„Fast wie im EM-Finale“

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GSVE Delitzsch III – SV Bad Düben II           3:1 (16, -23, 18, 21) 87 min.

Delitzsch. Díesen Saisonstart haben sich die Bezirksliga-Aufsteiger durchaus anders ausgemalt. Das Team von Spielertrainer Kevin Phillipp verlor seinen Auftakt beim aufgepimpten Vorjahresletzten GSVE Delitzsch III verdient mit 1:3. Bis zum ersten Heimspieltag in drei Wochen bleibt noch reichlich Arbeit.

Der Spielverlauf – zumindest der der ersten beiden Sätze – glich erschreckend dem des sonntäglichen EM-Finals zwischen Andrea Gianis deutschen Herren und Russland. Völlig müde wirkende Gastgeber wurden im ersten Spiel des Tages von Mitaufsteiger SV Sachsen Delitzsch komplett zerlegt – Gegenwehr lediglich im dritten Satz zu erkennen. Folglich, aber unverständlich ließen es die Kurstädter anfangs mächtig schleifen und den Gegner machen. Das junge Team um den erfahrenen Neu-Zuspieler Stefan Nordt kam überhaupt nicht in die Gänge, zeigte gegen Mitte/Ende des Satzes jedoch ein paar gute Aktionen. Zum zweiten Abschnitt ersetzte Phillipp Regisseur-Pendant Nordt. Vom ersten Punkt war nun Feuer im Spiel. Über eine stabile Annahme schlug das Punktekonto unaufhaltsam nach oben aus, der mit Stefan Küster und Julian Uhlmann vom Vize-Sachsenmeister verstärkte GSVE konnte ordentlich schwindlig gespielt werden – bis zum 22:15. Mit den Köpfen bereits in der Satzpause kam der Heide-Express ins Stocken. Stand- statt Vollgas, halbgare Situationen und Aufbau Ost in Delitzsch-Nord. Letzte Auszeit bei 24:23 und bereits fünf verspielten Satzbällen. Klare Ansage vom Coach: „Ordentliche Annahme, Angriff über Kopf und Daniil kachelt das Ding ins Feld!" Gesagt getan, 1:1.

Die letzten knapp zehn Minuten entschieden das Spiel. Die Hausherren um den Bundesliga-erfahrenen Christian Wolff wussten nun wie es geht, spielte all ihre Erfahrung aus und fanden zudem auch das nötige Quäntchen Glück in engen Momenten. Bei den Jungs von der Mulde schwand die Überzeugung. Trotz Reichweite hielt man lieber eine Armlänge Abstand. Die Konzentration war plötzlich völlig abhanden gekommen. Und so plätscherte nach Verlust des dritten Durchgangs auch Akt Nummer vier so dahin. Delitzsch lief nie Gefahr, sich noch ein Ei einzufangen, zumal Gegenwehr und Cleverness auf Dübener Seite fehlten. Trotz einem niedlichen Aufholjägdchen war diese erste Saisonniederlage besiegelt.

Gut trainiert, gut vorbereitet – was fehlt noch? Ganz einfach: Erfahrung und die nötige Geilheit. Delitzsch ist nicht besser, machte es aber cleverer, schlug nicht gut, aber klug auf. Bad Düben dachte zu wenig nach. Das fing von der Grundlinie an, hörte am Netz auf. Auch Vorfreude, Euphorie und Willenskraft wurden vermisst. Was macht Mut? Weite Teile des zweiten Satzes, als man das spielte, was man auch kann und zudem Stimmung in der Bande war (Grüße an Anthony Modeste). Am 23. September geht es auf die Rote Jahne zum ersten Heimspieltatg gegen den SV Hohenprießnitz und Titelverteidiger SV Stahl Brandis. Wenn es da nicht heiß wird, rufen wir Andrea Giani an.

Für den SV Bad Düben II spielten: Kapitän Kevin Phillipp, Stefan Nordt, Daniil Gorr, Vinzenz Rummel, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Lukas Händler, Tobias Stadler und Pierre Renner

„Truck Stop wäre stolz“

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Halle (Westfalen). „Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an", trällerten die norddeutschen Country-Legenden Truck Stop im Jahre 1980. Seit dem jüngsten Wochenende sollte klar sein: Das Epizentrum des wilden Westens dürfte in Halle (Westfalen) liegen. Die Bad Dübener Bezirksliga-Schmetterer wollten sich eigentlich fernab vom heimischen Trubel auf die ersten Saison nach dem Aufstieg vorbereiten. Am Ende konnte man froh sein, dass alle wieder die Heimreise antreten konnten. Zehn Stunden auf Autobahn und Landstraße, dazwischen lag eine Nacht von Freitag auf Sonntag, die wohl nicht so schnell vergessen wird, und ein Turniersieg – Truck Stop wäre stolz.

