„Bezirksklässler marschieren, Kreisklasse-Damen im Halbfinale“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch. Sechs Spiele, drei Siege, zweimal Kreispokal, ein Weiterkommen. So lautet die sehr grob zusammengefasste Bilanz der Bad Dübener Schmetterer vom jüngsten Wochenende. Die Bezirksklasse-Männer lösten souverän ihre Pflichtaufgaben, die Kreisklasse-Mädels schrammten dagegen knapp an einem Satzerfolg vorbei. Der Kreispokal hat sich für die Jungs nicht ganz unerwartend erledigt, die Damen der dritten Mannschaft stehen dagegen im Halbfinale.

SV Bad Düben II – 1. VSV Wurzen                                   3:0 (21, 19, 17) 63 min.

SV Bad Düben II – TSG Markkleeberg 1903 III              3:0 (21, 23, 13) 72 min.

Die Bezirksklasse-Männer haben ihren vierten Heimspieltag unbeschadet gemeistert. Dabei mussten das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp gegen die beiden Aufsteiger aus Wurzen und Markkleeberg durchaus brenzlige Situationen überstehen. Letztendlich kehrte der pure Einsatzwillen jedoch stets zur rechten Zeit zurück.

Erneut mit voller Kapelle – Hauptangreifer Tim Bomsdorf stand zur Überraschung aller plötzlich doch in der Halle – startete Phillipp mit haargenau dem gleichen Sechser wie beim Hinspiel in Wurzen vor zwei Wochen. Wacklige Annahmen, inkonsequente Blöcke, schwache Angriffe und eine gewisse Behäbigkeit ließen die Keksstädter lange Zeit schnuppern. Einziger Lichtblick im Dübener Spiel: Diagonal-Knaller Pierre Renner, der drei Sätze lang alles verwertete, was ihm Regisseur Alexander Becker servierte. Gegen Ende des zweiten Satzes stellte sich eine gewisse Sicherheit ein, die Spielerwechsel ermöglichten. Bomsdorf kam für den unterirdisch agierenden Phillipp und die beiden Martins wechselten wie schon im Hinspiel – Zeidler für Hönemann. In der restlichen Spielzeit standen sich die Wurzener teilweise selber im Weg, ermöglichten ein Übermaß an leichten Punkten und machten das erste Heim-3:0 des Tages klar.

Ein anderes Kaliber wartete in der zweiten Partie. Die Markkleeberger spielen ein flottes System, das höchste Konzentration verlangt, um sich wohlbehütet aus der Affäre zu ziehen. Die Gastgeber stellten leicht um. Coach Phillipp übernahm die Strippen. Die Männer von Kapitän Lee Henry Szilasi hielten ordentlich mit, spielten es vor allem durch die Mitte clever. Das Dübener Spiel festigte sich jedoch immer mehr, was Abschnitt eins noch relativ souverän bescherte. Im zweiten Durchgang dominierte die TSG. Annahme und Angriff beim SVBD ließen spürbar nach und ein Aufstellungsfehler sorgte für zwischenzeitliche Unruhe. Mitte des Satzes fingen sich die Kurstädter. Sirko Lange ersetzte den angeschlagenen Kapitän auf der Mittelblockposition, Stefan Dieter Deinert den sich aufreibenden Renner. Kein Ball berührte mehr den heimischen Boden, zwei abschließende Blöcke sicherten die endgültige Wende (erste Führung bei 24:23 und 25:23). Das war der Knackpunkt. Bei den Bad Dübenern klappte nun alles, Markkleeberg zerfiel in seine Einzelteile. Sinnbildlich: Sirko Langes Sprungaufschlag beim Matchball tropfte  direkt hinter der Netzkante ab.

