„Ein Battle wie eh und je“

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USV-Zuspieler Frank Vogel setzte seinen Mittelblocker Uwe Püschmann immer wieder gut in Szene. | Foto: K. Phillipp

USV TU Dresden II – SV Bad Düben 3:2 (18, 24, -21, -20, 13) 125 min.

Dresden. Die Ansetzung versprach ein spannendes Duell zweier Teams, die sich aus dem Effeff kennen. Der Verlauf hielt dies am Ende auch. In fünf, vor allem taktisch hochinteressanten Sätzen bezwang der Sachsenliga-Spitzenreiter USV TU Dresden II den Regionalliga-Absteiger aus der Kurstadt, der erneut nur mit sieben Spielern anreisen konnte. Durch den doppelten Schneeberger Heimerfolg fallen die Schmetterer des SV Bad Düben damit zwar auf Rang fünf zurück, machen jedoch sowohl auf den SV Kreuzschule Dresden (4.) einen Punkt gut und zum anderen den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt. Drei Spiele vor Schluss kann der Krostitzer SV sowie der Post SV Dresden die Müller-Bande nicht mehr einholen.

Die reifen Studenten bestimmten vom Start weg die Szenerie, waren in Annahme und Block feldüberlegen. Auf SVBD-Seite galt es, sich in der Annahme und Feldverteidigung erst einmal zu finden. Mit Jens Andrä stand lediglich ein etatmäßiger Außenangreifer auf der Platte. Diagonalangreifer Florian Schreiber ersetzte die fehlenden David Wächter, André Reichenbach und Sascha Baumgart. Schreiber brauchte anfangs etwas Zeit zum Justieren, kam mit zunehmender Zeit jedoch immer besser ins Spiel. Vier der letzten fünf Partien durchgespielt (auf drei Positionen), da kommt mit der Praxis auch langsam der Rhythmus. Die Gastgeber holten sich Durchgang eins deutlich, den zweiten umso knapper. Bad Düben führte bereits mit großen Abstand (14:8), brachten den Vorsprung jedoch nicht über die Zeit.

Das Match wurde nun rassiger. Während die Emotionalität am Anfang schmerzlich vermisst wurde, zeigten beide Teams nun Zähne. Zudem brachten unerklärliche Entscheidungen der Unparteiischen die Gemüter auf beiden Seiten auf Betriebstemperatur. Die gut 30 Zuschauer – davon acht plus die Post‘ler für die Gäste aus der Heide – bekamen nun das erwartete heiß umkämpfte Spiel zu sehen. Mit dem Rücken zur Wand festigten Kapitän Thomas Haack und Co. nun die Feldverteidigung, kratzten zahlreiche Bälle vom Parkett und verdienten sich so den Tiebreak und den damit einhergehenden Punkt.

Der entscheidende Abschnitt startete äußerst unglücklich mit drei einfachen Zählern für die Hausherren. Bei 5:5 war das Spiel jedoch wieder offen. Nach dem Seitenwechsel legten der USV noch eine schippe drauf, spurtete zum 14:10 – vier Matchbälle. Ein erfolgreicher Angriff, ein Block und ein Annahmefehler später waren die Muldestädter plötzlich wieder auf Tuchfühlung. Die letzte Szene geht so: Guter Aufschlag Schreiber – USV kann nur hoch über Außen spielen – Bad Düben verteidigt locker auf den Punkt – Zuspieler Frank Baumgarten kann zwischen Daniel Lange, Felix Kempe und Jens Andrä frei wählen – der Rotschopf entscheidet sich für Letzteren, den er im Rücken hat – Andrä kommt relativ frei zum Schuss, rutscht beim Angriff jedoch leicht weg, was ihn etwas aus der Balance bringt – TU verteidigt den Ball irgendwie hoch ins Feld – währenddessen andet Andrä gefühlt einen halben Meter über die Mittellinie – game over!

