„Dunkler Samstag, sonniger Sonntag“

Post by Phillipp

Leipzig/Krostitz/Eilenburg/Bad Düben. Freud und Leid wechselten sich in den Reihen der Bad Dübener Volleyballer am letzten Spiel-Wochenende vor Ostern munter ab. Während am Samstag die Sachsenliga-Holzbuben wohl die Meisterschaft verspielten und die Bezirksklasse-Damen krachend am Big Point vorbeistürzten, schien am Sonntag die Sonne über Bad Düben. Die Kreisklasse-Damen siegten in beiden Top-Spielen und die Bezirksliga-Männer befreiten sich erstmals aus der Abstiegszone.

TSV Leipzig 76 – SV Bad Düben         3:1 (27, -18, 16, 20) 105 min.

So schnell kann es gehen. In der Vorwoche beim Heimspieltag noch Ekstase kurz vor der innerlichen Explosion und dann das. Spieler und mitgereiste Fans wussten gleichwohl nicht so richtig mit der Situation umzugehen. Der bis dahin noch abstiegsbedrohte Regionalliga-Absteiger TSV Leipzig 76 hat den Meisterschaftsanwärter aus der Heide in vier Akten erlegt. Hochverdient sogar. Die Hausherren schöpften ihr Potential gegen das Spitzenteam voll aus, die Holzbuben aus Bad Düben bekamen einfach keinen Fuß aufs staubige Linoleum. Zuspieler Frank Baumgarten, seit Wochen im beruflichen Stress, hatte spürbar keinen freien Kopf. Zudem nutzte der TSV die erschreckend schlechte Blockarbeit der Gäste an diesem Tag in starker Manier aus. Ohne Feldabwehr, ohne Angriffsdruck wurde es schwer. Auch der sonst so zuverlässige Hauptangreifer Jens Andrä konnte nichts ausrichten, schwankte selber gewaltig.

Der Aderlass in den letzten harten Wochen war wohl doch zu groß. Die zweite Saisonniederlage kam zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt. Vor dem Schlussakord am 7. April liegt der Krostitzer SV nun mit zwei Zählern in Front. Die „Rüpel“ müssen noch zum weit abgeschlagenen Tabellenletzten der VF Blau-Weiß Hoyerswerda. Sollte im Sorbenland nicht ein mittelschweres Wunder passieren, würde auch ein Sahnetag mit drei Punkten beim SV Chemnitz-Harthau nicht zum zweiten Titel nach 2015 reichen. Gefeiert werden soll trotzdem. Schließlich spielt das Team von Spielertrainer Thomas Haack eine berauschende Saison, mindestens die zweitbeste der Vereinsgeschichte. Das darf dann auch mal berauschend gefeiert werden.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Florian Schreiber, Constantin Schneider, André Reichenbach, Sascha Baumgart, David Wächter und Daniil Gorr

Krostitzer SV – SV Bad Düben           3:0 (9, 24, 22) 70 min.

„Sch...tag“, lautete das kurze, aber wohl treffende Fazit von Trainerin Susanne Windisch. Auf der Zielgeraden stellten sich ihre Schützlinge mit der mit Abstand schwächsten Saisonleistung selbst ein Bein und verloren hochverdient 0:3 beim Krostitzer SV.

Ohne Libera Carmen Drefs, Juliane Heßler, Sandra Grundmann und Barbara Geißle, dafür erneut mit Jugendspielerin Luisa Beutelorock aus dem Kreisklasse-Team ging es stark ersatzgeschwächt ins Bierdorf. Von Beginn an bekamen die Gäste aus der Kurstadt überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel der stark aufgelegten Krostitzer „Puppen“. Nach der Demontage im ersten Durchgang ging es in den Folgesätzen enger zur Sache. Das Glück hatten jedoch die Gastgeberinnen auf ihrer Seite.

