„Ergebnisse passend zum Wetter“

Post by Phillipp

Bad Düben. Die Sonne lachte über Bad Düben. Das machte sich auch auf dem Punktekonto bemerkbar. Die Bezirksklasse-Damen springen mit zwei Heimsiegen auf Aufstiegsrang zwei, die Kreisklasse-Mädels erkämpfen sich ebenfalls daheim eine verdienten Sieg gegen die Verfolger aus Eilenburg.

SV Bad Düben – SV Lok Engelsdorf IV (SSR)  3:0 (11, 15, 17) 57 min.

SV Bad Düben – VV Nordstern-Leipzig          3:0 (13, 20, 19) 67 min.

Der Endspurt der Damen von Trainerin Susanne Windisch hat es in sich. Mit dem abschließenden Bezirkspokal-Final-Four in Bad Düben am 5. Mai müssen die Kurstädterinnen an vier Wochenenden am Stück auf die Platte. Auf die Zielgerade sind Kapitänin Sara Vogelweider und Co. schon einmal stolperfrei eingebogen. Gegen die mit Sonderspielrecht ausgestatteten Nachwuchstalente des SV Lok Engelsdorf IV sowie gegen den VV Nordstern-Leipzig gab es am Samstag bei sommerlichen Temperaturen in und außerhalb der Halle zwei ungefährdete Siege.

Nach vier überaus deutlichen Durchgängen ließen die Gastgeberinnen etwas die Zügel locker. Jugendspielerin Luisa Beutelrock bekam Einsatzzeit und wusste mit zahlreichen guten Angriffen zu überzeugen. Leider ließ die Konzentration in der Feldabwehr spürbar nach, was die Nordsterne zurück ins Spiel brachte. Die spielerische Überlegenheit und viele unglückliche Aktionen des Gegners ließen aber nichts anbrennen.

Mit sechs Punkten schließt der SVBD auf Lok Engelsdorf III auf und rückt durch das bessere Satzverhältnis sogar vorbei. Am kommenden Samstag laden die Windisch-Schützlinge bereits zum nächsten und letzten Heimspieltag ein. Im Rahmen der 25-Jahr-Feier des SV Bad Düben auf dem kompletten benachbarten Schulgelände sind der GSVE Delitzsch und die Volksbank-Devils Lobstädt zu Gast.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Sina Franke, Julia Tröbs, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Maria Krafczyk, Sandra Grundmann, Carmen Drefs, Luisa Beutelrock und Katja Vogelweider

FSV Eilenburg II – SV Bad Düben II 1:2

Fast ein halbes Jahr lag der letzte erspielte Sieg zurück. Dementsprechend groß war die Freude ob des neuerlichen Erfolgs gegen den Tabellenvorletzten vom FSV Eilenburg II. Beide Teams schenkten sich nichts, wollten unbedingt eines der eher rar gesäten Erfolgserlebnisse einfahren. Das entschlossenere Ende hatte das Team vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs für sich.

Mit nunmehr 10 Punkten – darunter drei Nichtantritte des Gegners – schieben sich die jungen Damen vorbei an der SG Pristäblich auf Rang sieben. Auch am letzten Spieltag ist durchaus etwas drin. Am 29. April geht es in Eilenburg gegen den SV Roland Belgern und die erste Mannschaft des Gastgebers.

Für den SV Bad Düben II spielten: Johanna Witzke, Helena Hofmann, Anna Vogelweider, Katharina Sagmeister, Vanessa Wutzke, Katja Vogelweider, Jacqueline Volkmann und Luisa Beutelrock

„Sieg trotz zweier Gastgeschenke“

Post by Phillipp

SV Chemnitz-Harthau – SV Bad Düben           1:3 (26, -22, -18, -18) 102 min.

