„Zwei Dreier und drei Nuller“

Post by Phillipp

Dresden/Delitzsch/Belgern. Das vergangene Wochenende verlief für die Bad Dübener Volleyballer nicht nur datumstechnisch, sondern auch ergebnismäßig zweigeteilt. Während die beiden ersten Teams am Samstag auf einer Erfolgswelle schwammen, schrammten die Kreisklasse-Mannschaften am Sonntag knappst an Punktgewinnen vorbei.

SV Kreuzschule Dresden – SV Bad Düben       1:3 (22, -22, -17, -20) 91 min.

Abschlusstraining vor dem letzten Punktspiel 2016: Coach Wolfgang Müller zählt seine Schäfchen. Eine Hand reicht. Ein Mann aus der Reserve hilft noch aus, damit es trainingstechnisch zumindest eine sinnvolle Zahl ergibt. Die Bedingungen kurz vor dem Weihnachtsfest sind traditionell nicht die besten. Aber man macht das (wohl) Beste draus. 24 Stunden später sitzen die Kurstadt-Schmetterer in fast verdoppelter Anzahl zusammen und feiern den fünften Auswärtssieg der Saison. 3:1 bei Kreuzschule Dresden, die im Hinspiel noch drei schmerzende Ohrfeigen verteilten. Wie konnte das denn passieren? Ursachsensuche:

Mit Diagonalangreifer Florian Schreiber sowie den Mittelblockern René Hellwig und Constantin Schneider fehlten drei Akteure. Der Rest meldete sich fit. Die Bad Dübener begannen in ihrer mittlerweile gefundenen Startformation. Frank Baumgarten im Zuspiel, David Wächter und Jens Andrä auf Außen, Felix Kempe und Kapitän Thomas Haack in der Mitte und Daniel Lange auf der Diagonalen. Die Kreuzschüler erwischten jedoch den besseren Start, spielten solide und machten die nötigen entscheidenden Punkte. Ab dem zweiten Akt rissen Haack und Co. das Spiel an sich. Wächter, der im Angriff nicht den gewünschten Druck ausüben konnte, wurde durch Sascha Baumgart ersetzt. Der bekam zwar in der Annahme große Probleme, hatte dafür aber bedeutend mehr Wucht in der Offensive. Der Gegner machte es den Nordsachsen zudem leicht, ihr Spiel aufzubauen. Nach dem zum Ende hin engeren ersten Satzgewinn startete Durchgang drei furios. Lange, Andrä und Haack verschafften mit sehenswerten Einerblocks einen stattlichen Vorsprung, der stetig ausgebaut werden konnte. André Reichenbach machte dann den Günther Netzer, indem er sich einfach in die Wechselzone begab und sich selbst für Andrä einwechselte. Und auch diese Aktion ging gut. Der Spielfaden riss nicht ab und der sechste Saisonsieg wurde ungefährdet eingetütet.

Im Anschluss besiegten die Hausherren überraschend plötzlich einbrechende Delitzscher mit 3:1, wodurch die dreiköpfige „Verfolgergruppe“ kuschlig eng zusammenrückte. Denn parallel gab sich Primus USV TU Dresden II beim Krostitzer SV keine Blöße und freute sich über sie Niederlagen des GSVE und von Kreuzschule. Die Studenten (27 Punkte) haben nun sechs Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten aus der Loberstadt (21) und den Kruzianern (21). Da darf man wohl – auch im Anbetracht der Konstanz – leicht von einer Vorentscheidung sprechen. Auf Platz vier folgt Bad Düben (18), für die es dann am 15. Januar mit einem Heimspieltag gegen SV Chemnitz-Harthau und Post SV Dresden weitergeht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, David Wächter, Felix Kempe, Daniel Lange, Jens Andrä, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart und André Reichenbach

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben                    0:3 (-18, -11, -18) 63 min.

