„Wie früher...“

Post by Phillipp

Bad Düben/Delitzsch. Die ersten beiden Herrenteams der Bad Dübener Volleyballer erlebten ein denkwürdiges Wochenende. Die Regionalliga-Männer beendeten in ihrem 100. Ligaspiel eine sechs Partien andauernde Durststrecke mit einem Kraftakt gegen den VC Altenburg, stiegen einen Tag später dennoch endgültig ab. Die Bezirksklasse-Herren rangen wenige Stunden zuvor den ESV Delitzsch im Bezirkspokal-Viertelfinale in einem nicht enden wollenden Tiebreak nieder und lösten so das Ticket zum großen Final Four am 21. Mai.

SV Bad Düben – VC Altenburg               3:2 (-21, 22, -14, 15, 11) 116 min.

Alles war angerichtet: Mit dem Volleyball-Club aus Altenburg kam zum großen Jubiläum ein Team in die Kurstadt, wo sich die Schützlinge von Trainer Wolfgang Müller einiges ausrechnen konnten. Der Plan stand, Spielertrainer, Kapitän und Ausnahmekönner Michael Münchow sollte irgendwie aus dem Spiel genommen werden. Ohne ihren Alleinunterhalter wären die Skatbrüder aus Thüringen wohl nur eine mittelmäßige Landesliga-Mannschaft, hätte in der Regionalliga nichts zu melden. Nur wie? Genau, indem man den 2,03-Meter-Turm mit Bundesliga-Erfahrung nicht in Ruhe lässt. Klar kann man Münchow nicht über fünf Sätze hinweg in Schach halten, aber wenn man ihm permanent auf die Ketten geht, ihn pausenlos mit Aufschlägen füttert, im Block hin und wieder den Zahn zieht, geht selbst dem besten Schlacks die Puste irgendwann aus.

So geschehen am Samstagabend im Wohnzimmer Bundespolizei. Nach knapp zwei Stunden schoss der abgekämpfte VCA-Chef-Kanonier seine letzte Platzpatrone zwei Meter ins Aus. Rund 120 Menschen rissen jubelnd die Arme in die Luft. Der Herz-König war erlegt. Bis auf Satz Nummer drei eine großartige Vorstellung der Heide-Buben, die weg von tabellarischen Konstellationen aufspielten wie zu besten Sachsenliga-Zeiten und im 100. Ligaspiel seit dem Neuanfang 2010 in der Bezirksliga ihren 69. Sieg einfuhren.

Knackpunkt des Spiels der Beginn des vierten Durchgangs. Die Männer von der Mulde wurden im Satz davor böse verhauen und starteten plötzlich mit einem 8:0 (!). Zuspieler Frank Baumgarten Aufschläge taumelten Münchow immer wieder auf die Arme. Dazu pflückten Thomas Haack und Kevin Phillipp einen Angriff nach dem anderen runter. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen unter den Altenburger Spielern, die fortan auseinander brachen. Die nun hellwachen Gastgeber agierten bis zum letzten Ball wie im Rausch, blockten, kratzten und bombten sich von Punkt zu Punkt. Weiterer Wendepunkt: Bereits früh in der Partie, nach 0:1-Satzrückstand, steht es im zweiten Satz bereits 2:8 für die Gäste. Phillipp ersetzte David Wächter auf der Außenposition. Bad Düben stabilisiert die Annahme und rückt Altenburg auf die Pelle. Dieser Durchgang wird noch gedreht.

Drei Partien stehen nun noch an. Das Spiel gegen den SV Reudnitz, eigentlich kommenden Samstag, wird aktuell verschoben, vermutlich auf den 6. März (finale Informationen folgen). Die bereits verschobene Begegnung bei den L.E. Volleys II findet am 12. März statt. Am 19. März wird das einjährige Intermezzo daheim gegen den VSV Oelsnitz beendet. Denn seit Sonntag steht fest: Es geht definitiv wieder runter in die Sachsenliga. Reudnitz schnappte sich im Derby gegen Markkleeberg einen wertvollen Zähler, wodurch der SVR nun uneinholbare zehn Punkte vor den Dübener Recken steht.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän André Kanitz, Frank Baumgarten, Sascha Baumgart, Thomas Haack, Daniel Lange, David Wächter, Henry Ungelenk, Kevin Phillipp, Björn Vanselow, René Hellwig

ESV Delitzsch – SV Bad Düben II               2:3 (20, 23, -17, -20, -19) 112 min.

