„Jens Andrä kehrt zurück zu seinen Wurzeln“

Post by Phillipp

Jens Andrä erhielt zu seiner Rückkehr zum SV Bad Düben gleich sein neues Trikot mit "seiner" Nummer 4. Foto: K. Phillipp

Bad Düben. Nun ist es gewiss: Jens Andrä wechselt von Zweitligisten GSVE Delitzsch zu seinem Jugendverein SV Bad Düben und wird ab der kommenden Saison das Sachsenliga-Team verstärken. Der 33-Jährige erlernte an der Mulde das Volleyball spielen, feierte gemeinsam mit René Hellwig, André Reichenbach und Frank Baumgarten von der heutigen „Ersten" große Erfolge in der Jugend (Teilnahme an Deutschen Meisterschaften sowie Sachsenmeistertitel) sowie mit Spezi Baumgarten im Sand (Sachsenmeister). Mit 19 Jahren lockte der Ruf der Volleyballgrößen Frank Pietzonka und André Quasdorf den sprunggewaltigen „Heide-Flummi" – so sein Stempel in der lokalen Tagespresse – zum damaligen Regionalliga-Aufsteiger vom Lober. Ein Jahr Regionalliga, zwölf Jahre 2. Bundesliga und ein einjähriger Abstecher ins Oberhaus mit Duellen gegen Georg Grozer & Co. haben sich mittlerweile in Andräs Vita angesammelt. „Für mich ist jetzt Schluss in der Bundesliga. Und ich habe immer gesagt, dass es für mich nur zwei Vereine gibt. Ein Wechsel in die Delitzscher Reserve stand dabei für mich nie zur Debatte", sagt der in Bad Düben lebende Familienvater.

Die Kurstadt-Schmetterer stecken bereits mitten in der Planung für die nächste Spielzeit. Nach der eher ernüchternden Premierensaison in der Regionalliga – Tabellenschlusslicht mit lediglich drei Siegen aus 18 Partien – wird ein Neuanfang in der Sachsenliga vonnöten sein. Neuanfang deswegen, da sich das Gesicht des Sachsenmeisters von 2015 deutlich verändern wird. Mit Kapitän Kanitz und Mittelblock-Kollege Thomas Haack sowie Außenangreifer Kevin Phillipp stehen gleich drei Stammkräfte dem Team nicht mehr zur Verfügung. Zudem ist der Verbleib bei drei weiteren Akteuren noch fraglich. „Die nächste Saison wird eine große Herausforderung für alle Beteilgten. Dabei wird uns Jens natürlich sehr helfen", weiß Trainer Wolfgang Müller. „Die Jugend wird in Zukunft stärker gefordert sein. Auch wenn wir das nicht ruckartig, sondern sukzessive umsetzen wollen."

Kanitz passt aufgrund des hohen Aufwands der letzten Jahre und einer noch unklaren beruflichen Zukunft. Der 29-Jährige ist seit zwölf Jahren im Verein und führte die erste Riege die letzten beiden Spielzeiten aufs Feld. Seit mehreren Jahren pendelt er für den Volleyball zwischen Studiumsort Dresden und der Kurstadt. Das hat nun vorerst ein Ende. Haack kam erst vor der Saison aus privaten Gründen wieder zurück in die Heimat und ließ sich sportlich bei seinem Jugendverein SV Bad Düben nieder. Auch beim 34-Jährigen kamen Aufwand und Spaß am (eigentlichen Freizeit-)Sport zurückblickend nicht überein. Phillipp, seit 17 Jahren Vereinsmitglied und von der Kreisklasse bis zur vierthöchsten Liga mit dabei, bleibt dem SVBD treu. Ihn zieht es jedoch in die Bezirksklasse-Reserve, wo er bereits als Trainer agiert. Seine Entscheidung stand bereits vor dem Regionalliga-Intermezzo fest, er bleibt dem Umfeld der Mannschaft allerdings erhalten und steht für die "alten Kameraden" im Notfall sicher Gewehr bei Fuß.

„Ergebnis-Reha nach Wochenende für die Tonne?“

Post by Phillipp

Leipzig/Delitzsch/Belgern. Vier Teams im Einsatz, sechs Spiele und am Ende kein einziger Zähler und eine (erneute) Sprunggelenks-Verletzung: Die jüngste Wochenend-Bilanz der Bad Dübener Volleyballteams kommt ziemlich ernüchternd daher. Schnell Mund abputzen, denn die nächsten Spiele stehen schon wieder vor der Haustür – unter anderem das letzte Regionalliga-Spiel auf unbestimmte Zeit.