Pflichtaufgabe erfüllt: Die Bezirksklasse-Damen von Trainerin Susanne Windisch gewinnen in Windeseile mit 3:0 beim Tabellensechsten vom GSV Delitzsch II. Trotz des deutlichen Sieges fallen die Muldestädterinnen damit auf den dritten Rang zurück. Das liegt daran, dass nun zum Abschluss der Hinrunde erstmals alle Mannschaften gleich viele Spiele absolviert haben. Jeder musste einmal gegen jeden ran. Die Tabelle hat eine messbare Aussagekraft. Der starke und ambitionierte Aufsteiger vom Groitzsch-Luckaer VC (GLVC) siegte im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer SV Sachsen Delitzsch mit 3:2. Durch den einen Tiebreak-Punkt schieben sich die Schokostädterinnen (20 Punkte) noch vor den SVBD (19). Neuer Primus ist der GLVC (21), aber auch der SV Lok Engelsdorf III (18) redet noch ein gehöriges Wörtchen im Kampf um das obere Tableauende mit.

Genau gegen diese Engelsdorferinnen beginnt die Rückrunde für die Kurstädterinnen mit einem scharfen Start am 7. Januar in der Sporthalle Czermaks Garten – da war doch diese Saison schon mal was...

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Barbara Geißler, Luise Wottke, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Juliane Heßler und Maria Krafczyk

SV Bad Düben III – VfB Eilenburg                     1:2 (22, -17, -10)

SV Bad Düben III – LSG Löbnitz                        1:2 (20, -20, -7)

Es hat wieder nicht sollen sein. Anstatt zu den gegnerischen Mannschaften aufzuschließen, vergrößerte sich der Abstand durch zwei Tiebreak-Niederlagen gegen den VfB Eilenburg und die LSG Löbnitz. Dabei brachte das Team von Trainer Michael Bock zweimal eine 1:0-Führung nicht über die Ziellinie. Mit zwei Punkte aus sechs Partien steht zumindest noch Rang sechs zu Buche. Am kommenden Sonntag (18.12.) soll der Groschen fallen. Gegen Schlusslicht SV Sachsen Delitzsch 1994 II und die junge Garde des GSVE Delitzsch IV sind vier Punkte anvisiert.

SV Bad Düben II – SSV 1952 Torgau                0:2 (-20, -24)

Haarscharf schrammten die Kreisklasse-Mädels an einer erneuten Überraschung vorbei. Gegen die Damen des SSV 1952 Torgau steht am Ende ein schnödes 0:2 auf dem Protokoll, die Satzstände von 20:25 und 24:26 belegen jedoch ein spannendes und knappes Spiel und dass die Mädels weiter auf einem guten Weg sind. Ein weiterer Satzerfolg und der erste Punktspielsieg überhaupt scheinen nicht mehr fern. Am 22. Januar geht es für die Mädels weiter. In Delitzsch trifft das Team vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs und Sophia Schaffernicht  auf die dritte Mannschaft des heimischen GSVE und auf das eigene dritte Team.

„Erst zäh, dann schwungvoll auf Platz zwei“

Post by Phillipp

SV Bad Düben II – L.E. Volleys VI SSR                              3:1 (21, 11, -19, 12) 91 min.

SV Bad Düben II – TSG Markkleeberg 1903 III              3:0 (16, 15, 14) 68 min.

Bad Düben. Mit zwei weiteren Heimsiegen katapultierte sich das junge Bezirksklasse-Team um Kapitän Stefan Tiesies am vergangenen Samstag auf Tabellenplatz zwei hinter den immer noch unbesiegten Spitzenreiter vom SV Sachsen Delitzsch 1994. Auf Platz drei lauert mit einer Partie und zwei Pünktchen weniger auf dem Kerbholz der Bezirksliga-Absteiger des SV Lok Engelsdorf.

Gegen die U16-Nachwuchstalente der L.E Volleys VI SSR gestaltete sich das Ganze noch äußerst zäh. Die spielerischen Vorteile kamen streckenweise nicht zum Tragen, Unkonzentriertheiten ließen die Messestädter von Landestrainer Ronald Hampe immer wieder schnuppern. Spielertrainer Kevin Phillipp ließ Hauptangreifer Tim Bomsdorf zunächst auf der Bank, schenkte so Martin Hönemann Spielpraxis. Außerdem vertraute er auf Kreisklasse-Jugendspieler Lukas Ohrisch, der zwei Sätze lang auf der Diagonalen alles kurz und klein schlug, insgesamt eine ordentliche Leistung bot. Bomsdorf kam im dritten Durchgang, um sich für das zweite Spiel einzucrooven. Das ohnehin gelähmte Spiel erstarrte auf Dübener Seite nun völlig. Phillipp kam gegen Ende für Hönemann, das Ruder konnte dennoch nicht rumgerissen werden. Die Sinne waren zum richtigen Zeitpunkt geschärft, im vierten Akt holten die Kurstädter Schwung für Markkleeberg.

