„Perfekter Start ins neue Jahr“

Post by Phillipp

Leipzig/Bad Düben. Besser hätte das erste Wochenende des neuen Jahres für die Bad Dübener Volleyballer nicht laufen können. In vier Begegnungen holten die drei Teams im Einsatz alle zehn möglichen Punkte. Die Bezirksklasse-Damen besiegten Absteiger Engelsdorf im Spitzenspiel, die Bezirksklasse-Männer erkämpften sich stark ersatzgeschwächt einen Vier-Satz-Erfolg und die erfahrenen Kreisklasse-Damen bugsierten sich mit zwei Siegen an die Tabellenspitze.

SV Lok Engelsdorf III – SV Bad Düben            1:3 (22, -23, -16, -15) 89 min.

Sie haben Nerven bewiesen und das trotz Personalmangel – Respekt! Im Spitzenspiel bzw. Verfolgerduell der 2. Bezirksklasse gewannen die Spielerinnen von Trainerin Susanne Windisch mit 3:1 beim SV Lok Engelsdorf III und halten somit vor dem Tabellenführer-Gastspiel am 28. Januar Kontakt zur Spitze. Die Auswärtsweste blieb damit auch im fünften Spiel weiß. Czermaks Garten wurde in dieser Saison bereits zum zweiten Mal erfolgreich vom SVBD eingenommen.

Die Damen von der Mulde mussten mit Mittelblockerin Julia Tröbs, Diagonalangreiferin Sandra Grundmann und Libera Carmen Drefs gleich auf drei Spielerinnen verzichten. Mittelblockerin Maria Krafczyk war zudem gesundheitlich angeschlagen, wodurch Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht von der Außenposition in die Mitte wechselte. Nach dem knappen ersten Satzverlust, in der sich das neue Gefüge noch finden musste, galt es, Moral zu beweisen. Knackpunkt war sicherlich der knapp gewonnene zweite Durchgang, der die Gastgeberinnen verzweifeln ließ. Überraschende Hinterfeld-Angriffe und eine zuverlässige Juliane Heßler stellten die Weichen für den deutlichen Spielgewinn.

Wie erwähnt, bleiben die Kurstädterinnen oben dran. Der SV Sachsen Delitzsch 1994 (10 Spiele, 26 Punkte) holte sich mit einem heimischen Doppelerfolg die Tabellenführung zurück, überholte den Groitzsch-Luckaer VC 2014 (9 Sp., 24 Pkt.). Dahinter lauern die Heidestädterinnen mit 22 Zählern aus neun Partien. Weiter geht es am kommenden Samstag im Pokal-Viertelfinale gegen Bezirksligist VSG Leipzig Nord – quasi die Kür nach dem gelungenen Jahresauftakt. Am 28. Januar kommen dann der SV Sachsen und der SV Liebertwolkwitz in die Kurstadt.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Juliane Heßler, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Luise Wottke, Barbara Geißler und Maria Krafczyk

SV Reudnitz III – SV Bad Düben II   1:3 (-23, -24, 23, -16) 100 min.

Welch Flexibilität in dieser jungen Mannschaft steckt, ist verblüffend. Die Vorwoche machte Spielertrainer Kevin Phillipp zu schaffen. Mit Kapitän und Mittelblocker Stefan Tiesies sowie den Außenangreifern Martin Hönemann (beide im Urlaub) und Martin Zeidler (familiäre Feierlichkeiten) brachen gleich drei Spieler weg. Zudem kämpfte Hauptangreifer Tim Bomsdorf mit einem hartnäckigen Virus, der ihn am Samstagmorgen zur Absage zwang. Darüber hinaus rumorte am freitäglichen Abschlusstraining die Schlagschulter des Coaches. Gut, wenn man einen Physiotherapeuten im Team sowie Nachwuchstalente im Verein hat, die Gewehr bei Fuß stehen. So nahm sich Lukas Händler Phillipps Schulter vor und Vinzenz Rummel sowie Daniil Gorr aus dem Kreisklasse-Team schnürten die Sport-Sandalen. Außerdem wurde Abruf-Ass Sirko Lange reaktiviert.

