„Kreisklasse-Spitzenreiter und ein Hallo-Wach-Erlebnis“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch/Aue. Acht Spiele standen am vergangenen Wochenende auf dem Programm. Lediglich dreimal konnten die Bad Dübener Volleyballer jubeln. Jedoch gingen die Kurstädter in den restlichen Partien auch als Außenseiter aufs Feld. Hervorzuheben ist neben dem Doppelerfolg der dritten Damenmannschaft, der zu Platz eins führte, auch der deutliche Auswärtssieg der Sachsenliga-Männer im Erzgebirge.

SV Bad Düben II – LSG Löbnitz                          0:2 (-20, -14)

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz                 0:2 (-16, -18)

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch III               0:2 (-16, -18)

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Auch wenn am Ende wieder nichts Zählbares herausgekommen ist, sind zumindest bei den kleinen Zahlen leichte Fortschritte zu erkennen. Im Nachholspiel gegen Löbnitz gestalteten die jungen Dübenerinnen zumindest den ersten Satz offen, am Ende setzte sich jedoch die größere Erfahrung durch. Ein drittes Wiedersehen folgt hier im Kreispokal-Viertelfinale. Sowohl gegen Thallwitz als auch gegen Delitzsch hamsterten Kapitänin Laura Rösiger und Co. im Hinspiel noch jeweils 30 Zähler auf dem eigenen Konto. Dieses Mal sprangen immerhin je 34 heraus. Zu einem Satzerfolg reichte es in den drei Partien vom Wochenende allerdings nicht.

Der Abstand auf den vorletzten Rang beträgt weiterhin nur vier Pünktchen. Die SG Pristäblich ist also noch in Sichtweise. Jetzt steht allerdings erst einmal eine längere Pause an. Am 2. April geht es für das Team von Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht/Julia Tröbs in Torgau weiter gegen Eilenburg und Belgern.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Katja Vogelweider, Helena Hofmann, Vanessa Wutzke, Anna Vogelweider, Gina Prywerek, Michelle Goitzsch und Johanna Witzke

SV Bad Düben III – SG Pristäblich                     2:0 (13, 11)

SV Bad Düben III – FSV Eilenburg                     2:0 (8, 11)

Die Damen der dritten Mannschaft haben es erneut vollbracht: Sie haben in ihrer Comeback-Saison abermals die Spitze der Kreisklasse erklommen. Mit zwei überaus deutlichen 2:0-Erfolgen über die SG Pristäblich und den FSV Eilenburg zogen die Heidestädterinnen um Kapitänin Andrea Schulz am spielfreien Tabellenführer Arzberg/Blumberg vorbei und führt die Liga mit vier Punkten Vorsprung an. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Titelverteidiger in dieser Saison ganze vier Begegnungen weniger in den Knochen und auch Thallwitz als Dritter und Delitzsch III (allesamt 16 Punkt) zwei Matches weniger absolviert haben.

Durch die deutlichen Siege bleibt der Meisterschaftskampf zumindest äußerst spannend und die Kurstädterinnen ein heißer Kandidat um die Medaillenplätze. Auch der neue Spitzenreiter nimmt sich ein kleines Päuschen, ehe es am 12. März in Eilenburg gegen Arzberg/Blumberg und Verfolger SSV Torgau um die Wurst geht.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Katja Andrä, Marion Lange, Daniela Sieg, Annett Stänicke und Jana Schlaak

SV Stahl Delitzsch – SV Bad Düben III              2:0 (11, 18)

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III                         2:0 (26, 23)

Durch zwei bittere Niederlagen haben die Jungs der dritten Mannschaft endgültig den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verloren. Ganze zehn Punkte liegen jetzt zwischen dem Vierten der Trossiner Biber und dem Bock-Team auf Rang fünf. Eine starke Leistung gegen die LSG Löbnitz, die erst eine Pleite einstecken musste und nun punktgleich mit der Spitze auf Platz drei liegt, konnten Lukas Ohrisch und Co. nicht krönen. Mit dem engstmöglichen Ergebnis zogen die Kurstadt-Buben den Kürzeren.

Wenigstens den fünften Platz zu verteidigen und damit sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Stufe zu steigern, ist nun das Ziel. Nächste Gelegenheit, dies zu untermauern, besteht am 12. März, wenn es gegen das noch sieglose Schlusslicht LSG Löbnitz II und die Biber aus Trossin geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Lukas Ohrisch, Tom Lehmann, Florian Reise, Tobias Stadler und Franz Burkhardt

SV Schneeberg – SV Bad Düben                       0:3 (-15, -22, -15) 62 min.