Die TSG analysierte die Bad Dübener im ersten Match detailliert. Schwachstellen und Lücken wurden akribisch notiert. Diesen Matchplan hätten die Neuseenländer spätestens nach dem ersten Satz im Papiermüll positionieren können. Die Nordsachsen präsentierten ein komplett anderes Gesicht als in der ersten Begegnung des Tages. Stefan Deinert kanonierte ausgeruht von der Diagonalposition, Bomsdorf sowie Phillipp zerhackten auf Außen alles, was ihnen vor die Axt kam, der Mittelblock spielte die gegnerische Verteidigung schwindelig und Alexander Becker setzte sich das Sahnehäubchen auf. Das Goldhändchen tanzte mit dem Gegner Kasatschok nach Belieben, trumpfte im Zuspiel mächtig auf. Mit reichlich Stimmung und der nötigen Entschlossenheit in beängstigender Konstanz ließ der Kurstadt-Sechser dem Aufsteiger aus dem Süden Leipzigs keinerlei Chance.

Zwei Wochen Pause stehen nun an, bevor am 17. Januar bei der VSG Leipzig Nord bereits das erste Rückspiel ansteht. Bis dahin ist Pierre Renner auch wieder aus der Prüfungszeit zurück und Martin Zeidler nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder einsatzfähiger.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Hönemann, Lukas Ohrisch, Kevin Phillipp, Lukas Händler, Tim Bomsdorf, Stefan Deinert und Martin Zeidler

„Ein unmöglicher Heimspieltag“

Post by Phillipp

Bad Düben/Torgau/Delitzsch. Mit einer beeindruckend konstanten Leistung sicherten sich die Bad Dübener Bezirksklasse-Männer zwei Heimsiege und schieben sich damit hoch auf Rang drei. Die Umstände dieses Heimspieltages hätten jedoch kurioser kaum sein können. Am Sonntag siegte die dritte Damenmannschaft doppelt, unter anderem auch im Vereinsduell. Die Mädels der „Zweiten“ holten gegen die LSG Löbnitz immerhin ihren zweiten Satzerfolg. Ganz böse erwischte es die Kreisklasse-Jungs, die gar keine Fuß auf den Boden bekamen.

SV Bad Düben II – SV Reudnitz IV SSR           3:0 (16, 11, 11) 58 min.

SV Bad Düben II – L.E. Volleys V                     3:0 (17, 20, 18) 64 min.

Heimspieltag der Sachsenliga-Reserve und kein anderes SV-Team spielt gleichzeitig. Es sollte ein Fest werden, die Vorbereitungen ließen einiges erwarten. Am Ende verfolgten 45 Zuschauer die beiden Partien – teaminterner Rekord. Der Aufwand hatte sich also gelohnt, dennoch wurden im Laufe der Woche einige Steine in den Weg gelegt:

Donnerstagmorgen: Kurzfristige Absage des Bundespolizei-Caterers. Das Bad Dübener Spieltags-Catering von Norbert Pfuhl ist bekannt und beliebt bei Freund und Feind. Bis nach Dresden haben sich die leckeren Schnitzelbrötchen herumgesprochen. Nun galt es also, die Verpflegung provisorisch in die eigenen Hände zu nehmen.

Freitagmorgen: Die Bundespolizei lässt mitteilen, dass sämtliche Werbebanner einer vorherigen Prüfung und Freigabe seitens des Stabes bedürfen. Um den Rahmen etwas professioneller zu gestalten, sollten in der Bezirksklasse erstmals Werbefläche genutzt werden. Daraus wurde also nichts.

Freitagnachmittag: Im Netto-Markt sind Maultauschen ausverkauft – Weltuntergangsstimmung beim Spielertrainer, der vor jedem Spiel nicht auf die schwäbische Spezialität verzichten kann. Zwei sind noch auf Reserve da. Die müssen reichen.