Mit ungewöhnlichem Sechser ging es in die Partie. Die Gäste bestimmten das Geschehen, durch Abstimmungsprobleme blieb die Szenerie jedoch spannend. Das Spiel glich der letzten Partie bei der VSG Leipzig Nord in erschreckender Manier. Beide ersten Sätze wurden am Ende entschlossen zugebunden. Im dritten Abschnitt kämpften sich die Nordsachsen aus einem großen Rückstand zurück, verfehlten dann aber die schnelle Entscheidung. Am Ende wirkte die Schulterbehandlung bei Phillipp, der aus allen Lagen punktete, Rummel machte ein starkes Spiel in der Mitte und die beeindruckende Arbeit in der Feldabwehr zahlte sich aus. Der Wille der Reudnitzer war gebrochen, der vierte Auswärtssieg im vierten Spiel unterm halbrunden Hallendach eingetütet. Ein weiterer Erfolg gesellte sich beim Duschen hinzu, als man nach minutenlangem Justieren an den Heizrohren eine duschbare Temperatur fand.

Der SV Lok Engelsdorf, nächster Gegner am 11. Februar und Hauptkonkurrent auf Platz zwei, hatte spielfrei, wodurch sich die Phillipp-Bande auf Rang zwei hinter Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch 1994 schob. Gegen diesen ewigen Rivalen aus der Schokoladenstadt geht es aber bereits am kommenden Samstag im Bezirkspokal-Viertelfinale, wenn auch Bezirksligist SV Stahl Brandis in die Bad Dübener Bundespolizei-Sporthalle kommt.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Alexander Becker, Vinzenz Rummel, Stefan Dieter Deinert, Sirko Lange, Lukas Händler, Pierre Renner und Daniil Gorr

FSV 02 Thallwitz – SV Bad Düben III              0:2 (-20, -21)

SV Bad Düben III – SG Pristäblich                   2:0 (27, 15)

Das i-Tüpfelchen des Wochenendes setzten die Damen der dritten Mannschaft am Sonntagvormittag. Mit zwei verlustsatzfreien Siegen in heimischer Sporthalle der Oberschule gegen den bisherigen Spitzenreiter FSV 02 Thallwitz und die SG Pristäblich schoben sich Kapitänin Andrea Schulz und Co. gar auf Platz zwei der Kreisklassen-Tabelle. Obwohl mit Katja Andrä eine Top-Spielerin im Urlaub weilte, zogen sie stimmungsvoll den Kontrahenten den Zahn. Kati Poschmann spielte immer wieder ihre Klasse aus und auch Daniela Sieg wusste zu überzeugen. Am Ende führten zwei kämpferisch starke Leistungen zu zwei verdienten Erfolgen.

Die Bad Dübenerinnen sind nun punktgleich mit den Thallwitzerinnen, haben den schwächeren Satzquotienten und zudem bereits zwei Spiele mehr auf der Uhr. Weiter geht es am 22. Januar in Delitzsch gegen den GSVE Delitzsch III und die vereinseigene zweite Mannschaft.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Daniela Sieg, Annett Stänicke, Marion Lange, Simone Voigt, Marika Göllner, Gerda Kleiner, Jana Schlaak und Angelika Lippold

"Mit ordentlich Schwung in die Weihnachtspause"

Post by Phillipp

Lindenthal/Delitzsch/Leipzig. Die letzten öffentlichen Auftritte der Kurstadt-Schmetterer in diesem Jahr hatten es vom Erfolgsgehalt her in sich. Die Bezirksklasse-Männer schlossen ihre tolle Hinrunde mit einem weiteren 3:1-Auswärtssieg gegen einen direkten Verfolger ab, die Kreisklasse-Jungs kamen zurück in die Spur und sammelten fleißig Punkte und dann waren am Montagabend ja noch die Sachsenliga-Männer, die beim Härteturnier der L.E. Volleys erneut zu überraschen wussten.

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben II              1:3 (-23, -23, 24, -14) 102 min.