Mit den sechs Punkten springt die SVBD-Reserve auf Rang zwei, hat jedoch ein Spiel mehr absolviert als Verfolger Lok Engelsdorf. Am kommenden Samstag geht es zum Tabellenachten L.E. Volleys VI (SSR), eine Woche später (01.04.) wartet der Showdown in Czermaks Garten gegen die „Loksche“.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Hönemann, Pierre Renner, Kevin Phillipp, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Martin Zeidler, Sirko Lange und Stefan Dieter Deinert

SV Bad Düben III – SV Roland Belgern            3:1 (19, 17, -21, 15)

Nach drei Finalteilnahmen in Folge – inklusive zweier Titel – sind die Damen des SV Roland Belgern in dieser Saison bereits im Viertelfinale des Kreispokals gescheitert. Und wer ist schuld daran? Richtig: Die dritte Damenmannschaft des SV Bad Düben. Mit einem 3:1-Heimsieg am späten Donnerstagabend rückten Kapitänin Andrea Schulz und ihre Mitspielerinnen in die Runde der letzten Vier vor. Dort wartet der Sieger aus der Partie zwischen dem SSV 1952 Torgau und dem GSVE Delitzsch III.

Der Sieg geht vollends in Ordnung, die Muldestädterinnen dominierten das Geschehen, ließen es lediglich gegen Ende des ersten und im dritten Durchgang gehörig schleifen. Zum Schluss bestand jedoch keine Gefahr und die leichte Favoritenrolle konnte bestätigt werden.

Die nächste Ligapartie steht erst am letzten Spieltag (30.04.) an, wenn es gegen Torgau und Thallwitz geht.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Katja Andra, Kati Poschmann, Daniela Sieg, Simone Voigt, Annett Stänicke und Jana Schlaak

Tiebreakers Delitzsch – SV Bad Düben III       3:1

Mit dem Ergebnis kann man sich wohl anfreunden. Die Tatsache, dass bedeutend mehr drin gewesen ist, nagt dann doch etwas. Durch eine 1:3-Niederlage gegen Titelverteidiger und Top-Favorit Tiebreakers Delitzsch ist die Reise im Kreispokal bereits im Viertelfinale beendet. Für die Loberstädter wartet nun im vorgezogenen Endspiel die SG Pristäblich. Eine Überraschung lag in der Luft, als Michael Bocks Jungs den ersten Durchgang mit 25:23 für sich entschieden. Die erfahrenen Gastgeber stellten in der Folge um und sich auf das Dübener Spiel ein.

Bereits am kommenden Sonntag (26.03.) geht es im Kreisklasse-Alltag weiter. Mit dem VfB Eilenburg und dem GSVE Delitzsch IV sollen zwei Verfolger im direkten Duell abgeschüttelt werden.

Für den SV Bad Düben III spielten: Lukas Ohrisch, Tobias Stadler, Florian Reise, Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Michael Bock, Thomas Lutter, Tom Lehmann, Nick Rudolph

SG Arzberg/Blumberg – SV Bad Düben II       2:0 (7, 11)

SV Bad Düben II – SG Pristäblich                      0:2 (-28, -18)

Stark gekämpft, nah dran gewesen und dennoch hat es nicht ganz gereicht! Gegen die SG Pristäblich lag der dritten Satzgewinn der Saison für die Kreisklasse-Mädels in der Luft. Mit 28:30 unterlagen die Schützlinge vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs jedoch denkbar eng gegen die Damen aus dem Nachbardorf. Auch im zweiten Durchgang schien etwas drin zu sein, Kapitänin Laura Rösiger und Co. kamen aber nicht über 18 Punkte hinaus.