L.E. Volleys II – SV Bad Düben         3:1 (-19, 17, 23, 17) 102 min.

SV Bad Düben – VSV Oelsnitz          Sa., 19.03., 19 Uhr, SH Bundespolizei

Gut 20 Minuten lang lief alles nach Plan. Vor ordentlicher Zuschauerkulisse (offiziell 120) und kräftigem Gäste-Fanblock (gut 40) spielten die Regionalliga-Schmetterer aus der Kurstadt munter auf beim Tabellennachbarn von der Leipziger Bundesliga-Reserve. Kämpferisch, blockstark und mit dem nötigen Glück in der Offensive konnte der erste Durchgang ungefährdet eingetütet werden. Danach erhöhte der LEV spürbar den Druck im Aufschlag, was besonders SV-Außenangreifer David Wächter leidvoll zu spüren bekam. Außer im dritten Abschnitt, der mit dem engstmöglichen Ergebnis endete, hatte die Müller-Bande dem Rascher-Team nicht viel entgegen zu setzen.

Die Partie gegen die L.E. Volleys II war ein Sinnbild der zähen Saison. Ein bis zwei Sätze dominierend oder auf Augenhöhe und am Ende doch verdient mit leeren Armen nach Hause geschickt. Nicht nur die Erfahrung fehlte so oft, sondern auch mehr und mehr das Selbstbewusstsein.

Am kommenden Samstag wird der Deckel auf die erste und auf unbestimmte Zeit auch einzige Regionalliga-Saison mit männlicher Bad Dübener Beteiligung gemacht. Der Vorhang schließt sich in der heimischen Sporthalle der Bundespolizei. 19 Uhr fliegt der erste Ball über das Netz. Zu Gast ist der Vizemeister des Vorjahres, der VSV Oelsnitz. Ein Team wird sich den zweiten Rückrundensieg holen, schließlich erleben auch die Vogtländer eine grauenvolle Rückrunde mit sechs Pleiten aus sieben Begegnungen. Das Hinspiel gewann das Team um den ehemaligen Bundesliga-Zuspieler Tim Neuber nach hartem Kampf mit 3:1 vor 230 Zuschauer im publikumsreichsten Gehäuse der Liga.

Mit dem treuen Bad Dübener Publikum im Rücken soll der dritte Heimsieg gefeiert werden. Man will sich schließlich ordentlich und sicher auch mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause verabschieden.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän André Kanitz, Björn Vanselow, Kevin Phillipp, Thomas Haack, Daniel Lange, David Wächter, Henry Ungelenk und André Reichenbach

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben II              3:0 (23, 19, 20) 72 min.

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II              Sa., 19.03., 14 Uhr, SH Grundschule Ost

L.E. Volleys V – SV Bad Düben II                     Sa., 19.03., 16 Uhr, SH Grundschule Ost

Gerade einmal zwei Minuten und vier Pünktchen waren gespielt, da erlebte die Auswärtspartie der Bezirksklasse-Herren bei der VSG Leipzig Nord bereits eine kleine Vorentscheidung. Die Gastgeber sind im Angriff, der Pass ist etwas zu dicht für Hauptangreifer Tobias Rebhan, dem nur noch ein Leger übrig bleibt. Beim Blockversuch landet Dübens Hauptangreifer auf Rebhans etwas zu weit auf die gegnerische Seite zeigenden Fuß. Der Ball segelt ins Aus, die Freude hielt sich in Grenzen, als sich Kempe mit schmerzverzerrtem Gesicht im VSG-Quadrat wälzt. „Jetzt bist du ein richtiger Volleyballer“, sagt Sirko Lange später zum 19-Jährigen nach dessen erster Sprunggelenksverletzung.

Das Spiel plätscherte dahin. Martin Köhler ersetzte den Verletzten. Beide Teams agierten auf Augenhöhe. Das bessere Ende hatten die Hausherren. In den Sätzen zwei und drei rückten Zuspieler Peter Lüddecke auf die Außenposition und Alexander Becker übernahm die Strippen im Zuspiel. Viele individuelle Fehler und eine instabile Annahme machten es der VSG leicht – Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt vertagt.

