„Den Deckel drauf machen“

Post by Phillipp

Eilenburg. Am kommenden Wochenende wird endgültig der Deckel auf die Punktspiel-Saison der Bad Dübener Volleyballer gemacht. Die beiden weiblichen Kreisklasse-Teams stellen sich am Sonntag in der Belian-Halle doppelt der Konkurrenz und wollen der Gegnerschaft ersatzgeschwächt das ein oder andere Pünktchen entführen.

SV Bad Düben III – SSV 1952 Torgau             So., 30.04., 9 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz              So., 30.04., 10 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

Rechnerisch ist für die Comebacker der dritten Damenmannschaft durchaus noch der Kreismeistertitel drin. Dieses Szenario gilt aber als äußerst unwahrscheinlich, müsste Favorit und Titelverteidiger SG Arzberg/Blumberg doch doppelt patzen. Mit einem Sieg gegen den direkten Verfolger vom FSV 02 Thallwitz wäre der tolle Bronzerang abgesichert. Ein weiterer Erfolg gegen den Tabellenzweiten und Gegner im Kreispokal-Halbfinale am 18. Mai, dem SSV 1952 Torgau, und Rang zwei könnte noch entführt werden.

Beide Kontrahenten konnten Kapitänin Andrea Schulz und Co. in den Hinspielen ohne eigenen Satzverlust besiegen. So kann die äußerst erfolgreiche Spielzeit gern enden. Ab 9 Uhr fliegt der Ball in der Eilenburger Belian-Sporthalle (Belianstraße 1), erst geht es geht Torgau, gleich im Anschluss wird Thallwitz bespielt.

SG Pristäblich – SV Bad Düben II                     So., 30.04., 10 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

FSV Eilenburg – SV Bad Düben II                    So., 30.04., 11 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

Eine Steigerung zur Premierensaison ist für das junge zweite Damen-Team zu verzeichnen. Drei Satzgewinne stehen zu Buche, 2015/2016 war es noch keiner. Der befreiende erste Punktspielsieg steht jedoch noch aus. Mit der SG Pristäblich (9.) und Gastgeber FSV Eilenburg (7.) bitten zwei machbare Gegner zum Tanz. Jedoch fehlen der Truppe vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs mit Laura-Marie Rösiger, Anna Vogelweider und Vanessa Wutzke gleich drei Leistungsträger. Vielleicht rücken gerade in dieser Situation die anderen zusammen und erkämpfen sich die eine oder andere Überraschung. Ab ca. 10 Uhr betreten auch die Kurstädterinnen das Feld, zu Beginn gegen Pristäblich und an- sowie abschließend gegen Eilenburg.

„Traurig wie selten, glücklich wie nie“

Post by Phillipp

Delitzsch/Groitzsch. Eine lange Saison ist am Samstag für die Bad Dübener Bezirksklasse-Volleyballer zu Ende gegangen. Überaus zittrig, jedoch mit Happy End holten die jungen Männer einen wichtigen Punkt beim Meister und lösen damit das Ticket zur Bezirksliga. Die Damen wehrten sich beim GLVC nach Kräften, mussten jedoch eine Niederlage ohne Satzgewinn hinnehmen. Somit blieb beiden Mannschaften eine schadfreie Auswärtssaison vorenthalten.

SV Sachsen Delitzsch 1994 – SV Bad Düben II               3:2 (19, -22, -22, 19, 10) 113 min.

Wie singen die Sportfreunde Stiller aktuell so schön: „Glücklich wie nie und doch so traurig wie selten.“ Verändert man die Reihenfolge, spiegelt das wohl perfekt den Gemütszustand am späten Samstagnachmittag im Bad Dübener Lager wider. Erst schlagen sich Spielertrainer Kevin Phillipps Männer knapp zwei Stunden mit dem ewigen Rivalen SV Sachsen rum, führen bereits verdient mit 2:1, brechen dann jedoch ein und werden zu hektisch. Im Anschluss ließen die fairen Delitzscher auch gegen die Lok aus Engelsdorf – vor (und nach) dem Spiel punkt- und satzgleich mit den Bad Dübenern – nicht nach, gehen mit 2:0 in Führung und liegen auch im dritten Durchgang deutlich (19:14) in Front. Lok bäumt sich ein letztes Mal auf, rettet sich in den Tiebreak, wo ihnen jedoch die Puste ausgeht und die Delitzscher von Trainerfuchs ihren 40. Punktspielerfolg in Serie einfahren. Durch einen mehr eingefahrenen Sieg bleibt die SVBD-Reserve damit auf dem Silberrang, der zu 95 Prozent zum Aufstieg reicht.