Zuvor wetzten sich beide Teams bereits mehr als erfolglos am neuen Spitzenreiter und Titelverteidiger SG Arzberg/Blumberg ab. Sowohl der SVBD als auch die SGP brachten gemeinsam in vier Abschnitten lediglich 35 Punkte zustande. Mit immer noch null Punkten aus mittlerweile 14 Partien haben die Kurstadt-Mädels weiterhin die rote Laterne inne – mit zehn Punkten Abstand wird das auch bis zum Ende so bleiben. Es bleibt also weiter, auf den ersten Sieg hinzuarbeiten. Die letzten Gelegenheiten in dieser Spielzeit bieten sich am 2. sowie am 30. April, wenn es zweimal gegen Eilenburg und je einmal gegen Pristäblich und Belgern geht. Das ist doch was drin!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Katja Vogelweider, Jaqueline Volkmann, Luisa Beutelrock, Gina Prywerek, Vanessa Wutzke, Anna Vogelweider, Helena Hofmann und Johanna Witzke

„Die Rückkehr der Festung“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch/Eilenburg. In dieser Saison liegen bereits einige erfolgreiche Wochenenden hinter den Bad Dübener Volleyballern. Das spiegelt sich auch in den Tabellenständen der einzelnen Teams wider. Aber die jüngste Bilanz wird den Beteiligten in langer Erinnerung bleiben. Die Sachsenliga-Männer erkämpfen sich daheim zwei viel umjubelte Derbysiege, die Kreisklasse-Jungs bringen ein Top-Team sowie den Tabellenletzten zur Strecke und auch die Damen der dritten Mannschaft bleiben mit einem Sieg an der Tabellenspitze.

SV Bad Düben – GSVE Delitzsch II                    3:1 (-20, 25, 18, 19)

SV Bad Düben – Krostitzer SV                           3:2 (19, -20, -26, 19, 10)

Pünktlich zum doppelten Derby-Spieltag haben die Sachsenliga-Männer ihre alte Heimspiel-DNA wieder gefunden. Das treue Publikum wurde in der Vergangenheit mit Dominanz und gut dosiertem Kampfgeist verwöhnt, die Schmetterer von Trainer Wolfgang Müller ließen in der Sporthalle der Bundespolizei jedoch seit der gewonnenen Sachsenmeisterschaft im April 2015 einige Wünsche offen. Am jüngsten Spieltag kehrte der Glanz alter Tage wieder zurück.

Wobei es zweieinhalb Sätze lang überhaupt nicht danach aussah. Die quirlige Bundesliga-Reserve des GSVE Delitzsch diktierte das Geschehen nach Belieben. Erinnerungen an das Hinspiel, bei dem der Heide-Express lediglich hinterher stotterte, wurden wach. Im zweiten Durchgang stand es bereits 20:11 zugunsten von Sebastian Reichstein, Carsten Schulze und Co. Die Partie schien ein schnelles, knüppeldickes Ende zu nehmen. Dann erlebten die knapp 100 Zuschauer ein Comeback eines taumelnden Boxers wie es das in Bad Düben vermutlich noch nie zu sehen gab. Reichstein, Diagonalwaffe Philipp Thielow und der Ex-Dübener Stefan Küster bissen sich an der SVBD-Defensive die Zähne aus. Block und Feldabwehr arbeiteten wie aus einem Guss. Dazu spielten die Gastgeber in der Offensive vielseitig wie selten. Alle Angreifer waren gut aufgelegt. Angeführt von Jens Andrä und dem überragenden André Reichenbach begann die Hatz. Bei 17:23 müssen die Ehrenbergler noch zwei Schritte gehen, bei 22:24 noch einen. In der Mitte finden die Hausherren die nötigen Lücken, wehren drei Satzbälle ab. Bei 26:25 – erster Dübener Satzball – sitzt in der Halle längst keiner mehr. Was passiert? Felix Kempe, 20 Jahre und in den letzten Minuten heiß gelaufen, geht zur Grundlinie, zeigt Cojones und feuert seinen ersten Sprungaufschlag vor den Latz des unvorbereiteten Thielow. Dessen Annahme kommt postwendend zurück, Bad Düben baut locker auf und Diagonalangreifer Daniel Lange beendet krachend den Satz – der Knackpunkt des Spiels.