Hoffentlich nur um eine Woche. Denn bereits am Samstag steht ein doppeltes Auswärtsspiel an. In Delitzsch wird erst das Schiedsgericht gestellt, dann geht es gegen Gastgeber GSVE Delitzsch III, die sich durchaus noch Hoffnungen um den Aufstieg machen dürfen, und im Anschluss gegen das noch sieglose Schlusslicht der L.E. Volleys V. Neben Kempe wird auch Kapitän Constantin Schneider mit einer Rippenprellung ausfallen. Auch Außenangreifer Tim Bomsdorf wird trotz überstandenem Kapselriss im Finger fehlen – aus familiären Gründen. Ein Sieg ist Pflicht, will man es nicht noch einmal spannend werden lassen. Gespielt wird in der Grundschul-Sporthalle im Delitzscher Osten (Friedrich-Engels-Straße 47).

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Constantin Schneider, Peter Lüddecke, Felix Kempe, Stefan Tiesies, Stefan Deinert, Martin Zeidler, Lukas Händler, Martin Köhler, Alexander Becker, Sirko Lange

SV Bad Düben III – VfB Eilenburg                    1:2 (18, -23, -12)

SV Bad Düben III – SV Stahl Delitzsch            0:2 (-19, -11)

Mittlerweile steht fest: Die Kreisklasse-Buben aus der Kurstadt beenden die Saison auf Platz acht. Die beiden Chancen, mehr zu erreichen, haben die Jungs von Trainer Michael Bock am vergangenen Sonntag verpasst. Am VfB Eilenburg scheiterten sie denkbar knapp. Im Anschluss war gegen den SV Stahl Delitzsch wenig zu holen. Mit zwei Siegen hätte die dritte SVBD-Truppe noch einmal Tuchfühlung zum breiten Mittelfeld aufnehmen können.

Eine Möglichkeit, in Sachen Punktekosmetik noch etwas zu tun, besteht noch am 10. April gegen die LSG Löbnitz und den VfB Eilenburg II.

Für den SV Bad Düben III spielten: Tom Lehmann, Tobias Stadler, Vinzenz Rummel, Moritz Kempe, Pierre Renner, Lukas Ohrisch, Thomas Lutter und Robert Klepel

SV Bad Düben II – SG Arzberg/Blumberg     0:2 (-11, -11)

SV Bad Düben II – SV Roland Belgern            0:2 (-13, -14)

Diese beiden Aufgaben waren dann doch etwas zu hoch für die Kreisklasse-Mädels der zweiten Mannschaft. Mit der SG Arzberg/Blumberg und dem SV Roland Belgern standen sie zwei Top-Teams der Liga gegenüber. Ganz unzufrieden zeigte sich Sara Vogelweider, ein Drittel des Trainer-Teams, jedoch nicht: „Es sah teilweise gar nicht so schlecht aus. aber an der Annahme müssen wir noch ganz schön arbeiten.“

Ein Spieltag steht noch an – und das daheim in der Sporthalle der Bundespolizei am 10. April.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Vanessa Wutzke, Johanna Witzke, Luisa Beutelrock und Gina Prywerek

SV Einheit Borna II – SV Bad Düben               Sa., 19.03., 16 Uhr, Glück-Auf-Halle

Ein äußerst anspruchsvolles Programm haben die Bezirksklasse-Damen in den restlichen vier Spielen noch abzuspulen. Gleich drei Gegner finden sich unter den ersten fünf der Tabelle wieder. Den Anfang machen die starken Aufsteiger vom SV Einheit Borna am kommenden Samstag in deren Glück-Auf-Halle (Gerhart-Hauptmann-Straße 1). Die fügten vergangene Woche mal eben Ligaprimus TSG Markkleeberg 1903 die zweite Saisonniederlage zu und werden dadurch mit viel Selbstbewusstsein in ihren vorletzten Heimspieltag gehen.

Für die Windisch-Schützlinge ist rein rechnerisch noch der Sprung auf das Podest oder gar die Aufstiegszone machbar. Da müsste jedoch noch einiges passieren. Die Wahrscheinlichkeit ist recht gering. Das Hinspiel entschieden die Zwiebelstädterinnen mit 1:3 und sorgten somit für die einzige Bad Dübener Heimniederlage in dieser Spielzeit. Vielleicht kann man sich ja diesbezüglich irgendwie revanchieren... Gebt Gas, Mädels!