Freitagabend, 21.45 Uhr: Anruf aus der Bundespolizei-Halle, wo der Hallenwart nichts von einem Heimspieltag weiß. Großalarm im Trainer-Kopf. Verträge wurden gesucht, mit Verantwortlichen telefoniert, auf die Schnelle eine Ausweichhalle organisiert, mit den beiden Gastmannschaften und der Staffelleiterin abgesprochen (Danke für die verständnisvolle Kooperation).

Also ab in die Oberschulhalle, die wohl zweimal in die Bundespolizei passen dürfte… Erstes Spiel gegen die zweifelsfrei sehr talentierten Grünschnäbel des SV Reudnitz IV. Nach rund zwölf Minuten die dunkelste Sekunde des Wochenendes: Außenangreifer Martin Zeidler landet nach einem Angriff unglücklich auf dem absichernden Mitspieler Vinzenz Rummel. Ein schmerzverzehrtes Gesicht und ein „Ich kann nicht aufstehen!“ trübten die Stimmung. „Kannst du knicken, runter mit dir, das Spiel muss weitergehen“, spendete Spielertrainer Kevin Phillipp tröstende Worte. Diagnose des Bad Dübener Fachkrankenhauses: Kapselverletzung. Sirko Lange ersetzte Zeidler. Von da an lief alles wie am Schnürchen. Die Pflichtaufgabe gegen den SVR wurde in unter einer Stunde gelöst, dann wartete ein spürbar anderes Kaliber. Bereits das Einschlagen ließ einen großen Kampf vermuten. Auf Volleys-Seite kanonierte Jakob Röhner, der sich mit Phillipp im Vorjahr noch in der Regionalliga duellierte, eine Kugel nach der anderen auf den Boden. Aber auch bei den Kurstädtern knallte es gewaltig. Leipzig sicherte sich den Start, Bad Düben fand über schnelle Angriffe und gute Blockarbeit jedoch schnell ins Spiel. „Es war ein reiner Augenschmaus“, sagte Alexander Becker hinterher. Bad Düben agierte cleverer, williger, bissiger und zielstrebiger. Gute Leipziger, die auch mehr Probleme mit den niedrig hängenden Lampen hatten, fanden so nicht eine Phase im Spiel, in der Hoffnung aufkeimte.

Mit diesen beiden glatten Heimsiegen marschieren die Nordsachsen auf Rang drei, einen Punkt hinter dem ersten Aufstiegsplatz, auf dem der SV Lok Engelsdorf thront. In drei Wochen geht es erneut daheim weiter gegen die L.E. Volleys VI SSR und die TSG Markkleeberg 1903 III. Diesmal in der Bundespolizei-Halle – vermutlich.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Alexander Becker, Martin Zeidler, Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Sirko Lange, Kevin Phillipp und Stefan Deinert

LSG Löbnitz – SV Bad Düben III                       0:2

LSG Löbnitz – SV Bad Düben II                        2:1

SV Bad Düben III – SV Bad Düben II               2:0

Ganz zufrieden dürften auch die beiden Bad Dübener Damen-Teams aus dem dritten Kreisklasse-Spieltag rausgehen. Die dritte Mannschaft hielt sich schadlos, bezwang sowohl die LSG Löbnitz als auch das hauseigene zweite Team deutlich mit 2:0. Die jungen Mädels vom Trainerinnen-Duo Julia Tröbs und Sophia Schaffernicht feierten nach der Premiere vor zwei Wochen nun gegen die LSG gleich den zweiten Satzerfolg hintereinander. Mit 25:21 ging der erste Durchgang an die jungen Kurstädterinnen. Für den ersten Punktspielsieg reichte es aber auch hier noch nicht ganz.