In der Folge wirken die Gäste völlig überrumpelt, konsterniert und hilflos. Die Müller-Bande spulen ihr Programm genüsslich runter. Es war ein Kraftakt, der sich lohnte – 3:1, Revanche geglückt!

Und dann kam ja noch Krostitz! Reichenbach und Haack ließen sich schonen. Florian Schreiber und Lukas Händler aus der zweiten Mannschaft sorgten für Ersatz. Die Reihen der Zuschauer lichteten sich (leider) gewaltig, lauter wurde es trotzdem. Die Rüpel aus dem Bierdorf bearbeiteten in altbewährter Manier ihre Trommeln. Das Spielniveau ließ im Vergleich zum Vorgänger massiv nach. Das eingegroovte Dübener Spiel machte es der Quasdorf-Kombo sichtlich schwer, drei Kartons (gelb, gelb, rot) vom Unparteiischen weckten den KSV jedoch auf. Vor allem der werdende Vater Felix Beyer kanonierte erfolgreich aus allen Lagen. Ging der erste Satz noch souverän an die Muldestädter, holte Krostitz entschlossen die beiden Folgeabschnitte und damit einen wichtigen Auswärtspunkt. Coach Müller schickte wieder seine erfolgreichen Delitzsch-Bezwinger auf die Platte. Die erforderliche Aufholjagd kostete einige Körner, wurde aber willig absolviert. Dem KSV ging gegen Ende die Puste aus – auch aus Mangel an Alternativen. 3:2 für Bad Düben, zweiter Heimsieg, zweiter Derbysieg!

Mit diesen fünf Zählern bugsiert sich der SVBD (30 Punkte) vorerst auf Rang drei hinter dem nun festehenden Meister USV TU Dresden II (39 Pkt., Glückwunsch an die Elbe zum verdienten Meisterstück!) und dem SV Kreuzschule Dresden (32). Auf Platz vier lauert Delitzsch (29) mit noch zwei Spielen in der Hinterhand. Am 1. April wird beim Aufsteiger SV Motor Mickten der Deckel auf die nach dem Umbruch insgesamt doch recht zufrieden stellende Saison gemacht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, André Reichenbach, Sascha Baumgart und Lukas Händler

SV Bad Düben III – LSG Löbnitz II                     2:0 (15, 24)

SV Bad Düben III – SV Trossiner Biber            2:1 (-18, 25, 14)

Sie können es noch – und wie! Fast drei Monate nach den letzten beiden Siegen setzen die Jungs der dritten Mannschaft ein fettes Ausrufezeichen in der Kreisklasse. Mit dem knappen 2:1-Sieg gegen Spitzenteam SV Trossiner Biber nimmt das Team von Trainer Michael Bock den Heidedörflern wie bereits in der letzten Saison wohl den letzten Hoffnungsschimmer auf den Meistertitel. Dabei war Bock höchstpersönlich nicht ganz unbeteiligt, streifte er sich doch aus Spielermangel nach fast drei Jahren Punktspiel-Abstinenz wieder das SVBD-Trikot über. Zudem konnte die erste Partie gegen das noch immer sieglose Schlusslicht der LSG Löbnitz II pflichtbewusst gewonnen werden.

Der fünfte Rang bleibt damit weiter gefestigt. Am nächsten Spieltag (26.03.) kann gegen die direkten Verfolger vom VfB Eilenburg und vom GSVE Delitzsch IV weiter Boden gut gemacht werden.