Die Leistung, in Anbetracht der personellen Situation, stimmte und das macht Mut für den kommenden Heimspieltag am 11. März, wenn der GSVE Delitzsch II (2.) sowie der Krositzer SV (7.) zum Doppel-Derby-Heimspieltag in Bad Düben gastieren.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä und Henry Ungelenk

„Ein Sonntag wie geschmiert“

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Leipzig/Grimma. Im Vorbericht hieß es noch, dass mit keinem sonntäglichen Kaffeekränzchen zu rechnen ist. Schaut man sich jedoch die blanken Ergebnisse an, wurde diese Vermutung wohlwollend widerlegt. Stark ersatzgeschwächte Sachsenliga-Männer zünden gegen grünschnäblige Leipziger den Turbo und auch die Bezirksklasse-Damen lassen sich beim Tabellenletzten nicht lumpen.

L.E. Volleys III (SSR) – SV Bad Düben             0:3 (-20, -17, -17) 63 min.

Sechs Spielerfrauen, drei Ehemalige aus der 2015er Sachsenmeistermannschaft, zwei Verhinderte, eine leicht aufgeregte Spielermutti und ein kürzlich in die Messestadt gezogener treuer Fan des Bad Dübener Volleyballs, der nun erstmals in Leipzig eine Partie seines Teams verfolgen konnte – diese ansehnliche Fanschar unterstützten die nur siebenköpfige Müllerbande in der altehrwürdigen Leplayhalle. Sascha Baumgart musste gesundheitlich angeschlagen passen, Diagonalangreifer Daniel Lange befand sich auf dem Heimweg vom Kurzurlaub, verfolgte die Partie via Live-Ticker und David Wächters Knieprobleme haben sich verdichtet. Der Außen-Floh wird wohl länger ausfallen. Dazu fehlten mit René Hellwig und Constantin Schneider zwei Mittelblocker. André Reichenbach rückte für Wächter und Florian Schreiber für Lange in die sich selbst aufstellende Startformation.

Die Volleys begannen stark – vor allem im Aufschlag –, ließen in der Folge jedoch auch stark nach. Gegen Mitte des ersten Durchgangs fanden die Nordsachsen zu ihrem Spiel, verteidigten solide und punktete fleißig überwiegend auf die gut aufgelegten Schreiber und Jens Andrä. Obwohl zahlreiche Aufschläge im Netz landeten, konnte mit grundsätzlich mehr Druck von der Grundlinie erzeugen als der Gegner – klingt komisch, war aber so. Bad Düben behielt stets den Kopf oben, hamsterte Zähler um Zähler ohne großes Aufsehen, während die durch den Ferienbeginn ebenfalls stark dezimierten Knaben von der Pleiße immer wieder einbrachen. Nach locker-flockigen 63 Minuten zeigte die souveräne Bornaer Schiedsrichterin Maxi Klupsch ein letztes Mal auf die Bad Dübener Seite.

Mit dem zweiten 3:0-Auswärtssieg innerhalb von acht Tagen springen Andrä und Co. wieder auf Rang vier, haben den Klassenerhalt damit wohl eingetütet. Auf Post SV Dresden und den Krostitzer SV sind es vier Spiele vor Schluss nun zehn Punkte Vorsprung. Das sollte reichen. In zwei Wochen geht es zur Kür nach Dresden. Beim Tabellenführer USV TU Dresden II will man sich für die 1:3-Hinspielpleite revanchieren.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, André Reichenbach, Felix Kempe, Florian Schreiber, Jens Andrä und Henry Ungelenk

VV Grimma III – SV Bad Düben                       0:3 (-19, -14, -16) 72 min.

Ähnliches bis deckungsgleiches Bild wie beiden Männern: Nach einem ernüchternden Heimspieltag vor zwei Wochen meldeten sich die Bezirksklasse-Damen mit einem 3:0-Auswärtserfolg beim Tabellenschlusslicht vom VV Grimma III zurück. Lok Engelsdorf III legte am Samstag vor, zog durch den Sieg in Liebertwolkwitz an den Kurstädterinnen vorbei. Am Sonntag krallten sich die Windisch-Schützlinge wieder den Bronzerang.