Die unerwartet hohe Pleite, immerhin erst die zweite in der laufenden Saison, hat das Meisterschafts- und Aufstiegsrennen wieder so richtig spannend gemacht. Der KSV führt die Tabelle mit 41 Punkten aus 17 Spielen an. Zum Vergleich: Die viertplatzierten Dübenerinnen haben vier (!) Matches weniger in den Beinen und 31 Zähler gesammelt. Der SV Lok Engelsdorf III (37 Pkt.) und der SV Liebertwolkwitz (34) haben nach 15 Spielen auch noch berechtigte Chancen. Alles deutet auf eine Entscheidung am letzten Spieltag am 28. April hin, wenn Engelsdorf und Bad Düben bei den „Wolksern“ aufschlagen und Krostitz als haushoher Favorit bei den Leipziger Nordsternen gastiert. Vorher gilt es jedoch, bei den Heimspielen am 14. und 21. April den Grundstein zu legen.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Sina Franke, Julia Tröbs, Caroline Monien und Luisa Beutelrock

FSV Eilenburg – SV Bad Düben III                     1:2 (-15, 23, -10)

SSV 1952 Torgau – SV Bad Düben III               0:2 (-12, -15)

Rambazamba am Sonntagmorgen: Die Kreisklasse-Damen fegten in der Eilenburger Rinckart-Halle die beiden Spitzenteams aus Eilenburg und Torgau von der Platte und setzten sich damit selbst an die Spitze. Mit dem zehnten Sieg in Serie haben die Kurstädterinnen um Kapitänin Andrea Schulz nun zwei Punkte Vorsprung auf das Verfolger-Trio aus Thallwitz und den beiden Kontrahenten vom jüngsten Spieltag. Einziger Haken: Vor dem abschließenden Spieltag hat der SVBD aktuell noch zwei Partien mehr absolviert. Die Konkurrenz kann also noch nachlegen. am 29. April geht es in Eilenburg gegen den FSV Eilenburg II sowie den FSV 02 Thallwitz. Von der Kreismeisterschaft bis zur Holzmedaille ist noch alles drin.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Marion Lange, Daniela Sieg, Simone Piatyschek. Susanne Petersohn, Jana Schlaak, Annett Stänicke und Victoria Glaser

SV Bad Düben II – Krostitzer SV II                   3:2 (27, -22, 23, -18, 7) 121 min.

SV Bad Düben II – TSV Leipzig 76 II 3:0 (14, 19, 22) 63 min.

Raus mit Applaus – aus der roten Zone. Mit den Siegen fünf und sechs in den letzten sieben Ligaspielen katapultierten sich die Bezirksliga-Männer erstmalig in dieser Saison weg von den Abstiegsplätzen. In der ersten Partie des Tages war schnell klar, dass beide Teams nicht zum Kaffeekränzchen angereist waren. Ein hochemotionales und hochintensives Derby zwischen den beiden Sachsenliga-Reserven wurde von einem stark überforderten Schiedsgericht des Tabellenschlusslichts aus Leipzig geleitet. Massive Fehlentscheidungen gab es auf beiden Seiten, diskutiert wurde viel. Und laut. Am Ende setzten sich die jüngeren Hausherren – durchaus verdient – durch, auch weil die Unparteiischen einen Aufstellungsfehler des KSV (falsche Nummer auf dem Aufstellungszettel) erst beim Stand von 4:4 bemerkten. Mit 4:0 für den SVBD ging es weiter. Krostitz erholte sich von diesem Rückschlag nicht mehr, legte am Ende gar Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Beide Teams waren sich im Nachgang sicher: Eine Neuansetzung braucht es wohl nicht, aber sicherlich einen deutlichen Denkzettel für den TSV. So kann man in der Bezirksliga nicht auftreten.

Spielerisch hatte die zweite Partie kaum Highlights parat. Spielertrainer Kevin Phillipp wechselte von Beginn an munter durch (Martin Zeidler für Phillipp, Daniil Gorr für Stefan Dieter Deinert und Tobias Stadler und Stefan Nordt). Die Herausforderung bestand darin, nicht vollends kalt zu werden angesichts derart wenig Gegenwehr. Schlimm, schlimm, so ein Niveau in der Bezirksliga...