„Nichts mit Sonntags-Blues“

Post by Phillipp

Delitzsch/Engelsdorf. Zum Sonntag schaltet man für gewöhnlich ein paar Gänge zurück, lässt es ruhig angehen und freut sich, wenn man jogginghosentragend und mit der Fernbedienung im Anschlag nicht gestört wird. Was die Regionalliga-Männer und vor allem die Kreisklasse-Jungs dagegen am jüngsten siebten Tag boten, darf wohl getrost als Kontrastprogramm eingestuft werden. Die Buben der „Dritten" putzten sehr überraschend den Tabellenführer und die „Erste" lieferte sich ein rassiges Match mit (einem) alten Rivalen.

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch V          2:0 (17, 15)

SV Bad Düben III – SV Trossiner Biber        2:1 (-22, 18, 12)

Es ist vielleicht die größte Überraschung der bisherigen Saison aus Bad Dübener Sicht: Die Jungs der dritten Mannschaft haben in ihrem 13. Saisonspiel Spitzenreiter SV Trossiner Biber besiegt. Die Männer aus dem Heidedorf verloren bislang erst ein Spiel gegen die SG Pristäblich und mussten sich nun den Buben aus der Kurstadt beugen. Bereits der erste Satz, der noch knapp zu Biber-Gunsten ausging, zeigte, dass da etwas Besonderes in der Luft lag. Der zweite Durchgang ging dann klar an den SVBD und im Tiebreak behielten Kapitän Daniil Gorr und Co. die besseren Nerven. Im ersten Spiel des Tages hatte die Truppe von Trainer Michael Bock keinerlei Probleme mit der fünften Vertretung des GSVE Delitzsch.

Mit diesen vier Punkten nehmen die Muldestädter so langsam wieder Tuchfühlung mit dem Mittelfeld auf, verbleiben jedoch vorerst auf Rang acht. Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag (13.03.) gegen den VfB Eilenburg und den SV Stahl Delitzsch.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitän Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Marius Weber, Thomas Lutter, Lukas Ohrisch, Valentin Kruse, Tobias Stadler, Moritz Kempe, Wilko Griebsch und Tom Lehmann

SV Reudnitz – SV Bad Düben             3:1 (-17, 25, 16, 23) 95 min.

Mit gemischten Gefühlen reisten die Regionalliga-Schützlinge am Sonntagnachmittag in die Gymnasiums-Sporthalle Engelsdorf. Zum einen sagten mit Libero Henry Ungelenk, den Außenangreifern René Bischoff, André Reichenbach und Sascha Baumgart sowie Mittelblocker René Hellwig gleich fünf Spieler arbeits- oder krankheitsbeingt ab. Mittelblocker Constantin Schneider, Kapitän des Bezirksklasse-Teams, wurde daher nominiert. Die vakante Position des Liberos übernahm der eigentliche Zuspieler Björn Vanselow, sodass sich das Team am Ende selbst aufstellte. Schneider war die einzige Wechseloption. Zum anderen hatten die Gastgeber vom Vorabend bereits fünf Sätze und eine lange Auswärtsfahrt nach Oelsnitz in den Knochen. Das machte Hoffnung, dass der SVR – mit voller Kapelle angetreten – vielleicht nicht mehr so frisch sei.

Und genau diese Hoffnung bestätigte sich im ersten Durchgang. Daßlers und Co. standen völlig neben den Schuhen, Libero Stefan Schübel hatte große Probleme in der Annahme und Hauptangreifer Thomas Ahne musste noch an der Feinjustierung arbeiten. Bei den Gästen aus der Heide klappte indes alles. Die Block stand und die Feldabwehr arbeitete sehr solide. In Windeseile konnte Satz eins eingetütet werden.

Die Grün-Weiß-Schwarzen waren nun angestachelt und kamen hoch motiviert – angeführt vom starken Altmeister Jan-Türk Daßler – zurück auf die Platte. Es entwickelte sich ein hart umkämpftes und äußerst spannendes Spiel auf Augenhöhe, das alles zu bieten hatte. Der Ur-Dübener Reudnitz-Coach Steffen Fichtner merkte, dass mehr Erfahrung dem Spiel seiner Mannen gut tun würde. Armin Berger kam für Thomas Arndt im Zuspiel und Jan Brodmann ersetzte Steve Meyer auf der Mittelblock-Position. In der dramatischen Schlussphase versagten SVBD-Mittelblocker Thomas Haack erst die Nerven von der Grundlinie. Im Gegenzug traf Ahne seinen Sprungaufschlag direkt auf die Linie zum 27:25 – 1:1.