Die 30 Zuschauer, davon die Hälfte aus der Kurstadt, sahen kein gutes, aber ein hart umkämpftes Spiel – fair geleitet vom ehemaligen Dübener Sascha Dunger. Sachsen und Bad Düben schickten ihre Top-Formationen aufs Feld. Die Gäste hatten anfangs große Probleme in der Annahme, die das variable Offensivspiel sichtlich lähmten. Die Nervosität war zu spüren. Viele Eigenfehler machten es den Hausherren einfach. Ab dem zweiten Durchgang dominierten die Heidestädter, die sich taktisch sehr gut auf Hauptangreifer Christian Dorn einstellte. Delitzsch wechselte zum dritten Satz den Regisseur. Klare Vorteile in der Spielanlage konnten jedoch noch nicht überzeugend umgemünzt werden. Was sich im noch erfolgreichen dritten Akt andeutete, zeigte sich im vierten Abschnitt. Düben verballerte größte Chancen und bekam den starken Mittelblocker Thomas Vogt und nun auch Dorn nicht mehr in den Griff. Beim letzten Punkt, einem notdürftigen Angriff, verletzte sich Zuspieler Phillipp am Knie, der im Tiebreak dann für Alexander Becker ausgetauscht wurde. Hängende Köpfe ob des verlorenen Punktes ließen das Selbstvertrauen schwinden. Delitzsch siegte – abermals.

Durch den anschließenden Sachsen-Sieg gegen Lok blieb die Tabellensituation wie sie vor dem Spieltag war. Die Freude war entsprechend groß. Sollte nichts völlig verrücktes noch dazwischen kommen, warten nächste Saison in der höchsten Spielklasse auf Bezirksebene zahlreiche Derbys gegen den SV Hohenprießnitz, den Krostitzer SV II, den Dommitzscher SV und natürlich auch wieder gegen den SV Sachsen Delitzsch. Vielen Dank allen Fans, die das junge Team über das erfolgreiche Spieljahr hinweg unterstützt haben. Glückwunsch in die Schokoladenstadt zur beeindruckenden Serie und vielen Dank an den sportlich sehr fairen letzten Spieltag aller drei Teams. Das ist bei dieser Konstellation nicht sehr selbstverständlich.

Für den SV Bad Düben II spielten (v.l.): Sirko Lange, Martin Hönemann, Tim Bomsdorf, Pierre Renner, Martin Zeidler, Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Alexander Becker und Lukas Händler

Groitzsch-Luckaer VC 2014 – SV Bad Düben  3:0 (22, 21, 14) 83 min.

Auch wenn ernüchternderweise am Ende nicht viel mehr drin war, können die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch stolz auf ihre Saison sein. Drei Viertel der Spiele gewonnen, zudem als einziges Team den Meister vom Groitzsch-Luckaer VC 2014 geschlagen (im Hinspiel mit 3:2). Das kann sich sehen lassen. Ein dunkler Heimspieltag im Januar gegen Vizemeister SV Sachsen Delitzsch und den SV Liebertwolkwitz verhinderten mehr. Auch bei der Meisterkrönung am Samstag bewiesen die Muldestädterinnen, dass sich auf Augenhöhe mit den Top-Teams sind. Mit ein Quäntchen mehr Glück in den ersten beiden Sätzen ist vielleicht sogar ein Punktgewinn oder mehr im Bereich des Machbaren.

Vielleicht ergibt sich ja in den nächsten Wochen noch etwas Unvorhersehbares und es steigt am Ende doch noch der Drittplatzierte auf – wie im letzten Jahr. Das Zeug dazu hätten die Windisch-Schützlinge, das habe sie im Pokal mehrfach bewiesen. Ansonsten wird ab September neuer Schwung geholt.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Sandra Grundmann, Carmen Drefs, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Luise Wottke, Barbara Geißler, Maria Krafczyk und Caroline Monien

„Ein Rausch im Garten“

Post by Phillipp

Leipzig/Dresden/Lindenthal/Torgau. Ein sensationell erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Volleyballer des SV Bad Düben. Die Bezirksklasse-Männer siegen ohne Satzverlust im Spitzenspiel, die Sachsenliga-Männer verabschieden ihren Trainer mit einem letzten Auswärts-Dreier und die Bezirksklasse-Damen gewinnen zuverlässig beim Aufsteiger. Am Sonntag kamen die Kreisklasse-Mädels leider nicht über einen Satzgewinn hinaus.