Bad Dübens zweite Garde liegt aktuell fünf Punkte vor dem SV Hohenprießnitz, der sich nun urplötzlich auf dem zweiten Abstiegsrang befindet. Beim GSVE Delitzsch III am 21. April besteht die Chance, den Deckel endgültig auf den Klassenerhalt zu machen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Daniil Gorr, Martin Zeidler und Tobias Stadler

„Nichts für Herzpatienten“

Post by Phillipp

Bad Düben/Eilenburg. Ein denkwürdiges Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Einerseits holten die Kreisklasse-Damen gleich drei deutliche Siege. Anderseits war das heimische Gipfeltreffen der Sachsenliga-Holzbuben wohl das Highlight schlechthin. Sowohl Titelverteidiger USV TU Dresden II als auch Spitzenreiter Krostitzer SV wurden in fünf dramatischen Sätzen niedergerungen.

SV Bad Düben – USV TU Dresden II        3:2 (-19, 22, 19, -20, 11) 119 min.

SV Bad Düben – Krostitzer SV                 3:2 (18, 27, -20, -20, 13) 134 min.

Des einen Freud ist stets auch des anderen Leid. Wie dicht Freud und Leid zusammenliegen können, wurde am Samstag kurz vor 19.30 Uhr deutlich. Während auf Dübener Seite – bei Spielern samt Anhang – alle Dämme brachen, schlug alles, was über zwei Stunden für den Krostitzer SV mitgefiebert hat, synchron die Hände über dem Kopf zusammen. Gewinnt Krostitz den Tiebreak, ist ihnen der Meistertitel praktisch nicht mehr zu nehmen. Jedoch sind es die Gastgeber, die sich nach 2:0-Satzführung und Krostitzer Ausgleich aufraffen und den fünften Durchgang diktieren. Über 13:9 und 14:11 ist das Ding eigentlich durch. Doch der KSV gibt sich einfach nicht geschlagen, verkürzt gar auf 13:14. Den Ausgleich hat Felix Beyer in der Hand. Der bärenstarke Hauptangreifer der Gäste kommt im Hinterfeld zum Schuss. Die Murmel bleibt im Block von Constantin Schneider und Daniel Lange hängen und tropft auf Dübener Seite runter. Kurz vor Bodenkontakt fährt Sascha Baumgart die Pranke aus und holt den Ball nach oben. Lange versucht vergeblich ranzukommen. Der Ball klebt dadurch an der Netzkante, rollt rüber und sechs Krostitzer sehen regungslos dem ins Feld schwebenden Ball zu. Ekstase! Was für ein kurioser letzter Punkt. Der nervenaufreibende Höhepunkt des Tages.

Weit über 100 ohrenbetäubend laute Zuschauer sahen die drei Top-Teams der Sachsenliga, die sich zwar nicht immer in Top-Verfassung präsentierten, aber mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Kampfgeist alles wettmachten und so für attraktiven Volleyball sorgten. Der Wintereinbruch wirbelte nicht nur auf den Straßen einiges durcheinander. Bad Dübens linke Klebe Florian Schreiber blieb bei der Anfahrt stecken, wurde von Teamkollegen rausgezogen. Auch Schiedsrichter Matthias Lohse und die Gäste von der Elbe kamen verspätet, sodass Partie Nummer eins um 15 Minuten nach hinten geschoben wurde. Zudem blickten die Dübener ständig gespannt zur Tür. Wann kommt er denn nun? Frank Baumgartens Flieger sollte 13.35 Uhr in Leipzig landen. In der Realität hob LH158 erst nach 14.30 Uhr in Frankfurt ab. Der Zuspiel-Rotschopf betrat mit dem Pfiff zum Einschlagen vor dem Kreisderby die Halle – allgemeines Aufatmen. Kevin Phillipp, Spielertrainer aus der eigenen Reserve, übernahm Baumgartens Part in der Dresden-Begegnung und huschte anschließend fix unter die Dusche, um nicht in Verlegenheit zu gelangen, sich vor dem Saisonfinale in der Bezirksliga noch festzuspielen. Außerdem vergrößerte sich im Laufe des Tages das Bad Dübener Lazarett. Zu Spielertrainer Thomas Haack (Bruch des Handwurzelknochens sowie Riss des Außenmeniskus) gesellten sich der gut aufgelegte Mittelblocker Lukas Ohrisch und Libero Henry Ungelenk mit Sprunggelenksverletzungen. Während Ersterer am Montagabend bereits wieder wie ein junges Reh mittrainieren konnte, muss die Abwehrkatze wohl eine Pause einlegen.