„Wir wurden einfach zerstört“, wird Schneebergs Kapitän Jan Riedel in der Freien Presse zitiert. Derartige Worte würde man sich im Nachhinein von nordsächsischer Seite nicht anmaßen, grundsätzlich kommt dieser Eindruck jedoch hin. Mit einer der besten, weil konstantesten Saisonleistungen fegte der Heide-Express am späten Sonntagnachmittag über den SVS hinweg. Nach dem desaströsen letzten Auftritt vor heimischem Publikum und aufgrund der immer noch stark angespannten Personaldecke konnte man sich sorgen. Außenangreifer André Reichenbach weilt im Urlaub, Sascha Baumgart hat die Grippe niedergerafft, Mittelblocker Constantin Schneider steckt in seinen Büchern und René Hellwig musste aus familiären Gründen passen. Zudem signalisierte David Wächter beim Einschlagen, dass es nicht geht – das Knie schmerzte. Der Aufstellungszettel war abgegeben. Der erste Wechsel folgte also beim Stand von 0:0, Diagonalangreifer Florian Schreiber musste in der Außenannahme ran.

Der Neuzugang machte ein nahezu fehlerfreies Spiel, wühlte zudem vorbildlich in der Feldabwehr. Mit ihm zeigten sich alle von ihrer besten Seite. Der wieder genesene Zuspieler Frank Baumgarten spielte der Schneeberger Verteidigung Knoten in die Beine, Hauptangreifer Jens Andrä kanonierte teils spektakulär aus allen Lagen und Daniel Lange strahlte eine schon fast unverschämte Sicherheit aus. Die beiden Mittelblocker Felix Kempe und Kapitän Thomas Haack verwunderten mit starkem Aufschlagspiel und setzten am Netz immer wieder gefährliche Nadelstiche in Block und Angriff. Und Wächter? Der stellte sich in den Dienst des Teams, machte auf der Bank gemeinsam mit Spontan-Co-Trainer Kevin Phillipp hölzerne Stimmung.

Der Erzgebirgler hatten bereits fünf kräftezehrende Sätze gegen Krostitz in den Knochen, wurden dennoch nicht sanft behandelt. Die Männer aus der Heide hatten Spaß, kämpften füreinander und zeigten so nicht nur ein ganz anderes Gesicht als noch vor drei Wochen, sondern vor allem eine tolle Reaktion. Mit nunmehr 21 Punkten hat die Müllerbande wieder sieben Punkte zwischen sich und der Abstiegszone gebracht, bei einem Spiel weniger. Ein Sieg sollte trotzdem noch her, um sich der eventuellen Sorgen wohl vollends zu entledigen. Am Sonntag geht es in die Leipziger Leplayhalle, wenn es ab 14 Uhr gegen die Nachwuchstalente der L.E. Volleys III (SSR) geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Florian Schreiber, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä und Henry Ungelenk

„Blackout zum falschen Zeitpunkt“

Post by Phillipp

SV Bad Düben – SV Sachsen Delitzsch 1994              0:3 (-22, -18, -21) 72 min.

SV Bad Düben – SV Liebertwolkwitz                          2:3 (-22, 22, 18, -15, -6) 106 min.

Bad Düben. Mit einem Heimspieltag, der schlechter kaum hätte laufen können, verpassen die Bad Dübener Bezirksklasse-Volleyballerinnen den Anschluss an das Spitzenduo aus Delitzsch und Groitzsch-Lucka. Gegen den bisherigen Tabellenführer verzweifelten die Spielerinnen von Trainerin Susanne Windisch an der exzellenten Feldabwehr der erfahrenen Damen um Zuspielerin Michaela Pöhnitzsch, gegen den fünftplatzierten SV Liebertwolkwitz war selbst nach der scheinbar sicheren 2:1-Führung die Luft komplett raus.

Der Spieltag begann äußerst vielversprechend. Druckvolle Aufschläge stellten die Loberstädterinnen vor arge Probleme. Zudem konnte Hauptangreiferin Wenke Schelz zunächst gut in Schach gehalten werden. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich der in orange spielende SV Sachsen jedoch blendend auf die Bad Dübener Offensivvarianten ein. Alternative Lücken im Feld fanden Kapitänin Sara Vogelweider und Co. nicht. Fehlverhalten im eigenen Stellungsspiel wurden knallhart mit einfachen Punkten bestraft, die Gastgeberinnen fanden schlicht kein Mittel.