Die junge „Zweite“ bleibt damit zwar Letzter, schiebt sich mit dem zweiten Satzgewinn jedoch knapp an die SG Pristäblich heran, die allerdings auch erst zwei Spiele bestritten hat. Die erfahrenen Damen um Andrea Schulz drängeln mit jetzt acht Punkten an der Stoßstange vom Spitzen-Duo aus Arzberg/Blumberg und Thallwitz. Weiter geht es für die „Dritte“ am 27. November in Eilenburg, der nächste Spieltag der zweiten Garde wurde auf einen unbekannten Termin verschoben.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kati Poschmann, Katja Andrä, Andrea Schulz, Jana Schlaak, Marion Lange, Annett Stähnicke, Simone Voigt

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitänin Laura-Marie Rösiger, Vanessa Wutzke, Anna Vogelweider, Gina Prywerek, Luisa Beutelrock, Helena Hofmann, Michelle Goitzsch und Jacqueline Volkmann

SV Trossiner Biber – SV Bad Düben III           2:0 (14, 12)

SV Bad Düben III – SV Stahl Delitzsch            0:2 (17, 12)

Die ewige Spielpause haben die Kreisklasse-Jungs von Trainer Michael Bock offenbar nicht sonderlich gut verdauen können. Sowohl gegen den Vorjahres-Vizemeister SV Trossiner Biber als auch gegen den SV Stahl Delitzsch gab es zwei gehörige Backpfeifen, die die Burschen in der Tabelle gehörig nach hinten warfen auf Platz sechs. Zwei Pünktchen aus den ersten vier Begegnungen lautet die magere Bilanz. Am 11. Dezember kann diese gegen den VfB Eilenburg und die LSG Löbnitz wieder etwas aufpoliert werden. Vorher geht es in der Jugend-Bezirksmeisterschaft weiter, am Sonntag in Leipzig.

„Dynamik schlägt Erfahrung“

Post by Phillipp

Delitzsch/Leipzig. Ein mit einer freudigen Ausnahme äußerst ernüchterndes Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Die Sachsenliga-Männer kommen beim Derby gegen extrem druckvolle und willige Delitzscher überhaupt nicht ins Spiel und die U20-Jungs lassen ihre gute Ausgangslage auf einen Podestplatz bei den Bezirksmeisterschaften leichtfertig liegen. Einzig die Bezirksklasse-Damen strahlten. Sie lösten ihre Pflichtaufgabe gewissenhaft.

GSVE Delitzsch II – SV Bad Düben                 3:1 (20, 20, -20, 15)

Samstagabend, kurz nach 21 Uhr. Im stattlich gefüllten Delitzscher Becker-Karton ist Zweitligist GSVE Delitzsch im Spitzenspiel gegen den SV Schwaig drauf und dran, seinen „Super-Heimspieltag“ zu krönen. Fernab des fröhlichen Treibens, in den dunklen Katakomben, steht es einsam und verlassen da: Holzi, das Bad Dübener Team-Maskottchen, ist in der verwaisten Kabine übrig geblieben. Es ist wohl das Sinnbild des Spieltags. Ein paar Meter weiter feiern die Gymnasialen ihre Unantastbarkeit an diesem Tag, im Dübener Lager herrscht Tristesse und Ratlosigkeit. Da passt es ebenso ins Bild, dass SVBD-Zuspieler Frank Baumgarten beim Bundesliga-Einschlagen vollkommen besudelt wurde, als ein Schwaiger Angriff auf dessen Getränk, welches wohl auch ein Spritzer Cola enthielt, landete. Als Kleidungsersatz bekam der Rotschopf ein Leibchen mit GSVE-Emblem. Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Knapp sieben Stunden vorher war gegen eine wild entschlossene Delitzscher Reserve einfach kein Kraut gewachsen. In allen Belangen schien der GSVE überlegen. Angefangen beim Zuspiel. Der letztjährige Dübener Björn Vanselow zauberte auf Gastgeber-Seite clever durch die Partie, während es Baumgarten durch inkonstante Annahmen schwer hatte. Der Mittelblock, bei den Kurstädtern durch das Fehlen von Kapitän Thomas Haack praktisch nicht vorhanden, machte beim Gegner, was er wollte. Auch die Außenangreifer fanden nicht ihr Glück. Beim Aufsteiger vom Lober bestachen Sebastian Dorn und der alles überragende Philipp Thielow. Bei Delitzsch dominierten Leidenschaft und Derbylust, Bad Düben nahm den Kampf einfach nicht an. Im dritten Satz trafen die Reichstein-Schützlinge ihre Aufschläge nicht mehr, was der Müller-Bande kurzen Aufwind verschaffte – leider nur ein Strohfeuer.