Zurück zu den Spielen: „Unglaublich wie wir immer wieder mit den Rückschlägen fertig geworden sind", stellte Haack seinem Team ein Riesenlob aus. Der eigentliche Hauptangreifer Daniel Lange rückte von der Diagonalposition in den frei gewordenen Mittelblock. Eigentlich zu viel der Umstellungen. „Man merkt einfach, dass sie seit Jahren zusammenspielen. Am Ende haben sie verdient gewonnen. Qualitativ sind sie in den Einzelspielern besser besetzt", sah KSV-Coach André Quasdorf ein.

Und was sagt die Tabelle? Krostitz führt vor dem letzten Spiel beim noch sieglosen Schlusslicht aus Hoyerswerda mit zwei Punkten. Bad Düben hat jedoch noch zwei Partien zu absolvieren, muss für die Meisterschaft gegen den TSV Leipzig 76 (24.03.) und den SV Chemnitz-Harthau (07.04.) mindestens fünf Zähler sammeln. Beide Hauptkontrahenten wollen den Weg in die Regionalliga gehen. Offiziell darf nur einer. Ausgang offen. Prost Mahlzeit!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Kevin Phillipp, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Sascha Baumgart, Constantin Schneider, Henry Ungelenk, Daniel Lange, David Wächter, Daniil Gorr und Frank Baumgarten

SV Bad Düben III – SG Pristäblich         2:0 (15, 11)

SV Bad Düben II – SV Bad Düben III    0:2 (-9, -10)

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz      0:2 (-11, -15)

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz    2:0 (15, 21)

Die Kreisklasse-Damen um Hauptangreiferin Kati Poschmann haben das Kunststück vollbracht, innerhalb von drei Tagen drei Siege einzufahren. Und das äußerst deutlich. Sowohl die SG Pristäblich am Donnerstagabend, als auch die vereinseigene zweite Garde sowie Tabellenführer FSV 02 Thallwitz am Sonntag hatten nichts zu bestellen. Wer in sechs Sätzen lediglich 81 gegnerische Punkte zulässt, hat sechs Zähler und damit den Sprung auf Tabellenplatz drei redlich verdient. Die Kurstädterinnen sind nun endgültig in der Spitzengruppen angekommen und wird beim Thema Meisterschaft noch ein gehöriges Wörtchen mitreden.

Die jungen Spielerinnen vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs hielten beim Duell mit Thallwitz ganz gut mit. Für ein Erfolgserlebnis langte es jedoch nicht. Weiter geht es für Bad Düben III am kommenden Sonntag (25.03.) in Eilenburg gegen die Spitzenteams vom gastgebenden FSV sowie aus Torgau. Bad Düben II muss am 15. April wieder ran – in Torgau gegen Verfolger FSV Eilenburg II.