Was für ein Krimi, Drama pur mit Happy End für die SVBD-Reserve: Nach 112 Minuten wechselvoller Spielzeit steht es im entscheidenden Tiebreak bereits 20:19. Sirko Lange, der nach seiner Einwechslung im dritten Satz ein nahezu fehlerloses, dafür punktreiches Spiel liefert, schlägt zum dritten Bad Dübener Matchball auf. Wacklige Annahme vom Delitzscher Libero Tobias Knappe, hoher Ball auf Christian Dorn, dessen Angriff Kapitän Constantin Schneider locker annehmen kann. Zuspiel auf Tim Bomsdorf, dessen Angriff wiederum stark geblockt wird. Als die Schiedsrichterin bereits den Arm zur ESV-Seite ausstreckt, bekommt Lange noch seinen Fuß unter den Ball und bugsiert diesen ins Netz. Felix Kempe pritscht das Leder schließlich auf die andere Seite, wo den Hausherren der Aufbau erneut schwer fällt. Zuspiel auf Diagonalangreifer Christian Troitzsch, der keinen Fehler riskieren will und locker rüber schlägt. Annahme, Kurzpass auf Keulenwurf-Vizeweltmeister Lukas Händler, der sich ein Herz fasst und die Murmel so hart am Block vorbei ins Feld drischt, dass der ESV diese nicht mehr verwerten kann. Die Männer vom Lober, vorher bereits vier Matchbälle vergeben, sinken vereinzelt zu Boden. Bei den Kurstädtern bricht ein wahrer Jubelorkan aus.

Es war geschafft. Nach 0:2-Satzrückstand stabilisierte sich zunehmend die Annahme. Der bis dato schwache Bomsdorf blühte plötzlich auf und auch die Formkurve der Mittelblocker Händler und Schneider zeigte nach oben. Vorher spielten es die in dieser Saison noch ungeschlagenen Gastgeber souverän runter, nutzten die Eigenfehler. Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei den Schokostädtern auch die Kräfte, den angeschlagenen ESV-Kapitän Michael Kurze plagten später Krämpfe. Beim eher jungen Dübener Team (anfängliches Durchschnittsalter auf der Platte: 24,0) setzte das Adrenalin weitere Reserven frei.

Im Final Four, welches am 21. Mai (Ort noch unbekannt) ausgetragen wird, wartet mit Bezirksligist Krostitzer SV II ein weiteres Derby im Halbfinale. Außerdem spielen die L.E Volleys VII (Stadtligist) und die L.E. Volleys IV (Bezirksligist und Titelverteidiger) um den Einzug ins Finale.

Noch in der Kabine bekam Fußakrobat Lange die Nachricht, dass die Geburt seiner zweiten Tochter in Gange ist. Wenige Stunden nach seiner zirkusreifen Rettungsaktion wurde eine gesunde Eva Vanessa geboren. Alles Gute für die Zukunft, ihr Vier!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Constantin Schneider, Peter Lüddecke, Felix Kempe, Stefan Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Sirko Lange, Stefan Tiesies, Daniil Gorr

„Sind sie zu stark, bist du zu schwach“

Post by Phillipp

TSG Markkleeberg 1903 – SV Bad Düben            3:0 (16, 15, 12) 61 min.