Die vierte Saisonniederlage bedeutete gleichzeitig den Absturz auf Rang fünf. Am 10. Dezember geht es bei den Kreuzschülern in Dresden weiter. Hier gilt es, die deftige Hinspielpleite (0:3) vergessen zu machen. Wie man ein Derby auch angehen kann, zeigte im Anschluss übrigens der Krostitzer SV, der dem GSVE in einem hochklassigen Match deutlich mehr Gegenwehr bot, auch wenn bei den Bierdörflern dennoch nicht mehr raussprang.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, David Wächter, Constantin Schneider, Daniel Lange, Felix Kempe, Henry Ungelenk, André Reichenbach und Florian Schreiber

VV Nordstern-Leipzig – SV Bad Düben            0:3 (-18, -11, -23) 75 min.

Die Bezirksklasse-Damen um Trainerin Susanne Windisch avancieren heimlich, still und leise zum Erfolgsgaranten im Verein. Auch im sechsten Spiel hintereinander verließen die Muldestädterinnen als Sieger das Feld. Der Tabellensiebte des VV Nordstern-Leipzig musste in drei Sätzen dran glauben.

Da parallel Tabellenführer SV Sachsen Delitzsch 1994 überraschend deutlich gegen Favorit SV Lok Engelsdorf III siegte (3:1) rücken die Windisch-Damen wieder zurück auf Platz zwei, vor dem Groitzsch-Luckaer LVC, der sich bei den Nordsternen auch schadlos hielt.

Ein Spiel steht in diesem Jahr noch an. Am 10. Dezember reist man zum noch sieglosen Tabellenvorletzten des GSVE Delitzsch II, bevor es 2017 gleich straff zur Sache geht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julian Heßler, Carmen Drefs, Julia Tröbs, Luise Wottke, Sophia Schaffernicht, Barbara Geißler, Maria Krafcyzk, Caroline Monien und Sandra Grundmann

Bezirksmeisterschaften U20 männl.              4. Platz

Einen völlig gebrauchten Sonntag durchlebten die U20-Jungs beim zweiten und letzten Bezirksmeisterschafts-Turnier in der Leipziger Leplayhalle. Als Dritter und mit guten Aussichten nach dem ersten Turnier ausgestattet, mussten die Kurstädter einige kurzfristige Absagen verkraften und ohne echten Zuspieler in die Messetsadt fahren. Nach einiger Eingewöhnungszeit zu Beginn kamen sie gegen die beiden besten Teams aus Grimma und Leipzig immer besser in die Partie. Zu einem Satzgewinn reichte es jedoch nicht. Ab da sanken nicht nur die Motivation spürbar, sondern auch die dargebotenen Leistungen. Gegen machbare Delitzscher nahmen Rummel & Co. eine deutliche Pleite hin. Zumindest gegen Schlusslicht SG Krostitz/Eilenburg wurde ein Sieg eingetütet.

Der VV Grimma (7:10 Sätze), beim ersten Turnier gar nicht angetreten, schlich sich durch starke Leistungen noch hauchdünn an den Kurstädtern (7:11) vorbei. Bezirksmeister wurden die L.E. Volleys vor dem GSVE Delitzsch.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Vinzenz Rummel, Lukas Ohrisch, Daniil Gorr, Tom Lehmann, Felix Lausmann und Franz Burkhardt

„Pokalüberraschungen und ein gebrauchter Tag“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch. Das jüngste Volleyball-Wochenende hatte für den SV Bad Düben zwei völlig unterschiedliche Gesichter. In der Vorrunde des Bezirkspokals schafften beiden Bezirksklasse-Teams die Überraschung, schalteten höherklassige Mannschaften aus und zogen ins Viertelfinale ein. Die Sachsenliga-Männer strauchelten daheim gleich zweimal gegen die Konkurrenz aus Dresden.

SV Bad Düben – USV TU Dresden II              1:3 (14, -20, -21, -23) 101 min.

SV Bad Düben – SV Motor Mickten             2:3 (22, -22, 19, -21, -6) 125 min.