Für den SV Bad Düben III spielten: Vinzenz Rummel, Daniil Gorr, Lukas Ohrisch, Christopher Hontzeck, Tobias Stadler, Florian Reise, Nick Rudolph und Michael Bock

SG Arzberg/Blumberg – SV Bad Düben III      2:1 (-16, 22, 9)

SV Bad Düben III – SSV 1952 Torgau               2:0 (19, 21)

SV Bad Düben III – SV Roland Belgern            Do., 16.03., 20 Uhr, SH Oberschule

Die Dübener Damen der dritten Mannschaft hätten den Meisterkampf noch einmal so richtig spannend machen können. Am Ende fehlten nur sechs Pünktchen. Gegen Titelverteidiger SG Arzberg/Blumberg kamen Kapitänin Andrea Schulz und Co. trotz ganz starkem ersten Satz nicht über ein 1:2 hinaus. Im Anschluss besiegten jedoch die Torgauer Damen (20 Punkte aus 14 Spielen) überraschend die Spielgemeinschaft (18 Pkt., 12 Sp.) und schob sich in der Tabelle vorbei auf Platz zwei. An der Spitze grüßen weiterhin die Kurstädterinnen (22 Pkt., 16 Sp.), die abschließend den SSV 1952 Torgau recht deutlich besiegten.

Am 30. April wird das dritte Team ein letztes Mal gefordert sein. Erneut geht es dann gegen Torgau sowie gegen den FSV 02 Thallwitz. Der zweite Platz ist in Reichweite, Arzberg wird wohl noch kräftig aufholen.

Die nächste Partie findet jedoch bereits am kommenden Donnerstag (16.03.) statt. Im Kreispokal-Viertelfinale empfangen die Muldestädterinnen ab 20 Uhr den SV Roland Belgern in der Sporthalle der Oberschule (Windmühlenweg 19). Unterstützende Zuschauer sind gern gesehen.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Katja Andrä, Marion Lange, Simone Voigt, Daniela Sieg, Jana Schlaak und Annett Stänicke

„Ein Battle wie eh und je“

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USV-Zuspieler Frank Vogel setzte seinen Mittelblocker Uwe Püschmann immer wieder gut in Szene. | Foto: K. Phillipp

USV TU Dresden II – SV Bad Düben 3:2 (18, 24, -21, -20, 13) 125 min.

Dresden. Die Ansetzung versprach ein spannendes Duell zweier Teams, die sich aus dem Effeff kennen. Der Verlauf hielt dies am Ende auch. In fünf, vor allem taktisch hochinteressanten Sätzen bezwang der Sachsenliga-Spitzenreiter USV TU Dresden II den Regionalliga-Absteiger aus der Kurstadt, der erneut nur mit sieben Spielern anreisen konnte. Durch den doppelten Schneeberger Heimerfolg fallen die Schmetterer des SV Bad Düben damit zwar auf Rang fünf zurück, machen jedoch sowohl auf den SV Kreuzschule Dresden (4.) einen Punkt gut und zum anderen den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt. Drei Spiele vor Schluss kann der Krostitzer SV sowie der Post SV Dresden die Müller-Bande nicht mehr einholen.

Die reifen Studenten bestimmten vom Start weg die Szenerie, waren in Annahme und Block feldüberlegen. Auf SVBD-Seite galt es, sich in der Annahme und Feldverteidigung erst einmal zu finden. Mit Jens Andrä stand lediglich ein etatmäßiger Außenangreifer auf der Platte. Diagonalangreifer Florian Schreiber ersetzte die fehlenden David Wächter, André Reichenbach und Sascha Baumgart. Schreiber brauchte anfangs etwas Zeit zum Justieren, kam mit zunehmender Zeit jedoch immer besser ins Spiel. Vier der letzten fünf Partien durchgespielt (auf drei Positionen), da kommt mit der Praxis auch langsam der Rhythmus. Die Gastgeber holten sich Durchgang eins deutlich, den zweiten umso knapper. Bad Düben führte bereits mit großen Abstand (14:8), brachten den Vorsprung jedoch nicht über die Zeit.