Die Moral im Dübener Lager erreichte nun ein kleines Tal. Reudnitz obenauf und selbstbewusst, die Kurstädter einfalls- und glücklos. Anfang des dritten Abschnitts knickte zudem Außenangreifer Kevin Phillipp bei einem „Ausweichmanöver" um, musste einen Punkt später von der Platte. Schneider übernahm kurze Zeit Phillipps Part, bis eine Schiene für die nötige Stabilisation sorgte und es weiter ging. Der Satz war weg, jedoch bis zum letzten Punkt heiß umkämpft.

Auch im vierten Satz bestimmten die Hausherren das Geschehen. Bis zum 16:10 waren „Fichtes Männer" tonangebend. Dann blockte und ballerte sich das Tabellenschlusslicht zurück in die Partie, um pünktlich zur Crunshtime in Reichweite zu sein. Nach einem vergebenen Angriff war es wie so oft an diesem Tag Daßler senior, der dem heißen Treiben – immerhin verteilte Schiedsrichter Stephan Matos Camacho je einen gelben Karton auf beide Seiten – ein Ende setzte und anschließend brüllend auf die anderen Seite des Netzes rannte. Kein Anzeichen von Altersmilde und das ist auch irgendwie gut so...

In der Regionalliga sind mittlerweile allen Messen gelesen. Neben den Bad Dübenern werden auch die L.E. Volleys II den Gang in die Sachsenliga antreten. Das brachte der Reudnitzer Doppelerfolg vom Wochenende mit sich. Zudem gratulieren wir der TSG Markkleeberg 1903 zum verdienten Meistertitel. Die Rand-Leipziger stutzen dem direkten Konkurrenten vom 1. VSV Jena 90 in dessen Käfig mit drei kräftigen Hieben die Flügel und thronen nun uneinholbar an der Spitze. Dazwischen kann sich am letzten Spieltag noch einiges tun, aber das ist ja irgendwie auch wurscht! Für die beiden Kellerkinder stehen indes noch zwei Partien an, da das direkte Duell auf kommenden Samstag (12.03., 20 Uhr, Leplayhalle Leipzig) verschoben werden musste. Das letzte Regionalliga-Halali mit Dübener Beteiligung findet am 19. März – Anpfiff ist dieses Mal 19 Uhr – in der Sporthalle der Bundespolizei gegen den Vorjahres-Vize-Meister VSV Oelsnitz statt.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän André Kanitz, Frank Baumgarten, Kevin Phillipp, Thomas Haack, Daniel Lange, David Wächter, Björn Vanselow und Constantin Schneider

„Masseneinsatz am hohen Netz“

Post by Phillipp

Leipzig/Delitzsch/Belgern. Die (Hallen-)Saison biegt so langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Am kommenden Wochenende sind bis auf die Bezirksklasse-Damen alle Volleyball-Teams des SV Bad Düben im Einsatz. Die Regionalliga-Männer geben ihr letztes Gastspiel und hoffen dabei auf zahlreich mitreisende Fans in den Leipziger Volleyballtempel. Die Bezirksklasse-Männer bekommen es in der Messestadt mit dem Tabellennachbarn zu tun und die beiden Kreisklasse-Teams sind am Sonntag aktiv.

L.E. Volleys II – SV Bad Düben                  Sa., 12.03., 20 Uhr, Leplayhalle

Zwei Ziele haben sich die bereits als Absteiger feststehenden Schützlinge von Trainer Wolfgang Müller für die letzte beiden Spiele in der Regionalliga Ost gesteckt: Zum einen soll die Punkteanzahl unbedingt noch in den zweistelligen Bereich vorstoßen. Derzeit stehen lediglich acht kümmerliche Krümel auf dem Konto. Zum anderen besteht im Match mit der Leipziger Bundesliga-Reserve noch die Möglichkeit, ein Regio-Team zweimal in einer Saison zu besiegen. Schließlich fuhr die Müller-Bande im Hinspiel ihren ersten Heimsieg der Saison ein (3:2).

Die L.E. Volleys II stehen seit vergangener Woche als Absteiger fest. Coach und Ex-Bundesligaspieler Christoph Rascher schaute sich den Reudnitzer Sieg gegen Bad Düben live in Engelsdorf an, drückte dabei dem SVBD die Daumen. Nach diesem heiß umkämpften Match verließ Rascher die Halle sicherlich nicht allzu zufrieden. Die Jungs von der Pleiße wurden 2014 Sachsenmeister und rettenden sich letztes Jahr als Achter. In dieser Spielzeit reichten die bisherigen fünf Siege nicht.

