boden. Aber auch bei den Kurstädtern knallte es gewaltig. Leipzig sicherte sich den Start, Bad Düben fand über schnelle Angriffe und gute Blockarbeit jedoch schnell ins Spiel. „Es war ein reiner Augenschmaus“, sagte Alexander Becker hinterher. Bad Düben agierte cleverer, williger, bissiger und zielstrebiger. Gute Leipziger, die auch mehr Probleme mit den niedrig hängenden Lampen hatten, fanden so nicht eine Phase im Spiel, in der Hoffnung aufkeimte.

Mit diesen beiden glatten Heimsiegen marschieren die Nordsachsen auf Rang drei, einen Punkt hinter dem ersten Aufstiegsplatz, auf dem der SV Lok Engelsdorf thront. In drei Wochen geht es erneut daheim weiter gegen die L.E. Volleys VI SSR und die TSG Markkleeberg 1903 III. Diesmal in der Bundespolizei-Halle – vermutlich.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Zeidler, Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Sirko Lange, Kevin Phillipp und Stefan Deinert

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III                       0:2

LSG Löbnitz – SV Bad Düben II                        2:1

SV Bad Düben III – SV Bad Düben II               2:0

Ganz zufrieden dürften auch die beiden Bad Dübener Damen-Teams aus dem dritten Kreisklasse-Spieltag rausgehen. Die dritte Mannschaft hielt sich schadlos, bezwang sowohl die LSG Löbnitz als auch das hauseigene zweite Team deutlich mit 2:0. Die jungen Mädels vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs und Sophia Schaffernicht feierten nach der Premiere vor zwei Wochen nun gegen die LSG gleich den zweiten Satzerfolg hintereinander. Mit 25:21 ging der erste Durchgang an die jungen Kurstädterinnen. Für den ersten Punktspielsieg reichte es aber auch hier noch nicht ganz.

Die junge „Zweite“ bleibt damit zwar Letzter, schiebt sich mit dem zweiten Satzgewinn jedoch knapp an die SG Pristäblich heran, die allerdings auch erst zwei Spiele bestritten hat. Die erfahrenen Damen um Andrea Schulz drängeln mit jetzt acht Punkten an der Stoßstange vom Spitzen-Duo aus Arzberg/Blumberg und Thallwitz. Weiter geht es für die „Dritte“ am 27. November in Eilenburg, der nächste Spieltag der zweiten Garde wurde auf einen unbekannten Termin verschoben.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kati Poschmann, Katja Andrä, Andrea Schulz, Jana Schlaak, Marion Lange, Annett Stähnicke, Simone Voigt

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Vanessa Wutzke, Anna Vogelweider, Gina Prywerek, Luisa Beutelrock, Helena Hofmann, Michelle Goitzsch und Jacqueline Volkmann

SV Trossiner Biber – SV Bad Düben III           2:0 (14, 12)

SV Bad Düben III – SV Stahl Delitzsch            0:2 (17, 12)

Die ewige Spielpause haben die Kreisklasse-Jungs von Trainer Michael Bock offenbar nicht sonderlich gut verdauen können. Sowohl gegen den Vorjahres-Vizemeister SV Trossiner Biber als auch gegen den SV Stahl Delitzsch gab es zwei gehörige Backpfeifen, die die Burschen in der Tabelle gehörig nach hinten warfen auf Platz sechs. Zwei Pünktchen aus den ersten vier Begegnungen lautet die magere Bilanz. Am 11. Dezember kann diese gegen den VfB Eilenburg und die LSG Löbnitz wieder etwas aufpoliert werden. Vorher geht es in der Jugend-Bezirksmeisterschaft weiter, am Sonntag in Leipzig.

„Eine Kirsche auf dem Sahnehäubchen“

Post by Phillipp

Bad Düben. Der große Heimspiel-Marathon der Bad Dübener Volleyballer kann als äußerst erfolgreich abgestempelt werden. Die Sachsenliga-Männer zeigte ihre beste Saisonleistung, die Bezirksklasse-Damen fügten dem ambitionierten Aufsteiger aus Groitzsch die erste Saisonniederlage zu und die Kreisklasse-Mädels ihren lang ersehnten ersten Satzgewinn im Punktspielbetrieb. Lediglich die Bezirksklasse-Männer verließen ihre Wohlfühloase mit leicht gesenktem Haupt, mussten im Spitzenspiel den Kürzeren ziehen.