Das Match wurde nun rassiger. Während die Emotionalität am Anfang schmerzlich vermisst wurde, zeigten beide Teams nun Zähne. Zudem brachten unerklärliche Entscheidungen der Unparteiischen die Gemüter auf beiden Seiten auf Betriebstemperatur. Die gut 30 Zuschauer – davon acht plus die Post‘ler für die Gäste aus der Heide – bekamen nun das erwartete heiß umkämpfte Spiel zu sehen. Mit dem Rücken zur Wand festigten Kapitän Thomas Haack und Co. nun die Feldverteidigung, kratzten zahlreiche Bälle vom Parkett und verdienten sich so den Tiebreak und den damit einhergehenden Punkt.

Der entscheidende Abschnitt startete äußerst unglücklich mit drei einfachen Zählern für die Hausherren. Bei 5:5 war das Spiel jedoch wieder offen. Nach dem Seitenwechsel legten der USV noch eine schippe drauf, spurtete zum 14:10 – vier Matchbälle. Ein erfolgreicher Angriff, ein Block und ein Annahmefehler später waren die Muldestädter plötzlich wieder auf Tuchfühlung. Die letzte Szene geht so: Guter Aufschlag Schreiber – USV kann nur hoch über Außen spielen – Bad Düben verteidigt locker auf den Punkt – Zuspieler Frank Baumgarten kann zwischen Daniel Lange, Felix Kempe und Jens Andrä frei wählen – der Rotschopf entscheidet sich für Letzteren, den er im Rücken hat – Andrä kommt relativ frei zum Schuss, rutscht beim Angriff jedoch leicht weg, was ihn etwas aus der Balance bringt – TU verteidigt den Ball irgendwie hoch ins Feld – währenddessen andet Andrä gefühlt einen halben Meter über die Mittellinie – game over!

Die Leistung, in Anbetracht der personellen Situation, stimmte und das macht Mut für den kommenden Heimspieltag am 11. März, wenn der GSVE Delitzsch II (2.) sowie der Krositzer SV (7.) zum Doppel-Derby-Heimspieltag in Bad Düben gastieren.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä und Henry Ungelenk

„Bezirksklasse-Teams schadlos, Mädchen mit tollem Kampf“

Post by Phillipp

Bad Düben/Wurzen/Löbnitz. Das jüngste Wochenende kann als äußerst erfolgreich verbucht werden. Die Bezirksklasse-Teams fuhren die erwarteten Siege ein und die Kreisklasse-Mädchen verabschiedeten sich trotz toller Leistung aus dem Pokalwettbewerb.

SV Bad Düben – VV Nordstern-Leipzig           3:1 (22, -24, 18, 15) 99 min.

SV Bad Düben – GSVE Delitzsch II                    3:0 (14, 14, 10) 60 min.

Mit einem kleinen Schönheitsfleck musste der Heimspieltag der Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch auskommen. Ein Durchgang gewannen die Leipziger Nordsterne. Ansonsten liest sich die Bilanz überwiegend als klare Angelegenheit. Trotz der Ausfälle von Zuspielerin Sina Franke und Angreiferin Juliane Heßler wurden die Kurstädterinnen ihren Favoritenrollen gerecht und hamsterten weitere sechs Punkte auf dem prall gefüllten Konto.

Da die beiden Spitzenteams vom Groitzsch-Luckaer VC 2014 (beim SV Liebertwolkwitz) sowie vom SV Sachsen Delitzsch 1994 (beim SV Lok Engelsdorf III) sich keinerlei Blöße gaben und ebenso deutlichst siegten, bleibt es dabei: Der SVBD (16 Spiele, 32 Punkte) ist als Dritter in Lauerstellung. Der Bronzerang scheint mit fünf Punkten Vorsprung und noch zwei Partien gesichert. Unter mysteriösen Umständen ist sogar noch etwas mehr drin. Am 1. April gilt es, beim Vorletzten VSG Leipzig Nord II die Hausaufgaben zu machen. Parallel wird es in Delitzsch zum Gipfeltreffen kommen. Der SV Sachsen (15 Sp., 35 Pkt.) empfängt den GLVC (15 Sp., 36 Pkt.). Am 22. April reisen die Dübenerinnen am letzten Spieltag nach Groitzsch. Selbst, wenn die Muldestädterinnen zweimal kräftig punkten, müssten sie auf Ausrutscher der auf den beiden Aufstiegsplätzen rangierenden Kontrahenten warten. Ziemlich viel Konjunktiv! In diesem Sinne: Alles raushauen und schauen, was geht!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Sara Vogelweider, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Luise Wottke, Julia Tröbs, Carmen Drefs, Sandra Grundmann und Caroline Monien