Die Trainerin konnte fast auf die volle Kapelle zählen. Mit Luise Wottke und Caroline Monien fehlten lediglich zwei Außenangreiferinnen. Gestaltete sich der erste Satz noch recht spannend, waren die Folgesätze dann Formsache.

Nächste Gelegenheit zu punkten besteht am 4. März in der heimischen Oberschul-Sporthalle gegen den VV Nordstern-Leipzig (6.) und den GSVE Delitzsch II (7.).

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Julia Tröbs, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Sophia Schaffernicht und Sandra Grundmann

„Blackout zum falschen Zeitpunkt“

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SV Bad Düben – SV Sachsen Delitzsch 1994              0:3 (-22, -18, -21) 72 min.

SV Bad Düben – SV Liebertwolkwitz                          2:3 (-22, 22, 18, -15, -6) 106 min.

Bad Düben. Mit einem Heimspieltag, der schlechter kaum hätte laufen können, verpassen die Bad Dübener Bezirksklasse-Volleyballerinnen den Anschluss an das Spitzenduo aus Delitzsch und Groitzsch-Lucka. Gegen den bisherigen Tabellenführer verzweifelten die Spielerinnen von Trainerin Susanne Windisch an der exzellenten Feldabwehr der erfahrenen Damen um Zuspielerin Michaela Pöhnitzsch, gegen den fünftplatzierten SV Liebertwolkwitz war selbst nach der scheinbar sicheren 2:1-Führung die Luft komplett raus.

Der Spieltag begann äußerst vielversprechend. Druckvolle Aufschläge stellten die Loberstädterinnen vor arge Probleme. Zudem konnte Hauptangreiferin Wenke Schelz zunächst gut in Schach gehalten werden. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich der in orange spielende SV Sachsen jedoch blendend auf die Bad Dübener Offensivvarianten ein. Alternative Lücken im Feld fanden Kapitänin Sara Vogelweider und Co. nicht. Fehlverhalten im eigenen Stellungsspiel wurden knallhart mit einfachen Punkten bestraft, die Gastgeberinnen fanden schlicht kein Mittel.

Gegen Liebertwolkwitz wirkte das Dübener Spiel immer lethargischer, lust- und kampflos. Der SVL dagegen ackerte bravourös gegen den Favoriten, biss sich stark ins Spiel. Im Tiebreak war über die Stationen 0:5, 1:8 und 2:10 der Saft alle, die Köpfe unten, die Moral längst gebrochen.

Solche Tage gibt es nun einmal. Der Zeitpunkt war ungünstig, aber so ist das manchmal im Sport. Schnell einen Haken dran und die Festplatte formatieren. Die ersten beiden Plätze scheinen nun vergeben. Der SV Sachsen (29 Punkte aus 11 Spielen) und der GLVC (30 Pkt., 11 Sp.) knobeln wohl lediglich noch den Meister unter sich aus. Dahinter klafft eine Lücke. Bad Düben (23 Pkt., 11 Sp.) und Engelsdorf III (21 Pkt., 11 Sp.) streiten sich noch um den Bronzerang. Nun bespielen die Windisch-Schützlinge nacheinander die letzten vier Teams der Liga – Auftakt am 12. Februar bei Schlusslicht Grimma – bevor es am letzten Spieltag (22.04.) zum GLVC geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julia Tröbs, Luise Wottke, Caroline Monien, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler und Carmen Drefs

„Kreisklasse-Spitzenreiter und ein Hallo-Wach-Erlebnis“

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Bad Düben/Delitzsch/Aue. Acht Spiele standen am vergangenen Wochenende auf dem Programm. Lediglich dreimal konnten die Bad Dübener Volleyballer jubeln. Jedoch gingen die Kurstädter in den restlichen Partien auch als Außenseiter aufs Feld. Hervorzuheben ist neben dem Doppelerfolg der dritten Damenmannschaft, der zu Platz eins führte, auch der deutliche Auswärtssieg der Sachsenliga-Männer im Erzgebirge.