 

Markkleeberg. Der Fisherman‘s-Friend-Slogan passte für die Regionalliga-Männer des SV Bad Düben nicht nur am vergangenen Spieltag wie die Faust aufs Auge. Es ist auch die Überschrift der Saison. Ohne eine reelle Chance zu irgendeinem Zeitpunkt der Partie beim Ligaprimus aus Markkleeberg wurden die Kurstädter vor 125 Zuschauern (gut 20 Auswärtsfans) gerupft. Die Erleichterung, dass man wenigstens die Ein-Stunden-Marke knacken konnte, war hinterher ebenso groß wie beim Erreichen der Zweistelligkeit im Schlussakkord. Vier Spiele vor Schluss beträgt der Abstand auf das rettende Ufer (= SV Reudnitz) elf Zähler. Wer jetzt noch an den Klassenerhalt glaubt, gönnt sich offenbar regelmäßig mit Alice (die aus dem Wunderland) eine heiße Dusche. Am Samstag (20.02.) beginnt wohl die Abschiedstournee vor heimischer Kulisse gegen den VC Altenburg. „Wir sind unseren Zuschauern einiges schuldig geblieben in dieser Saison und sie haben dennoch zur Stange gehalten, haben uns auswärts überall hin begleitet. Wir werden die Spiele also nicht herschenken“, feuert Zuspieler Frank Baumgarten den Kessel an.

Am südlichen Rande von Leipzig musste Coach Wolfgang Müller auf drei Akteure verzichten: Björn Vanselow (Arbeit), André Reichenbach (Krankheit) und René Bischoff (Urlaub) standen nicht bereit. Mit Lockerheit sollte einiges gehen. Schließlich hatte man nichts verlieren. Lediglich der Gegner spielte dabei nicht mit. Die TSG stand unverschämt stabil in der vom wohl besten Libero der Liga, Wolfgang Herold, dirigierten Annahme und agierte gnadenlos im Angriff. Jegliche Verschiebungen in der eigenen Feldabwehr nahmen die Markkleeberger Kanoniere unbeeindruckt zur Kenntnis und ließen sich eine Alternative einfallen. Allen voran Kapitän Sebastian Eisemann und Leonard Stampehl, aber auch die gut aufgelegten Mittelblocker Markus Haun und Martin Groth stellten den Dübener Sechser ständig vor unlösbare Aufgaben.

Im zweiten Satz überraschte SV-Trainer Müller seine Schützlinge mit einer Wechselidee. Mitte des Satzes kam Sascha Baumgart für Kevin Phillipp, um in der Annahme wieder zurück zu wechseln, damit Phillipp für Libero Henry Ungelenk ausgewechselt werden konnte. Bis zum zehnten Punkte spielten die Muldestädter ordentlich mit. Diese Verwirrung kostete dann Kräfte und Substanz. Im dritten Satz ersetzte Baumgart dann endgültig den entnervten Phillipp. Die Gastgeber setzten sich zeitig ab und fingen an zu zaubern. Dabei hatte man nie das Gefühl, den Gegner zu 100 Prozent Leistung zu zwingen. Wenn es den Kreft-Schützlingen zu eng wurde, zogen sie kurz an, um im Anschluss locker zu verwalten. Die Dübener Moral war letztendlich gebrochen. Alle auf dem Feld sehnten nur noch dem finalen Ball entgegen.

Für den SV Bad Düben spielte: Kapitän André Kanitz, Frank Baumgarten, Kevin Phillipp, Thomas Haack, Daniel Lange, David Wächter, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart, René Hellwig

„Per Energieleistung zur Lasershow“

Post by Phillipp

Dommitzsch/Markkleeberg. Zwei Bad Dübener Volleyball-Teams waren am Samstag aktiv. Zwei Punkte lautet die magere, aber in Ordnung gehende Ausbeute. Während die Bezirksklasse-Damen beim Top-Favoriten aus Markkleeberg in zwei Durchgängen am Satzgewinn schnupperten, mussten die Bezirksklasse-Männer in Dommitzsch den unnötigen Umweg über den Tiebreak zum dritten Saisonsieg gehen.

Dommitzscher SV Grün-Weiß II – SV Bad Düben II               2:3 (-23, -22, 13, 20, -6) 114 min.