SV Bad Düben II – SV Reudnitz III                            3:2 (-21, 15, -24, 22, 9) 110 min.

SV Bad Düben II – SV Sachsen Delitzsch 1994        1:3 (-22, 22, -23, -20) 105 min.

Beginnen wir die chronologische Aufarbeitung gleich mit Letztgenanntem. Mit reichlich Schwung in die Spielzeit gestartet, erhielt die Euphorie am Samstag eine Delle. Ohne die tolle Stimmung aus den ersten beiden Partien – vielleicht lag es an der zeitigen Spielzeit von 10 Uhr – wirkte das Bad Dübener Spiel äußerst zäh. Erfreulich war jedoch der Altersdurchnitt. Aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Kapitän Stefan Tiesies rückte der 16-jährige Mittelblocker Vinzenz Rummel aus dem Kreisklasse-Team nach und spielte neun Sätze nahezu durch. Zu Beginn der Begegnung gegen den SV Reudnitz ergänzten Alexander Becker, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Pierre Renner (alle 20 Jahre) sowie Martin Zeidler (19) den Startsechser. Eine wacklige Annahme sowie die unorthodoxe Spielweise des Gegners machten es den Kurstädtern schwer. Ab dem zweiten Durchgang übernahm Spielertrainer Kevin Phillipp das Zepter im Zuspiel, setzte vor allem die stark aufgelegten Außenangreifer Bomsdorf und Zeidler immer wieder gut in Szene. Im dritten Abschnitt führte die SVBD bereits mit sieben Zähler, brachten diesen Vorsprung jedoch nicht über die Linie. Über den Umweg Tiebreak konnte Schlimmeres verhindert werden.

Vor dem Spitzenspiel gegen den ebenso noch ungeschlagenen Aufsteiger und Tabellenführer vom SV Sachsen Delitzsch 1994 hatten die Gastgeber also schon fünf Sätze in den Knochen. Es entwickelte sich bis zum Ende ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Nuancen entscheiden sollten. Delitzsch war praktisch nur mit zwei Angreifern angereist (Christian Troitzsch und Christian Dorn), über die das komplette Spiel nicht nur lief, sondern die zudem auch noch blendend aufgelegt waren. Bei den Hausherren schwand zunehmend das Selbstvertrauen und der Glaube an die eigenen Stärken – schade eigentlich. Bei 13:19 im vierten Akt waren eigentlich alle Messen gelesen. Sechs Zähler in Folge ließen den Kessel zwar kurz noch einmal qualmen. Je zwei schlechte Zuspiele sowie klägliche Angriffe später war dieses Momentum allerdings rasch wieder verpufft.

Mit den wenigsten Spielen der direkten Konkurrenz liegen die Phillipp-Schützlinge aktuell auf Rang fünf. „Noch ist dies nicht aussagekräftig. Wir mussten gleich zum Start gegen die vier besten Teams ran, werden also noch Punkte gut machen", hofft der Coach. Am kommenden Samstag geht es für die erste Pokalrunde nach Delitzsch, wo man gegen die beiden Bezirksligisten SV Reudnitz II und GSVE III auf eine Überraschung hofft. Eine Woche später (12.11.) steht bereits der nächste Heimspieltag gegen den SV Reudnitz IV und die L.E. Volleys V an.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Alexander Becker, Martin Zeidler, Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Martin Hönemann, Stefan Deinert und Lukas Ohrisch

SV Bad Düben – Groitzsch-Luckaer VC 2014          3:2 (23, -19, 22, -17, 4) 120 min.

SV Bad Düben – VSG Leipzig Nord II                      3:0 (14, 15, 23) 67 min.

Achterbahnfahrt mit Happy End! Das erste Damen-Team von Trainerin Susanne Windisch ist mit zwei Heimsiegen auf Platz zwei der Tabelle gesprungen. Zuerst konnten dem starken Aufsteiger Groitzsch-Luckaer VC 2014 die erste Saisonniederlage zugeführt werden, im Anschluss besiegten Kapitänin Sara Vogelweider und Co. den zweiten Aufsteiger im Bunde glatt in drei Sätzen.

Der Tag begann jedoch mit reichlich Aufregung, als während der Warmup-Phase Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht plötzlich unauffindbar war. Grund: Die Tür des stillen Örtchens ließ sich nicht mehr öffnen. Gut, dass man Studenten im Team hat, die sich mit den Funktionen der Allzweckwaffe Bahn-Card bestens auskennen...