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz                          0:2 (-20, -14)

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz                 0:2 (-16, -18)

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch III               0:2 (-16, -18)

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Auch wenn am Ende wieder nichts Zählbares herausgekommen ist, sind zumindest bei den kleinen Zahlen leichte Fortschritte zu erkennen. Im Nachholspiel gegen Löbnitz gestalteten die jungen Dübenerinnen zumindest den ersten Satz offen, am Ende setzte sich jedoch die größere Erfahrung durch. Ein drittes Wiedersehen folgt hier im Kreispokal-Viertelfinale. Sowohl gegen Thallwitz als auch gegen Delitzsch hamsterten Kapitänin Laura Rösiger und Co. im Hinspiel noch jeweils 30 Zähler auf dem eigenen Konto. Dieses Mal sprangen immerhin je 34 heraus. Zu einem Satzerfolg reichte es in den drei Partien vom Wochenende allerdings nicht.

Der Abstand auf den vorletzten Rang beträgt weiterhin nur vier Pünktchen. Die SG Pristäblich ist also noch in Sichtweise. Jetzt steht allerdings erst einmal eine längere Pause an. Am 2. April geht es für das Team von Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs in Torgau weiter gegen Eilenburg und Belgern.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Katja Vogelweider, Helena Hofmann, Vanessa Wutzke, Anna Vogelweider, Gina Prywerek, Michelle Goitzsch und Johanna Witzke

SV Bad Düben III – SG Pristäblich                     2:0 (13, 11)

SV Bad Düben III – FSV Eilenburg                     2:0 (8, 11)

Die Damen der dritten Mannschaft haben es erneut vollbracht: Sie haben in ihrer Comeback-Saison abermals die Spitze der Kreisklasse erklommen. Mit zwei überaus deutlichen 2:0-Erfolgen über die SG Pristäblich und den FSV Eilenburg zogen die Heidestädterinnen um Kapitänin Andrea Schulz am spielfreien Tabellenführer Arzberg/Blumberg vorbei und führt die Liga mit vier Punkten Vorsprung an. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Titelverteidiger in dieser Saison ganze vier Begegnungen weniger in den Knochen und auch Thallwitz als Dritter und Delitzsch III (allesamt 16 Punkt) zwei Matches weniger absolviert haben.

Durch die deutlichen Siege bleibt der Meisterschaftskampf zumindest äußerst spannend und die Kurstädterinnen ein heißer Kandidat um die Medaillenplätze. Auch der neue Spitzenreiter nimmt sich ein kleines Päuschen, ehe es am 12. März in Eilenburg gegen Arzberg/Blumberg und Verfolger SSV Torgau um die Wurst geht.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Katja Andrä, Marion Lange, Daniela Sieg, Annett Stänicke und Jana Schlaak

SV Stahl Delitzsch – SV Bad Düben III              2:0 (11, 18)

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III                         2:0 (26, 23)

Durch zwei bittere Niederlagen haben die Jungs der dritten Mannschaft endgültig den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verloren. Ganze zehn Punkte liegen jetzt zwischen dem Vierten der Trossiner Biber und dem Bock-Team auf Rang fünf. Eine starke Leistung gegen die LSG Löbnitz, die erst eine Pleite einstecken musste und nun punktgleich mit der Spitze auf Platz drei liegt, konnten Lukas Ohrisch und Co. nicht krönen. Mit dem engstmöglichen Ergebnis zogen die Kurstadt-Buben den Kürzeren.

Wenigstens den fünften Platz zu verteidigen und damit sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Stufe zu steigern, ist nun das Ziel. Nächste Gelegenheit, dies zu untermauern, besteht am 12. März, wenn es gegen das noch sieglose Schlusslicht LSG Löbnitz II und die Biber aus Trossin geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Lukas Ohrisch, Tom Lehmann, Florian Reise, Tobias Stadler und Franz Burkhardt

SV Schneeberg – SV Bad Düben                       0:3 (-15, -22, -15) 62 min.