SV Lok Engelsdorf – SV Bad Düben II               0:3 (-24, -20, -14) 66 min.

Czermaks Garten glühte. Sommerliche Temperaturen herrschten nicht nur draußen, die berüchtigte halbrunde Sporthalle heizte sich entsprechend auf, auch aufgeladen von zwei motivierten Teams. Zwei Teams, die es kaum erwarten konnten, von den Ketten gelassen zu werden. Die üblichen Erwärmungsspielchen wurden flott absolviert, sodass die Begegnung sogar zehn Minuten eher begann – ein absolutes Kuriosum.

Bad Düben musste ohne Zuspieler Alexander Becker auskommen, diesen vertrat Spielertrainer Kevin Phillipp ganz passabel... Auf der gegnerischen Seite musste Sebastian Werner passen. Der sprunggewaltige Diagonalangreifer schoss im Hinspiel noch (fast) alles kurz und klein, zog sich bei der Partie in der Vorwoche jedoch eine Rückenverletzung zu, die für ihn das Saisonende bedeutet – gute Besserung! Aber die Engelsdorfer wussten sich zu helfen, kramten den unbekannten Christian Schmidt aus der Schatulle. Drei Tage vor dem Spiel mit einem Spielerpass versehen, fand er vor allem im ersten Durchgang immer und immer wieder die riesigen Löcher im Block. Das Dübener Spiel wirkte noch sehr nervös, erkämpfte Erfolgsmomente brachten jedoch die nötige Sicherheit. Vor allem Hauptangreifer Christopher Louisgang konnte im Block immer wieder der Zahn gezogen werden. Mit 19:15 ging es in die Endphase, die die Kurstädter erst einmal gründlich verpennten – 19:20. Vorteil und erster Satzball Lok bei 24:23. Per Lob ins hintere Eckchen wehrte der überragende Martin Zeidler diesen ab, zwei Aufschlagwinner von Phillipp besiegelten die Führung.

Die Gäste beeindruckten mit einer unheimlichen Konstanz im Angriff, zwangen kaltschnäuzig die Hausherren immer wieder zu Fehlern – und ließen einfach nicht nach. Das spürte und zermürbte Engelsdorf spürbar. Mit Auszeiten und Spielerwechseln versuchte Trainer Steffen Bischoff noch, den Rhythmus zu brechen, aber der Heide-Express rollte. Der dritte Durchgang war ein reines Schaulaufen. Den krachenden Schlusspunkt setzte Stefan Dieter Deinert mit einem Hinterfeldangriff fast von der Bank.

Elfter Drei-Punkte-Sieg in Folge, siebter Auswärtssieg im siebten Spiel, damit bleiben die Kurstädter auf Rang zwei. Ein Erfolg, der Spuren hinterließ. Engelsdorf bekam es im Anschluss mit den U16-Talenten der L.E. Volleys VI zu tun und war völlig von der Rolle. Nach 0:2-Satzrückstand konnte ein totales Fiasko noch verhindert werden. Die Bischoff-Mannen wehrten sechs Matchbälle ab und siegten noch mit 19:17 im Tiebreak. Ein wichtiger Punktverlust für den SVBD. Siegt das Phillipp-Team beim Heimspieltag am kommenden Samstag doppelt deutlich (3:0 oder 3:1), ist der Aufstiegsrang zwei nicht mehr zu nehmen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Lukas Händler, Kevin Phillipp, Martin Zeidler, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Martin Hönemann, Sirko Lange, Pierre Renner, Vinzenz Rummel und Tobias Stadler

SV Motor Mickten – SV Bad Düben 1:3 (17, -22, -18, -17) 86 min.