Ein ständiges Auf und Ab prägte das Spitzenspiel. „Wir hätten das Spiel gern in vier Sätzen zugemacht, aber da haben wir uns zu viele Fehler erlaubt. Im Tiebreak war der Gegner fest", bilanziert Windisch. Das junge GLVC-Ensemble brach am Druck der Kurstädterinnen zusammen, am Ende flossen gar einige Tränen. Die Partie gegen die VSG Nord hatte die Nordsächsinnen voll im Griff, ließen es jedoch im dritten Satz etwas schleifen.

Mit 13 Zählern aus den ersten sechs Spielen liegt der SVBD nun punktgleich mit dem GLVC und Engelsdorf, aber auch mit einem Spiel Vorsprung auf rang zwei. Am Samstag empfangen die Bad Dübenerinnen Bezirksligist ATV Volkmardsorf sowie den Krostitzer SV aus der 1. Bezirksklasse zur ersten Pokalrunde in der Oberschulhalle. In der Liga geht es am 19. November bei den Leipziger Nordsternen weiter.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Luise Wottke, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Julia Tröbs, Barbara Geißler und Juliane Heßler

L.E. Volleys III (SSR) – SV Bad Düben           0:3 (-9, -19, -21) 67 min.

Das hätte wohl keiner der gut 70 Zuschauer für möglich gehalten, als er die Halle betrat und sich sowohl die Aufstellung der Bad Dübener als auch die technisch versierten Leipziger Talente ansah. Die Müller-Bande musste erstmal ohne ihren einzigen Zuspieler Frank Baumgarten auskommen, der im Weiterbildungsstress steckt und sich gesundheitlich nicht in der Lage sah, die Knieschoner in Richtung Knie zu ziehen. Für ihn zog Diagonalangreifer Florian Schreiber die Strippen – alte Dommitzscher Schule eben. Und es lief wie am Schnürchen und für die Ersatz-Regisseur perfekt. David Wächter am Aufschlag sowie Jens Andrä, Daniel Lange und Felix Kempe im Dreierverbund am Netz stellten die Grünschnäbel vor unüberwindbare Aufgaben sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff. Schnell stand es 10:1 für den „Auswärts-Gastgeber", gefühlt ohne eine Ballberührung von Schreiber. So ging es wie im Rausch weiter. Wie die Axt im Walde blieb das Punktekonto der Volleys über die Stationen 15:3 und 18:6 im einstelligen Bereich. LEV-Zuspieler Felix Baum musste früh von der Platte, vergoss am Spielfeldrand einige Tränen und sah mit an, dass es nicht besser wurde, der Regionalliga-Absteiger kein Gnade dafür Bock auf Haue hatte. Auch in den restlichen beiden Durchgängen ließen die überragend aufgelegten Andrä und Lange nichts anbrennen. Wächter hielt gemeinsam mit Libero Henry Ungelenk den Laden hinten bemerkenswert sauber. Weiteres Novum: Im Laufe der Partie wechselte Trainer Wolfgang Müller den kompletten Mittelblock aus, Constantin Schneider und René Hellwig erhielten so Einsatzzeiten.

Der SV Bad Düben hat sich mittlerweile in Stellung gebracht. Pünktlich vor dem Spitzenspiel gegen Tabellenführer USV TU Dresden II am kommenden Samstag in der Sporthalle der Bundespolizei sind es nur noch vier Pünktchen. Außerdem ist der noch sieglose, aber aufgrund des gezeigten Ergebnisse gegen teils starke Gegner nicht zu unterschätzende Aufsteiger SV Motor Mickten zu Gast.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Florian Schreiber, David Wächter, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Constantin Schneider, René Hellwig und André Reichenbach

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz            0:2 (-14, -16)

SV Bad Düben II – SV Roland Belgern        1:2 (26, -18, -9)