Gegen Liebertwolkwitz wirkte das Dübener Spiel immer lethargischer, lust- und kampflos. Der SVL dagegen ackerte bravourös gegen den Favoriten, biss sich stark ins Spiel. Im Tiebreak war über die Stationen 0:5, 1:8 und 2:10 der Saft alle, die Köpfe unten, die Moral längst gebrochen.

Solche Tage gibt es nun einmal. Der Zeitpunkt war ungünstig, aber so ist das manchmal im Sport. Schnell einen Haken dran und die Festplatte formatieren. Die ersten beiden Plätze scheinen nun vergeben. Der SV Sachsen (29 Punkte aus 11 Spielen) und der GLVC (30 Pkt., 11 Sp.) knobeln wohl lediglich noch den Meister unter sich aus. Dahinter klafft eine Lücke. Bad Düben (23 Pkt., 11 Sp.) und Engelsdorf III (21 Pkt., 11 Sp.) streiten sich noch um den Bronzerang. Nun bespielen die Windisch-Schützlinge nacheinander die letzten vier Teams der Liga – Auftakt am 12. Februar bei Schlusslicht Grimma – bevor es am letzten Spieltag (22.04.) zum GLVC geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julia Tröbs, Luise Wottke, Caroline Monien, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler und Carmen Drefs

„Perfekter Start ins neue Jahr“

Post by Phillipp

Leipzig/Bad Düben. Besser hätte das erste Wochenende des neuen Jahres für die Bad Dübener Volleyballer nicht laufen können. In vier Begegnungen holten die drei Teams im Einsatz alle zehn möglichen Punkte. Die Bezirksklasse-Damen besiegten Absteiger Engelsdorf im Spitzenspiel, die Bezirksklasse-Männer erkämpften sich stark ersatzgeschwächt einen Vier-Satz-Erfolg und die erfahrenen Kreisklasse-Damen bugsierten sich mit zwei Siegen an die Tabellenspitze.

SV Lok Engelsdorf III – SV Bad Düben            1:3 (22, -23, -16, -15) 89 min.

Sie haben Nerven bewiesen und das trotz Personalmangel – Respekt! Im Spitzenspiel bzw. Verfolgerduell der 2. Bezirksklasse gewannen die Spielerinnen von Trainerin Susanne Windisch mit 3:1 beim SV Lok Engelsdorf III und halten somit vor dem Tabellenführer-Gastspiel am 28. Januar Kontakt zur Spitze. Die Auswärtsweste blieb damit auch im fünften Spiel weiß. Czermaks Garten wurde in dieser Saison bereits zum zweiten Mal erfolgreich vom SVBD eingenommen.

Die Damen von der Mulde mussten mit Mittelblockerin Julia Tröbs, Diagonalangreiferin Sandra Grundmann und Libera Carmen Drefs gleich auf drei Spielerinnen verzichten. Mittelblockerin Maria Krafczyk war zudem gesundheitlich angeschlagen, wodurch Hauptangreiferin Sophia Schaffernicht von der Außenposition in die Mitte wechselte. Nach dem knappen ersten Satzverlust, in der sich das neue Gefüge noch finden musste, galt es, Moral zu beweisen. Knackpunkt war sicherlich der knapp gewonnene zweite Durchgang, der die Gastgeberinnen verzweifeln ließ. Überraschende Hinterfeld-Angriffe und eine zuverlässige Juliane Heßler stellten die Weichen für den deutlichen Spielgewinn.

Wie erwähnt, bleiben die Kurstädterinnen oben dran. Der SV Sachsen Delitzsch 1994 (10 Spiele, 26 Punkte) holte sich mit einem heimischen Doppelerfolg die Tabellenführung zurück, überholte den Groitzsch-Luckaer VC 2014 (9 Sp., 24 Pkt.). Dahinter lauern die Heidestädterinnen mit 22 Zählern aus neun Partien. Weiter geht es am kommenden Samstag im Pokal-Viertelfinale gegen Bezirksligist VSG Leipzig Nord – quasi die Kür nach dem gelungenen Jahresauftakt. Am 28. Januar kommen dann der SV Sachsen und der SV Liebertwolkwitz in die Kurstadt.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Juliane Heßler, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Luise Wottke, Barbara Geißler und Maria Krafczyk

SV Reudnitz III – SV Bad Düben II   1:3 (-23, -24, 23, -16) 100 min.