Eine ernüchternde Spielzeit deutete sich zwischenzeitlich an, am Ende kann man durchaus zufrieden mit dem Geleisteten sein. Durch den siebten Sieg im neunten Auswärtsspiel – das bedeutet Rang zwei in der entsprechenden Statistik – zementieren die Sachsenliga-Schmetterer Platz vier in der Abschlusstabelle, hinter dem verdienten Meister USV TU Dresden II (Glückwunsch an die Elbe), Aufstiegs-Aufsteiger GSVE Delitzsch II (Viel Erfolg in der Regionalliga) und Überraschungsteam SV Kreuzschule Dresden (Respekt für Bronze). Das 3:1 bei nun feststehenden Absteiger SV Motor Mickten bildete gleichzeitig den würdigen Abschied von Meistertrainer Wolfgang Müller, der dem SVBD nach drei wechselvollen Jahren den Rücken kehrt und den wohldienten Ruhestand genießen wird. Danke für alles, Wolfgang! Bleib lange gesund!

Die Muldestädter mussten in Dresden ohne Libero Henry Ungelenk, den verletzten David Wächter und den erkälteten Derbyhelden André Reichenbach auskommen. Zudem meldete Daniel Lange anfangs, dass er nicht ganz auf dem Dampfer ist. MoMi legte ohne Hauptangreifer Paul König los wie die Feuerwehr, brauchte schließlich drei Punkte, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Im zweiten Durchgang – Lange war wieder fit – drehten die Gäste an den Schrauben, wurden souveräner und revanchierten sich in der Folge locker für die Hinspiel-Pleite.

Der Abschied von Coach Müller war im Übrigen nicht der einzige: Auch Mittelblock-Talent Felix Kevin Kempe, vor zwei Jahren noch in der Kreisklasse, wird den SV Bad Düben nach nur einer Saison in der ersten Mannschaft gen Regio-Aufsteiger Delitzsch verlassen – sehr bedauerlich! Großes Trostpflaster: Der 21-Jährige bleibt dem Verein als Jugendtrainer erhalten. Viel Erfolg, FKK! Zeig der Regio, was eine richtige Bäcker-Pranke ist!

Die ersten vier Plätze wurden geschildert, der SV Schneeberg landete im gesicherten Mittelfeld auf Position fünf, dahinter rettete sich der Krostitzer SV mit einem 3:0-Erfolg beim Post SV aus der gefährlichen Zone. Chemnitz-Harthau rutschte dafür ab und muss mit 22 Zählern nun tatsächlich noch bangen. Die Nachwuchstalente der L.E. Volleys III werden Achter, mit Motor Mickten und dem Post SV verabschieden sich zwei Teams aus der Landeshauptstadt in die Sachsenklasse Ost. Wie sieht es nächste Saison? Aus der Regionalliga kommen der SV Reudnitz und den TSV Leipzig 76 runter, von unten steigen wohl die SSV St. Egidien und – jawolllll – die VF Blau-Weiß Hoyerswerda auf.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Sascha Baumgart, Felix Kevin Kempe, Florian Schreiber, Jens Andrä, Constantin Schneider und Daniel Lange

VSG Leipzig Nord II – SV Bad Düben                0:3 (-23, -10, -23) 73 min.

Drei Punkte, keinen Satz verloren, Pflichtausgabe erfüllt – mehr konnte man nicht verlangen! Die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch siegten mit 3:0 beim Aufsteiger und Tabellenvorletzten von der VSG Leipzig Nord II. Damit landen die Kurstädterinnen am Ende der Saison mindestens auf Rang drei. Nach oben geht nur noch mit einem großen Wunder etwas. Schließlich geht es am letzten Spieltag (22.04.) zu Aufsteiger GLVC 2014, der drei Punkte vor Kapitänin Sara Vogelweider und Co. rangiert, allerdings ebenfalls den VV Nordstern-Leipzig empfängt und dort wohl sichere Zähler einfährt. Ob der dritte Rang wie im vergangenen Jahr zum Aufstieg reicht, bleibt abzuwarten. Der Antrag ist zumindest gestellt.

Im Leipziger Stadtteil Lindenthal musste Windisch ohne Vogelweider, Sandra Grundmann und Barbara Geißler auskommen, hatte dafür jedoch erstmals Jugendspielerin Laura-Marie Rösiger aus dem Kreisklasse-Team mit im Aufgebot.