Der 39. Haller Cup hatte es in sich: sechs verschiedene Leistungsklassen, dreimal Damen, zweimal Herren und einmal Hobby. Die Kurstädter reihten sich in der LK 2 den männlichen Zunft ein und sahen sich dort zwei Landesligisten (SC Halle II, OTSV Preußisch Oldendorf) und zwei Bezirksligisten (TG Herford, Telekom Post SV Bielefeld VII) aus Nordrhein-Westfalen gegenüber. Modus: An beiden Tagen spielt jeder einmal gegen jeden zwei Sätze. Nach 45 Minuten wird jedoch abgebrochen. Ungewöhnlich, aber letztendlich ganz angenehmes System.

Es wurde über das komplette Wochenende kräftig rotiert. Schnell kristallisierte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Oldendorfern heraus, die Samstag gegen Herford einen Satz liegen ließen, genauso wie die Nordsachsen am Sonntagmorgen gegen die Gastgeber. Beide direkten Duelle endete mit einem Unentschieden. Besonders die beiden Partien gegen die Turngemeinde aus der Bierstadt Herford machten Mut für die kommende Spielzeit. Völlig überforderte Gegner wurden mit flotten Kombinationen komplett schwindlig gespielt.

In der Endabrechnung machten es die kleinen Punkte zugunsten des Teams mit der weitesten Anreise. Mit zwei Wermutstropfen ging es wieder nach Hause. In den ganz frühen sonntäglichen Morgenstunden verletzten sich Spielertrainer Kevin Phillipp (zwei Cuts an der Schlaghand) sowie Libero Alexander Becker (Wunde am Fuß). Während der kasachische Wiesel länger ausfällt, wird es für den Coach bis zum Punktspiel-Start am kommenden Samstag äußerst eng. Aufgrund der gezeigten Leistungen des unversehrten Rests würde Truck Stop wohl singen „Take it easy, altes Haus"!

Großes Lob und Dankeschön dem SC Halle 1919 für Turnierorganisation, kühl gestellte Biere. leckeren Kuchen und die tolle Gastfreundschaft! Und lieber OTSV: Nastrovje und eine erfolgreiche Saison!

Für den SV Bad Düben II siegten: Kapitän Stefan Tiesies, Tobias Stadler, Florian Reise, Daniil Gorr, Alexander Becker, Tim Bomsdorf, Stefan Dieter Deinert, Lukas Händler und Kevin Phillipp

„Vier Sieger nach 109 Spielen“

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Die "Bärenbande" aus Pristäblich, hier mit Marko Borkhardt im Angriff, streckten sich im Finale der Quattros vergeblich. Der Sieg ging an "Die Sandflöhe" aus Eilenburg. | Fotos: Verein

Bad Düben. Viel besser hätte es nicht laufen können für die Organisatoren vom SV Bad Düben. Trotz dreier kurzfristiger Absagen durchpflügten 41 Teams an zwei Tagen in 109 Begegnungen die drei Felder beim 6. Bad Dübener Beach Festival. In vier verschiedenen Turnieren wetteiferten die Mannschaften aus Nah und Fern – von Fürstenwalde über Dresden bis ins Vogtland – um die vorderen Platzierungen.

Mit Kati Poschmann und André Reichenbach konnte auch eine Dübener Kombo ein Finale für sich entscheiden – hauchdünn im Mixed-Beach-Cup. Das Herren-Turnier verbuchten die Oelsnitzer Falko Ahnert und Eric Schannwell für sich und in der Damen-Konkurrenz siegten Maria Leucht und Christin Judaschke von Fortschritt Lichtenstein. Der Quattro-Mixed-Cup sollte mit zwölf Teams das größte Turnier des Wochenendes sein. Hier triumphierten „Die Sandflöhe“ aus Eilenburg vor der „Bärenbande“ aus Pristäblich und den „Kiddies“ aus Bitterfeld.

„Ein rundum gelungenes Event. Vielen Dank an Stadtverwaltung, Feuerwehr, Caterer Norbert Pfuhl und das Hyundai-Autohaus Damm in Eilenburg für die tatkräftige Unterstützung“, sagte Turnierleiter Kevin Phillipp abschließend.