Welch Flexibilität in dieser jungen Mannschaft steckt, ist verblüffend. Die Vorwoche machte Spielertrainer Kevin Phillipp zu schaffen. Mit Kapitän und Mittelblocker Stefan Tiesies sowie den Außenangreifern Martin Hönemann (beide im Urlaub) und Martin Zeidler (familiäre Feierlichkeiten) brachen gleich drei Spieler weg. Zudem kämpfte Hauptangreifer Tim Bomsdorf mit einem hartnäckigen Virus, der ihn am Samstagmorgen zur Absage zwang. Darüber hinaus rumorte am freitäglichen Abschlusstraining die Schlagschulter des Coaches. Gut, wenn man einen Physiotherapeuten im Team sowie Nachwuchstalente im Verein hat, die Gewehr bei Fuß stehen. So nahm sich Lukas Händler Phillipps Schulter vor und Vinzenz Rummel sowie Daniil Gorr aus dem Kreisklasse-Team schnürten die Sport-Sandalen. Außerdem wurde Abruf-Ass Sirko Lange reaktiviert.

Mit ungewöhnlichem Sechser ging es in die Partie. Die Gäste bestimmten das Geschehen, durch Abstimmungsprobleme blieb die Szenerie jedoch spannend. Das Spiel glich der letzten Partie bei der VSG Leipzig Nord in erschreckender Manier. Beide ersten Sätze wurden am Ende entschlossen zugebunden. Im dritten Abschnitt kämpften sich die Nordsachsen aus einem großen Rückstand zurück, verfehlten dann aber die schnelle Entscheidung. Am Ende wirkte die Schulterbehandlung bei Phillipp, der aus allen Lagen punktete, Rummel machte ein starkes Spiel in der Mitte und die beeindruckende Arbeit in der Feldabwehr zahlte sich aus. Der Wille der Reudnitzer war gebrochen, der vierte Auswärtssieg im vierten Spiel unterm halbrunden Hallendach eingetütet. Ein weiterer Erfolg gesellte sich beim Duschen hinzu, als man nach minutenlangem Justieren an den Heizrohren eine duschbare Temperatur fand.

Der SV Lok Engelsdorf, nächster Gegner am 11. Februar und Hauptkonkurrent auf Platz zwei, hatte spielfrei, wodurch sich die Phillipp-Bande auf Rang zwei hinter Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch 1994 schob. Gegen diesen ewigen Rivalen aus der Schokoladenstadt geht es aber bereits am kommenden Samstag im Bezirkspokal-Viertelfinale, wenn auch Bezirksligist SV Stahl Brandis in die Bad Dübener Bundespolizei-Sporthalle kommt.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Alexander Becker, Vinzenz Rummel, Stefan Dieter Deinert, Sirko Lange, Lukas Händler, Pierre Renner und Daniil Gorr

FSV 02 Thallwitz – SV Bad Düben III              0:2 (-20, -21)

SV Bad Düben III – SG Pristäblich                   2:0 (27, 15)

Das i-Tüpfelchen des Wochenendes setzten die Damen der dritten Mannschaft am Sonntagvormittag. Mit zwei verlustsatzfreien Siegen in heimischer Sporthalle der Oberschule gegen den bisherigen Spitzenreiter FSV 02 Thallwitz und die SG Pristäblich schoben sich Kapitänin Andrea Schulz und Co. gar auf Platz zwei der Kreisklassen-Tabelle. Obwohl mit Katja Andrä eine Top-Spielerin im Urlaub weilte, zogen sie stimmungsvoll den Kontrahenten den Zahn. Kati Poschmann spielte immer wieder ihre Klasse aus und auch Daniela Sieg wusste zu überzeugen. Am Ende führten zwei kämpferisch starke Leistungen zu zwei verdienten Erfolgen.