91 Tage oder ziemlich genau drei lange Monate hat es gedauert, bis die zweite Herrenmannschaft wieder zum Jubelkreis ansetzen konnte. Die Schützlinge von Trainer Kevin Phillipp durchlebten während des Heidederbys beim Dommitzscher SV II ein Wechselbad der Gefühle. Nach zwei überzeugenden Abschnitten, die letztendlich viel zu knapp ausfielen, brach das junge Team völlig ein, gab die Sätze drei und vier deutlich weg. Zum richtigen Zeitpunkt war die Mannschaft, angeführt von den bärenstarken Außenangreifern Felix Kempe (19 Jahre) und Tim Bomsdorf (20), wieder voll auf der Höhe und sicherte sich die erste Tiebreak-Entscheidung in dieser Spielzeit. Im Anschluss ging die große (Kabinen-)Sause los. Neben den beiden Auswärtspunkten gab es eine absolvierte Lehre, eine klammheimliche Hochzeit und einen werdenden Vater zu begießen. Licht aus, Laserspots und Musikbox an. Da schauten die Außenstehenden nicht schlecht.

Die Bad Dübener Reserve ging top-motiviert in die Partie. Zuspieler Peter Lüddecke sowie Ersatz-Kapitän und Keulenwurf-Vizeweltmeister Lukas Händler setzten einige Blocks und ließen die Offensive aus der Gänsebrunnenstadt alt aussehen. Die Hausherren kämpften sich im Verlaufe des ersten Abschnitts jedoch wieder zurück und gestalteten die Endphase noch einmal spannend. Ähnliches Bild im zweiten Satz. Kempe und Bomsdorf groovten sich langsam ein und stellten die gegnerischen Blocks immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Fundament des Erfolgs war eine stabile Annahme der drei jüngsten auf dem Feld (Händler, Kempe und Bomsdorf), worduch Lüddecke das Spiel gut aufziehen konnte.

Im dritten Satz ließ die Konzentration nach. Dommitzsch hatte nichts mehr zu verlieren und der Kurstadt-Sechser seine Gedanken bereits in der Kabine. Alexander Becker ersetzte Lüddecke, Stefan Deinert löste den ausgepowerten Martin Köhler auf der Diagonal-Position ab. Deinert knickte eine Woche zuvor im Training, meldete sich jedoch fit und spielte trotz Schwellung und kunterbuntem Huf zweieinhalb Sätze durch. Mitte des vierten Akts, als der DSV bereits hoch führte, wachte der SVBD so langsam auf, holte Schwung für den Endspurt und kämpfte sich so in die Partie zurück. Im Tiebreak hatten die Grün-Weißen dann nichts mehr entgegenzusetzen.

Mit diesem Arbeitssieg verlassen die Phillipp-Männer wieder die Abstiegsplätze, indem sie sich mit nunmehr acht Punkte vor den SV Reudnitz III (7) setzen. Am 20. Februar geht es im Bezirkspokal weiter. Beim ESV Delitzsch (2. Bezirksklasse) soll das Ticket für das Final Four am 21. Mai gelöst werden. In einem eventuellen Halbfinale würde dann der Krostitzer SV II aus der Bezirksliga warten. Aber immer schön ein Schritt nach dem anderen. Im Ligaalltag geht es mit einem Heimspieltag weiter. Dieser wird soeben auf Wunsch des Spitzenreiters SV Stahl Brandis verschoben. Vermutlich geht es da am 5. März rund. Nähere Informationen folgen!

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Lukas Händler, Peter Lüddecke, Felix Kempe, Martin Köhler, Tim Bomsdorf, Stefan Tiesies, Sirko Lange, Stefan Deinert, Alexander Becker

TSG Markkleeberg 1903 III – SV Bad Düben              3:0 (22, 12, 22)

Nichts wurde es mit einer erneuten Überraschung beim Ligakrösus. Im ersten und dritten Durchgang hatten die Kurstädterinnen von Trainerin Susanne Windisch die TSG Markkleeberg 1903 III am Zipfel gepackt. Zu einem Satzerfolg reichte es dennoch nicht. Fast mit voller Kapelle – lediglich Libera Carmen Drefs fehlte – stemmten sich die Nordsächsinnen gegen die scheinbare Übermacht aus dem Leipziger Südrand. Eine ansprechende Leistung reichte am Ende dennoch nicht.