Einen knappen und deshalb auch äußerst wichtigen Auswärtssieg erkämpften sich am Samstag die jungen Männer der zweiten Mannschaft im Leipziger Ortsteil Lindenthal. Die viertplatzierte VSG Nord präsentierte sich trotz des Fehlens der beiden besten Spieler Guido Nietzschmann und den zuvor verletzten Matthias Deutloff als zäher Kontrahent. Die Bad Dübener zeigten sich in allen Belangen überlegen, konnten sich jedoch – abgesehen vom vierten Satz – nie wirklich absetzen. Neben den familiär eingebundenen Sebastian Tatschner und Sirko Lange fehlte kurzfristig auch Diagonalangreifer Pierre Renner aus gesundheitlichen Gründen. Spielertrainer Kevin Phillipp übernahm das Zuspiel, der Rest stellte sich von selbst auf.

Die Gastgeber begannen sehr entschlossen, die Gäste-Feldabwehr musste sich erst finden. Mitte des ersten Satzes nahm der SVBD einen Diagonalwechsel vor: Alexander Becker, der nun für drei Positionen die Strippen zog, für Stefan Dieter Deinert, Phillipp griff vorne an und sorgte mit fünf direkten Punkten für die Vorentscheidung – vier davon mit seiner Spezialität, dem Lupfer. Ähnliches Bild im zweiten Durchgang. Die Hausherren kamen besser ins Spiel, Bad Düben agierte sehr zaghaft. Der erneute Diagonalwechsel misslang diesmal. Mit klarem Kopf in der Endphase holten sich die Nordsachsen die doppelte Satzführung.

Im dritten Akt sank die Konzentration spürbar. Die Luft war raus, Punktgewinne wurden emotionsarm hingenommen, das Spiel plätscherte dahin. Kurz vor Toreschluss erwachte der Kurstadt-Sechser (23:23 nach 21:23). Es schien, als würde die VSG noch abgefangen. Aber die erfahrenen Männer aus dem Leipziger Norden schlugen nervenstark zu. Jetzt waren die Muldestädter wieder wach. Vom ersten Punkt an und im Sauseschritt überrollten sie den Gegner. Am Ende des für die Heimmannschaft sehr ernüchternd verlaufenden Doppelspieltags ließ der Wille beim Gegner nach. Vor allem die gut aufgelegten Tim Bomsdorf und Lukas Händler stockten stetig ihr Punktekonto auf. Den knallenden Schlusspunkt setzten Deinert per Sprungaufschlag.

Obwohl sich die Phillipp-Schützlinge nur eine Niederlage leisteten, rangieren sich zur Weihnachtspause aufgrund des neuen Punktesystems auf Position drei hinter den noch ungeschlagenen Aufsteiger vom SV Sachsen Delitzsch 1994 und dem Bezirksliga-Absteiger SV Lok Engelsdorf. Saisonziel Platz drei scheint jedoch bereits so gut wie gesichert, da hinter diesem Trio mittlerweile ein großes Loch klafft.

Das neue Jahr beginnt gleich mit zwei immens wichtigen Partien. Am 7. Januar geht es zum SV Reudnitz III, gegen die man im Hinspiel erst im Tiebreak siegte, und am 11. Februar kommt es in Czermaks Garten zum Spitzenspiel gegen Engelsdorf.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, Martin Hönemann, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Alexander Becker und Martin Zeidler

GSVE Delitzsch IV – SV Bad Düben III                            0:2 (-20, -27)

SV Bad Düben III – SV Sachsen Delitzsch 1994 II        2:0 (19, 18)

Dieser Spieltag war bitter nötig. Nach langer Durststrecke konnten die Kreisklasse-Jungs mal wieder beweisen, dass sie noch gewinnen können. Gegen die Jugendmannschaft des GSVE Delitzsch noch unnötig spannend gemacht, ließen die Spieler von Trainer Michael Bock dem Schlusslicht SV Sachsen Delitzsch 1994 II keine Chance. Vor allem Mittelblocker Tom Lehmann trumpfte groß aus, hatte eine nahezu perfekte Quote im Angriff.