Die Bad Dübenerinnen sind nun punktgleich mit den Thallwitzerinnen, haben den schwächeren Satzquotienten und zudem bereits zwei Spiele mehr auf der Uhr. Weiter geht es am 22. Januar in Delitzsch gegen den GSVE Delitzsch III und die vereinseigene zweite Mannschaft.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Daniela Sieg, Annett Stänicke, Marion Lange, Simone Voigt, Marika Göllner, Gerda Kleiner, Jana Schlaak und Angelika Lippold

„Pokalfrust, ein dreifaches Novum und ein Vereinsderby“

Post by Phillipp

Bad Düben/Leipzig/Delitzsch. Als man sich die Bilanz des Wochenendes am Sonntagabend zu Gemüte führte, musste man sich schon die Augen reiben. Während die Bezirksklasse-Team spielerisch überzeugten und dennoch knapp bis entsetzlich aus dem Pokalwettbewerb flogen, erlebten die Sachsenliga-Männer einen wahren Blackout im Wohnzimmer. Am kommenden Wochenende sind lediglich die Kreisklasse-Damenteams im Einsatz. Hier kommt es bereits zum vereinsinternen Rückspiel.

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben                         3:1 (-24, 19, 23, 23) 102 min.

Beginnen wir mit dem Ausgang, mit dem man an der Mulde wohl noch am besten leben kann. Eine Trainerin nach einer 1:3-Niederlage dennoch glücklich zu machen, ist Indiz für die astreine Vorstellung der ersten Damenmannschaft. Das Team von Coach Susanne Windisch präsentierte sich gegen die sonst zwei Klassen höher spielende VSG Leipzig Nord von ihren Schokoladenseite und brachten den großen Favoriten an den Rande einer Niederlage.

Trotz personellem Engpass – mit Kapitänin Sara Vogelweider, Libera Carmen Drefs, Mittelblockerin Maria Krafczyk und Universalspielerin Sandra Grundmann fehlten gleich vier Spielerinnen – stemmte sich der Außenseiter gegen das Ausscheiden und ruckelte am Favoriten. Der Schwung von Satz eins konnte konstant gehalten werden. Die Nord-Leipzigerinnen fanden jedoch nach dem Rückstand besser in die Partie. Ein Ausscheiden, das nicht sonderlich unzufrieden macht.

Die VSG Nord zog ins Halbfinale ein, wo nun der SV Reudnitz II wartet. Für die Bad Dübener Damen geht es am 28. Januar in der Liga weiter, mit einem Heimspieltag gegen Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch 1994 und den SV Liebertwolkwitz.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Juliane Heßler, Sina Franke, Barbara Geißler, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Luise Wottke, Julia Tröbs

SV Bad Düben II – SV Sachsen Delitzsch 1994               3:2 (27, -20, -20, 21, 13) 118 min.

SV Bad Düben II – SV Stahl Brandis                                 1:3 (-15, -19, 24, -14) 91 min.

Kurioser und deutlich bitterer ging es in der Sporthalle der Bundespolizei zu. Die Bezirksklasse-Männer wurden Opfer des skurrilen Pokal-Modus. Die Auftaktpartie gegen Dauerrivale SV Sachsen Delitzsch ging in den Tiebreak. Nach knapp zwei hart umkämpften Stunden war die Freude entsprechend groß, den Konkurrenten aus der Loberstadt niedergerungen zu haben. Im Anschluss zeigte sich Bezirksligist SV Stahl Brandis und zäher und spielstarker Gegner. Trotz ordentlich Leistung reichte es lediglich zu einem Satzgewinn der Gastgeber. Der angesprochene Modus mit zwei weiterkommenden Teams ergab, dass der SV Stahl bereits für das Final Four buchen konnte. Für Delitzsch ging es im abschließenden Duell noch ums Weiterkommen – ein Sieg musste her.

Und den gab es nahezu geschenkt. Brandis schaltete drei bis vier Gänge zurück, war im Gegensatz zur vorigen Partie nicht mehr wieder zu erkennen. Die Sachsen hatten leichtes Unterfangen, gingen jubelnd mit 3:0 vom Feld. Als Schiedsgericht diesem „Spektakel“ beizuwohnen, war freilich die Höchststrafe. Zumal die Kurstädter im Vorfeld neun Sätze lang alles in die Waagschale legten, dabei mit Zuspieler Alexander Becker (Kapselverletzung am Finger) und Jugendspieler Vinzenz Rummel (Wadenverhärtung) zwei Akteure verloren. Am Ende hätte man sich vieles schenken können.