„Wir wurden einfach zerstört“, wird Schneebergs Kapitän Jan Riedel in der Freien Presse zitiert. Derartige Worte würde man sich im Nachhinein von nordsächsischer Seite nicht anmaßen, grundsätzlich kommt dieser Eindruck jedoch hin. Mit einer der besten, weil konstantesten Saisonleistungen fegte der Heide-Express am späten Sonntagnachmittag über den SVS hinweg. Nach dem desaströsen letzten Auftritt vor heimischem Publikum und aufgrund der immer noch stark angespannten Personaldecke konnte man sich sorgen. Außenangreifer André Reichenbach weilt im Urlaub, Sascha Baumgart hat die Grippe niedergerafft, Mittelblocker Constantin Schneider steckt in seinen Büchern und René Hellwig musste aus familiären Gründen passen. Zudem signalisierte David Wächter beim Einschlagen, dass es nicht geht – das Knie schmerzte. Der Aufstellungszettel war abgegeben. Der erste Wechsel folgte also beim Stand von 0:0, Diagonalangreifer Florian Schreiber musste in der Außenannahme ran.

Der Neuzugang machte ein nahezu fehlerfreies Spiel, wühlte zudem vorbildlich in der Feldabwehr. Mit ihm zeigten sich alle von ihrer besten Seite. Der wieder genesene Zuspieler Frank Baumgarten spielte der Schneeberger Verteidigung Knoten in die Beine, Hauptangreifer Jens Andrä kanonierte teils spektakulär aus allen Lagen und Daniel Lange strahlte eine schon fast unverschämte Sicherheit aus. Die beiden Mittelblocker Felix Kempe und Kapitän Thomas Haack verwunderten mit starkem Aufschlagspiel und setzten am Netz immer wieder gefährliche Nadelstiche in Block und Angriff. Und Wächter? Der stellte sich in den Dienst des Teams, machte auf der Bank gemeinsam mit Spontan-Co-Trainer Kevin Phillipp hölzerne Stimmung.

Der Erzgebirgler hatten bereits fünf kräftezehrende Sätze gegen Krostitz in den Knochen, wurden dennoch nicht sanft behandelt. Die Männer aus der Heide hatten Spaß, kämpften füreinander und zeigten so nicht nur ein ganz anderes Gesicht als noch vor drei Wochen, sondern vor allem eine tolle Reaktion. Mit nunmehr 21 Punkten hat die Müllerbande wieder sieben Punkte zwischen sich und der Abstiegszone gebracht, bei einem Spiel weniger. Ein Sieg sollte trotzdem noch her, um sich der eventuellen Sorgen wohl vollends zu entledigen. Am Sonntag geht es in die Leipziger Leplayhalle, wenn es ab 14 Uhr gegen die Nachwuchstalente der L.E. Volleys III (SSR) geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Florian Schreiber, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä und Henry Ungelenk

„Pokalfrust, ein dreifaches Novum und ein Vereinsderby“

Post by Phillipp

Bad Düben/Leipzig/Delitzsch. Als man sich die Bilanz des Wochenendes am Sonntagabend zu Gemüte führte, musste man sich schon die Augen reiben. Während die Bezirksklasse-Team spielerisch überzeugten und dennoch knapp bis entsetzlich aus dem Pokalwettbewerb flogen, erlebten die Sachsenliga-Männer einen wahren Blackout im Wohnzimmer. Am kommenden Wochenende sind lediglich die Kreisklasse-Damenteams im Einsatz. Hier kommt es bereits zum vereinsinternen Rückspiel.

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben                         3:1 (-24, 19, 23, 23) 102 min.