Mit den vier Punkte schieben sich Lehmann und Co. vorbei am VfB Eilenburg auf Rang fünf – ein versöhnlicher Abschluss einer eher dürftigen Hinserie. Weiter geht es erst am 5. Februar gegen Stahl Delitzsch und LSG Löbnitz.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitän Lukas Ohrisch, Tobias Stadler, Daniil Gorr, Tom Lehmann, Florian Reise und Vinzenz Rummel

Härteturnier        2. Platz

Unverhofft kommt oft! Das traf am Montagabend vollumfänglich auf den Auftritt der Sachsenliga-Männer beim Härteturnier der L.E. Volleys zu. Die Reihen lichteten sich im Vorfeld bedenklich. So musste auch Zuspieler Frank Baumgarten kurzfristig absagen. Ihn vertrat Kevin Phillipp aus dem Bezirksklasse-Team, der gleich noch Lukas Händler mitbrachte. Das beliebte Härteturnier ist eine Art großes Klassentreffen der gehobenen Leipziger Volleyballszene. Gespielt wurden zwei Sätze zu je sieben Minuten, wobei niederklassige Teams einen Drei-Punkte-Vorsprung pro Spielklasse, maximal jedoch sieben Punkte, erhielten.

Das Team aus der Heide fand sich in Gruppe 2 mit den Drittligisten der Neuseenlandvolleys Markkleeberg, den Regionalligisten L.E. Volleys II, dem Senioren-Team des TSV Leipzig 76 und den Allstars wieder. Zu Beginn ging es gegen den TSV, ein Team gespickt mit zahlreichen „Lausbuben“, der bundesweit sehr erfolgreiche Hobbymannschaft aus Grünau. Der erste Durchgang diente zur Findungsphase für die ungewohnte Aufstellung, Satz zwei wurde deutlich gewonnen. Im Anschluss waren die Allstars an der Reihe. Der Name machte dem Legenden-Ensemble alle Ehre. Der ehemalige Nationalspieler und Polen-Legionär Mark Siebeck, Leipzigs Urgestein Lutz „Mühle“ Mühlisch, der Bundesliga-erfahrene Sven Heimpold, Volleys-Trainer Thomas Bauch und Thomas Hüther waren dort unter anderem zu erkennen. Drei Punkte Vorsprung für die Haudegen  Unverschämtheit. Deutliches Unterfangen zugunsten der Erfahrung! Es folgte das Duell mit den Markkleebergern, die sehr lustlos auftraten. Aus dem 6:0 zum Start wurde fix auf 11:0 erhöht und dieser Vorsprung bis zum Ende auf 21:9 verwaltet. Ähnliches Bild im zweiten Satz: Ohne ihre Hauptangreifer Sebastian Eisemann und Michael Münchow hatte die TSG nichts entgegenzusetzen – 11:18. Mit einer soliden und konstanten Leistung wurde auch dem aktuellen Regionalliga-Tabellenführer des Ausrichters Paroli geboten. Der Drei-Punkte-Vorsprung wäre auch hier nicht vonnöten gewesen.

Mit einer deutlich besseren Balldifferenz ging es ins Halbfinale, wo Turbine Leipzig aus der Sachsenklasse wartete. Das Zusammenspiel klappte immer besser, der dreifache Rückstand konnte schnell aufgeholt und das Endspiel souverän gebucht werden. Dort warteten … wieder die Allstars! Die gut 100 restlichen Turnierteilnehmer sahen ein sehenswertes, spannendes und bisweilen amüsantes Match auf Augenhöhe, bei dem letztendlich der Vorsprung zum Satzbeginn den Ausschlag gab. Glückwunsch und Respekt an die sympathischen Sieger! Danke an das rührige Organisationsteam um Jens Linkerhand und Christoph Rascher sowie die jungen Schiedsgerichte!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Kevin Phillipp, Sascha Baumgart, Constantin Schneider, Florian Schreiber, Lukas Händler und André Reichenbach

„Erst zäh, dann schwungvoll auf Platz zwei“

Post by Phillipp

SV Bad Düben II – L.E. Volleys VI SSR                              3:1 (21, 11, -19, 12) 91 min.