Kommen wir zur Kirsche: 30. Oktober, 10.47 Uhr – eine frische Brise wirbelt durch die Bad Dübener Oberschul-Sporthalle. Es ist alles andere als kalt, doch allen Beteiligten läuft es eiskalt den Rücken runter. Im mittlerweile 43. Anlauf gelingt den Mädels der zweiten Mannschaft der erste Satzgewinn im Punktspielbetrieb. Der SV Roland Belgern wird damit ungewollt Teil einer tollen Geschichte. Das Team um Kapitänin Laura-Marie Rösiger zeigte eine beeindruckende Moral, ließ sich trotz starker kämpferischer Leistung nicht von der deutlichen Niederlage gegen den FSV 02 Thallwitz unterkriegen. Gegen Belgern waren sie von Beginn an zur Stelle, setzten die Rolandstädterinnen von langen Aufschlägen und beherzten Angriffen gehörig unter Druck. Als es bereits 20:13 zugunsten des SVBD stand, war allen Anwesenden bewusst, hier geht was – offensichtlich auch den Spielerinnen, die plötzlich hektisch wurden und nun konzentriertere Belgerner Chancen boten. Satzball Bad Düben – abgewehrt – Satzball Belgern – abgewehrt – nächster Satzball Belgern – abgewehrt – Satzball Bad Düben – es ist vollbracht! Grenzenloser Jubel, Trainerinnen mit Händen vor dem Gesicht, Zuschauer, die sich in den Armen liegen und am wichtigsten: lachende Spielerinnen! Dass diese Partie am Ende noch verloren ging, geriet schnell zur Nebensache. Die jungen Damen zeigten eine engagierte Leistung, zeigten, dass sie mithalten können und dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht scheint. Nun wird der erste Sieg anvisiert! Weiter geht‘s für das Team vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs und Sophia Schaffernicht in zwei Wochen in Torgau gegen die LSG Löbnitz und die eigene dritte Mannschaft.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Gina Prywerek, Helena Hofmann, Katja Vogelweider, Luisa Beutelrock, Anna Vogelweider, Vanessa Wutzke, Michelle Goitzsch und Jacqueline Lara Volkmann

„Pokalüberraschungen und ein gebrauchter Tag“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch. Das jüngste Volleyball-Wochenende hatte für den SV Bad Düben zwei völlig unterschiedliche Gesichter. In der Vorrunde des Bezirkspokals schafften beiden Bezirksklasse-Teams die Überraschung, schalteten höherklassige Mannschaften aus und zogen ins Viertelfinale ein. Die Sachsenliga-Männer strauchelten daheim gleich zweimal gegen die Konkurrenz aus Dresden.

SV Bad Düben – USV TU Dresden II              1:3 (14, -20, -21, -23) 101 min.

SV Bad Düben – SV Motor Mickten             2:3 (22, -22, 19, -21, -6) 125 min.

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge erhält die Kurstadt-Schmetterer von Sachsenligist SV Bad Düben am Wochenende einen gehörigen Dämpfer. Erst verlor die Mannschaft von Trainer Wolfgang Müller mit 1:3 (25:14, 20:25, 21:25, 23:25) gegen Spitzenreiter USV TU Dresden II, der sich damit weiter absetzen konnte. Im Anschluss feierte auch Aufsteiger SV Motor Mickten seinen ersten Sieg im sächsischen Oberhaus überhaupt. Mit 2:3 (25:22, 22:25, 25:19, 21:25, 6:15) ging auch dieser Sieg in die Landeshauptstadt. Bad Düben fällt somit auf Platz drei zurück, spürt den GSVE Delitzsch II, der aktuell noch zwei Spiele weniger absolviert hat, pünktlich vor dem Derby in der „Stadt der Türme“ am 19. November im Nacken.

Dabei begann eigentlich alles so gut. Ab Mitte des ersten Spitzenspiel-Satzes agierten die Nordsachsen wie im Rausch. Dann passierte etwas, das für das USV-Spiel typisch ist: Vogel, Rehse und Co. schauen sich den Gegner im ersten Satz gern mal an und stellen sich dann gut auf einen ein. Drucklose sowie fehlerhafte Aufschläge und eine wacklige Annahme machten es der Dübener Offensive schwer.

Gegen Mickten ein ähnliches Bild: Die Gastgeber wirkten uneingespielt, konnten nie an das Niveau der letzten Wochen anknüpfen und ließen die nötige Kommunikation auf dem Feld vermissen. Zudem hatten die „Motoren“ aus dem Dresdner Stadtteil mit Außenangreifer Paul König einen Mann mit Bundesliga-Erfahrung (VC Dresden) in ihren Reihen, der den Kurstadt-Sechser nahezu im Alleingang zerlegte.