Mit der vierten Saisonniederlage rutschen die Windisch-Mädels auf Platz vier ab, auch weil parellel Liga-Neuling SV Einheit Borna II in Delitzsch gewann. Ein Podiumsplatz ist weiterhin drin, auch wenn die Konkurrenz nun langsam die gespielten Partien aufholt. Dennoch ist auch ein Blick in den Rückspiegel nicht für umsonst. Der zweite starke Aufsteiger vom SV Liebertwolkwitz ist bei zwei Spielen weniger nur fünf Punkte hinter dem SVBD. Jetzt sind erst einmal vier Wochen Pause angesagt. Dann geht es am 27. Februar daheim gegen den ESV Delitzsch und den SV Reudnitz IV (SSR) weiter.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Barbara Geißler, Luise Wottke, Sandra Grundmann, Sina Franke, Julia Tröbs, Caroline Monien, Maria Krafczyk, Sarah Reinicke, Juliane Heßler, Sophia Schaffernicht

„Gute Erinnerungen machen Mut“

Post by Phillipp

SV Bad Düben – Erfurter VC              Sa., 06.02., 18 Uhr, SH Bundespolizei

Bad Düben. Am kommenden Wochenende haben alle Volleyball-Teams des SV Bad Düben spielfrei – bis auf die Regionalliga-Männer. Der zweite Heimsieg und damit dritte Saisonsieg soll her. Mut macht dabei: der Gegner. Im Hinspiel beim Erfurter VC holten sich die Männer von Trainer Wolfgang Müller ihren Premierenerfolg in der vierthöchsten Spieletage. Nach gut zwei Stunden Kampfvolleyball hieß es damals 3:2 für die Kurstädter.

Das darf sich gern wiederholen. Zumal die Gastgeber seit dem Jahreswechsel immer noch auf die erste Jubeltraube warten. 2:3 beim USV TU Dresden, 0:3 daheim gegen den 1. VSV Jena 90 und ein 1:3 beim Vorjahres-Meister VC Dresden II stehen bislang zu Buche. Ganz anders läuft es bisher für den EVC. Die Mitaufsteiger haben bereits vier Rückrundenspiele auf dem Buckel und konnten alle für sich entscheiden, dabei auch zwei Tiebreak-Partien gegen die favorisierten Top-Teams aus Oelsnitz und Jena. Vom potentiellen Abstiegskandidaten mauserte sich die Mannschaft von der Krämerbrücke zum Mittelfeld ohne große Sorgen. Fünf Punkte haben die Protze-Schützlinge bereits zwischen sich und der Abstiegszone gebracht. Lediglich drei Punkte trennen Erfurt als Tabellenfünfter vom Treppchen.

Dabei war man im Dübener Lager nach dem Hinspielsieg fast schon unzufrieden, dass man nicht die volle Punkteausbeute abstaubte. Erfurt spielte sehr variantenarm und mit hoher Fehlerquote behaftet. Die Freude über den Sieg überstrahlte jedoch alles. Auch dagegen hätte man an der Mulde nichts.

Wer sich das Duell der beiden amtierenden Meister ihrer jeweiligen Bundesländer zu Gemüte führen möchte, sollte am Samstag den Weg in die Sporthalle der Bundespolizei nicht scheuen. Die Mannschaft hofft auf die gewohnt lautstarke Unterstützung. Möge Bad Düben die erste Truppe sein, die dem Erfurter VC in diesem Jahr ein Bein stellen kann.

Die Begegnung wird 18 Uhr von Christian Fischer aus Pirna sowie Staffelleiterin Carolin Zinßmann aus Dresden angepfiffen. Der Eintritt ist wie immer frei und für Verpflegung bestens gesorgt.

„Zwei Teams wollen Fahne hochhalten“

Post by Phillipp

Dresden/Bad Düben/Delitzsch/Markkleeberg/Dommitzsch. Die bisherige Ausbeute des noch sehr jungen Jahres liest sich für die Sympathisanten des Bad Dübener Volleyballs äußerst ernüchternd: Sowohl für die Regionalliga-Männer als auch für die beiden Kreisklasse-Teams stehen bislang lediglich Niederlagen zu Buche. Wenigstens zum Rückrunden-Auftakt beim USV TU Dresden konnte die Müller-Bande zumindest einen Punkt entführen. Da kommt das letzte Januar-Wochenende genau richtig. Schließlich gehen dort die beiden Truppen an den Start, die 2016 bereits etwas Positives vorzuweisen haben.