Für den SV Bad Düben spielten: Maria Krafczyk, Juliane Heßler, Sina Franke, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Luise Wottke, Carmen Drefs und Laura-Marie Rösiger

FSV Eilenburg – SV Bad Düben II                      2:1 (10, -17, 9)

SV Roland Belgern – SV Bad Düben II              2:0 (12, 17)

Es reichte leider wieder nicht ganz. Die Kreisklasse-Mädels kämpften für den ersten Punktspielsieg, am Ende sprang immerhin ein Satzgewinn – insgesamt der dritte – gegen den FSV Eilenburg heraus. Die Partie gegen den letztjährigen Kreispokal-Finalisten SV Roland Belgern endete 0:2. Hier freute man sich ja im Hinspiel noch über den ersten Satzerfolg. Schwerer als die Trauer über die Niederlage wiegt jedoch der Verlust von Hauptangreiferin Vanessa Wutzke, die im zweiten Match umknickte und sich am Sprunggelenk verletzte.

Am 30. April wird der Deckel auf die Saison gemacht. In der Eilenburger Belian-Sporthalle geht es gegen den Vorletzten SG Pristäblich und erneut gegen den FSV aus der Papierstadt.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann, Luisa Beutelrock, Gina Prywerek, Johanna Witzke, Helena Hoffmann, Vanessa Wutzke und Anna Vogelweider

„Zu früh gefreut“

Post by Phillipp

Bad Düben. Die Bezirksklasse-Männer sind am jüngsten Spieltag auf den Boden der Tatsachen geholt wurden. Mit einem Bein in der Bezirksliga setzte es ein schmerzliche 0:3-Pleite gegen furios aufspielende L.E. Volleys V. Nun deutet alles auf ein dramatisches Saisonfinale am 22. April heraus, wenn sich die Top 3 in einer Halle treffen. Am Freitagabend schlossen die Kreisklasse-Jungs ihre Spielzeit mit Sieg und Niederlage auf Rang sechs ab.

 

SV Bad Düben II – SV Reudnitz IV (SSR)        3:1 (15, -17, 11, 13) 84 min.

SV Bad Düben II – L.E. Volleys V                     0:3 (-22, -21, -27) 87 min.

Da hatte tatsächlich schon jemand (Name bleibt anonym) Sekt für das anschließende Duschen besorgt. Aus einer feucht-fröhlichen Feier-Orgie wurde jedoch nichts – die fünfte Garde der Leipziger Volleys grätschte in Badelatschen dazwischen. Um beim Fußball zu bleiben: Bad Dübens Reserve um Spielertrainer Kevin Phillipp bekam vor dem Spieltag einen Elfmeter zugesprochen, der Torwart konnte vernascht werden, die Pille prallte aber vom Pfosten zurück, blieb im Spiel. Die Kurstädte haben weiter Ballbesitz und nun zwei Wochen Zeit, einen gewinnbringenden Angriff zu kreieren.

Die Misere deutete sich Freitag beim Abschlusstraining an. Parallel wurde der Kreisklasse-Spieltag ausgetragen, was nicht sonderlich zur nötigen Konzentration beitrug. Niveau und Wille waren nach dem befreienden Husarenritt durch Czermaks Garten eine Woche zuvor nur selten zu erblicken. In der ersten Begegnung des Tages gegen die grünschnäbligen Tabellenletzten vom SV Reudnitz IV mündete dies in der schlechtesten Saisonleistung. Die vielen individuellen Fehler der grün-weißen Arni-Army kurierten den Beinahe-Blackout noch aus – drei Punkte, Pflicht erfüllt, fehlen noch drei.