Für den SV Bad Düben II spielten: Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Vanessa Wutze, Luisa Beutelrock, Helena Hoffmann, Katharina Sagmeister, Jacqueline Volkmann, Josephine Sieg und Johanna Witzke 

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Kati Poschmann, Simone Piatyschek, Marika Göllner, Marion Lange, Susanne Petersohn, Annett Stänicke, Jana Schlaak, Daniela Sieg und Victoria Glaser

„Trotz Wackler nicht gestrauchelt“

Post by Phillipp

TSG Markkleeberg 1903 V  – SV Bad Düben 0:3 (-23, -15, -14) 72 min.

Markkleeberg. Die Bezirksklasse-Damen der Bad Dübener Volleyballer haben der vierwöchigen Spielpause in erfolgreicher Manier ein Ende gesetzt. Beim Tabellenschlusslicht der TSG Markkleeberg 1903 V fuhren die stark ersatzgeschwächten Schützlinge von Trainerin Susanne Windisch – mit Libera Carmen Drefs, Diagonalangreiferin Sandra Grundmann, Außenangreiferin Juliane Heßler und Kapitänin Sara Vogelweider fehlten immerhin gleich vier wichtige Akteurinnen – den zehnten Sieg im elften Saisonspiel ein. Unterstützt wurde das Team abermals von Jugendspielerin Vanessa Wutzke aus dem Kreisklasse-Team. Dem knappen ersten Durchgang folgten zwei deutlichere Abschnitte zugunsten der Kurstädterinnen.

Trotz des lupenreinen Spielgewinns rutschte der SVBD (28 Punkte aus 11 Spielen) in der Tabelle auf Rang vier ab. Grund sind die immer noch deutlich weniger absolvierten Begegnungen im Vergleich zur Konkurrenz. An der Spitze thront weiter der SV Lok Engelsdorf III mit 32 Punkten aus 13 Partien vor dem Krostitzer SV mit 32 Zählern aus 14 Matches. Mit einem doppelten 3:0-Erfolg schob sich der SV Liebertwolkwitz (31 Pkt., 14 Sp.) vorbei auf den Bronzerang. Bereits am kommenden Samstag geht es für die Windisch-Damen weiter. In der legendären Sporthalle Czermaks Garten sollen gegen die Nachwuchstalente des SV Lok Engelsdorf IV (SSR) weitere Punkte folgen.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Julia Tröbs, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien und Vanessa Wutzke

„Erste Delle und Alter schlägt Jugend“

Post by Phillipp

Bad Düben/Leipzig. Ein insgesamt sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Die Teams im Bezirk gaben sich bei den Landesstützpunkten keine Blöße. Zudem siegten die Sachsenliga-Holzbuben gegen Aufsteiger St. Egidien. Allerdings mussten die Männer im Anschluss die erste Saisonniederlage hinnehmen, was die Spannung im Meisterschaftskampf und am kommenden Samstag in unermessliche Höhen treibt.

SV Bad Düben – SSV St. Egidien                        3:0 (20, 18, 23)

SV Bad Düben – SV Kreuzschule Dresden       1:3 (19, -22, -23, -22)

378 Tage lang hat kein Gegner vermocht, den Bad Dübener Sachsenliga-Schmetterern ein Bein zu stellen. Am Samstag ist es dann passiert. Der bärenstark auftretende SV Kreuzschule Dresden setzte mit dem 3:1-Sieg in der Kurstadt ein großes Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Gesundheitlich sichtlich angeschlagenen Hausherren gingen in Spiel zwei spürbar Konzentration und Luft aus. Die sonst verlässlichen Außenangreifer Jens Andrä und Florian Schreiber schleppten sich mit hartnäckigen Männerschnupfen aufs Linoleum, zahlten dem im Laufe des Tages Tribut.

Vier Sätze lang lief der Motor noch recht stotterfrei. Gegen Aufsteiger SSV St. Egidien konnte sogar Diagonalangreifer Daniel Lange ab Mitte des zweiten Durchgangs geschont werden. Die Partie tuckerte vor sich hin. Die Kurstädter gaben souverän das Tempo vor, zeigten in den entscheidenden Phasen ihre Entschlossenheit.