1. VSV Wurzen – SV Bad Düben II                   0:3 (-15, -16, -18) 60 min.

Ähnlich spannend geht es in der Männer-Bezirksklasse zur Sache. Während dem Aufsteiger SV Sachsen Delitzsch (13 Spiele, 38 Punkte) der Meisterstitel wohl nicht mehr zu nehmen ist, kämpfen sowohl Bezirksliga-Absteiger SV Lok Engesldorf (11 Sp., 29 Pkt.) als auch die zweite Garde des SV Bad Düben (11 Sp., 28 Pkt.) Kopf an Kopf um den zweiten Aufstiegsrang. Daran änderte auch der letzte Spieltag nichts. Die Lokomotiven ließen erneut einen Satz bei den Reudnitzer Talenten liegen, fuhren aber dennoch einen Dreier ein. Und auch die Bad Dübener Reserve kam stotterlos aus der siebenwöchigen Pause. Mit voller Kapelle überrannten sie völlig überforderte Keksstädter. Spielertrainer Kevin Phillipp ließ Zuspieler Alexander Becker und Diagonal-Knaller Pierre Renner durchspielen, ansonsten wurde munter gewechselt. Am Ende  erlaubten sich die Kurstädter gar, beide Mittelblocker vom Feld zu nehmen. Sirko Lange ersetzte den bisherigen einzigen Dauerbrenner und noch amtierenden Keulenwurf-Vizeweltmeister Lukas Händler. Phillipp kam im dritten Satz noch für Kapitän Stefan Tiesies, setzte den krachenden Schlusspunkt kurz hinterm Netz.

In zwei Wochen (18.03.) gastieren die Wurzener in Bad Düben. Außerdem wird die TSG Markkleeberg 1903 III zum zweiten Mal vorstellig. Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Hönemann, Pierre Renner, Kevin Phillipp, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Martin Zeidler, Sirko Lange und Stefan Dieter Deinert

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz          1:3

Ausgeschieden und dennoch ganz zufrieden. Für die Mädels der zweiten Mannschaft ist der diesjährige Kreispokal-Wettbewerb vorbei. In der Löbnitzer Schulsporthalle unterlagen sie der heimischen Landsportgemeischaft (LSG) mit 1:3, zeigten aber eine kampfstarke, ambitionierte Leistung. Zwei der drei verlorenen Abschnitte gingen denkbar eng an die Hausdamen, eine Überraschung lag in der Luft. Am Ende gratulierte man jedoch den Pferdedörflern zum Einzug ins Halbfinale, wo Titelverteidiger SG Arzberg/Blumberg wartet.

In der Liga geht es am 19. März in der Bad Dübener Oberschul-Sporthalle weiter gegen Arzberg/Blumberg und Pristäblich.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Katja Vogelweider, Luisa Beutelrock, Anna Vogelweider, Gina Prywerek, Helena Hofmann und Vanessa Wutzke

„Ein Sonntag wie geschmiert“

Post by Phillipp

Leipzig/Grimma. Im Vorbericht hieß es noch, dass mit keinem sonntäglichen Kaffeekränzchen zu rechnen ist. Schaut man sich jedoch die blanken Ergebnisse an, wurde diese Vermutung wohlwollend widerlegt. Stark ersatzgeschwächte Sachsenliga-Männer zünden gegen grünschnäblige Leipziger den Turbo und auch die Bezirksklasse-Damen lassen sich beim Tabellenletzten nicht lumpen.