Die Partie wird 20 Uhr von Staffelleiterin Carolin Zinßmann höchstpersönlich sowie Maren Riester, beide aus Dresden, angepfiffen und ist ein Nachholespiel vom vergangenen Samstag. Austragungsort ist das zweite Obergeschoss der altehrwürdigen Leplayhalle (Leplaystraße 11). Die Mannschaft hofft zur letzten und gleichzeitig kilometertechnisch kürzesten Auswärtsreise einige Schlachtenbummler aus der Heide oder Düben-sympathisierende Leipziger in der Halle begrüßen zu können.

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben II                  Sa., 12.03., 15 Uhr, SH Paul-Robeson-Schule

Ebenfalls in Leipzig müssen die jungen Männer der Reserve ran. Dort gibt es noch eine Rechnung zu begleichen. Schließlich endete das zu keinem Zeitpunkt spannende Hinspiel mit 0:3 zugunsten der Herren der VSG Leipzig Nord (15 Punkte), die aktuell direkt vor den Bad Dübenern (11 Pkt.) auf Rang vier liegen. Bei diesem Revanche-Unternehmen wird die Angriffswucht von Außenangreifer Tim Bomsdorf fehlen. Der 20-Jährige riss sich beim Heimspieltag vor zwei Wochen die Kapsel am kleinen Finger des Schlagarms und wird daher wohl in das Libero-Trikot schlüpfen.

Wichtig wird sein, den Respekt vor Tobias Rebhans Sprung- und Angriffsgewalt abzulegen. Der Neuzugang bestimmt neuerdings das Spielgeschehen der Orange-Schwarzen und schüchterte die unerfahrenen Heide-Buben im November sichtlich ein. Da gilt es, dagegen zu halten. Das man mit jedem Gegner mithalten kann, haben die Männer von Trainer Kevin Phillipp in dieser Saison schließlich schon zur Genüge gezeigt.

Die Partie beginnt unüblicherweise erst 15 Uhr, da im Vorfeld die VSG-Damen ihren Heimspieltag gegen den TSV Leipzig 76 III und den SV Reudnitz II ebenso in der halbrunden, DDR-typischen Sporthalle der Paul-Robeson-Schule (Jungmannstraße 5) austragen.

SV Bad Düben II – SG Arzberg/Blumberg            So., 13.03., 9 Uhr, Stadthalle Belgern

SV Bad Düben II – SV Roland Belgern                  So., 13.03., 10 Uhr, Stadthalle Belgern

Die Kreisklasse-Mädchen treffen am Sonntagvormittag auf ihrem Weg zum ersten Satzgewinn im Punktspielgeschäft auf zwei Spitzenteams. Die Spielgemeinschaft aus Arzberg und Blumberg ist ebenso Liganeuling, stellte zu Beginn des Spieljahres jedoch alles auf den Kopf. Mittlerweile verloren sie aber auch schon vier Partien und finden sich auf Rang vier wieder.

Der SV Roland Belgern ist nicht nur amtierender Kreispokalsieger, sondern aktuell als Tabellenzweiter auch wieder gut im Geschäft. Zudem haben die Rolandstädterinnen Heimrecht. Der Spieltag wird nämlich in der Belgerner Stadthalle (Mühlberger Straße) ausgetragen. Die erste Begegnung der Muldestädterinnen vom Trainerinnen-Trio Sara Vogelweider/Claudia Gärtner/Julia Tröbs gegen die SGAB beginnt bereits 9 Uhr.

SV Bad Düben III – VfB Eilenburg                   So., 13.03., 9 Uhr, SH Grundschule Ost

SV Bad Düben III – SV Stahl Delitzsch           So., 13.03., 10 Uhr, SH Grundschule Ost

Eine Woche nach ihrem Überraschungserfolg gegen Tabellenführer SV Trossiner Biber (2:1) geht es bereits weiter für die Kreisklasse-Jungs von Trainer Michael Bock – also einfach den positiven Schwung mitnehmen. Zumal mit zwei weiteren Siegen endgültig zum Mittelfeld aufgeschlossen werden kann. Bad Düben hat aktuell 10 Punkte und liegt hinter dem ersten Gegner des Tages, dem VfB Eilenburg (14 Punkte), auf Platz acht. Der zweite Tageskontrahent, der SV Stahl Delitzsch ist punktgleich mit den Eilenburgern auf Rang fünf. Bei einem Doppelerfolg schließen Kapitän Daniil Gorr und Co. also sicher zu einem der beiden Gegner auf.