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge erhält die Kurstadt-Schmetterer von Sachsenligist SV Bad Düben am Wochenende einen gehörigen Dämpfer. Erst verlor die Mannschaft von Trainer Wolfgang Müller mit 1:3 (25:14, 20:25, 21:25, 23:25) gegen Spitzenreiter USV TU Dresden II, der sich damit weiter absetzen konnte. Im Anschluss feierte auch Aufsteiger SV Motor Mickten seinen ersten Sieg im sächsischen Oberhaus überhaupt. Mit 2:3 (25:22, 22:25, 25:19, 21:25, 6:15) ging auch dieser Sieg in die Landeshauptstadt. Bad Düben fällt somit auf Platz drei zurück, spürt den GSVE Delitzsch II, der aktuell noch zwei Spiele weniger absolviert hat, pünktlich vor dem Derby in der „Stadt der Türme“ am 19. November im Nacken.

Dabei begann eigentlich alles so gut. Ab Mitte des ersten Spitzenspiel-Satzes agierten die Nordsachsen wie im Rausch. Dann passierte etwas, das für das USV-Spiel typisch ist: Vogel, Rehse und Co. schauen sich den Gegner im ersten Satz gern mal an und stellen sich dann gut auf einen ein. Drucklose sowie fehlerhafte Aufschläge und eine wacklige Annahme machten es der Dübener Offensive schwer.

Gegen Mickten ein ähnliches Bild: Die Gastgeber wirkten uneingespielt, konnten nie an das Niveau der letzten Wochen anknüpfen und ließen die nötige Kommunikation auf dem Feld vermissen. Zudem hatten die „Motoren“ aus dem Dresdner Stadtteil mit Außenangreifer Paul König einen Mann mit Bundesliga-Erfahrung (VC Dresden) in ihren Reihen, der den Kurstadt-Sechser nahezu im Alleingang zerlegte.

Das Müller-Team kann sich nun ein Wochenende lang rehabilitieren, ehe es am 19. November nach Delitzsch zum großen Nordsachsen-Gipfel kommt. Die gymnasiale Reserve empfängt dort erst den Regionalliga-Absteiger aus Bad Düben und direkt im Anschluss den Krostitzer SV. Das wird ein Fest!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Thomas Haack, Frank Baumgarten, Daniel Lange, Felix Kempe, Jens Andrä, René Hellwig, Constantin Schneider, David Wächter, Florian Schreiber und Henry Ungelenk

Caroline Monien im Angriff gegen den Krostitzer SV | Foto: B. Keller

SV Bad Düben – Krostitzer SV                        3:2 (20, 13, -23, -16, 13) 114 min.

SV Bad Düben – ATV Volkmarsdorf              0:3 (-21, -10, -18) 65 min.

Derb, derber, Düben! Die Damen um Kapitänin Sara Vogelweider zogen mit einem zittrigen 3:2-Derbysieg gegen den Krostitzer SV aus der 1. Bezirksklasse ins Viertelfinale des Bezirkspokals ein. Dort wartet Bezirksligist VSG Leipzig Nord am 14. Januar bespielt zu werden. Also noch ein Überraschungserfolg und die Kurstädterinnen stehen zum zweiten Mal nach 2015 im FinalFour.

„Es hätte durchaus auch ein 3:0 werden können, aber am Ende ist das ja egal“, schnaufte Trainerin Susanne Windisch kräftig durch. Ihrer Schützlinge führten bereits mit 2:0 und hatten einen glatten Erfolg zum Greifen nah. Letztendlich musste der Tiebreak entscheiden, indem die Muldestädterinnen die besseren Nerven bewiesen. Das zweite Spiel des Tages wurde zur Formsache. Bezirksligist ATV Volkmarsdorf dominierte die Szenerie in allen Belangen und fegte in einer guten Stunde über die Heide. Da es dem KSV ganz zum Schluss eines langen Pokaltages nicht besser erging und die beiden Erstplatzierten dieser Dreierrunde weiterkamen, war die Freude im Dübener Lager entsprechend groß.

In der Liga geht es am 19. November bei den Leipziger Nordsternen weiter.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Carlonie Monien, Barbara Geißler, Luise Wottke, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs

SV Bad Düben II – SV Reudnitz II                     3:1 (19, -16, 20, 18) 99 min.