Einsiedel. Der Krostitzer SV ist zum dritten Mal Sachsenmeister geworden! Auch der souveräne 3:1-Erfolg der Bad Dübener Holzbuben beim Tabellenvierten SV Chemnitz-Harthau konnte daran nichts ändern. Das Team von Spielertrainer Thomas Haack muss sich nach 14 Siegen aus 16 Partien und somit der besten Saison der Vereinsgeschichte mit dem Silberrang begnügen. Ein aufgrund dieser Zahlen völlig verdientes Happy End kann es dennoch geben. Wie der Verband mitteilte, hänge der zweite Regionalliga-Aufstieg vom Ausgang der Drittliga-Relegation zwischen den Neuseenland-Volleys Markkleeberg und dem TSV Eibelstadt (20. und 22.04.) ab.

Bereits vor dem Anpfiff, bei der Seitenwahl, wurden unbestechende Gastgeschenke verteilt. Bad Dübens Kapitän Jens Andrä händigte die Original-Antennen-Konstruktionen aus dem Hinspiel aus. Zur Erinnerung: Die Harthauer ließen im Ausweichquartier Rote Jahne beim Einspielen/-schlagen ihre Muskeln spielen, sodass beide Antennen brachen. Weitere Taschen waren nicht zugegen, woraufhin beide Teams samt Schiedsrichtergespann mit reichlich Ingenieurskunst und Tapeverband ein Provisorium bastelten. Seitdem gehören die sperrigen Exemplare praktisch in den Restmüll. Aber wie man schnell erkennen konnte, sind sie bei den Karl-Marx-Städtern besser aufgehoben. Die Freude war ausgesprochen groß. Gern geschehen!

Zur Begegnung an sich ist eigentlich nicht viel zu sagen. Für beide Teams ging es um nicht mehr viel, vor allem da man mit einem Krostitzer Sieg in Hoyerswerda rechnen musste. Das Niveau hielt sich weitestgehend in Grenzen und riss die spärlich angereisten Zuschauer zurecht auch nicht von den Sitzen. Bad Düben agierte ohne die Verletzten Haack und Libero Henry Ungelenk sowie den Fehlenden André Reichenbach. Ohne Abwehrspezialist galt es, sich in der Verteidigung erst einmal zu finden. Im Laufe der Zeit fanden die Kurstädter besser zu ihrem Spiel und den Hausherren waren die Fünf-Satz-Strapazen aus Spiel Nummer eins anzumerken. Über eine gute Feldabwehr und eine – im Gegensatz zum Leipzig-Spiel vor zwei Wochen – ausgezeichnete Blockarbeit wurde den Chemnitzern der Zahn gezogen.

Im Anschluss folgte ein kurzer Blick auf den Live-Ticker, ein ebenso kurzes Haschen der letzten Sonnenstrahlen und die Abfahrt gen Turm-Brauhaus. Auch hier wurde zu späterer Stunde der richtige Garpunkt des argentinischen Zuchtbullen gefunden und die Tischplatte hielt dem HSV-Siegtreffer stand. Das Leipziger Nachtleben hatte zwar einiges zu bieten, der magere Haufen allerdings auch mit vielen Unfähigkeiten zu kämpfen. Nützt ja nichts, kurz vor 8 Uhr schien auch in Bad Düben wieder die Sonne.

Vizemeister SVBD gratuliert Titelträger Krostitzer SV, der aufgrund der noch recht frischen Drei-Punkte-Regel jubeln durften. Aber um keinen falschen Zungenschlag aufkommen zu lassen: Wer mehr Punkte holt, ist verdient Meister! Bronze holten sich die „reifen Studenten" des USV TU Dresden II vor dem SV Chemnitz-Harthau, dem VC Zschopau II und dem TSV Leipzig 76. Ein absolutes Drama spielte sich dagegen im Kampf um den Klassenerhalt ab. Der SV Kreuzschule Dresden siegte in den Sätzen knapp mit 3:0 beim erfolglosen Tabellenletzten der VF Blau-Weiß Hoyerswerda. Die SSV St. Egidien hätte einen Sieg – wie auch immer – gebraucht, um sicher zu sein. Die „Tillinger" verlieren jedoch trotz Matchball im vierten Satz noch 2:3 gegen Zschopau und anschließend sang- und klanglos 0:3 gegen den USV TU. Sehr bitter für diese sympathische Truppe. Aber wer weiß, welche Auswirkungen das Markkleeberger Abschneiden in der Relegation noch so hat... Wir wünschen natürlich nur das Beste für alle Beteiligten!