In der zweiten Partie lief auch zum Start noch alles wie am Schnürchen. Dann begann es zu holpern. „Wir waren einfach nicht mehr so bei der Sache. Immer wieder leichte Fehler sorgten auch für eine gewisse Unsicherheit“, resümierte Spielertrainer Thomas Haack, der mit verletztem Knie und Handgelenk wohl bis zum Saisonende zum Zuschauen verdammt ist. Die Kreuzschüler spielten obendrein in beeindruckender Manier auf. „Keine Ahnung, warum die da unten stehen“, befand Haack. In Aufschlag, Block und Angriff zeigten sich die Männer von Trainerin Svenja Haupt spielbestimmend. Auf Dübener Seite hingen zunehmend die Köpfe. Drei Sätze am Stück und somit auch die Begegnung gingen hauchdünn verloren.

Die drei Punkte reichten für eine kurze Tabellenführung bei gleicher Spielanzahl. Einen Tag später nutzte der Krostitzer SV den Ausrutscher und legte in starker Manier nach: Zwei 3:0-Heimsiege gegen die Top-Teams aus Chemnitz-Harthau und vom USV TU Dresden II. Der KSV hat nun fünf Zähler Vorsprung bei zwei mehr absolvierten Partien. Gegenüber Titelverteidiger USV II sind die Kurstädter mittlerweile vier Punkte in Front. Somit ist der Thriller vor dem letzten Heimspieltag am kommenden Samstag (17.03.) angerichtet. Bad Düben gegen USV TU und Krostitz. Mehr ist eigentlich nicht zu schreiben!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Constantin Schneider, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart und David Wächter

L.E. Volleys IV (SSR) – SV Bad Düben II           1:3 (-16, 16, -16, -19) 86 min.

Die zweite Garde ist weiterhin das Team der Stunde in der Bezirksliga. Vier der letzten fünf Partien gingen auf das kurstädtische Konto. So auch die jüngste Partie im Leipziger Sportgymnasium gegen die Hausknaben der L.E. Volleys IV (SSR). Mit dem nächsten Dreier schoben sich die in Holztarn agierenden Nordsachsen endgültig an die Nicht-Abstiegsplätze ran. Wie Hohenprießnitz und Dommitzsch haben sie nun 19 Zähler auf der Uhr.

Spielertrainer Kevin Phillipp musste erneut mit einer ellenlangen Fehlendenliste (Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Martin Zeidler, Sirko Lange, Alexander Becker, Martin Hönemann) und hatte dennoch ein schlagkräftiges Team zur Verfügung. Der SVBD begann äußerst druckvoll mit krachenden Aufschlägen und guter Blockarbeit. Die hoch talentierten Jungs von der Pleiße hatten große Schwierigkeiten, dem angeschlagenen Tempo Schritt zu halten. Nach furiosem ersten Durchgang ging der zweite völlig in die Binsen. Vom Start weg flatterte die Annahme. Zuspieler Tobias Stadler musste weite Wege gehen und die Angreifer wählten zunehmend die falschen Optionen. In der Satzpause kurz geschüttelt und dann wieder Vollgas. Stefan Nordt übernahm inzwischen die Position des Regisseurs, Daniil Gorr ersetzte Stefan Dieter Deinert. Die Leipziger Volleys kamen nicht hinterher, die Gäste banden den Sack sehr souverän zu.

Weiter geht es in der nächsten Woche mit einem immens wichtigen Heimspieltag. Am Sonntag (!), den 25. März empfängt das Phillipp-Team den Krostitzer SV, der drei Zähler in Front liegt, sowie das bereits als Absteiger feststehende Schlusslicht vom TSV Leipzig 76 II.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Tobias Stadler, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Stefan Nordt und Daniil Gorr

SV Lok Engelsdorf IV (SSR) – SV Bad Düben   0:3 (-13, -9, -12) 55 min.