ERGEBNISSE

Herren-Beach-Cup: 1. Ahnert/Schannwell, 2. Rosenbusch/Grzybek, 3. Lange/Ungelenk, 4. Händler/Phillipp, 5. Nordt/Petersen, 6. Reichenbach/Hellwig, 7. Uhlig/Damaschke, 8. Andrä/Planer, 9. Grasnick/Dentzer, 10. Tiesies/Schneider

Damen-Beach-Cup: 1. Leucht/Judaschke, 2. Kunze/Steinbock, 3. Domann/Lange, 4. Andrä/Jauck, 5. Schönherr/Czarnowsky, 6. Krafczyk/Schaffernicht, 7. Fiedler/Schwurack, 8. Poschmann/Le, 9. Heßler/Franke

Eric Schannwell, Christin Judaschke, Maria Leucht und Falko Ahnert (v.l.) waren die Sieger vom Samstag.

Mixed-Beach-Cup: 1. Poschmann/Reichenbach, 2. Lange/Taubert, 3. Domann/Nordt, 4. Andrä/Andrä, 5. Scherf/Feser, 6. Späthe/Schulze, 7. Franke/Phillipp, 8. Barghan/Hanitzsch, 9. Mettke/Lenz, 10. Schindler/Röser

Die Mixed-Sieger: André Reichenbach und Kati Poschmann vom SV Bad Düben

Quattro-Mixed-Cup: 1. Die Sandflöhe, 2. Bärenbande, 3. Kiddies, 4. 0815, 5. KSK Beach Spartaner, 6. The Beach Bang Theory, 7. Hoch und weit bringt Sicherheit, 8. Nacktschneckenerschrecker, 9. Fantastic Four, 10. FloMaSaKa, 11. Wolkser Netzkämpfer, 12. Landmetzgerei Reiche

"Die Sandflöhe" gewannen den Quattro-Mixed-Cup

„Ein Turniersieg und viel Hoffnung zum Jubiläum“

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Hildburghausen. Die 23-köpfige Delegation der Bad Dübener Volleyballer ist überaus zuversichtlich aus Südthüringen zurückgekehrt. Zehn Jahre nach dem ersten Turniersieg beim Premieren-Auftritt sicherte sich fast exakt das gleiche Team – diesmal als Traktor Glaucha – die größte Trophäe in der Kategorie B der Herren.

Die Sachsenliga-Herren nutzten den Wegra-Cup vordergründig, um die Talente Daniil Goor und Vinzenz Rummel an das neue Niveau ranzuführen. Zum Auftakt schrammte das Team von Spielertrainer Thomas Haack haarscharf an einem überraschenden Tiebreak-Erfolg gegen Drittliga-Absteiger Neuseenland-Volleys Markkleeberg vorbei. Relativ souverän fuhren die Kurstädter im Anschluss den ersten Sieg gegen Thüringenligist SVV Weimar ein. Zum Testspiel am Montag noch knapp gewonnen, ging das zweite Aufeinandertreffen mit Regionalliga-Aufsteiger GSVE Delitzsch II innerhalb von rund 120 Stunden mit 1:2 an die Loberstädter. Liga-Konkurrent VC Zschopau II wurde anschließend besiegt und der spätere Turniersieger VSV Oelsnitz (3. Liga) sehr weit in den Tiebreak getrieben – Platz vier in der Vorrunde. Auf ein erneutes Duell mit dem GSVE Delitzsch wurde dankend verzichtet, in der abschließende Partie gegen Bayernligist SG Ebersdorf/Coburg wurde kräftig rotiert und knapp abgegeben. Am Ende stand ein ordentlicher siebter Platz zu Buche. Darauf lässt sich aufbauen.

Sehr glücklich über ihr Abschneiden zeigten sich auch die Bezirksklasse-Damen. Zum vierten Mal dabei, bislang jedes Mal an der teilweise bis sechs Ligen höheren Konkurrenz satzerfolglos gescheitert. Diesmal jubelten sie gleich über drei Siege: Zweimal gegen den VfK Berlin-Südwest II (Berlinliga) und einmal gegen den baden-württembergischen Bezirksligisten TSV Willsbach. Dagegen zeigten die Regionalligisten gnadenlos die Lücken und Fehler auf. Am Ende reichte es zu einem tollen Rang acht von elf Teams. Auch darauf lässt sich aufbauen.