Für den SV Bad Düben wurden Vizesachsenmeister: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Sascha Baumgart, Constantin Schneider, David Wächter, Daniil Gorr, Henry Ungelenk und Thomas Haack

sowie im Laufe der Saison auch eingesetzt: René Hellwig, André Reichenbach, Lukas Händler und Kevin Phillipp

„Nichts für Herzpatienten“

Post by Phillipp

Bad Düben/Eilenburg. Ein denkwürdiges Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Einerseits holten die Kreisklasse-Damen gleich drei deutliche Siege. Anderseits war das heimische Gipfeltreffen der Sachsenliga-Holzbuben wohl das Highlight schlechthin. Sowohl Titelverteidiger USV TU Dresden II als auch Spitzenreiter Krostitzer SV wurden in fünf dramatischen Sätzen niedergerungen.

SV Bad Düben – USV TU Dresden II        3:2 (-19, 22, 19, -20, 11) 119 min.

SV Bad Düben – Krostitzer SV                 3:2 (18, 27, -20, -20, 13) 134 min.

Des einen Freud ist stets auch des anderen Leid. Wie dicht Freud und Leid zusammenliegen können, wurde am Samstag kurz vor 19.30 Uhr deutlich. Während auf Dübener Seite – bei Spielern samt Anhang – alle Dämme brachen, schlug alles, was über zwei Stunden für den Krostitzer SV mitgefiebert hat, synchron die Hände über dem Kopf zusammen. Gewinnt Krostitz den Tiebreak, ist ihnen der Meistertitel praktisch nicht mehr zu nehmen. Jedoch sind es die Gastgeber, die sich nach 2:0-Satzführung und Krostitzer Ausgleich aufraffen und den fünften Durchgang diktieren. Über 13:9 und 14:11 ist das Ding eigentlich durch. Doch der KSV gibt sich einfach nicht geschlagen, verkürzt gar auf 13:14. Den Ausgleich hat Felix Beyer in der Hand. Der bärenstarke Hauptangreifer der Gäste kommt im Hinterfeld zum Schuss. Die Murmel bleibt im Block von Constantin Schneider und Daniel Lange hängen und tropft auf Dübener Seite runter. Kurz vor Bodenkontakt fährt Sascha Baumgart die Pranke aus und holt den Ball nach oben. Lange versucht vergeblich ranzukommen. Der Ball klebt dadurch an der Netzkante, rollt rüber und sechs Krostitzer sehen regungslos dem ins Feld schwebenden Ball zu. Ekstase! Was für ein kurioser letzter Punkt. Der nervenaufreibende Höhepunkt des Tages.

Weit über 100 ohrenbetäubend laute Zuschauer sahen die drei Top-Teams der Sachsenliga, die sich zwar nicht immer in Top-Verfassung präsentierten, aber mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Kampfgeist alles wettmachten und so für attraktiven Volleyball sorgten. Der Wintereinbruch wirbelte nicht nur auf den Straßen einiges durcheinander. Bad Dübens linke Klebe Florian Schreiber blieb bei der Anfahrt stecken, wurde von Teamkollegen rausgezogen. Auch Schiedsrichter Matthias Lohse und die Gäste von der Elbe kamen verspätet, sodass Partie Nummer eins um 15 Minuten nach hinten geschoben wurde. Zudem blickten die Dübener ständig gespannt zur Tür. Wann kommt er denn nun? Frank Baumgartens Flieger sollte 13.35 Uhr in Leipzig landen. In der Realität hob LH158 erst nach 14.30 Uhr in Frankfurt ab. Der Zuspiel-Rotschopf betrat mit dem Pfiff zum Einschlagen vor dem Kreisderby die Halle – allgemeines Aufatmen. Kevin Phillipp, Spielertrainer aus der eigenen Reserve, übernahm Baumgartens Part in der Dresden-Begegnung und huschte anschließend fix unter die Dusche, um nicht in Verlegenheit zu gelangen, sich vor dem Saisonfinale in der Bezirksliga noch festzuspielen. Außerdem vergrößerte sich im Laufe des Tages das Bad Dübener Lazarett. Zu Spielertrainer Thomas Haack (Bruch des Handwurzelknochens sowie Riss des Außenmeniskus) gesellten sich der gut aufgelegte Mittelblocker Lukas Ohrisch und Libero Henry Ungelenk mit Sprunggelenksverletzungen. Während Ersterer am Montagabend bereits wieder wie ein junges Reh mittrainieren konnte, muss die Abwehrkatze wohl eine Pause einlegen.