Beginnen wir mit dem Ausgang, mit dem man an der Mulde wohl noch am besten leben kann. Eine Trainerin nach einer 1:3-Niederlage dennoch glücklich zu machen, ist Indiz für die astreine Vorstellung der ersten Damenmannschaft. Das Team von Coach Susanne Windisch präsentierte sich gegen die sonst zwei Klassen höher spielende VSG Leipzig Nord von ihren Schokoladenseite und brachten den großen Favoriten an den Rande einer Niederlage.

Trotz personellem Engpass – mit Kapitänin Sara Vogelweider, Libera Carmen Drefs, Mittelblockerin Maria Krafczyk und Universalspielerin Sandra Grundmann fehlten gleich vier Spielerinnen – stemmte sich der Außenseiter gegen das Ausscheiden und ruckelte am Favoriten. Der Schwung von Satz eins konnte konstant gehalten werden. Die Nord-Leipzigerinnen fanden jedoch nach dem Rückstand besser in die Partie. Ein Ausscheiden, das nicht sonderlich unzufrieden macht.

Die VSG Nord zog ins Halbfinale ein, wo nun der SV Reudnitz II wartet. Für die Bad Dübener Damen geht es am 28. Januar in der Liga weiter, mit einem Heimspieltag gegen Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch 1994 und den SV Liebertwolkwitz.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Juliane Heßler, Sina Franke, Barbara Geißler, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Luise Wottke, Julia Tröbs

SV Bad Düben II – SV Sachsen Delitzsch 1994               3:2 (27, -20, -20, 21, 13) 118 min.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                                 1:3 (-15, -19, 24, -14) 91 min.

Kurioser und deutlich bitterer ging es in der Sporthalle der Bundespolizei zu. Die Bezirksklasse-Männer wurden Opfer des skurrilen Pokal-Modus. Die Auftaktpartie gegen Dauerrivale SV Sachsen Delitzsch ging in den Tiebreak. Nach knapp zwei hart umkämpften Stunden war die Freude entsprechend groß, den Konkurrenten aus der Loberstadt niedergerungen zu haben. Im Anschluss zeigte sich Bezirksligist SV Stahl Brandis und zäher und spielstarker Gegner. Trotz ordentlich Leistung reichte es lediglich zu einem Satzgewinn der Gastgeber. Der angesprochene Modus mit zwei weiterkommenden Teams ergab, dass der SV Stahl bereits für das Final Four buchen konnte. Für Delitzsch ging es im abschließenden Duell noch ums Weiterkommen – ein Sieg musste her.

Und den gab es nahezu geschenkt. Brandis schaltete drei bis vier Gänge zurück, war im Gegensatz zur vorigen Partie nicht mehr wieder zu erkennen. Die Sachsen hatten leichtes Unterfangen, gingen jubelnd mit 3:0 vom Feld. Als Schiedsgericht diesem „Spektakel“ beizuwohnen, war freilich die Höchststrafe. Zumal die Kurstädter im Vorfeld neun Sätze lang alles in die Waagschale legten, dabei mit Zuspieler Alexander Becker (Kapselverletzung am Finger) und Jugendspieler Vinzenz Rummel (Wadenverhärtung) zwei Akteure verloren. Am Ende hätte man sich vieles schenken können.

„Ich hoffe, es ging wenigstens schnell genug“ und „Es ist doch nur Pokal“ sagten zwei Brandiser Spieler hinterher. Unpassender ging es wohl nicht! Die Delitzscher dagegen zeigten Größe, kamen auf die Bad Dübener Spieler zu und spendeten Trost. Starke Geste, die allerdings auch für sich spricht. Das Halbfinale bestreitet Delitzsch gegen Titelverteidiger L.E. Volleys IV, Brandis darf gegen SV Reudnitz II antreten, den die Kurstädter von Trainer Kevin Phillipp in der ersten Runde noch schlugen. So ist das manchmal... Da das Spitzenspiel in der Liga gegen den SV Lok Engelsdorf wohl auf den 1. April verschoben wird, steht nun eine außerordentlich lange Pause an. Erst am 4. März geht es bei Aufsteiger 1. VSV Wurzen weiter.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Martin Zeidler, Alexander Becker, Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Sirko Lange und Daniil Gorr

Florian Schreiber (l.) ersetzte Zuspieler Frank Baumgarten als Regisseur (Archivfoto). | Foto: K. Phillipp

SV Bad Düben – SV Chemnitz-Harthau               1:3 (21, -18, -20, -19) 101 min.