L.E. Volleys III (SSR) – SV Bad Düben             0:3 (-20, -17, -17) 63 min.

Sechs Spielerfrauen, drei Ehemalige aus der 2015er Sachsenmeistermannschaft, zwei Verhinderte, eine leicht aufgeregte Spielermutti und ein kürzlich in die Messestadt gezogener treuer Fan des Bad Dübener Volleyballs, der nun erstmals in Leipzig eine Partie seines Teams verfolgen konnte – diese ansehnliche Fanschar unterstützten die nur siebenköpfige Müllerbande in der altehrwürdigen Leplayhalle. Sascha Baumgart musste gesundheitlich angeschlagen passen, Diagonalangreifer Daniel Lange befand sich auf dem Heimweg vom Kurzurlaub, verfolgte die Partie via Live-Ticker und David Wächters Knieprobleme haben sich verdichtet. Der Außen-Floh wird wohl länger ausfallen. Dazu fehlten mit René Hellwig und Constantin Schneider zwei Mittelblocker. André Reichenbach rückte für Wächter und Florian Schreiber für Lange in die sich selbst aufstellende Startformation.

Die Volleys begannen stark – vor allem im Aufschlag –, ließen in der Folge jedoch auch stark nach. Gegen Mitte des ersten Durchgangs fanden die Nordsachsen zu ihrem Spiel, verteidigten solide und punktete fleißig überwiegend auf die gut aufgelegten Schreiber und Jens Andrä. Obwohl zahlreiche Aufschläge im Netz landeten, konnte mit grundsätzlich mehr Druck von der Grundlinie erzeugen als der Gegner – klingt komisch, war aber so. Bad Düben behielt stets den Kopf oben, hamsterte Zähler um Zähler ohne großes Aufsehen, während die durch den Ferienbeginn ebenfalls stark dezimierten Knaben von der Pleiße immer wieder einbrachen. Nach locker-flockigen 63 Minuten zeigte die souveräne Bornaer Schiedsrichterin Maxi Klupsch ein letztes Mal auf die Bad Dübener Seite.

Mit dem zweiten 3:0-Auswärtssieg innerhalb von acht Tagen springen Andrä und Co. wieder auf Rang vier, haben den Klassenerhalt damit wohl eingetütet. Auf Post SV Dresden und den Krostitzer SV sind es vier Spiele vor Schluss nun zehn Punkte Vorsprung. Das sollte reichen. In zwei Wochen geht es zur Kür nach Dresden. Beim Tabellenführer USV TU Dresden II will man sich für die 1:3-Hinspielpleite revanchieren.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, André Reichenbach, Felix Kempe, Florian Schreiber, Jens Andrä und Henry Ungelenk

VV Grimma III – SV Bad Düben                       0:3 (-19, -14, -16) 72 min.

Ähnliches bis deckungsgleiches Bild wie beiden Männern: Nach einem ernüchternden Heimspieltag vor zwei Wochen meldeten sich die Bezirksklasse-Damen mit einem 3:0-Auswärtserfolg beim Tabellenschlusslicht vom VV Grimma III zurück. Lok Engelsdorf III legte am Samstag vor, zog durch den Sieg in Liebertwolkwitz an den Kurstädterinnen vorbei. Am Sonntag krallten sich die Windisch-Schützlinge wieder den Bronzerang.

Die Trainerin konnte fast auf die volle Kapelle zählen. Mit Luise Wottke und Caroline Monien fehlten lediglich zwei Außenangreiferinnen. Gestaltete sich der erste Satz noch recht spannend, waren die Folgesätze dann Formsache.

Nächste Gelegenheit zu punkten besteht am 4. März in der heimischen Oberschul-Sporthalle gegen den VV Nordstern-Leipzig (6.) und den GSVE Delitzsch II (7.).

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Julia Tröbs, Juliane Heßler, Carmen Drefs, Sophia Schaffernicht und Sandra Grundmann