„Ich hoffe, es ging wenigstens schnell genug“ und „Es ist doch nur Pokal“ sagten zwei Brandiser Spieler hinterher. Unpassender ging es wohl nicht! Die Delitzscher dagegen zeigten Größe, kamen auf die Bad Dübener Spieler zu und spendeten Trost. Starke Geste, die allerdings auch für sich spricht. Das Halbfinale bestreitet Delitzsch gegen Titelverteidiger L.E. Volleys IV, Brandis darf gegen SV Reudnitz II antreten, den die Kurstädter von Trainer Kevin Phillipp in der ersten Runde noch schlugen. So ist das manchmal... Da das Spitzenspiel in der Liga gegen den SV Lok Engelsdorf wohl auf den 1. April verschoben wird, steht nun eine außerordentlich lange Pause an. Erst am 4. März geht es bei Aufsteiger 1. VSV Wurzen weiter.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Martin Zeidler, Alexander Becker, Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Sirko Lange und Daniil Gorr

Florian Schreiber (l.) ersetzte Zuspieler Frank Baumgarten als Regisseur (Archivfoto). | Foto: K. Phillipp

SV Bad Düben – SV Chemnitz-Harthau               1:3 (21, -18, -20, -19) 101 min.

SV Bad Düben – Post SV Dresden                        0:3 (-20, -23, -25) 79 min.

Das gab es noch nie – und das in dreifacher Ausführung. Noch nie ging dieses erste Herrenteam mit null Punkten aus einem Doppelheimspieltag heraus, noch nie wurde gegen den SV Chemnitz-Harthau (bislang fünfmal 3:1)verloren und auch gegen den Post SV Dresden (sechs Siege aus sechs Partien) zog man noch nie den Kürzeren. Dass dieses Triple-Novum dennoch eintrat, gab es mehrere Gründe. Mit Hauptangreifer Jens Andrä und Zuspieler Frank Baumgarten fielen zwei Säulen aus, die einfach nicht zu ersetzen waren. Florian Schreiber zog im ersten Spiel die Strippen – das klappte beim 3:0-Erfolg gegen die L.E. Volleys III bereits ganz gut. Comebacker Kevin Phillipp aus der zweiten Mannschaft mimte gegen die Postler den Regisseur. Beide spielten nicht unterirdisch. Das Fehlen von Abstimmung und Sicherheit machte sich jedoch bemerkbar. Der Hauptgrund für die beiden Niederlagen liegt aber in der Einstellung. Während beide Gegner – frisch in die Abstiegszone gerutscht – ums Überleben kämpften, ließen die Hausherren Stimmung, Laufbereitschaft und Ehrgeiz vermissen. Zu Beginn der zweiten Partie fiel mit Außenangreifer David Wächter, der sich mit Schindelgefühlen rumplagte und sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, auch noch der wichtigste Mann in der Annahme aus.

Alle Ausreden helfen nichts. Ein Ruck durch die Mannschaft würde helfen. Moral zeigen, ist angesagt. Am 5. Februar geht es nach Aue zum SV Schneeberg. Auch gegen diese Mannschaft... ach lassen wir das!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Florian Schreiber, André Reichenbach, Felix Kempe, Daniel Lange, David Wächter, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart, Constantin Schneider und Kevin Phillipp

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II               So., 22.01., 9 Uhr, Artur-Becker-Halle

GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben III              So., 22.01., 10 Uhr, Artur-Becker-Halle

SV Bad Düben II – SV Bad Düben III                So., 22.01., 11 Uhr, Artur-Becker-Halle

Derbytime am Sonntagmorgen! Die Damen-Kreisklasse versammelt sich zum ersten Großspieltag in der Delitzscher Artur-Becker-Halle. Dabei treffen abschließend die beiden Bad Dübener Teams im direkten Duell gegeneinander an. Zuvor müssen sie sich jedoch mit Gastgeber GSVE Delitzsch III beschäftigen.

Die junge zweite Mannschaft wartet weiter auf den ersten Punktspielsieg. Zwei gewonnene Sätze stehen immerhin bereits auf der Habenseite. Einfach wird es nicht. Die Delitzscherinnen sind als Fünfter im Mittelfeld der Liga, konnten unter anderem Titelverteidiger Arzberg/Blumberg schlagen. Mit der eigenen dritten Mannschaft wartet ein weiterer Brocken auf die Truppe vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs/Sophia Schaffernicht. Kapitänin Andrea Schulz und Co. liegen als Tabellenzweiter noch prächtig im Meisterschaftsrennen, sind punktgleich mit Spitzenreiter Thallwitz, haben jedoch auch schon zwei Spiele mehr absolviert. Deren Hinspiel gegen die Loberstädterinnen ging deutlich mit 2:0 (9, 14) gewonnen. Auch in der vereinsinternen Hinpartie behielt die „Dritte“ mit 2:0 (16, 12) die Oberhand.