Pflichtaufgabe erfüllt! Die Bezirksklasse-Damen siegten am Samstag mit einem blitzschnellen 3:0-Auswärtssieg beim SV Lok Engelsdorf IV (SSR). 55 Minuten genügten dem Team von Trainerin Susanne Windisch, um den elften Saisonsieg im zwölften Spiel klar zu machen. Da bereite auch das Fehlen von Sara Vogelweider und Juliane Heßler keinerlei größeren Probleme.

Parellel siegte der bisherige Spitzenreiter SV Lok Engelsdorf III (jetzt 34 Punkte aus 14 Spielen) etwas holprig mit 3:2 bei den Volksbank-Devils Lobstädt. Zudem sicherte sich der Krostitzer SV (35 Pkt., 15 Sp.) bei den Teufeln einen Dreier. Bad Düben hockt in Lauerstellung (31 Pkt., 12 Sp.) auf dem Bronzerang und weiterhin alle Chancen. Die Saison findet am 24. März mit dem Spitzenspiel in Krostitz ihre Fortsetzung.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Julia Tröbs, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sandra Grundmann und Carmen Drefs

„Erfolgreiche Insektenbekämpfung und ein erster Riss“

Post by Phillipp

Hohenprießnitz/Bad Düben/Delitzsch. Ein alles in allem sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyball-Teams. Die Bezirksliga-Männer landen einen immens wichtigen Dreier im Mulde-Derby, die Bezirksklasse-Damen sind nicht mehr ungeschlagen und die Kreisklasse-Damen siegen ohne große Probleme.

SV Hohenprießnitz – SV Bad Düben II             1:3 (-20, 25, -22, -19) 93 min.

Das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp kommt so langsam aber sicher in Fahrt. Mit einem beherzten und völlig verdienten 3:1-Erfolg bei den „Hornets“ aus Hohenprießnitz revanchierten sich die Kurstädter für die bittere 2:3-Hinspielpleite. Das junge Team blendete sämtliche Rahmenbedingungen in starker Manier aus. Schließlich fehlten mit Sirko Lange, Martin Zeidler, Tobias Stadler, Daniil Gorr, Alexander Becker sowie Martin Hönemann gleich sechs Akteure und die ungewohnten beengten Platzverhältnisse hätten durchaus mehr Probleme bereiten können.

Als Schiedsrichter im ersten Spiel der Hornissen gegen die zweite Krostitzer Garde bekamen Phillipps Männer Anschauungsunterricht, wie man im kleinen Muldeort keinesfalls auftreten sollte. Beide Teams ließen Bewegung und Kampfbereitschaft vermissen. „Wir müssen es schaffen, stets wach zu bleiben und uns nicht anzupassen“, forderte der Coach daher im Voraus. Und das klappte. Die Burschen von der anderen Seite der Mulde waren von Beginn an deutlich spiel- und tonangebend im kleinen Hornissennest. Mit gutem Block-Feldabwehr-Verhalten wurde den Hausherren ein ums andere Mal der Zahn gezogen. Vorn sorgten die stark aufgelegten Tim Bomsdorf, Stefan Dieter Deinert und Phillipp selbst für klare Verhältnisse. Ein Sonderlob verdiente sich zudem Mittelblocker Vinzenz Rummel, der drei Tage vor seinem 18. Geburtstag vor allem von der Grundlinie aus ordentlich Druck erzeugte.

Einziger weißer Fleck im Spielprotokoll bleibt jedoch das Finale des zweiten Durchgangs, als Bad Düben trotz Überlegenheit zu oft die falschen Entscheidungen traf. Diese Schockstarre zog bis in die Anfangsphase des dritten Abschnitts hinein, wurde dann jedoch umso eindrucksvoller ausgemerzt.