Und die Traktoristen? Die fegten am Samstag in beeidruckender Manier durch die Vorrunde, ließen den VfB 91 Suhl (Verbandsliga), den ESV Lok Leinefelde (Bezirksklasse), den SV 04 Plauen-Oberlosa (Sachsenklasse) undden ASV 1932 Schleusingen (Bezirksklasse) keine Chance, hatten gegen Letztgenannten beim 8:17-Rückstand im ersten Durchgang sogar eine knifflige Situation mit 25:21 bravourös gemeistert. In einer Dreierrunde wurde am Sonntag dann das Podium ausgespielt. Gegen den anderen Staffelsieger von der SG Herleshausen/Eisenach (Thüringenliga), die vorher die Plauener 2:0 besiegten, gelang den Schmetterern aus dem Muldedorf ein überaus souveräner 2:0-Erfolg. Ein Satz war gegen die Vogtländer also noch nötig. In einem hart umkämpften Match reichte es jedoch nicht dazu (28:30, 21:25). Wichtig war jedoch, dass im zweiten Akt ein großer Rückstand (8:16) noch aufgeholt wurde. Am Ende hatten die Glauchaer mit fünf kleinen Pünktchen die Nase vor Herleshausen/Eisenach.

Großes Lob wie in jedem Jahr an die Veranstalter. Jens, Axel, Mü und Co., was ihr da jedes Jahr auf die Beine stellt, verzückt einen immer wieder!

Für den SV Bad Düben am Start: Sina Franke, Sandra Grundmann, Julia Tröbs, Maria Krafczyk, Caroline Monien, Sophia Schaffernicht, Juliane Heßler, Thomas Haack, Frank Baumgarten, Jens Andrä, Florian Schreiber, Constantin Schneider, Daniil Gorr und Vinzenz Rummel

Für Traktor Glaucha holten den Titel: Benjamin Keller, Tibor Nyári, André Kanitz, Sirko Lange, Christian Rabe, Henry Ungelenk, Daniel Lange und Kevin Phillipp

„Den Deckel drauf machen“

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Eilenburg. Am kommenden Wochenende wird endgültig der Deckel auf die Punktspiel-Saison der Bad Dübener Volleyballer gemacht. Die beiden weiblichen Kreisklasse-Teams stellen sich am Sonntag in der Belian-Halle doppelt der Konkurrenz und wollen der Gegnerschaft ersatzgeschwächt das ein oder andere Pünktchen entführen.

SV Bad Düben III – SSV 1952 Torgau             So., 30.04., 9 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

SV Bad Düben III – FSV 02 Thallwitz              So., 30.04., 10 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

Rechnerisch ist für die Comebacker der dritten Damenmannschaft durchaus noch der Kreismeistertitel drin. Dieses Szenario gilt aber als äußerst unwahrscheinlich, müsste Favorit und Titelverteidiger SG Arzberg/Blumberg doch doppelt patzen. Mit einem Sieg gegen den direkten Verfolger vom FSV 02 Thallwitz wäre der tolle Bronzerang abgesichert. Ein weiterer Erfolg gegen den Tabellenzweiten und Gegner im Kreispokal-Halbfinale am 18. Mai, dem SSV 1952 Torgau, und Rang zwei könnte noch entführt werden.

Beide Kontrahenten konnten Kapitänin Andrea Schulz und Co. in den Hinspielen ohne eigenen Satzverlust besiegen. So kann die äußerst erfolgreiche Spielzeit gern enden. Ab 9 Uhr fliegt der Ball in der Eilenburger Belian-Sporthalle (Belianstraße 1), erst geht es geht Torgau, gleich im Anschluss wird Thallwitz bespielt.

SG Pristäblich – SV Bad Düben II                     So., 30.04., 10 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

FSV Eilenburg – SV Bad Düben II                    So., 30.04., 11 Uhr, Belian-Halle Eilenburg

Eine Steigerung zur Premierensaison ist für das junge zweite Damen-Team zu verzeichnen. Drei Satzgewinne stehen zu Buche, 2015/2016 war es noch keiner. Der befreiende erste Punktspielsieg steht jedoch noch aus. Mit der SG Pristäblich (9.) und Gastgeber FSV Eilenburg (7.) bitten zwei machbare Gegner zum Tanz. Jedoch fehlen der Truppe vom Trainerinnen-Duo Sophia Schaffernicht und Julia Tröbs mit Laura-Marie Rösiger, Anna Vogelweider und Vanessa Wutzke gleich drei Leistungsträger. Vielleicht rücken gerade in dieser Situation die anderen zusammen und erkämpfen sich die eine oder andere Überraschung. Ab ca. 10 Uhr betreten auch die Kurstädterinnen das Feld, zu Beginn gegen Pristäblich und an- sowie abschließend gegen Eilenburg.