"Mit ordentlich Schwung in die Weihnachtspause"

Post by Phillipp

Lindenthal/Delitzsch/Leipzig. Die letzten öffentlichen Auftritte der Kurstadt-Schmetterer in diesem Jahr hatten es vom Erfolgsgehalt her in sich. Die Bezirksklasse-Männer schlossen ihre tolle Hinrunde mit einem weiteren 3:1-Auswärtssieg gegen einen direkten Verfolger ab, die Kreisklasse-Jungs kamen zurück in die Spur und sammelten fleißig Punkte und dann waren am Montagabend ja noch die Sachsenliga-Männer, die beim Härteturnier der L.E. Volleys erneut zu überraschen wussten.

VSG Leipzig Nord – SV Bad Düben II              1:3 (-23, -23, 24, -14) 102 min.

Einen knappen und deshalb auch äußerst wichtigen Auswärtssieg erkämpften sich am Samstag die jungen Männer der zweiten Mannschaft im Leipziger Ortsteil Lindenthal. Die viertplatzierte VSG Nord präsentierte sich trotz des Fehlens der beiden besten Spieler Guido Nietzschmann und den zuvor verletzten Matthias Deutloff als zäher Kontrahent. Die Bad Dübener zeigten sich in allen Belangen überlegen, konnten sich jedoch – abgesehen vom vierten Satz – nie wirklich absetzen. Neben den familiär eingebundenen Sebastian Tatschner und Sirko Lange fehlte kurzfristig auch Diagonalangreifer Pierre Renner aus gesundheitlichen Gründen. Spielertrainer Kevin Phillipp übernahm das Zuspiel, der Rest stellte sich von selbst auf.

Die Gastgeber begannen sehr entschlossen, die Gäste-Feldabwehr musste sich erst finden. Mitte des ersten Satzes nahm der SVBD einen Diagonalwechsel vor: Alexander Becker, der nun für drei Positionen die Strippen zog, für Stefan Dieter Deinert, Phillipp griff vorne an und sorgte mit fünf direkten Punkten für die Vorentscheidung – vier davon mit seiner Spezialität, dem Lupfer. Ähnliches Bild im zweiten Durchgang. Die Hausherren kamen besser ins Spiel, Bad Düben agierte sehr zaghaft. Der erneute Diagonalwechsel misslang diesmal. Mit klarem Kopf in der Endphase holten sich die Nordsachsen die doppelte Satzführung.

Im dritten Akt sank die Konzentration spürbar. Die Luft war raus, Punktgewinne wurden emotionsarm hingenommen, das Spiel plätscherte dahin. Kurz vor Toreschluss erwachte der Kurstadt-Sechser (23:23 nach 21:23). Es schien, als würde die VSG noch abgefangen. Aber die erfahrenen Männer aus dem Leipziger Norden schlugen nervenstark zu. Jetzt waren die Muldestädter wieder wach. Vom ersten Punkt an und im Sauseschritt überrollten sie den Gegner. Am Ende des für die Heimmannschaft sehr ernüchternd verlaufenden Doppelspieltags ließ der Wille beim Gegner nach. Vor allem die gut aufgelegten Tim Bomsdorf und Lukas Händler stockten stetig ihr Punktekonto auf. Den knallenden Schlusspunkt setzten Deinert per Sprungaufschlag.

Obwohl sich die Phillipp-Schützlinge nur eine Niederlage leisteten, rangieren sich zur Weihnachtspause aufgrund des neuen Punktesystems auf Position drei hinter den noch ungeschlagenen Aufsteiger vom SV Sachsen Delitzsch 1994 und dem Bezirksliga-Absteiger SV Lok Engelsdorf. Saisonziel Platz drei scheint jedoch bereits so gut wie gesichert, da hinter diesem Trio mittlerweile ein großes Loch klafft.

Das neue Jahr beginnt gleich mit zwei immens wichtigen Partien. Am 7. Januar geht es zum SV Reudnitz III, gegen die man im Hinspiel erst im Tiebreak siegte, und am 11. Februar kommt es in Czermaks Garten zum Spitzenspiel gegen Engelsdorf.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Kevin Phillipp, Martin Hönemann, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Alexander Becker und Martin Zeidler

GSVE Delitzsch IV – SV Bad Düben III                            0:2 (-20, -27)

SV Bad Düben III – SV Sachsen Delitzsch 1994 II        2:0 (19, 18)

Dieser Spieltag war bitter nötig. Nach langer Durststrecke konnten die Kreisklasse-Jungs mal wieder beweisen, dass sie noch gewinnen können. Gegen die Jugendmannschaft des GSVE Delitzsch noch unnötig spannend gemacht, ließen die Spieler von Trainer Michael Bock dem Schlusslicht SV Sachsen Delitzsch 1994 II keine Chance. Vor allem Mittelblocker Tom Lehmann trumpfte groß aus, hatte eine nahezu perfekte Quote im Angriff.