Zurück zu den Spielen: „Unglaublich wie wir immer wieder mit den Rückschlägen fertig geworden sind", stellte Haack seinem Team ein Riesenlob aus. Der eigentliche Hauptangreifer Daniel Lange rückte von der Diagonalposition in den frei gewordenen Mittelblock. Eigentlich zu viel der Umstellungen. „Man merkt einfach, dass sie seit Jahren zusammenspielen. Am Ende haben sie verdient gewonnen. Qualitativ sind sie in den Einzelspielern besser besetzt", sah KSV-Coach André Quasdorf ein.

Und was sagt die Tabelle? Krostitz führt vor dem letzten Spiel beim noch sieglosen Schlusslicht aus Hoyerswerda mit zwei Punkten. Bad Düben hat jedoch noch zwei Partien zu absolvieren, muss für die Meisterschaft gegen den TSV Leipzig 76 (24.03.) und den SV Chemnitz-Harthau (07.04.) mindestens fünf Zähler sammeln. Beide Hauptkontrahenten wollen den Weg in die Regionalliga gehen. Offiziell darf nur einer. Ausgang offen. Prost Mahlzeit!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Kevin Phillipp, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Sascha Baumgart, Constantin Schneider, Henry Ungelenk, Daniel Lange, David Wächter, Daniil Gorr und Frank Baumgarten

SV Bad Düben III – SG Pristäblich         2:0 (15, 11)

SV Bad Düben II – SV Bad Düben III    0:2 (-9, -10)

SV Bad Düben II – FSV 02 Thallwitz      0:2 (-11, -15)

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz    2:0 (15, 21)

Die Kreisklasse-Damen um Hauptangreiferin Kati Poschmann haben das Kunststück vollbracht, innerhalb von drei Tagen drei Siege einzufahren. Und das äußerst deutlich. Sowohl die SG Pristäblich am Donnerstagabend, als auch die vereinseigene zweite Garde sowie Tabellenführer FSV 02 Thallwitz am Sonntag hatten nichts zu bestellen. Wer in sechs Sätzen lediglich 81 gegnerische Punkte zulässt, hat sechs Zähler und damit den Sprung auf Tabellenplatz drei redlich verdient. Die Kurstädterinnen sind nun endgültig in der Spitzengruppen angekommen und wird beim Thema Meisterschaft noch ein gehöriges Wörtchen mitreden.

Die jungen Spielerinnen vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs hielten beim Duell mit Thallwitz ganz gut mit. Für ein Erfolgserlebnis langte es jedoch nicht. Weiter geht es für Bad Düben III am kommenden Sonntag (25.03.) in Eilenburg gegen die Spitzenteams vom gastgebenden FSV sowie aus Torgau. Bad Düben II muss am 15. April wieder ran – in Torgau gegen Verfolger FSV Eilenburg II.