SV Bad Düben II – TSG Markkleeberg 1903 III              3:0 (16, 15, 14) 68 min.

Bad Düben. Mit zwei weiteren Heimsiegen katapultierte sich das junge Bezirksklasse-Team um Kapitän Stefan Tiesies am vergangenen Samstag auf Tabellenplatz zwei hinter den immer noch unbesiegten Spitzenreiter vom SV Sachsen Delitzsch 1994. Auf Platz drei lauert mit einer Partie und zwei Pünktchen weniger auf dem Kerbholz der Bezirksliga-Absteiger des SV Lok Engelsdorf.

Gegen die U16-Nachwuchstalente der L.E Volleys VI SSR gestaltete sich das Ganze noch äußerst zäh. Die spielerischen Vorteile kamen streckenweise nicht zum Tragen, Unkonzentriertheiten ließen die Messestädter von Landestrainer Ronald Hampe immer wieder schnuppern. Spielertrainer Kevin Phillipp ließ Hauptangreifer Tim Bomsdorf zunächst auf der Bank, schenkte so Martin Hönemann Spielpraxis. Außerdem vertraute er auf Kreisklasse-Jugendspieler Lukas Ohrisch, der zwei Sätze lang auf der Diagonalen alles kurz und klein schlug, insgesamt eine ordentliche Leistung bot. Bomsdorf kam im dritten Durchgang, um sich für das zweite Spiel einzucrooven. Das ohnehin gelähmte Spiel erstarrte auf Dübener Seite nun völlig. Phillipp kam gegen Ende für Hönemann, das Ruder konnte dennoch nicht rumgerissen werden. Die Sinne waren zum richtigen Zeitpunkt geschärft, im vierten Akt holten die Kurstädter Schwung für Markkleeberg.

Die TSG analysierte die Bad Dübener im ersten Match detailliert. Schwachstellen und Lücken wurden akribisch notiert. Diesen Matchplan hätten die Neuseenländer spätestens nach dem ersten Satz im Papiermüll positionieren können. Die Nordsachsen präsentierten ein komplett anderes Gesicht als in der ersten Begegnung des Tages. Stefan Deinert kanonierte ausgeruht von der Diagonalposition, Bomsdorf sowie Phillipp zerhackten auf Außen alles, was ihnen vor die Axt kam, der Mittelblock spielte die gegnerische Verteidigung schwindelig und Alexander Becker setzte sich das Sahnehäubchen auf. Das Goldhändchen tanzte mit dem Gegner Kasatschok nach Belieben, trumpfte im Zuspiel mächtig auf. Mit reichlich Stimmung und der nötigen Entschlossenheit in beängstigender Konstanz ließ der Kurstadt-Sechser dem Aufsteiger aus dem Süden Leipzigs keinerlei Chance.

Zwei Wochen Pause stehen nun an, bevor am 17. Januar bei der VSG Leipzig Nord bereits das erste Rückspiel ansteht. Bis dahin ist Pierre Renner auch wieder aus der Prüfungszeit zurück und Martin Zeidler nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder einsatzfähiger.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Hönemann, Lukas Ohrisch, Kevin Phillipp, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Stefan Deinert und Martin Zeidler

„Zwei Dreier und drei Nuller“

Post by Phillipp

Dresden/Delitzsch/Belgern. Das vergangene Wochenende verlief für die Bad Dübener Volleyballer nicht nur datumstechnisch, sondern auch ergebnismäßig zweigeteilt. Während die beiden ersten Teams am Samstag auf einer Erfolgswelle schwammen, schrammten die Kreisklasse-Mannschaften am Sonntag knappst an Punktgewinnen vorbei.

SV Kreuzschule Dresden – SV Bad Düben       1:3 (22, -22, -17, -20) 91 min.