Doch die L.E. Volleys machten schnell klar, wo die Reise hingeht. Bei beiden Teams agierten die letztjährigen Regionalliga-Spieler im Zuspiel. Jakob Röhner, bis dato in dieser Spielzeit Hauptangreifer der Messestädter, mimte den Regisseur und setzte seine athletischen Offensivspieler immer wieder glänzend in Szene und übte im Aufschlag hohen Druck aus. Gegenpart Phillipp hatte auch durch eine eher wacklige Annahme seiner Mitspieler größere Probleme, seine Mannen gewinnbringend vor die gut stehenden Blöcke zu positionieren. Die LEV bestimmten in den ersten beiden Durchgängen das Tempo, hätte in dieser Verfassung locker um Aufstieg mitgespielt. Gegen Mitte des zweiten Abschnitts erwachten die beeindruckten Heidestädter, holten einen großen Rückstand aufwendig auf, versäumten es jedoch am Ende Schritt zu halten. Im dritten Satz entwickelte sich ein Augenschmaus auf allerhöchstem Bezirksklasse-Niveau. Beide Angriffsreihen feuerten aus allen Rohren, die Defensiven kratzte, was die Abwehrradien hergaben und die Emotionen kochten auf beiden Seite hoch. Zwischen Dübens Hauptangreifer Tim Bomsdorf und Leipzigs Spielertrainer Dimitri Trauter entwickelte sich ein ansehnliches Privatduell. Das bessere, glücklichere, aber auch nicht unverdient gute Ende hatten die Gäste, die damit die zwölf Spiele währende Siegesserie beendeten.

Wie ist nun die Lage der Dinge? Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch gewinnt mit 3:1 in Markkleeberg, steht mit nunmehr 47 Zählern als Meister und Aufsteiger fest. Dahinter kämpfen jetzt punkt- und satzgleich (!) der SV Bad Düben II und der SV Lok Engelsdorf – siegten daheim gegen Reudnitz III und Wurzen jeweils 3:0 – um Rang zwei, der zu 95 Prozent zum Aufstieg reicht. Vorteil SVBD, da Phillipps Schützlinge einen Sieg mehr eingefahren haben. Beide gastieren chronologisch in tabellarischer Reihenfolge am 22. April beim Primus in Delitzsch. Für die Schokostädter geht es um nichts mehr, Bad Düben hat vorzulegen, wäre mit einem Dreier – egal in welcher Natur – durch. Auf Sekt wird verzichtet.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, Martin Hönemann, Pierre Renner, Martin Zeidler, Lukas Händler, Alexander Becker, Sirko Lange, Stefan Dieter Deinert und Tim Bomsdorf

SV Bad Düben III – SG Pristäblich                                   0:2 (-16, -22)

SV Sachsen Delitzsch 1994 II – SV Bad Düben III        0:2 (-19, -27)

Da hätten die Dübener Kreisklasse-Jungs dem nun feststehenden Meister SG Pristäblich beinahe noch ein Bein gestellt, doch 22 Zähler im zweiten Durchgang reichten nicht, um die erfahrenen Herren noch einmal ins Flattern zu bringen. Zu groß waren die Probleme in der Annahme, die ein geordnetes Spiel von Strippenzieher Tobias Stadler hätten ermöglichen können. Am späten Abend wurde die Saison gegen den Vorletzten SV Sachsen Delitzsch II dann noch versöhnlich beendet – mit einem knappen, aber mehr als verdienten 2:0-Sieg und der Unterstützung der angereisten jungen Damenmannschaft.

Egal was am letzten Spieltag, der ohne Dübener Beteiligung am 22. April ausgetragen wird, noch passiert, das Team von Spielertrainer Michael Bock schließt die Spielzeit auf Rang sechs ab. Sieben Spiele aus 16 Partien erlaubten einfach keine höheren Sprünge. Wie es im Sommer weitergeht, wird sich in den nächsten Woche klären.

Für den SV Bad Düben III spielten: Lukas Ohrisch, Vinzenz Rummel, Daniil Gorr, Tom Lehmann, Tobias Stadler, Nick Rudolph, Michael Bock, Thomas Lutter und Felix Lausmann

„Ein Döner gratis“

Post by Phillipp

Leipzig/Delitzsch. Nicht überzeugend aber effizient bringen sich die Bad Dübener Bezirksklasse-Volleyballer vor dem Spitzenspiel am kommenden Samstag (01.04.) in Stellung. Mit einem 3:1-Sieg bei den Leipziger Nachwuchstalenten fuhren sie ihren zehnten Ligaerfolg in Serie ein. Außerdem feierten die Kreisklasse-Jungs ihren sechsten Saisonsieg, mussten jedoch auch eine bittere Pleite hinnehmen.

L.E. Volleys VI (SSR) – SV Bad Düben II         1:3 (-18, -23, 23, -16) 94 min.