SV Bad Düben – Post SV Dresden                        0:3 (-20, -23, -25) 79 min.

Das gab es noch nie – und das in dreifacher Ausführung. Noch nie ging dieses erste Herrenteam mit null Punkten aus einem Doppelheimspieltag heraus, noch nie wurde gegen den SV Chemnitz-Harthau (bislang fünfmal 3:1)verloren und auch gegen den Post SV Dresden (sechs Siege aus sechs Partien) zog man noch nie den Kürzeren. Dass dieses Triple-Novum dennoch eintrat, gab es mehrere Gründe. Mit Hauptangreifer Jens Andrä und Zuspieler Frank Baumgarten fielen zwei Säulen aus, die einfach nicht zu ersetzen waren. Florian Schreiber zog im ersten Spiel die Strippen – das klappte beim 3:0-Erfolg gegen die L.E. Volleys III bereits ganz gut. Comebacker Kevin Phillipp aus der zweiten Mannschaft mimte gegen die Postler den Regisseur. Beide spielten nicht unterirdisch. Das Fehlen von Abstimmung und Sicherheit machte sich jedoch bemerkbar. Der Hauptgrund für die beiden Niederlagen liegt aber in der Einstellung. Während beide Gegner – frisch in die Abstiegszone gerutscht – ums Überleben kämpften, ließen die Hausherren Stimmung, Laufbereitschaft und Ehrgeiz vermissen. Zu Beginn der zweiten Partie fiel mit Außenangreifer David Wächter, der sich mit Schindelgefühlen rumplagte und sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, auch noch der wichtigste Mann in der Annahme aus.

Alle Ausreden helfen nichts. Ein Ruck durch die Mannschaft würde helfen. Moral zeigen, ist angesagt. Am 5. Februar geht es nach Aue zum SV Schneeberg. Auch gegen diese Mannschaft... ach lassen wir das!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Florian Schreiber, André Reichenbach, Felix Kempe, Daniel Lange, David Wächter, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart, Constantin Schneider und Kevin Phillipp

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               So., 22.01., 9 Uhr, Artur-Becker-Halle

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben III              So., 22.01., 10 Uhr, Artur-Becker-Halle

SV Bad Düben II – SV Bad Düben III                So., 22.01., 11 Uhr, Artur-Becker-Halle

Derbytime am Sonntagmorgen! Die Damen-Kreisklasse versammelt sich zum ersten Großspieltag in der Delitzscher Artur-Becker-Halle. Dabei treffen abschließend die beiden Bad Dübener Teams im direkten Duell gegeneinander an. Zuvor müssen sie sich jedoch mit Gastgeber GSVE Delitzsch III beschäftigen.

Die junge zweite Mannschaft wartet weiter auf den ersten Punktspielsieg. Zwei gewonnene Sätze stehen immerhin bereits auf der Habenseite. Einfach wird es nicht. Die Delitzscherinnen sind als Fünfter im Mittelfeld der Liga, konnten unter anderem Titelverteidiger Arzberg/Blumberg schlagen. Mit der eigenen dritten Mannschaft wartet ein weiterer Brocken auf die Truppe vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs/Sophia Schaffernicht. Kapitänin Andrea Schulz und Co. liegen als Tabellenzweiter noch prächtig im Meisterschaftsrennen, sind punktgleich mit Spitzenreiter Thallwitz, haben jedoch auch schon zwei Spiele mehr absolviert. Deren Hinspiel gegen die Loberstädterinnen ging deutlich mit 2:0 (9, 14) gewonnen. Auch in der vereinsinternen Hinpartie behielt die „Dritte“ mit 2:0 (16, 12) die Oberhand.