Für den SV Bad Düben II spielten: Anna Vogelweider, Katja Vogelweider, Vanessa Wutze, Luisa Beutelrock, Helena Hoffmann, Katharina Sagmeister, Jacqueline Volkmann, Josephine Sieg und Johanna Witzke 

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Kati Poschmann, Simone Piatyschek, Marika Göllner, Marion Lange, Susanne Petersohn, Annett Stänicke, Jana Schlaak, Daniela Sieg und Victoria Glaser

„Dunkler Samstag, sonniger Sonntag“

Post by Phillipp

Leipzig/Krostitz/Eilenburg/Bad Düben. Freud und Leid wechselten sich in den Reihen der Bad Dübener Volleyballer am letzten Spiel-Wochenende vor Ostern munter ab. Während am Samstag die Sachsenliga-Holzbuben wohl die Meisterschaft verspielten und die Bezirksklasse-Damen krachend am Big Point vorbeistürzten, schien am Sonntag die Sonne über Bad Düben. Die Kreisklasse-Damen siegten in beiden Top-Spielen und die Bezirksliga-Männer befreiten sich erstmals aus der Abstiegszone.

TSV Leipzig 76 – SV Bad Düben         3:1 (27, -18, 16, 20) 105 min.

So schnell kann es gehen. In der Vorwoche beim Heimspieltag noch Ekstase kurz vor der innerlichen Explosion und dann das. Spieler und mitgereiste Fans wussten gleichwohl nicht so richtig mit der Situation umzugehen. Der bis dahin noch abstiegsbedrohte Regionalliga-Absteiger TSV Leipzig 76 hat den Meisterschaftsanwärter aus der Heide in vier Akten erlegt. Hochverdient sogar. Die Hausherren schöpften ihr Potential gegen das Spitzenteam voll aus, die Holzbuben aus Bad Düben bekamen einfach keinen Fuß aufs staubige Linoleum. Zuspieler Frank Baumgarten, seit Wochen im beruflichen Stress, hatte spürbar keinen freien Kopf. Zudem nutzte der TSV die erschreckend schlechte Blockarbeit der Gäste an diesem Tag in starker Manier aus. Ohne Feldabwehr, ohne Angriffsdruck wurde es schwer. Auch der sonst so zuverlässige Hauptangreifer Jens Andrä konnte nichts ausrichten, schwankte selber gewaltig.

Der Aderlass in den letzten harten Wochen war wohl doch zu groß. Die zweite Saisonniederlage kam zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt. Vor dem Schlussakord am 7. April liegt der Krostitzer SV nun mit zwei Zählern in Front. Die „Rüpel“ müssen noch zum weit abgeschlagenen Tabellenletzten der VF Blau-Weiß Hoyerswerda. Sollte im Sorbenland nicht ein mittelschweres Wunder passieren, würde auch ein Sahnetag mit drei Punkten beim SV Chemnitz-Harthau nicht zum zweiten Titel nach 2015 reichen. Gefeiert werden soll trotzdem. Schließlich spielt das Team von Spielertrainer Thomas Haack eine berauschende Saison, mindestens die zweitbeste der Vereinsgeschichte. Das darf dann auch mal berauschend gefeiert werden.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Florian Schreiber, Constantin Schneider, André Reichenbach, Sascha Baumgart, David Wächter und Daniil Gorr

Krostitzer SV – SV Bad Düben           3:0 (9, 24, 22) 70 min.

„Sch...tag“, lautete das kurze, aber wohl treffende Fazit von Trainerin Susanne Windisch. Auf der Zielgeraden stellten sich ihre Schützlinge mit der mit Abstand schwächsten Saisonleistung selbst ein Bein und verloren hochverdient 0:3 beim Krostitzer SV.

Ohne Libera Carmen Drefs, Juliane Heßler, Sandra Grundmann und Barbara Geißle, dafür erneut mit Jugendspielerin Luisa Beutelorock aus dem Kreisklasse-Team ging es stark ersatzgeschwächt ins Bierdorf. Von Beginn an bekamen die Gäste aus der Kurstadt überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel der stark aufgelegten Krostitzer „Puppen“. Nach der Demontage im ersten Durchgang ging es in den Folgesätzen enger zur Sache. Das Glück hatten jedoch die Gastgeberinnen auf ihrer Seite.