SV Bad Düben II – GSVE Delitzsch III               2:3 (22, 24, -21, -10, -10) 115 min.

Eine zufrieden stellende Leistung genügte den Bezirksklasse-Männern, um sich in deren Dreierrunde gegen die Bezirksligisten SV Reudnitz II und GSVE Delitzsch III als Sieger durchzusetzen. Als das Weiterkommen feststand, erlaubte sich Spielertrainer Kevin Phillipp gar einige Wechsel, um all seinen Schäfchen genügend Einsatzzeit zu gewähren. „Hätten wir mit der ersten Formation durchgespielt, wäre es gegen Delitzsch sehr deutlich zu unseren Gunsten ausgegangen. Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Coach und Ersatz-Kapitän. Im Viertelfinale am 14. Januar geht es gegen Bezirksklasse-Spitzenreiter SV Sachsen Delitzsch und Bezirksliga-Aufsteiger SV Stahl Brandis.

Die Jungs aus der Heide fuhren ersatzgeschwächt – die Stammspieler Martin Zeidler und Kapitän Stefan Tiesies fehlten – als Außenseiter an den Lober. Aber etwas ausgerechnet haben sie sich schon. Gegen athletische Reudnitzer startete der SVBD furios. Der Block arbeitete gut und besonders die Außenangreifer Tim Bomsdorf, Martin Hönemann und Stefan Deinert konnten den nötigen Druck ausüben. Im zweiten Satz sorgte ein kurzer Einbruch und sich stärker auf den Dübener Sechser einstellende Gegner für den Ausgleich. Im Anschluss übernahmen die Kurstädter wieder das Heft in die Hand. In der wichtigen Schlussphase zerlegte Deinert nahezu im Alleingang die Reudnitzer Feldabwehr. Der vierte Durchgang war ein reiner Augenschmaus. Gegen Ende feierte dann sogar der 18-jährige Jugendspieler Lukas Ohrisch aus dem Kreisklasse-Team seinen Einstand – und wie. Ohne Vorwarnung eingewechselt und ohne große Chance zum Überlegen, kam der erste Pass schon in seine Richtung geflogen. Hoch, drauf, Punkt – willkommen im Bezirk!

In der zweiten Begegnung gegen Bezirksliga-Aufsteiger GSVE Delitzsch III genügten also zwei Sätze zum Weiterkommen. Die Aufstellung wurde leicht verändert. Phillipp rückte für Hönemann auf die Außen-Position, Alexander Becker übernahm das Zuspiel. Nach großen Startschwierigkeiten nahm der Heide-Express gehörig Fahrt auf. Den uneingespielten Hausherren wurde auch das letzte Quäntchen Lust ausgesaugt. Es passte nicht alles, dennoch bestimmte das Team aus der Bezirksklasse die Szenerie. Das lag auch an Peter Lüddecke, irgendwie die tragische Figur des Spiels. Letzte Saison noch im Dress der Bad Dübener, agierte er auf der Delitzscher Diagonalposition äußerst unglücklich. Den entscheidenden Genickstoß gab Vinzenz Rummel, der zweite Jugendspieler aus der Kreisklasse im Kader. Der 16-Jährige blockte in der Crunchtime erfolgreich Ex-Bundesligaspieler Christian Wolff. Ein Punkt und das Viertelfinale waren sicher, Zeit, kräftig durchzumischen. Nacheinander gingen Phillipp, Deinert, Bomsdorf und Rummel vom Feld. Der Tiebreak verlief kurios. Bad Düben führte bereits 7:1 und 8:3, bekam anschließend allerdings kaum noch einen Ball durch – 10:15, 2:3 verloren! Reudnitz gewinnt im Anschluss 3:1 gegen sich auflösende Delitzscher – Platz eins für Bad Düben, Niederlage geschenkt.

Am kommenden Samstag geht es mit einem Heimspieltag in der Liga weiter. Gegen den SV Reudnitz IV (SSR) und die L.E. Volleys V sollen möglichst die Punkte 8 bis 13 auf das eigene Konto wandern.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Lukas Händler, Martin Hönemann, Vinzenz Rummel, Stefan Deinert, Tim Bomsdorf, Alexander Becker, Sirko Lange, Pierre Renner und Lukas Ohrisch