Los geht es wie gewohnt ab 9 Uhr in der sporthalle der Delitzscher Grundschule Ost (Friedrich-Engels-Straße 47).

„Im grünen Bereich“

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Bad Düben. Drei Mannschaften, drei Heimspieltage, drei Siege. Die Bilanz und vor allem die gezeigten Leistungen konnten sich am vergangenen Wochenende durchaus sehen lassen. Die Bezirksklasse-Damen lösten ihre Pflichtaufgaben verlustpunktfrei, das zweite Männerteam schnappte sich einen immens wichtigen Dreier und die Kreisklasse-Mädels brachten gleich zwei Teams ins Schwitzen. Die beiden Partien der Kreisklasse-Jungs wurde entgegen der Ankündigung kurzfristig verschoben.

SV Bad Düben II – SV Reudnitz III             3:1 (16, 10, -21, 25) 92 min.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis           1:3 (-19, 20, -20, -20) 87 min.

Zum letzten und gleichzeitig wichtigsten Heimspieltag der Saison empfang die Regionalliga-Reserve mit dem SV Reudnitz III einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Nichtabstiegsplätze. Die von der Spielanlage und der technischen Möglichkeiten klar favorisierten Kurstädter zwangen ihrem Gegner aus dem Leipziger Bierstadtteil anfangs unerbittlich ihr Spiel auf. Druckvoll über die Außenpositionen und zupackend in der Mitte ließen sie in den ersten beiden Durchgängen überhaupt nichts anbrennen. Beim Stand von 17:9 im zweiten Satz konnte das Team mit den Wechseln Alexander Becker für Peter Lüddecke sowie Keulenwurf-Vizeweltmeister Lukas Händler für Constantin Schneider sogar noch um 24 Jahre verjüngt werden. Es war kein Abriss zu spüren, Reudnitz schaffte gerade noch so die Zweistelligkeit.

Jedoch folgte anschließend ein nicht zu erklärender Einbruch. Die Annahme begann beträchtlich zu wackeln und der Block zeigte sich viel zu nachlässig. Der SVR nutzte die Gunst der Stunde, schnappte sich Abschnitt drei und witterte Morgenluft am Nachmittag. Auch im vierten Satz liefen die Gastgeber den Gästen stetig hinterher. Bad Düben kämpfte sich immer wieder gut heran, um die Herren von der Pleiße postwendend wieder ziehen zu lassen. Das Ganze spitzte sich beim Stand von 20:23 zu – Crunchtime! Damit hatten die Muldestädter aus der Vorwoche bekanntlich gute Erfahrungen gemacht. Reudnitz nutzte seine freien Chance zum Satzausgleich nicht und Bad Düben schlug eiskalt zu, verwandelte den zweiten Matchball zum 27:25. Das berühmt-berüchtigte Sechs-Punkte-Spiel war damit gewonnen. Der Erfolg wurde jedoch teuer bezahlt. Außenangreifer Tim Bomsdorf zog sich bei einem Blockversuch im ersten Satz einen Kapselriss im kleinen Finger der Schlaghand zu, ließ sich im Anschluss tapen und spielte unter Schmerzen die Partie zu Ende durch. Nach dem Spiel wurde der notdürftige Verband abgenommen und Bomsdorf aufgrund der Optik (seines Fingers) in die Notaufnahme verbracht. Zur Erinnerung: In der Vorsaison zog er sich eine ähnliche Verletzung an der anderen Hand zu, als er sich das Gelenk des kleinen Fingers beim Blocken zertrümmerte. Schnelle Genesung, Bommel!

Das zweite Match sollte als Zugabe dienen. Wie berichtet, bat Tabellenführer Brandis aufgrund von großer Personalnot um Verschiebung, die jedoch nicht zustande kam. Der SV Stahl rückte letztendlich doch mit (fast) voller Kapelle an. Die wichtigsten Spieler waren an Bord, eine Schwächung war nicht zu vernehmen. Zuspieler Becker sollte endlich mehr Spielanteile bekommen und Sirko Lange rückte für Bomsdorf auf Außen. Der Sechser aus der Heide hielt über die komplette Spieldauer gut mit. Brandis war gegen müder werdende Dübener am Ende jedoch druckvoller im Angriff und griffiger in der Verteidigung.