Die unerwartet hohe Pleite, immerhin erst die zweite in der laufenden Saison, hat das Meisterschafts- und Aufstiegsrennen wieder so richtig spannend gemacht. Der KSV führt die Tabelle mit 41 Punkten aus 17 Spielen an. Zum Vergleich: Die viertplatzierten Dübenerinnen haben vier (!) Matches weniger in den Beinen und 31 Zähler gesammelt. Der SV Lok Engelsdorf III (37 Pkt.) und der SV Liebertwolkwitz (34) haben nach 15 Spielen auch noch berechtigte Chancen. Alles deutet auf eine Entscheidung am letzten Spieltag am 28. April hin, wenn Engelsdorf und Bad Düben bei den „Wolksern“ aufschlagen und Krostitz als haushoher Favorit bei den Leipziger Nordsternen gastiert. Vorher gilt es jedoch, bei den Heimspielen am 14. und 21. April den Grundstein zu legen.

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitänin Sara Vogelweider, Maria Krafczyk, Sophia Schaffernicht, Sina Franke, Julia Tröbs, Caroline Monien und Luisa Beutelrock

FSV Eilenburg – SV Bad Düben III                     1:2 (-15, 23, -10)

SSV 1952 Torgau – SV Bad Düben III               0:2 (-12, -15)

Rambazamba am Sonntagmorgen: Die Kreisklasse-Damen fegten in der Eilenburger Rinckart-Halle die beiden Spitzenteams aus Eilenburg und Torgau von der Platte und setzten sich damit selbst an die Spitze. Mit dem zehnten Sieg in Serie haben die Kurstädterinnen um Kapitänin Andrea Schulz nun zwei Punkte Vorsprung auf das Verfolger-Trio aus Thallwitz und den beiden Kontrahenten vom jüngsten Spieltag. Einziger Haken: Vor dem abschließenden Spieltag hat der SVBD aktuell noch zwei Partien mehr absolviert. Die Konkurrenz kann also noch nachlegen. am 29. April geht es in Eilenburg gegen den FSV Eilenburg II sowie den FSV 02 Thallwitz. Von der Kreismeisterschaft bis zur Holzmedaille ist noch alles drin.

Für den SV Bad Düben III spielten: Kapitänin Andrea Schulz, Kati Poschmann, Marion Lange, Daniela Sieg, Simone Piatyschek. Susanne Petersohn, Jana Schlaak, Annett Stänicke und Victoria Glaser

SV Bad Düben II – Krostitzer SV II                   3:2 (27, -22, 23, -18, 7) 121 min.

SV Bad Düben II – TSV Leipzig 76 II 3:0 (14, 19, 22) 63 min.

Raus mit Applaus – aus der roten Zone. Mit den Siegen fünf und sechs in den letzten sieben Ligaspielen katapultierten sich die Bezirksliga-Männer erstmalig in dieser Saison weg von den Abstiegsplätzen. In der ersten Partie des Tages war schnell klar, dass beide Teams nicht zum Kaffeekränzchen angereist waren. Ein hochemotionales und hochintensives Derby zwischen den beiden Sachsenliga-Reserven wurde von einem stark überforderten Schiedsgericht des Tabellenschlusslichts aus Leipzig geleitet. Massive Fehlentscheidungen gab es auf beiden Seiten, diskutiert wurde viel. Und laut. Am Ende setzten sich die jüngeren Hausherren – durchaus verdient – durch, auch weil die Unparteiischen einen Aufstellungsfehler des KSV (falsche Nummer auf dem Aufstellungszettel) erst beim Stand von 4:4 bemerkten. Mit 4:0 für den SVBD ging es weiter. Krostitz erholte sich von diesem Rückschlag nicht mehr, legte am Ende gar Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Beide Teams waren sich im Nachgang sicher: Eine Neuansetzung braucht es wohl nicht, aber sicherlich einen deutlichen Denkzettel für den TSV. So kann man in der Bezirksliga nicht auftreten.