Mit dem fünften Drei-Punkte-Sieg in dieser Saison ist die Sachsenliga-Reserve endgültig ans Mittelfeld rangerückt (5. Krostitz II 19 Punkte aus 12 Spielen/6. Hohenprießnitz 19 Pkt., 12 Sp.; 7. Dommitzsch 19 Pkt., 14 Sp.; 8. Bad Düben II 16 Pkt., 13 Sp.). Mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen in diesem Jahr ist nicht nur die geheime Marschroute des Trainers erfüllt, sondern man ist tatsächlich das (erfolgreichste) Team der Stunde. Kommt da die anstehende fünfwöchige Pause zum falschen Zeitpunkt? Wohl eher nicht. Verletztes und durch Studium eingeschränktes Personal wird zurückkommen, andere „körperliche Gebrechen“ können auskuriert werden. Das nächste wichtige Match steigt am 10. März in Leipzig bei den Nachwuchstalenten der L.E. Volleys IV (SSR).

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Vinzenz Rummel, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler und Pierre Renner

SV Bad Düben – SV Lok Engelsdorf III             2:3 (19, 21, -17, -19, -5)

SV Bad Düben – TSG Markkleeberg 1903 V   3:0 (7, 11, 10)

Im neunten Ligaspiel ist es also passiert. Trotz 2:0-Führung reichte es im Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Lok Engelsdorf III nicht zu einem weiteren Sieg, wodurch die Damen von Trainerin Susanne Windisch den Status „ungeschlagen“ ablegen mussten. Mit dem deutlichen und gleichzeitig mehr als richtungsweisenden Erfolg vor Augen schwand zunehmend die Konzentration. Die „Loksche“, nun mit dem Rücken zur Wand, spielte sich in einen Rausch, konnte vor allem über ihren hochgewachsenen Angreiferinnen immer wieder verlässlich punkten. Der letzte Abschnitt wurde dann zum gänzlichen Debakel und die erfahrenen Gäste sprangen erfreut im Kreis.

Den Frust bekam im Anschluss das Tabellenschlusslicht der TSG Markkleeberg 1903 V zu spüren. In Windeseile fegten die Kurstädterinnen, die ohne Juliane Heßler auskommen mussten, über die Aufsteigerinnen hinweg, starteten mit einem ungefährdeten Dreier unter Umständen die nächste Serie.

Im Großen und Ganzen ist trotz des ersten Spielverlusts nicht viel passiert. Das ist das Positive. Der SVBD springt mit den vier Zählern auf Position drei. Engelsdorf bleibt logischerweise Primus, hat nun 32 Punkte nach 13 Partien, drei Zähler dahinter lauert der Krostitzer SV. Die Dübenerinnen haben nun 25 Punkte gesammelt, allerdings auch noch drei (!!!) Begegnungen weniger absolviert. Also noch alles im grünen Bereich, nur nicht verunsichern lassen!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Julia Tröbs, Sina Franke, Sandra Grundmann, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Carmen Drefs, Maria Krafczyk und Barbara Geißler

SV Bad Düben III – GSVE Delitzsch II               2:0 (15, 16)

Da hat sich das frühe Aufstehen am Sonntag gelohnt, auch wenn es nur für eine Partie war. Die SG Pristäblich lässt das Match am 15. März nachholen, wodurch es für das Team von Kapitänin Andrea Schulz nur gegen Gastgeber GSVE Delitzsch II ging. Kurz und knackig ging es dann zur Sache. 15 sowie 16 Pünktchen gewährten Kati Poschmann und Co. den Loberstädterinnen, dann war Schicht im Schacht.

Die SVBD-Damen schmiegen sich damit weiter ans Podium heran. Im Zwei-Punkte-Abstand folgen hinter Spitzenreiter Thallwitz (22) die Teams aus Torgau (20), Eilenburg (18), Bad Düben (16) und Belgern (14). Erst am 18. März steigt der nächste Spieltag in Eilenburg mit den Partien gegen den hauseigene zweite Vertretung und den Thallwitzer Primus.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Marion Lange, Jana Schlaak, Simone Voigt, Susanne Petersohn, Simone Piatyschek, Daniela Sieg, Kati Poschmann und Annett Stänicke