Das Müller-Team kann sich nun ein Wochenende lang rehabilitieren, ehe es am 19. November nach Delitzsch zum großen Nordsachsen-Gipfel kommt. Die gymnasiale Reserve empfängt dort erst den Regionalliga-Absteiger aus Bad Düben und direkt im Anschluss den Krostitzer SV. Das wird ein Fest!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Daniel Lange, Felix Kempe, Jens Andrä, René Hellwig, Constantin Schneider, David Wächter, Florian Schreiber und Henry Ungelenk

Caroline Monien im Angriff gegen den Krostitzer SV | Foto: B. Keller

SV Bad Düben – Krostitzer SV                        3:2 (20, 13, -23, -16, 13) 114 min.

SV Bad Düben – ATV Volkmarsdorf              0:3 (-21, -10, -18) 65 min.

Derb, derber, Düben! Die Damen um Kapitänin Sara Vogelweider zogen mit einem zittrigen 3:2-Derbysieg gegen den Krostitzer SV aus der 1. Bezirksklasse ins Viertelfinale des Bezirkspokals ein. Dort wartet Bezirksligist VSG Leipzig Nord am 14. Januar bespielt zu werden. Also noch ein Überraschungserfolg und die Kurstädterinnen stehen zum zweiten Mal nach 2015 im FinalFour.

„Es hätte durchaus auch ein 3:0 werden können, aber am Ende ist das ja egal“, schnaufte Trainerin Susanne Windisch kräftig durch. Ihrer Schützlinge führten bereits mit 2:0 und hatten einen glatten Erfolg zum Greifen nah. Letztendlich musste der Tiebreak entscheiden, indem die Muldestädterinnen die besseren Nerven bewiesen. Das zweite Spiel des Tages wurde zur Formsache. Bezirksligist ATV Volkmarsdorf dominierte die Szenerie in allen Belangen und fegte in einer guten Stunde über die Heide. Da es dem KSV ganz zum Schluss eines langen Pokaltages nicht besser erging und die beiden Erstplatzierten dieser Dreierrunde weiterkamen, war die Freude im Dübener Lager entsprechend groß.

In der Liga geht es am 19. November bei den Leipziger Nordsternen weiter.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Carlonie Monien, Barbara Geißler, Luise Wottke, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs

SV Bad Düben II – SV Reudnitz II                     3:1 (19, -16, 20, 18) 99 min.

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch III               2:3 (22, 24, -21, -10, -10) 115 min.

Eine zufrieden stellende Leistung genügte den Bezirksklasse-Männern, um sich in deren Dreierrunde gegen die Bezirksligisten SV Reudnitz II und GSVE Delitzsch III als Sieger durchzusetzen. Als das Weiterkommen feststand, erlaubte sich Spielertrainer Kevin Phillipp gar einige Wechsel, um all seinen Schäfchen genügend Einsatzzeit zu gewähren. „Hätten wir mit der ersten Formation durchgespielt, wäre es gegen Delitzsch sehr deutlich zu unseren Gunsten ausgegangen. Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Coach und Ersatz-Kapitän. Im Viertelfinale am 14. Januar geht es gegen Bezirksklasse-Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch und Bezirksliga-Aufsteiger SV Stahl Brandis.

Die Jungs aus der Heide fuhren ersatzgeschwächt – die Stammspieler Martin Zeidler und Kapitän Stefan Tiesies fehlten – als Außenseiter an den Lober. Aber etwas ausgerechnet haben sie sich schon. Gegen athletische Reudnitzer startete der SVBD furios. Der Block arbeitete gut und besonders die Außenangreifer Tim Bomsdorf, Martin Hönemann und Stefan Deinert konnten den nötigen Druck ausüben. Im zweiten Satz sorgte ein kurzer Einbruch und sich stärker auf den Dübener Sechser einstellende Gegner für den Ausgleich. Im Anschluss übernahmen die Kurstädter wieder das Heft in die Hand. In der wichtigen Schlussphase zerlegte Deinert nahezu im Alleingang die Reudnitzer Feldabwehr. Der vierte Durchgang war ein reiner Augenschmaus. Gegen Ende feierte dann sogar der 18-jährige Jugendspieler Lukas Ohrisch aus dem Kreisklasse-Team seinen Einstand – und wie. Ohne Vorwarnung eingewechselt und ohne große Chance zum Überlegen, kam der erste Pass schon in seine Richtung geflogen. Hoch, drauf, Punkt – willkommen im Bezirk!