Spielerisch hatte die zweite Partie kaum Highlights parat. Spielertrainer Kevin Phillipp wechselte von Beginn an munter durch (Martin Zeidler für Phillipp, Daniil Gorr für Stefan Dieter Deinert und Tobias Stadler und Stefan Nordt). Die Herausforderung bestand darin, nicht vollends kalt zu werden angesichts derart wenig Gegenwehr. Schlimm, schlimm, so ein Niveau in der Bezirksliga...

Bad Dübens zweite Garde liegt aktuell fünf Punkte vor dem SV Hohenprießnitz, der sich nun urplötzlich auf dem zweiten Abstiegsrang befindet. Beim GSVE Delitzsch III am 21. April besteht die Chance, den Deckel endgültig auf den Klassenerhalt zu machen.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Stefan Nordt, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Daniil Gorr, Martin Zeidler und Tobias Stadler

„Erste Delle und Alter schlägt Jugend“

Post by Phillipp

Bad Düben/Leipzig. Ein insgesamt sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bad Dübener Volleyballern. Die Teams im Bezirk gaben sich bei den Landesstützpunkten keine Blöße. Zudem siegten die Sachsenliga-Holzbuben gegen Aufsteiger St. Egidien. Allerdings mussten die Männer im Anschluss die erste Saisonniederlage hinnehmen, was die Spannung im Meisterschaftskampf und am kommenden Samstag in unermessliche Höhen treibt.

SV Bad Düben – SSV St. Egidien                        3:0 (20, 18, 23)

SV Bad Düben – SV Kreuzschule Dresden       1:3 (19, -22, -23, -22)

378 Tage lang hat kein Gegner vermocht, den Bad Dübener Sachsenliga-Schmetterern ein Bein zu stellen. Am Samstag ist es dann passiert. Der bärenstark auftretende SV Kreuzschule Dresden setzte mit dem 3:1-Sieg in der Kurstadt ein großes Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Gesundheitlich sichtlich angeschlagenen Hausherren gingen in Spiel zwei spürbar Konzentration und Luft aus. Die sonst verlässlichen Außenangreifer Jens Andrä und Florian Schreiber schleppten sich mit hartnäckigen Männerschnupfen aufs Linoleum, zahlten dem im Laufe des Tages Tribut.

Vier Sätze lang lief der Motor noch recht stotterfrei. Gegen Aufsteiger SSV St. Egidien konnte sogar Diagonalangreifer Daniel Lange ab Mitte des zweiten Durchgangs geschont werden. Die Partie tuckerte vor sich hin. Die Kurstädter gaben souverän das Tempo vor, zeigten in den entscheidenden Phasen ihre Entschlossenheit.

In der zweiten Partie lief auch zum Start noch alles wie am Schnürchen. Dann begann es zu holpern. „Wir waren einfach nicht mehr so bei der Sache. Immer wieder leichte Fehler sorgten auch für eine gewisse Unsicherheit“, resümierte Spielertrainer Thomas Haack, der mit verletztem Knie und Handgelenk wohl bis zum Saisonende zum Zuschauen verdammt ist. Die Kreuzschüler spielten obendrein in beeindruckender Manier auf. „Keine Ahnung, warum die da unten stehen“, befand Haack. In Aufschlag, Block und Angriff zeigten sich die Männer von Trainerin Svenja Haupt spielbestimmend. Auf Dübener Seite hingen zunehmend die Köpfe. Drei Sätze am Stück und somit auch die Begegnung gingen hauchdünn verloren.

Die drei Punkte reichten für eine kurze Tabellenführung bei gleicher Spielanzahl. Einen Tag später nutzte der Krostitzer SV den Ausrutscher und legte in starker Manier nach: Zwei 3:0-Heimsiege gegen die Top-Teams aus Chemnitz-Harthau und vom USV TU Dresden II. Der KSV hat nun fünf Zähler Vorsprung bei zwei mehr absolvierten Partien. Gegenüber Titelverteidiger USV II sind die Kurstädter mittlerweile vier Punkte in Front. Somit ist der Thriller vor dem letzten Heimspieltag am kommenden Samstag (17.03.) angerichtet. Bad Düben gegen USV TU und Krostitz. Mehr ist eigentlich nicht zu schreiben!

Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Jens Andrä, Frank Baumgarten, Florian Schreiber, Lukas Ohrisch, Daniel Lange, Constantin Schneider, Henry Ungelenk, Sascha Baumgart und David Wächter

L.E. Volleys IV (SSR) – SV Bad Düben II           1:3 (-16, 16, -16, -19) 86 min.

Die zweite Garde ist weiterhin das Team der Stunde in der Bezirksliga. Vier der letzten fünf Partien gingen auf das kurstädtische Konto. So auch die jüngste Partie im Leipziger Sportgymnasium gegen die Hausknaben der L.E. Volleys IV (SSR). Mit dem nächsten Dreier schoben sich die in Holztarn agierenden Nordsachsen endgültig an die Nicht-Abstiegsplätze ran. Wie Hohenprießnitz und Dommitzsch haben sie nun 19 Zähler auf der Uhr.

Spielertrainer Kevin Phillipp musste erneut mit einer ellenlangen Fehlendenliste (Vinzenz Rummel, Pierre Renner, Martin Zeidler, Sirko Lange, Alexander Becker, Martin Hönemann) und hatte dennoch ein schlagkräftiges Team zur Verfügung. Der SVBD begann äußerst druckvoll mit krachenden Aufschlägen und guter Blockarbeit. Die hoch talentierten Jungs von der Pleiße hatten große Schwierigkeiten, dem angeschlagenen Tempo Schritt zu halten. Nach furiosem ersten Durchgang ging der zweite völlig in die Binsen. Vom Start weg flatterte die Annahme. Zuspieler Tobias Stadler musste weite Wege gehen und die Angreifer wählten zunehmend die falschen Optionen. In der Satzpause kurz geschüttelt und dann wieder Vollgas. Stefan Nordt übernahm inzwischen die Position des Regisseurs, Daniil Gorr ersetzte Stefan Dieter Deinert. Die Leipziger Volleys kamen nicht hinterher, die Gäste banden den Sack sehr souverän zu.

Weiter geht es in der nächsten Woche mit einem immens wichtigen Heimspieltag. Am Sonntag (!), den 25. März empfängt das Phillipp-Team den Krostitzer SV, der drei Zähler in Front liegt, sowie das bereits als Absteiger feststehende Schlusslicht vom TSV Leipzig 76 II.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Stefan Tiesies, Tobias Stadler, Kevin Phillipp, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Stefan Nordt und Daniil Gorr

SV Lok Engelsdorf IV (SSR) – SV Bad Düben   0:3 (-13, -9, -12) 55 min.

Pflichtaufgabe erfüllt! Die Bezirksklasse-Damen siegten am Samstag mit einem blitzschnellen 3:0-Auswärtssieg beim SV Lok Engelsdorf IV (SSR). 55 Minuten genügten dem Team von Trainerin Susanne Windisch, um den elften Saisonsieg im zwölften Spiel klar zu machen. Da bereite auch das Fehlen von Sara Vogelweider und Juliane Heßler keinerlei größeren Probleme.

Parellel siegte der bisherige Spitzenreiter SV Lok Engelsdorf III (jetzt 34 Punkte aus 14 Spielen) etwas holprig mit 3:2 bei den Volksbank-Devils Lobstädt. Zudem sicherte sich der Krostitzer SV (35 Pkt., 15 Sp.) bei den Teufeln einen Dreier. Bad Düben hockt in Lauerstellung (31 Pkt., 12 Sp.) auf dem Bronzerang und weiterhin alle Chancen. Die Saison findet am 24. März mit dem Spitzenspiel in Krostitz ihre Fortsetzung.

Für den SV Bad Düben spielten: Sina Franke, Sophia Schaffernicht, Caroline Monien, Julia Tröbs, Barbara Geißler, Maria Krafczyk, Sandra Grundmann und Carmen Drefs