Mit den vier Punkte schieben sich Lehmann und Co. vorbei am VfB Eilenburg auf Rang fünf – ein versöhnlicher Abschluss einer eher dürftigen Hinserie. Weiter geht es erst am 5. Februar gegen Stahl Delitzsch und LSG Löbnitz.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitän Lukas Ohrisch, Tobias Stadler, Daniil Gorr, Tom Lehmann, Florian Reise und Vinzenz Rummel

Härteturnier        2. Platz

Unverhofft kommt oft! Das traf am Montagabend vollumfänglich auf den Auftritt der Sachsenliga-Männer beim Härteturnier der L.E. Volleys zu. Die Reihen lichteten sich im Vorfeld bedenklich. So musste auch Zuspieler Frank Baumgarten kurzfristig absagen. Ihn vertrat Kevin Phillipp aus dem Bezirksklasse-Team, der gleich noch Lukas Händler mitbrachte. Das beliebte Härteturnier ist eine Art großes Klassentreffen der gehobenen Leipziger Volleyballszene. Gespielt wurden zwei Sätze zu je sieben Minuten, wobei niederklassige Teams einen Drei-Punkte-Vorsprung pro Spielklasse, maximal jedoch sieben Punkte, erhielten.

Das Team aus der Heide fand sich in Gruppe 2 mit den Drittligisten der Neuseenlandvolleys Markkleeberg, den Regionalligisten L.E. Volleys II, dem Senioren-Team des TSV Leipzig 76 und den Allstars wieder. Zu Beginn ging es gegen den TSV, ein Team gespickt mit zahlreichen „Lausbuben“, der bundesweit sehr erfolgreiche Hobbymannschaft aus Grünau. Der erste Durchgang diente zur Findungsphase für die ungewohnte Aufstellung, Satz zwei wurde deutlich gewonnen. Im Anschluss waren die Allstars an der Reihe. Der Name machte dem Legenden-Ensemble alle Ehre. Der ehemalige Nationalspieler und Polen-Legionär Mark Siebeck, Leipzigs Urgestein Lutz „Mühle“ Mühlisch, der Bundesliga-erfahrene Sven Heimpold, Volleys-Trainer Thomas Bauch und Thomas Hüther waren dort unter anderem zu erkennen. Drei Punkte Vorsprung für die Haudegen  Unverschämtheit. Deutliches Unterfangen zugunsten der Erfahrung! Es folgte das Duell mit den Markkleebergern, die sehr lustlos auftraten. Aus dem 6:0 zum Start wurde fix auf 11:0 erhöht und dieser Vorsprung bis zum Ende auf 21:9 verwaltet. Ähnliches Bild im zweiten Satz: Ohne ihre Hauptangreifer Sebastian Eisemann und Michael Münchow hatte die TSG nichts entgegenzusetzen – 11:18. Mit einer soliden und konstanten Leistung wurde auch dem aktuellen Regionalliga-Tabellenführer des Ausrichters Paroli geboten. Der Drei-Punkte-Vorsprung wäre auch hier nicht vonnöten gewesen.

Mit einer deutlich besseren Balldifferenz ging es ins Halbfinale, wo Turbine Leipzig aus der Sachsenklasse wartete. Das Zusammenspiel klappte immer besser, der dreifache Rückstand konnte schnell aufgeholt und das Endspiel souverän gebucht werden. Dort warteten … wieder die Allstars! Die gut 100 restlichen Turnierteilnehmer sahen ein sehenswertes, spannendes und bisweilen amüsantes Match auf Augenhöhe, bei dem letztendlich der Vorsprung zum Satzbeginn den Ausschlag gab. Glückwunsch und Respekt an die sympathischen Sieger! Danke an das rührige Organisationsteam um Jens Linkerhand und Christoph Rascher sowie die jungen Schiedsgerichte!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Kevin Phillipp, Sascha Baumgart, Constantin Schneider, Florian Schreiber, Lukas Händler und André Reichenbach