Die SVBD-Reserve hat nun bei noch vier zu absolvierenden Spielen vier Zähler Vorsprung auf Reudnitz. Zweimal geht es darüber hinaus noch zum Schlusslicht L.E. Volleys V, wo auch der eine oder andere Punkt rausspringen sollte. So langsam darf man im Dübener Lager halbwegs zufrieden mit der Saison sein. Den großen Umbruch und das angestiegene Niveau für einen Großteil des Teams merkt man schließlich schon.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Constantin Schneider, Peter Lüddecke, Felix Kempe, Stefan Deinert, Tim Bomsdorf, Stefan Tiesies, Alexander Becker, Sirko Lange, Lukas Händler, Martin Köhler

SV Bad Düben – ESV Delitzsch                      3:0 (20, 14, 18) 60 min.

SV Bad Düben – SV Reudnitz IV (SSR)        3:1 (23, -23, 9, 24) 100 min.

Wichtige sechs Punkte sicherten sich parallel die jungen Damen um Trainerin Susanne Windisch. Damit beißen sie sich endgültig in der vierköpfigen Spitzengruppe fest. Der ESV Delitzsch hatte bei seinem einstündigen Feldaufenhalt in Bad Düben nichts zu melden. In Windeseile konnten Kapitänin Sara Vogelweider und Co. das Hinspielergebnis bestätigen. Im Anschluss mussten die Talente des SV Reudnitz dran glauben. In einem, bis auf den dritten Durchgang, äußerst engen Match behielten die erfahrenen Gastgeberinnen die besseren Nerven. Auch hier mussten die heimischen Schmetterer einen Wermutstropfen schlucken. Bei einem Blockversuch knickte Julia Tröbs am Sprunggelenk um und gesellte sich anschließend in der Notaufnahme zu Kollege Bomsdorf aus der Männer-Reserve. Gebrochen ist nichts, die Bänder scheinen aber durch zu sein. Gute Besserung, Julia!

Mit den sechs Zählern überholt der SVBD Aufsteiger SV Einheit Borna II (zehn Spiele, 25 Punkte), der allerdings nicht nur spielfrei, sondern ohnehin nun bereits vier Spiele Rückstand hat. Heimlich, still und leise hat sich von hinten der zweite Aufsteiger, der SV Liebertwolkwitz, angepirscht. Der SVL stürzte als erstes Team in dieser Saison Ligaprimus TSG Markkleeberg 1903 III (15:11 im Tiebreak) und schloss damit zu Borna auf. Bad Düben hat nun 30 Punkte aus 14 Partien gesammelt, davor steht Schildau II mit 33 Zählern aus 13 Partien und Markkleeberg bleibt unangefochten Erster mit 39 Körnern aus 14 Begegnungen. Es stehen ohnehin noch harte Spiele an für die Windisch-Mädels. Am 19. März geht es nach Borna, anshcließend (09.04.) nach Liebertwolkwitz und zum Saisonabschluss am 30. April werden der GSVE Delitzsch II und der TSV 1862 Schildau II erwartet.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sandra Grundmann, Barbara Geißler, Carmen Drefs, Maria Krafczyk, Luise Wottke, Caroline Monien, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz            0:2

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz    0:2

Wacker geschlagen und doch wieder mit leeren Händen den diesmal sehr kurzen Heimweg angetreten. Die Kreisklasse-Mädels brachten sowohl die LSG Löbnitz als auch Liganeuling FSV 02 Thallwitz phasenweise ganz schön ins Schwitzen. Die größere Routine gab am Ende des Tages jedoch noch den Ausschlag zu gegnerischen Gunsten. Dennoch ist eine tolle Entwicklung zu sehen. Wenn das so weitergeht, ist der erste Satzerfolg sicher nicht mehr weit.

Möglicherweise könnte da aber die Sommerpause zu früh kommen. Schließlich stehen am 13. März und 10. April lediglich noch zwei Doppelspieltage an. Und die Gegner von der SG Arzberg/Blumberg (3.), vom SV Roland Belgern (2.), vom FSV Eilenburg (4.) und von der SG Pristäblich (9.) gehen jeweils als Favoriten ins Rennen. Trotzdem: Mädels, macht weiter so!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Vanessa Wutzke, Gina Prywerek, Helena Hofmann, Johanna Witzke