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Immerhin vier von sechs
Krostitzer SV – SV Bad Düben 3:2 (21, -23, -22, 21, 6) 131 min.
Krostitz. Die Bad Dübener Bezirksliga-Damen konnten in ihrem zweiten Saisonspiel am Samstag ihren ersten Punkt einfahren. Im Kreisderby beim Krostitzer SV führten die Schützlinge von Trainerin Susanne Windisch bereits mit 2:1, mussten sich jedoch noch im Tiebreak geschlagen geben. Viel schwerer wiegt hingegen die Verletzung von Diagonalangreiferin Maria Krüger, die sich im fünften Satz vermutlich einen Kapselriss im Daumen zuzog und länger ausfallen dürfte.
Die Kurstädterinnen gingen mit nahezu voller Kapelle ins Rennen. Lediglich Juliane Heßler und Maren Grube fehlten in Krostitz. Von Beginn an entwickelte sich das erwartet hart umkämpfte Match. Den ersten Durchgang sicherten sich die Gastgeberinnen, danach drehte der SVBD die Partie. Den längeren Atem behielt schließlich der KSV. Nach Krügers Verletzung wurde es im Tiebreak sogar noch deutlich. Windisch vertraute dabei weitestgehend auf ihre Startformation, brachte lediglich Wilhelmine Stollberg für die Verletzte.
Der eine Punkt macht Mut. Man scheint in der Spielzeit angekommen zu sein. Nach der deutlichen 0:3-Pleite zu Saisonbeginn gegen Tabellenführer SV Automation 61 Leipzig markiert die knappe Derby-Niederlage das erste kleine Erfolgserlebnis, auf das sich aufbauen lässt. Die Tabelle ist noch nicht sonderlich aussagekräftig. Bad Düben ist aktuell als einziges Team mit erst zwei Partien auf dem vorletzten Rang. Am 7. November wartet die nächste ganz schwere Auswärtsaufgabe im Schildauer Volkshaus gegen den örtlichen Sachsenklasse-Absteiger des TSV 1862. So richtig in Fahrt kommt die neue Saison terminbedingt also noch nicht.
SV Bad Düben | Kapitänin Sophia Pfennig, Sina Franke, Caroline Lange, Kim Schönberger, Maria Krüger, Fina Kähmke, Sandra Grundmann, Wilhelmine Stollberg, Kristin Triebel, Dörte Reichenbach
VV DJK Colditz – SV Bad Düben 0:3 (-20, -23, -22) 82 min.
Colditz. Die Bad Dübener Sachsenklasse-Holzbuben zauberten am Samstagabend eine Glanzleistung auf den Hallenboden. Mit einer durchweg stabilen, entschlossenen und vor allem unaufgeregt-abgeklärten Mannschaftsleistung stutzten die Kurstädter den Heißspornen des VV DJK Colditz mit 3:0 gehörig die Flügel. Damit rehabilitierte sich der SVBD erfolgreich für die beiden jüngsten 0:3-Niederlagen beim Heimspieltag gegen die SSV St. Egidien und den VC Zschopau II. MVP wurde Mittelblocker Alexander Salewski mit einer herausragenden Block- und Angriffsarbeit.
Im ersten Spiel des Tages sahen die schiedsrichtenden Nordsachsen ein zähes Ringen zwischen Colditz und dem stark ersatzgeschwächten VfL Wildenfels, übrigens Bad Dübens nächster Heimgegner. Die Hausherren fuhren verdient mit 3:1 die vollen drei Punkte ein und wollten es nun auch dem SVBD zeigen. Kapitän Kevin Phillipp seinen Sechser mit motivierenden Worten und klaren taktischen Anweisungen aufs Feld und vertraute dabei im Außenangriff sowohl auf Tim Bomsdorf als auch auf Youngster Sebastian Wolf. Aus einer ungeheuer stabilen Annahme heraus, die die druckvollen Aufschläge der Gastgeber stabil auftropfen ließ, konnte Zuspieler Dimitri Janzen variabel verteilen und seine Offensive gekonnt in Szene setzen. Im kompletten Spielverlauf gab es keinen Grund, personell zu reagieren. Im dritten Durchgang ersetzte lediglich Tim Rothfeld Diagonalangreifer Stefan Dieter Deinert und kam so zu seinem (gelungenen) Sachsenklasse-Debüt. Im weiteren Verlauf des Satzes wechselten sich zudem die Liberos Hannes Oldenburg und Tobias Stadler ab. Letzterer zeigte im Vergleich zum Heimspiel eine enorme Leistungssteigerung und hätte ebenfalls den MVP-Titel verdient gehabt.
Unschöner Nebenschauplatz: Bereits im ersten Spiel kam es seitens des Colditzer Publikums zu einigen unschönen Bemerkungen in Richtung der Wildenfelser. Im Verlauf des zweiten Satzes des Düben-Spiels spitzte sich die Lage immer mehr zu und drohte sogar zu eskalieren. Ein offensichtlich angetrunkener Zuschauer, der – nebenbei bemerkt – als Colditzer Spieler gemeldet ist und in diesem Verein als Jugendtrainer fungiert, beleidigte in Folge einer engen, aber korrekten Entscheidung minutenlang pausenlos den Schiedsrichter aufs Übelste und wurde schließlich des Innenraums verwiesen, da das allgemein gute Volleyballspiel zunehmend zur Nebensache geriet. DJK-Kapitän Pascal Eichhorn entschuldigte sich nach Spielende übers Mikrofon bei beiden Gastmannschaften mit einer starken Ansprache. Damit sollte das Thema für die beteiligten Vereine erledigt sein. Wie die Colditzer dies intern auswerten, bleibt fraglich. Schließlich sorgte dieser Vorfall auch in den eigenen Reihen für unterschiedliche Ansichten – und das ist schon bedenklich.
Zurück zum Sportlichen: Die „Holzbuben“ klettern mit dem zweiten Saisonsieg vorübergehend auf Position sechs und fiebern nun auf den nächsten Heimspieltag hin. Am 7. November empfangen Phillipp und Co. den VfL Wildenfels sowie Aufsteiger VSV Oelsnitz II in der Sporthalle Bundespolizei.
SV Bad Düben | Kapitän Kevin Phillipp, Dimitri Janzen, Sebastian Wolf, Lukas Händler, Stefan Dieter Deinert, Tim Bomsdorf, Alexander Salewski, Tobias Stadler, Tim Rothfeld, Hannes Oldenburg