Die Stempelkarte ist voll, zehn Siege in Serie können sich sehen lassen. Was beim Kebab-Fritzen um die Ecke einen Gratis-Döner bedeutet, entspricht für die Männer von Spielertrainer Kevin Phillipp weiterhin Platz zwei. Dabei hat Engelsdorf noch zwei Punkte und ein Spiel weniger – verrückt.

Die Partie in der engen Leplayhalle begann äußerst zäh, da die Gäste nur mäßig in Tritt kamen. Phillipp übernahm die Regisseurs-Position, Hauptangreifer Tim Bomsdorf nahm vorerst auf der Bank Platz. Da mit Stefan Dieter Deinert, Sirko Lange (familiäre Gründe) und Kapitän Stefan Tiesies (Nackenverletzung) drei erfahrene Kräfte fehlten, stellte sich Team fast von selbst auf und brauchte seine Zeit, sich zu finden. Jugendspieler Vinzenz Rummel aus dem Kreisklasse-Team spielte auf der vakanten Mittelblock-Position. Mit guten Blockaktionen und souverän ausgespielten Punkten wanderte der erste Satz auf das Dübener Konto. Zuspieler Alexander Becker kam nun für Phillipp, Bomsdorf für Martin Zeidler. Das fahrige Spiel der Kurstädter wurde unsicherer, die Leipziger Knaben mutiger und sicherer. Vor allem Lorenz Deutloff setzte immer wieder tiefe Nadelstiche.

Was im zweiten Durchgang noch gut ging, endete im dritten beinahe in einem Desaster. Phillipp schickte mit Bomsdorf, Becker (21), Lukas Händler, Pierre Renner und Zeidler (20) sowie Rummel (17) den jüngsten Sechser der zweiten Mannschaft seit vielen Jahren aufs Parkett – wohl ein zu hohes Risiko. Becker konnte die zunehmend schlechten Annahmen nicht gewinnbringend verarbeiten, die Angriffe verfehlten ihr Ziel und das Abwehrverhalten war eine reine Katastrophe. Fairerweise muss erwähnt werden, dass die Volleys auf der anderen Seite ordentlich kämpften und sich ihr Glück auch redlich erarbeiteten. Nach der zweiten Auszeit wechselte sich Coach Phillipp für Becker ein, der zwar nichts für den 3:15-Rückstand (!!!) konnte, jedoch zu überdrehen drohte. Innerhalb kürzester Zeit war das Polster abgefrühstückt (20:20). Der SVBD vermochte es allerdings nicht, die Aufholjagd ordentlich zu Ende zu spielen.

Angefressen und humorlos wurde sich auf die eigenen Stärken besonnen und im vierten Satz locker der sechste Auswärtssieg in der sechsten Partie an fremdem Netz eingefahren. Am Samstag geht es nun in Czermaks Garten gegen den SV Lok Engelsdorf, dem Hauptkonkurrenten um den zweiten Platz, um die berühmte Wurst. Mit einer Niederlage schrumpfen die Chancen auf ein Minimum, mit einem deutlichen Sieg wäre die Ausgangslage um einiges besser.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Lukas Händler, Martin Hönemann, Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Martin Zeidler, Tim Bomsdorf und Alexander Becker

VfB Eilenburg – SV Bad Düben III                   2:1 (-23, 23, 9)

GSVE Delitzsch IV – SV Bad Düben III            0:2 (-7, -19)

Mit einem Sieg gegen Elenburg hätten sich die jungen Männer von Spielertrainer Michael Bock absetzen können, so bleibt es im Kampf um Platz fünf weiter spannend. Die Partie gegen Delitzsch IV konnten beide Muldestädter deutlich gewinnen, gegen den VfB entwickelte sich ein enges Match mit dem besseren Ende für die Kontrahenten.

Platz fünf bleibt weiterhin bestehen, punktgleich mit den Eilenburgern, die jedoch noch zwei Spiele in der Hinterhand haben. Am letzten Spieltag (09.04.) geht es gegen den Vorletzten Sachsen Delitzsch II und die SG Pristäblich, die sich wohl zum abermaligen Kreismeister krönen will.

Für den SV Bad Düben III spielten: Lukas Ohrisch, Vinzenz Rummel, Daniil Gorr, Tobias Stadler, Florian Reise, Thomas Lutter, Tom Lehmann und Michael Bock