Abschlusstraining vor dem letzten Punktspiel 2016: Coach Wolfgang Müller zählt seine Schäfchen. Eine Hand reicht. Ein Mann aus der Reserve hilft noch aus, damit es trainingstechnisch zumindest eine sinnvolle Zahl ergibt. Die Bedingungen kurz vor dem Weihnachtsfest sind traditionell nicht die besten. Aber man macht das (wohl) Beste draus. 24 Stunden später sitzen die Kurstadt-Schmetterer in fast verdoppelter Anzahl zusammen und feiern den fünften Auswärtssieg der Saison. 3:1 bei Kreuzschule Dresden, die im Hinspiel noch drei schmerzende Ohrfeigen verteilten. Wie konnte das denn passieren? Ursachsensuche:

Mit Diagonalangreifer Florian Schreiber sowie den Mittelblockern René Hellwig und Constantin Schneider fehlten drei Akteure. Der Rest meldete sich fit. Die Bad Dübener begannen in ihrer mittlerweile gefundenen Startformation. Frank Baumgarten im Zuspiel, David Wächter und Jens Andrä auf Außen, Felix Kempe und Kapitän Thomas Haack in der Mitte und Daniel Lange auf der Diagonalen. Die Kreuzschüler erwischten jedoch den besseren Start, spielten solide und machten die nötigen entscheidenden Punkte. Ab dem zweiten Akt rissen Haack und Co. das Spiel an sich. Wächter, der im Angriff nicht den gewünschten Druck ausüben konnte, wurde durch Sascha Baumgart ersetzt. Der bekam zwar in der Annahme große Probleme, hatte dafür aber bedeutend mehr Wucht in der Offensive. Der Gegner machte es den Nordsachsen zudem leicht, ihr Spiel aufzubauen. Nach dem zum Ende hin engeren ersten Satzgewinn startete Durchgang drei furios. Lange, Andrä und Haack verschafften mit sehenswerten Einerblocks einen stattlichen Vorsprung, der stetig ausgebaut werden konnte. André Reichenbach machte dann den Günther Netzer, indem er sich einfach in die Wechselzone begab und sich selbst für Andrä einwechselte. Und auch diese Aktion ging gut. Der Spielfaden riss nicht ab und der sechste Saisonsieg wurde ungefährdet eingetütet.

Im Anschluss besiegten die Hausherren überraschend plötzlich einbrechende Delitzscher mit 3:1, wodurch die dreiköpfige „Verfolgergruppe“ kuschlig eng zusammenrückte. Denn parallel gab sich Primus USV TU Dresden II beim Krostitzer SV keine Blöße und freute sich über sie Niederlagen des GSVE und von Kreuzschule. Die Studenten (27 Punkte) haben nun sechs Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten aus der Loberstadt (21) und den Kruzianern (21). Da darf man wohl – auch im Anbetracht der Konstanz – leicht von einer Vorentscheidung sprechen. Auf Platz vier folgt Bad Düben (18), für die es dann am 15. Januar mit einem Heimspieltag gegen SV Chemnitz-Harthau und Post SV Dresden weitergeht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart und André Reichenbach

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben                    0:3 (-18, -11, -18) 63 min.

Pflichtaufgabe erfüllt: Die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch gewinnen in Windeseile mit 3:0 beim Tabellensechsten vom GSV Delitzsch II. Trotz des deutlichen Sieges fallen die Muldestädterinnen damit auf den dritten Rang zurück. Das liegt daran, dass nun zum Abschluss der Hinrunde erstmals alle Mannschaften gleich viele Spiele absolviert haben. Jeder musste einmal gegen jeden ran. Die Tabelle hat eine messbare Aussagekraft. Der starke und ambitionierte Aufsteiger vom Groitzsch-Luckaer VC (GLVC) siegte im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer SV Sachsen Delitzsch mit 3:2. Durch den einen Tiebreak-Punkt schieben sich die Schokostädterinnen (20 Punkte) noch vor den SVBD (19). Neuer Primus ist der GLVC (21), aber auch der SV Lok Engelsdorf III (18) redet noch ein gehöriges Wörtchen im Kampf um das obere Tableauende mit.