In der zweiten Begegnung gegen Bezirksliga-Aufsteiger GSVE Delitzsch III genügten also zwei Sätze zum Weiterkommen. Die Aufstellung wurde leicht verändert. Phillipp rückte für Hönemann auf die Außen-Position, Alexander Becker übernahm das Zuspiel. Nach großen Startschwierigkeiten nahm der Heide-Express gehörig Fahrt auf. Den uneingespielten Hausherren wurde auch das letzte Quäntchen Lust ausgesaugt. Es passte nicht alles, dennoch bestimmte das Team aus der Bezirksklasse die Szenerie. Das lag auch an Peter Lüddecke, irgendwie die tragische Figur des Spiels. Letzte Saison noch im Dress der Bad Dübener, agierte er auf der Delitzscher Diagonalposition äußerst unglücklich. Den entscheidenden Genickstoß gab Vinzenz Rummel, der zweite Jugendspieler aus der Kreisklasse im Kader. Der 16-Jährige blockte in der Crunchtime erfolgreich Ex-Bundesligaspieler Christian Wolff. Ein Punkt und das Viertelfinale waren sicher, Zeit, kräftig durchzumischen. Nacheinander gingen Phillipp, Deinert, Bomsdorf und Rummel vom Feld. Der Tiebreak verlief kurios. Bad Düben führte bereits 7:1 und 8:3, bekam anschließend allerdings kaum noch einen Ball durch – 10:15, 2:3 verloren! Reudnitz gewinnt im Anschluss 3:1 gegen sich auflösende Delitzscher – Platz eins für Bad Düben, Niederlage geschenkt.

Am kommenden Samstag geht es mit einem Heimspieltag in der Liga weiter. Gegen den SV Reudnitz IV (SSR) und die L.E. Volleys V sollen möglichst die Punkte 8 bis 13 auf das eigene Konto wandern.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Lukas Händler, Martin Hönemann, Vinzenz Rummel, Stefan Deinert, Tim Bomsdorf, Alexander Becker, Sirko Lange, Pierre Renner und Lukas Ohrisch

„Nervenschlacht im Hexenkessel“

Post by Phillipp

Delitzsch/Eilenburg. Die kurstädtischen Sachsenliga-Volleyballer erhielten am vergangenen Sonntag die blütenweiße Auswärtsstatistik des SV Bad Düben in dieser Saison aufrecht. Die Männer von Trainer Wolfgang Müller siegten im Kreisderby gegen Krostitzer SV in fünf nervenaufreibenden Sätzen vor (nur) 85 Zuschauern, die das Delitzscher Kultur- und Sportzentrum zum Brodeln brachten. Bereits am Vormittag riss die Glückssträhne der Kreisklasse-Damen der dritten Mannschaft.

Krostitzer SV – SV Bad Düben                      2:3 (-14, 14, -17, 21, -10) 103 min.

Es war ein komisches Spiel, das sich nur phasenweise auf gutem Sachsenliga-Niveau befand. Dennoch sahen die interessierten Besucher ein spannendes und zweifelsfrei unterhalsames Match zweier kampfstarker Teams.

Mit je einer Ausnahme – Tino Richter beim KSV und André Reichenbach beim SVBD – hatten beide Kontrahenten alles aufgetafelt, was im Waffenschrank zu finden war. Dübens Coach Müller begann mit dem sich anscheinend gefundenen Stammsechser: Frank Baumgarten im Zuspiel, Kapitän Thomas Haack und Jungspund Felix Kempe im Mittelblock, Jens Andrä und David Wächter auf Außen und Daniel Lange bekleidete die Diagonalposition. Henry Ungelenk streifte das andersfarbige Trikot über. Vom zweiten Punkt an rauschte diese Maschinerie los. Stabil in der Feldabwehr, druckvoll im Aufschlag und wachsam im Angriff wurden den Rüpeln aus dem Bierort die Grenzen aufgezeigt. Haack und Co. waren in allen Belangen überlegen.

Das intakte Team wurde nach dem Seitenwechsel verändert. Für den erneut starken Lange kam Florian Schreiber. Obwohl der Ex-Dommitzscher mit der Annahme nichts am Hut hat, wacklige diese plötzlich beträchtlich. Die Gäste wirkten unsicher und Krostitz witterte seine Chancen. Baumgarten musste große Wege gehen, seine Angreifer hatten schweres Spiel. Der KSV war wach, ließ sich treiben – 14:25, deutlicher Schlag ins Gesicht.