VC Dresden II – SV Bad Düben        3:1 (20,17,-21,19) 96 min.

Die Stagnation geht weiter. Obwohl die Regionalliga-Schmetterer vor der Partie beim VC Dresden II den erdrückenden Wind aus den Segeln nahmen, sprang beim verjüngten Vorjahres-Meister erneut nichts Zählbares raus. Bis Satzmitte spielten die Kurstädter gut mit, hielten den Ausgang offen, verkrampften dann jedoch obligatorisch und überließen den dankbaren Kontrahenten das Feld. Für den VCD reichte laut eigener Aussage die schwächste Saisonleistung zum Drei-Punkte-Erfolg. Welch Ironie! In der vergangenen (Sachsen-)Meistersaison erspielten sich die Nordsachsen an gleichem Ort mit einer dürftigen Leistung einen ungefährdeten 3:1-Erfolg gegen die dritte Vertretung der Elbstädter. Fast die gleichen Gesichter illern mittlerweile aus den Trikots der zweiten Dresdner Garde und bereiteten jüngst Kopfzerbrechen. Das zeugt zum einen vom großen Talent und Potential in der teils mit Jugendnationalspielern besetzten Truppe, auf der anderen Seite wird auch die Verunsicherung und das fehlende Selbstbewusstsein im Dübener Lager ersichtlich.

SVBD-Trainer Wolfgang Müller hatte mit elf einsatzbereiten Spielern (darunter erneut Felix Kempe aus der Reserve) so viele Möglichkeiten wie selten. Lediglich die beiden Außenangreifer David Wächter (Krankheit) und Kevin Phillipp (Einlösen eines Geschenks seiner Mitspieler) fehlten. Dass generell die Lust fehlt, kann also niemand behaupten. Zeit wird es, dass man das auch wieder auf dem Feld sieht. So wie gegen Dresden: Erst beim 0:2-Satzrückstand, als die Nordsachsen mit dem Rücken zur Wand stehen, erwachte der in den letzten Jahren so gefürchtete Kampfgeist. Angetrieben vom eingewechselten, nimmermüden Duracell-Hasen René Bischoff bohnert der Gast aus der Provinz den Hallenboden im „Volleydome“ Bürgerwiese – zu spät und leider abermals zu inkonstant.

Der SV Bad Düben bleibt also vorerst weiter auf seinen sechs Pünktchen sitzen. Der Nächste – die L.E. Volleys II – haben 13, knapp hinter dem SV Reudnitz (14), der seit Weihnachten dreimal ganz böse auf’s Auge bekommen hat. Acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Das bleibt in sechs ausstehenden Spielen eine Mammutaufgabe. Auf der anderen kommen mit Erfurt und Altenburg auch noch schlagbare Gegner an die Mulde und Leipzig sowie Reudnitz müssen noch auswärts bespielt werden.

Am 6. Februar kommt erst einmal der Erfurter Volleyballclub in die Sporthalle der Bundespolizei. Das Hinspiel ist Dübener Sportgeschichte. Hier landeten die Bad Dübener Männer ihren ersten Regionalliga-Sieg. Lothar Matthäus hat einmal gesagt: „I hope we have a little bit lucky.“ In diesem Sinne…

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän André Kanitz, Frank Baumgarten, Sascha Baumgart, Thomas Haack, Daniel Lange, André Reichenbach, Henry Ungelenk, René Bischoff, Björn Vanselow, René Hellwig und Felix Kempe

SV Bad Düben III – Laußiger VV                      0:3 (-11,-8,-14) 50 min.