Genau gegen diese Engelsdorferinnen beginnt die Rückrunde für die Kurstädterinnen mit einem scharfen Start am 7. Januar in der Sporthalle Czermaks Garten – da war doch diese Saison schon mal was...

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Barbara Geißler, Luise Wottke, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Juliane Heßler und Maria Krafczyk

SV Bad Düben III – VfB Eilenburg                     1:2 (22, -17, -10)

SV Bad Düben III – LSG Löbnitz                        1:2 (20, -20, -7)

Es hat wieder nicht sollen sein. Anstatt zu den gegnerischen Mannschaften aufzuschließen, vergrößerte sich der Abstand durch zwei Tiebreak-Niederlagen gegen den VfB Eilenburg und die LSG Löbnitz. Dabei brachte das Team von Trainer Michael Bock zweimal eine 1:0-Führung nicht über die Ziellinie. Mit zwei Punkte aus sechs Partien steht zumindest noch Rang sechs zu Buche. Am kommenden Sonntag (18.12.) soll der Groschen fallen. Gegen Schlusslicht SV Sachsen Delitzsch 1994 II und die junge Garde des GSVE Delitzsch IV sind vier Punkte anvisiert.

SV Bad Düben II – SSV 1952 Torgau                0:2 (-20, -24)

Haarscharf schrammten die Kreisklasse-Mädels an einer erneuten Überraschung vorbei. Gegen die Damen des SSV 1952 Torgau steht am Ende ein schnödes 0:2 auf dem Protokoll, die Satzstände von 20:25 und 24:26 belegen jedoch ein spannendes und knappes Spiel und dass die Mädels weiter auf einem guten Weg sind. Ein weiterer Satzerfolg und der erste Punktspielsieg überhaupt scheinen nicht mehr fern. Am 22. Januar geht es für die Mädels weiter. In Delitzsch trifft das Team vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs und Sophia Schaffernicht  auf die dritte Mannschaft des heimischen GSVE und auf das eigene dritte Team.

„Dynamik schlägt Erfahrung“

Post by Phillipp

Delitzsch/Leipzig. Ein mit einer freudigen Ausnahme äußerst ernüchterndes Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Die Sachsenliga-Männer kommen beim Derby gegen extrem druckvolle und willige Delitzscher überhaupt nicht ins Spiel und die U20-Jungs lassen ihre gute Ausgangslage auf einen Podestplatz bei den Bezirksmeisterschaften leichtfertig liegen. Einzig die Bezirksklasse-Damen strahlten. Sie lösten ihre Pflichtaufgabe gewissenhaft.

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben                 3:1 (20, 20, -20, 15)

Samstagabend, kurz nach 21 Uhr. Im stattlich gefüllten Delitzscher Becker-Karton ist Zweitligist GSVE Delitzsch im Spitzenspiel gegen den SV Schwaig drauf und dran, seinen „Super-Heimspieltag“ zu krönen. Fernab des fröhlichen Treibens, in den dunklen Katakomben, steht es einsam und verlassen da: Holzi, das Bad Dübener Team-Maskottchen, ist in der verwaisten Kabine übrig geblieben. Es ist wohl das Sinnbild des Spieltags. Ein paar Meter weiter feiern die Gymnasialen ihre Unantastbarkeit an diesem Tag, im Dübener Lager herrscht Tristesse und Ratlosigkeit. Da passt es ebenso ins Bild, dass SVBD-Zuspieler Frank Baumgarten beim Bundesliga-Einschlagen vollkommen besudelt wurde, als ein Schwaiger Angriff auf dessen Getränk, welches wohl auch ein Spritzer Cola enthielt, landete. Als Kleidungsersatz bekam der Rotschopf ein Leibchen mit GSVE-Emblem. Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Knapp sieben Stunden vorher war gegen eine wild entschlossene Delitzscher Reserve einfach kein Kraut gewachsen. In allen Belangen schien der GSVE überlegen. Angefangen beim Zuspiel. Der letztjährige Dübener Björn Vanselow zauberte auf Gastgeber-Seite clever durch die Partie, während es Baumgarten durch inkonstante Annahmen schwer hatte. Der Mittelblock, bei den Kurstädtern durch das Fehlen von Kapitän Thomas Haack praktisch nicht vorhanden, machte beim Gegner, was er wollte. Auch die Außenangreifer fanden nicht ihr Glück. Beim Aufsteiger vom Lober bestachen Sebastian Dorn und der alles überragende Philipp Thielow. Bei Delitzsch dominierten Leidenschaft und Derbylust, Bad Düben nahm den Kampf einfach nicht an. Im dritten Satz trafen die Reichstein-Schützlinge ihre Aufschläge nicht mehr, was der Müller-Bande kurzen Aufwind verschaffte – leider nur ein Strohfeuer.