Veränderungen mussten her. Lange kam wieder für Schreiber, René Hellwig ersetzte Kempe, an dem das Spiel bis dato irgendwie vorbei lief. Sascha Baumgart, der bereits im zweiten Durchgang für Wächter kam, blieb auf der Platte. Nun war es endlich das ersehnte Duell auf Augenhöhe. Das Publikum sah lange Ballwechsel mit krachenden Angriffen, dunkle Blöcke und auch viele Aufschlagfehler auf beiden Seiten. Krostitz‘ Angreifer Felix Beyer und Markus Knobloch, ihr Mann mit Bundesliga-Erfahrung, sowie der talentierte Mittelblocker Alexander Dross zeigten gute Aktionen. Bis zum 15:15 tanzten die Truppen im Gleichschritt, dann zog der Heide-Express mit Andrä am Aufschlag davon.

Bad Düben schien nun gefestigt, Krostitz geknackt. Denkste! Als die Trommlerfraktion den Weg zurück aus den sanitären Anlagen gefunden hat, wurde es bunt in der Halle. Schiedsrichter Frieder Heinig, der die faire Partie gut leitete, verwarnte die Gäste wegen Spielverzögerung. Grund: Coach Müller vertauschte auf dem Aufstellungszettel die 17 (Lange) mit der 16 (Kempe). Heißt, der Grünschnabel musste auf der Diagonalen ran, Lange durfte vorerst auf der Bank Platz nehmen. Ein erneuter Bruch im Dübener Spiel war die Folge. Krostitz bekam die zweite Luft, zog davon. Bei 17:18 klemmte sich der SVBD allerdings wieder ans Hinterrad. Die Hausherren zeigten sich jedoch willensstärker und nervenstark – Tiebreak!

Auch dieser zeigte sich von seiner kurzweiligen Seite. Die Müller-Bande legte 2:0 vor, die Quasdorf-Crew wendete das Blatt und führte bereits 7:3. Die nächsten drei Punkte waren spielentscheidend. Bad Düben kämpft sich zum 6:7 und weckte so das Vertrauen an die eigene Stärke. Nach dem Seitenwechsel gelangen Krostitz lediglich zwei Pünktchen, die Heide-Schmetterer zogen beträchtlich an den Daumenschrauben, sicherten sich zudem einen wichtigen Marathonpunkt mit zahlreichen Netzüberquerungen, der den wacker beißenden Gastgebern den Dolchstoß versetzte – 15:10, 3:2, Derbysieger, Holzi, Holzi, Holz!

Durchatmen ist nicht. Bereits am kommenden Samstag (29.10.) steht das Auswärts-Heimspiel gegen die L.E. Volleys III in Bad Düben an. Mit einem weiteren Sieg kann sich vor dem Spitzenspiel gegen Tabellenführer USV TU Dresden II, der am Wochenende überraschend gegen Chemnitz strauchelte, in Position gebracht werden.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Florian Schreiber, Sascha Baumgart, René Hellwig und Constantin Schneider

FSV Eilenburg – SV Bad Düben III                    2:1 (13, -23, 10)

SG Arzberg/Blumberg – SV Bad Düben III      2:0 (15, 21)

Es sollte einfach nicht sein. Bereits am zweiten Spieltag ist die Tabellenführung der dritten Bad Düben Damenmannschaft wieder futsch. Sowohl gegen den FSV Eilenburg als auch gegen Titelverteidiger SG Arzberg/Blumberg gingen die Partien verloren. „Wir fanden einfach nicht ins Spiel", resümmierte Kati Poschmann kurz und knapp. Mit Andrea Schulz als einzige Zuspielerin gestaltete sich der Spielaufbau gegen unorthodox auftretende Eilenburgerinnen äußerst schwer. Gegen starke Arzberginnen gestaltete sich das geordnete Spiel schon besser. Zum einem Satzgewinn reichte es dennoch nicht.

Mit diesen beiden Niederlagen fallen die Kurstädterinnen vorerst auf Platz drei zurück. Drei Wochen Pause stehen nun an, bevor es am 13. November in Torgau gegen die LSG Löbnitz und die hauseigene zweite Vertretung geht.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kati Poschmann, Katja Andrä, Simone Voigt, Daniela Sieg, Marika Göllner, Jana Schlaak, Sylvia Luderer und Andrea Schulz