SG Pristäblich – SV Bad Düben III                   2:0 (14,7)

VfB Eilenburg II – SV Bad Düben III                2:0 (19,20)

Die Kreisklasse-Jungs von Trainer Michael Bock hatten sich vor ihrem Drei-Spiele-Wochenende auch viel vorgenommen und landeten unsanft auf dem Hosenboden. In Minimalbesetzung flogen die wacker kämpfenden Burschen am Freitagabend aus dem Kreispokal raus. Die Gäste vom Laußiger VV kamen mit einer teilweise auf Landesebene erfahrenen Truppe um Stefan Nordt, Martin Petersen und Mario Voigt in die Kurstadt und zeigten dem Nachwuchs die Grenzen auf. Am Sonntag sprangen im Ligabetrieb auch gegen die SG Pristäblich und die Reserve des VfB Eilenburg nichts Zählbares heraus. Somit sitzen die Heide-Buben weiter auf Rang acht fest.

TSG Markkleeberg 1903 III – SV Bad Düben                Sa., 30.01., 16 Uhr, SH Rudolf-Hildebrand-Schule

Spitzenspiel in der 2. Bezirksklasse. Der ungeschlagene Tabellenzweite (Bilanz: 9 Spiele, 9 Siege, 26 Punkte) der dritten Mannschaft der TSG Markkleeberg 1903 trifft auf die Damen des SV Bad Düben (11 Sp., 8 S., 24 Pkt.). Spitzenreiter ist dagegen die Reserve aus Schildau mit 27 Punkten aus elf Spielen. Markkleeberg ist der Meisterschaftsfavorit und fast verlustpunktfrei. Allerdings nur fast! Einen einzigen Punkt – und somit das Erreichen des Tiebreaks – mussten die TSG-Damen in dieser Saison erst abgeben. Und zwar im Hinspiel! Auch in Markkleeberg kämpfte sich das Team von Trainerin Susanne Windisch nach 0:2-Rückstand noch bis in den entscheidenden fünften Durchgang. Gegen eine Wiederholung hätte der SVBD sicher nichts, zumal insgeheim noch auf ein Platz auf dem Treppchen gehofft werden darf.

Das Spitzenspiel beginnt im Anschluss an das Markkleeberger Match mit den Lobstädter Devils gegen 15.30 Uhr. Austragungsort ist die Sporthalle der Rudolf-Hildebrand-Schule (Mehringstraße 6).

Dommitzscher SV Grün-Weiß II – SV Bad Düben II    Sa., 30.01., 14 Uhr, SH Grundschule

Die Bezirksklasse-Männer um Trainer Kevin Phillipp starten als letztes SVBD-Team in die Rückrunde. Bei der zweiten Gilde des Dommitzscher SV Grün-Weiß geht es gleich um die berüchtigte Wurst. Da der Rest der Liga zwischenzeitlich aktiv war, rutschten die Kurstädter (6 Punkte) auf den ersten Abstiegsplatz 7 ab. Der SV Reudnitz III (7) hat sich vor die Nase gesetzt, der DSV (9) bildet das obere Ende der unteren Hälfte. Man muss also kein Adam Riese sein, um zu wissen, welche Bedeutung hinter dieser Partie steckt. Im Fußball würde man wohl von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen. Und richtig: Im besten Fall schließe man mit Dommitzsch auf, im worst case trennen beide Heide-Teams sechs Zähler.

Mut macht zum einen das Hinspiel. Wie entfesselt spielte die verjüngte Dübener Mannschaft auf, holte sich durch ein überzeugendes 3:0 den ersten Saisonsieg. Zum anderen tankte das Ensemble beim Neujahrsturnier in Wurzen Selbstbewusstsein, als es sich souverän den Titelgewinn sicherte. Fehlen werden dagegen Kapitän Constantin Schneider und Sebastian Tatschner. Außerdem knickte Diagonalangreifer Stefan Deinert in der zurückliegenden Woche um. Ein Einsatz ist daher äußerst fraglich. Nichtsdestotrotz soll es nach drei Pleiten gegen starke Tresenwalder (zweimal) und die VSG Nord mit dem dritten Saisonsieg klappen.

Die Auswärtspartie in der „Grünen Hölle“ (Sporthalle Grundschule Dommitzsch, Leipziger Straße 75) wird pünktlich 14 Uhr vom GSVE Delitzsch III angepfiffen. Das Schiedsgericht ist der dritte nordsächsische Vertreter an diesem Dommitzscher Heimspieltag.