Die vierte Saisonniederlage bedeutete gleichzeitig den Absturz auf Rang fünf. Am 10. Dezember geht es bei den Kreuzschülern in Dresden weiter. Hier gilt es, die deftige Hinspielpleite (0:3) vergessen zu machen. Wie man ein Derby auch angehen kann, zeigte im Anschluss übrigens der Krostitzer SV, der dem GSVE in einem hochklassigen Match deutlich mehr Gegenwehr bot, auch wenn bei den Bierdörflern dennoch nicht mehr raussprang.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, David Wächter, Constantin Schneider, Daniel Lange, Felix Kempe, Henry Ungelenk, André Reichenbach und Florian Schreiber

VV Nordstern-Leipzig – SV Bad Düben            0:3 (-18, -11, -23) 75 min.

Die Bezirksklasse-Damen um Trainerin Susanne Windisch avancieren heimlich, still und leise zum Erfolgsgaranten im Verein. Auch im sechsten Spiel hintereinander verließen die Muldestädterinnen als Sieger das Feld. Der Tabellensiebte des VV Nordstern-Leipzig musste in drei Sätzen dran glauben.

Da parallel Tabellenführer SV Sachsen Delitzsch 1994 überraschend deutlich gegen Favorit SV Lok Engelsdorf III siegte (3:1) rücken die Windisch-Damen wieder zurück auf Platz zwei, vor dem Groitzsch-Luckaer LVC, der sich bei den Nordsternen auch schadlos hielt.

Ein Spiel steht in diesem Jahr noch an. Am 10. Dezember reist man zum noch sieglosen Tabellenvorletzten des GSVE Delitzsch II, bevor es 2017 gleich straff zur Sache geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julian Heßler, Carmen Drefs, Julia Tröbs, Luise Wottke, Sophia Schaffernicht, Barbara Geißler, Maria Krafcyzk, Caroline Monien und Sandra Grundmann

Bezirksmeisterschaften U20 männl.              4. Platz

Einen völlig gebrauchten Sonntag durchlebten die U20-Jungs beim zweiten und letzten Bezirksmeisterschafts-Turnier in der Leipziger Leplayhalle. Als Dritter und mit guten Aussichten nach dem ersten Turnier ausgestattet, mussten die Kurstädter einige kurzfristige Absagen verkraften und ohne echten Zuspieler in die Messetsadt fahren. Nach einiger Eingewöhnungszeit zu Beginn kamen sie gegen die beiden besten Teams aus Grimma und Leipzig immer besser in die Partie. Zu einem Satzgewinn reichte es jedoch nicht. Ab da sanken nicht nur die Motivation spürbar, sondern auch die dargebotenen Leistungen. Gegen machbare Delitzscher nahmen Rummel & Co. eine deutliche Pleite hin. Zumindest gegen Schlusslicht SG Krostitz/Eilenburg wurde ein Sieg eingetütet.

Der VV Grimma (7:10 Sätze), beim ersten Turnier gar nicht angetreten, schlich sich durch starke Leistungen noch hauchdünn an den Kurstädtern (7:11) vorbei. Bezirksmeister wurden die L.E. Volleys vor dem GSVE Delitzsch.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Vinzenz Rummel, Lukas Ohrisch, Daniil Gorr, Tom Lehmann, Felix Lausmann und Franz Burkhardt